Streetart

Sunday, May 25th, 2008

Streetart
Unter http://housicker.wordpress.com/ findet sich ein Blog, das sich mit Streetart in Luxemburg befasst. Darüber kann man nun lächeln und meinen, dass es in Luxemburg keine Städte gibt, die groß genung sind, damit sich eine richtige Szene bilden könnte, man kann das Projekt aber auch begrüßen und vielleicht selbst Hand anlegen und die grauen videoüberwachten Häuserreihen der Hauptstadt ein wenig verschönern oder verändern. Ein Blog über das Thema finde ich auf jeden Fall interessant und ich bin gespannt, was sich dort alles so ergeben wird.

(Symbolbild cc by spanaut)

Aufhören? Wieso, um alles in der Welt?

Saturday, April 26th, 2008

Ich kann ehrlicherweise niemanden verstehen, der einfach so mit dem Bloggen aufhören will. Sicherlich kann es Gründe dafür geben, eine Pause zu machen, aber wenn jemand sein gesamtes Blog löschen will, kann ich das auf keinen Fall nachvollziehen. Ich find brach liegen lassen schon schlimm genug.

Ich weiß, wie ich mich fühle, wenn mein Blog für ein paar Stunden offline ist. Auch, wenn ich überhaupt keine Lust hatte, zu bloggen, beginne ich dann zu twittern, um das plötzlich enstandene Loch in meiner Selbstdarstellungsmaschinerie zu stopfen. Aber vielleicht bin ich das auch nur. Ein egomanisches Monster, eine Rampensau, immer hunrig nach Aufmerksamkeit und ein paar Leuten, die mir zujubeln und ab und an ein paar Kommentare von sich geben. Ich Emo, ich.
Und ich will eigentlich gar nicht wissen, wie sich cold turkey anfühlt. Das Blog löschen. Oh Gott, was für eine furchtbare Vorstellung. Wenn ich nur daran denke, möchte ich nach jedem Posting ein Datenbankbackup machen und es redunant auf 23 Server verteilen.

Könnte ich mir ein Leben ohne Blog vorstellen? Nur noch schwer. Natürlich könnte ich noch immer in mein Heft schreiben, die Texte an Menschen verschicken, deren Meinung ich wirklich hören will, in Ruhe ein Buch schreiben und meine Gedanken ausnahmsweise mal für mich halten. Aber ich weiß, dass es nicht mehr das gleiche sein würde. Und mit jedem Blog, das stirbt, wird das Leben wieder ein Stück ärmer. So ist es mit Sad Autumn, und so wäre es auch mit jedem anderem Blog, das ich momentan lese. (Bis auf einige Ausnahmen, die ich nur aboniert habe, weil dort noch einmal etwas wichtiges kommen könnte.)

Aber sollten jetzt noch weitere Blogs sterben oder nicht wieder aufgemacht werden, habe ich wenigstens etwas, das ich wie mein persönlicher Held, Vorbild und geistiger Vater, Hunter S. Thompson, auf eine Gedenktafel am Ende eines noch nicht existierenden Buches schreiben könnte.

Und morgen mache ich eine Liste mit tollen neuen Blogs aus Luxemburg, um die allgemeine Untergangsstimmung wieder gut zu machen. Und das erinnert mich an eine schöne Geschichte, die meine Mutter mir erzählt hat, die werde ich dann jetzt gleich sofort bloggen.
Fazit: Man kann niemanden dazu zwingen, nicht aufzuhören, aber Fireball würde es wohl nie tun und findet es immer wieder schade, wenn jemand es tut. Das hätte ich ja jetzt auch fast twittern können.

Suppe

Thursday, April 3rd, 2008

Es gibt neue heiße Scheiße im Web 2.0-Land. Also, ich weiß eigentlich nicht, ob es so neu ist, aber es ist mir in den letzten Tagen vemehrt aufgefallen, was heißt, dass die Großen unter den early adopters anfangen, das Ding auch zu benutzen. Ich habe keine Ahnung, wieso sich soup.io so nennt, aber ich finds symphatisch. Der Name ist genauso web2.0ig wie twitter oder flickr, genauso unsinnig, klingt aber irgendwie.. netter.

Auf jeden Fall kann man sich auf soup.io ein Art Mikroblog zusammenschustern, das mal eben ganz locker die verschiedenen Web 2.0-Heimstätten verbindet und gemeinsam ausspuckt. Klar könnte ich mir durch die Yahoo-Pipes ein RSS für all das zusammenflicken, aber wieso sollte ich. Ansonsten funktioniert soup.io genauso wie del.icio.us, dh. man haut da alle möglichen Links, die man sich später ansehen will rein und schaut sie sich niemals wieder an, verlangt aber von anderen Leuten, dass sie das tun.

Auf jeden Fall gibt es postapokalyptische Suppe für meine Hardcorefans, die auf keinen Fall irgendetwas verpassen wollen, jetzt unter jollysea.soup.io
Ich werde allerdings auch immer mehr zum Fan von twitter, merkwürdigerweise. Vielleicht, weil man darüber so herrlich und einfach Blödsinn verbreiten kann.
Für alle, die sich jetzt wundern: Ich bin immer noch Fan großer, langer und schöner Texte mit Bebilderung, am besten sogar in einem ansprechenden Layout. Aber vielleicht mag ich twitter und Dienste wie soup.io ja gerade deswegen!

Die alten Medien und ihre »Blogs« (Zweiter, dafür aber nicht weniger schmerzhafter Teil)

Wednesday, October 24th, 2007

Nachdem RTL ihre Blogs und Podcasts hatten, musste das zweitgrößte Revolverblatt Luxemburgs dann auch nachziehen: Das Tageblatt, auch bekannt als sozialistische Gewerkschaftszeitung des Großkapitals, hat jetzt auch sein Blog. Das ganze nennt man sinnigerweise »Tageblog« und wird auf der Homepage des Tageblatts mit den Worten »Kommentare & Leserreaktionen« beworben.
Symbolfoto: Erklärung für ein Klo
Symbolfoto: Japanische Erklärung für eine westliche Toilette. Passt auch zum Tageblog.(cc by Hilly)

Seit dem 3. September bloggt wird beim Tageblatt. Beteiligt sind die Damen und Herren Danièle Fonck, Francis Wagner, Fränk Hary, Guy Kemp, Helmut Wyrwich, Jean-Marie Backes, Léon Marx, Lucien Montebrusco, Philip Michel, Robert Schneider, Roger Infalt und Tom Wenandy. Alles Tageblattredakteure, die auch in dem gedruckten Blättchen manchmal ihre Meinung loslassen. Einen sogenannten Kommentar schreiben. Oh. Gibt es da etwa einen Zusammenhang? Hat man den gleichen Fehler wie RTL begangen?
Man hat. Vielleicht noch einmal schnell das positive: für das Tageblog gibt es einen seperaten RSS-Feed, jedoch nicht für die einzelnen Autoren, und man kann Kommentare schreiben. Was jedoch nichts am Inhalt ändert: Die Blogeinträge sind die Kommentare des gedruckten Tageblatts. Genau wie RTL versucht man auch hier, bestehenden Inhalt als etwas neues zu verkaufen, vor allem aber täuscht man etwas vor, was man nicht ist: ein Blog. Ein Blog hat nämlich eigenen Inhalt, es ist persönlicher als die Kommentare, die nur dann wirklich eine Meinung vertreten, wenn es um Fußballstadien geht, (edit) und vor allem: die Inhalte wurden für das Blog geschrieben. (/edit)
Und vielleicht, liebes Tageblatt, versteht ihr jetzt auch, wieso sich kaum jemand erbarmt, euch einen Kommentar unter die halbgaren Meinungen eurer Redakteure zu schreiben: Sie interessieren niemanden. Wieso auch? Dem Tageblattleser wird nichts Neues geboten, und wer sonst sollte eurer Internetangebot benutzen? Lieblos gemacht ist das ganz dann auch noch, denn die verpixelten und im Halbschatten aufgenommenen Autorenfotos wirken nicht so, als würde man es wirklich ernst meinen. Aber wenn die Agentur sagt, das sei klasse, dann ist es bestimmt auch klasse.
Das Ganze fällt mal wieder klar in die Kategorie »Nichts verstanden!«. Ich kriege selbst dann mehr Kommentare als ihr, wenn ich darüber schreibe, was ich auf dem Klo mache!
Es gibt gute Journalistenblogs. Aber momentan wage ich sehr zu bezweifeln, dass dies je in Luxemburg der Fall sein wird.
Fazit: Es schmerzt. Nicht nur, weil es zeigt, wie wenig die luxemburgische Presse von Web2.0 verstanden hat, nein, es zeigt auch, wie tot sie ist.
(Danke an E. für den sachdienlichen Hinweis!)

Die alten Medien und ihre »Blogs«

Friday, October 12th, 2007

Ich wundere mich nun schon ein paar Tage lang, wieso die RSS-Feeds von rtlnews.lu und wort.lu auf dem luxemburgischen Blogverzeichniss Blogbuerg (An dieser Stelle noch einmal Kudos an pa!) auftauchten. Wort.lu hat kein Blog, aber, und das habe ich eben erst entdeckt, rtlnews hat welche. Anders als bei der lächerlichen Podcastsektion wird der Begriff nicht erklärt und es gibt auch keine Erläuterungen, wie man die Blogs in seinen RSS-Feed aboniert.
Symbolfoto: Erklärung für ein Klo
Symbolfoto: Japanische Erklärung für eine westliche Toilette. (cc by Hilly)

Und wieder einmal wird es deutlich: Die alten Medien verstehen weder Blogs, Podcasts noch Web 2.0. RTL wiederholt bloß ihre tendenziell fremdenfeinlichen und dazu noch schlechten Witzereisser sowie die Nachrichten über die Erfolge der Männer in Blau und Kühe auf den Straßen als Podcasts und das, was da als »Blogs« verkauft wird, sind die Texte der vier Kommentarrubriken, die RTL hat: »Carte Blanche«, »Commentaire«, »Carte Blanche économique« und »Rapport économique«. Eine Mogelpackung sozusagen. Den Inhalt gab es auch schon auf der alten RTL-Seite, nur wurde es dort nicht als Blogs verkauft. Da sieht man auch schnell, wieso das mit RSS nie erklärt wird: es ist überhaupt nicht möglich, einzelne Sektionen der RTLnews-Seite zu abonieren. Endweder alles oder nichts, so die Devise. Zeigt wieder einmal sehr viel Verständniss und Nutzerfreundlichkeit.
Sowas bringen nicht mal deutsche Tageszeitungen fertig. Da schreiben die bloggenden Journalisten wenigstens noch Inhalte, die sie nicht in ihrem regulären Medium veröffentlichen. Ich weiß nicht, ob ich RTL das empfehlen würde. Vielleicht sollten sie das mit Bloggen einfach sein lassen. Wissen die Autoren überhaupt, dass sie bloggen, oder wird das einfach so auf die Seite gestellt?

Endweder, die Journalisten/Redakteure/Moderatoren bei RTL fangen von selbst an, zu bloggen, oder sie werden dazu gezwungen und bringen nur ein halbgares Blog fertig, wie wir das schon oft bei anderen Medien erlebt haben. Insofern mag es ehrlicher sein, einach bestehenden Inhalt als Blog zu verkaufen, aber sehr viel Verständniss von der Sache zeigt es nicht. Und ich weiß auch nicht, ob ich mich eher aufregen oder nur darüber lachen soll. Aufregen deshalb, weil wohl viele Luxemburger zum ersten mal bei RTL auf den Begriff stoßen werden, Lachen, weil es einfach nur so herrlich dämlich ist. (Neue Medien braucht das Land!)

Blogdelux: Ein Monat danach

Tuesday, February 27th, 2007

Ein Monat ist vergangen seit dem ominösen Bloggertreffen Blogdelux.
Und auf der Seite blogdelux.lu, die ich absichtlich nicht verlinke, hat sich seitdem nicht sehr viel getan.
Ein paar Videos, die auf dem Treffen selbst aufgenommen wurden, wurden online gestellt. Das waren allesamt schlechte, verwackelte und verpixelte “Interviews” mit Bloggern, die man wohl nicht beleidigt, wenn man sie “unkreativ” nennt.

Das Videomaterial reichte nicht mal 3 Wochen und so begann man, offensichtlich per Mail, 5 langweilige Fragen (URL? Seit wann? Wie hast du angefangen? Wer hat dich beeinflusst? Worüber bloggst du?) an Blogger zu schicken und das Ergebnis davon dann zu veröffentlichen. Das es auch unter Blogs gute und interessante Interviews gibt, ich sag bloß “Blogtalk”, wissen die Macher von blogdelux bzw. Emmanuel Vivier weiß es, denn ich habe ihm es gesagt. Dass bei den Aktionen die luxo/germanophonen Blogger überhaupt nicht wahrgenommen werden, muss man eigentlich nicht sagen, denn das war eins der Kernprobleme, die blogdelux von Anfang an hatte: Die Macher kennen die luxemburgische Blogosphäre nicht und wissen nicht, wie man mit Bloggern umgeht. (Von Krisenmanagement will ich gar nicht anfangen.)
Es ist auch überhaupt nicht auffällig, dass die Intervieweten alle mehr oder weniger aus dem Dunstkreis von Blogdelux kamen.

Und was gab es ansonsten auf blogdelux? Einige “thematische” Beiträge, bei der kein Autor zu erkennen ist und sich lesen wie Agenturmeldungen. Es gibt keine Persönlichkeit auf blogdelux – es werden weder Namen von Bloggenden präsentiert, noch ist irgendwie ersichtlich, wer sich um die Seite kümmert, die ja von Culture-Buzz/Vanksen betrieben wird.
Das ist für mich ein eindeutiges Manko und ein Armutszeugniss. Gelernt aus dem Fiasko vor dem Treffen selbst scheint Culture-Buzz nicht zu haben, denn Transparenz ist immer noch Fehlanzeige.

Und wie kommt blogdelux jetzt an? Überhaupt nicht. Ich habe keinen einzigen Link auf einen “spannenden Artikel” bei blogdelux gesehen. Und die Kommentare sind äußerst mager. Selbst auf Beiträge, in denen, gibt es nur 4 Kommentare. Was dann auch so ziemlich das Maximum der in den letzten Wochen erreichten Kommentare darstellt.

Das Blogverzeichniss wurde nur um die doppelten Einträge bereinigt und ich finde immer noch die 1-Posting- und toten Blogs, die die Zahl der gefundenen Blogs sehr schön in die Richtung 150 gedrückt haben. Aber sowas haben ja eh nur Agenturen nötig, die möglichst viel Buzz erzeugen wollen, um… tja, was wohl?
Blogger machen solche Dinge aus freien Stücken. Und die Blogbuerg zeigt, dass es auch sehr viel besser als blogdelux geht. Eine übersichtliche Liste, RSS-Feeds, Aktivitätsanzeige, so soll das sein. Da kann sich blogdelux eine Scheibe abschneiden.

Oder, und das wäre wohl das Beste: den Laden dichtmachen. Denn als Communityblog sowie als potentielle Werbeplattform ist das ganze wohl bloß eine Totgeburt, und als Blogliste hat es nie getaugt.
Und ob ein Bloggertreffen in Metz(F) mehr als nur die speichelleckende Clique, die jetzt eh schon mit dem gleichen Text in ihren Blogs ihr Kommen groß ankündigt heranlocken wird, wage ich zu bezweifeln.

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Burkina Faso, Togo und Lehrer

Tuesday, February 27th, 2007

Es ist ein wenig so, wie die Eltern dabei zu erwischen, dass sie heimlich Videospiele spielen. (Ich hätte jetzt fast etwas schlimmeres geschrieben, aber das verkneif ich mir jetzt mal.)
Meine Lehrer bloggen. Also, einige von ihnen.
Die befinden sich nämlich gerade im Burkina Faso und reisen irgendwann mal diese Woche in den Togo.
Lehrerblog mit merkwürdiger URL und unkreativem Titel

Schöne Initative trotzdem. Ich frag mich bloss, ob das Konzept “Bloggen” den Lehrern ganz neu ist, oder ob die das auch privat machen. Ich mag Kontraste zu Dingen wie blogdelux, zu denen ich mich heute auch noch einmal äussern werde.
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Gute Neuigkeiten

Wednesday, February 14th, 2007

Thierry berichtet über Verstärkung in der luxemburgischen Blogosphäre.
Das sind Non di dj’eu, wo es relativ politisch zugeht und
Yearning, das persönlicher wirkt.
Dass beides Blogs sind, die vor allem auf geschriebenen Inhalt und nicht etwa auf die Verlinkung von Youtube-Videos setzen, ist sehr erfreulich und - denke ich jedenfalls, ohne viel gelesen zu haben, ein Mehrwert für die “luxemburgische” Blogosphäre.
Gewissse andere Communityblogs, die sich momentan ausführlich und ohne viele Kommentare über die Blogs der vermeintlichen Organisatoren des vorangegangenen Treffens Blogdelux auslassen, können sich da gerne eine Scheibe abschneiden.
Oder es ganz bleiben lassen. Denn das Konzept geht ja offensichtlich nicht auf.
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Stöckchen aus dem Hinterhalt

Thursday, February 8th, 2007

Normalerweise kennt man die Blogger, die einen regelmässig lesen und kommentieren und zurückverlinken. Manchmal jedoch gibt es Überraschungen. trux, die erste Veganerin, die ich kennengelernt habe, hat mich mit einem Stöckchen beworfen.
Es geht um die sagenhaften 6 kuriosen Fakten, mich betreffend.

Fakt #1: Trotz meines Vegetarismus fasse ich Fleisch an, schneide es und diskutiere Zubereitungsarten. Ich kann mir vorstellen wie es idealisiert schmecken soll. Ich weiß, dass es nachher nicht so gut ist und dass ich Fleisch vom Geschmack her höchstens in kleinen Dosen ertragen würde und vom Ursprung her nicht gut finde, also lass ich es.
Fakt #2: Ich bin Vegetarier und mein Grund dafür ist: “Ich wollte einmal im Leben etwas komplett sinnfreies tun.” Trotzdem komme ich nie in Versuchung, Fleisch zu essen.
Fakt #3: Mir ist einmal Knorpel aus der dicken Zehe gewachsen, der 3 (!) mal operativ entfernt werden musste.
Fakt #4: Meine erste Radioerfahrung habe ich als Kinderstimme bei RTL gemacht.
Fakt #5: Ich habe auf einem Auge 6, auf dem anderen 7 Dioptrien.
Fakt #6: Ich war für einige Jahre Bademeister.

Das Stöckchen geht weiter an Thierry und an benem.

Blogdelux: Artikel der “Woxx”

Monday, February 5th, 2007

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Ich habe die freundliche Erlaubniss des Autors, den Artikel, der letzten Freitag in der Woxx erschienen ist, hier zu veröffentlichen. Somit bleibt er auch längere Zeit auffindbar, was Leuten, die sich über das Thema “Blogdelux” informieren wollen, sicher nur zur Gute kommen kann.

Ich weiß aus sicheren Kreisen, dass manche Autoren, die kritische Artikel über Blogdelux in Zeitungen veröffentlicht haben, Hassmails geschickt kriegen. Das ist eine sehr interessante Information, finde ich.

Der folgende Artikel ist © Luc Caregari.

BLOGS
Le Luxembourg, blogue-t-il?
Luc Caregari

Samedi dernier une initiative appelée “Blogdelux” a prétendue à grand renfort médiatique avoir organisé le premier rassemblement de bloggeurs au Luxembourg. Un avis contesté.

Un après-midi ensoleillé dans un bar branché de Differdange - probablement le seul de cette ville ouvrière du Sud. A la grande surprise de tout le monde, pas de champagne, mais des bières - des Super Bock en l'occurrence. Tout de même quelques plateaux avec des amuse-gueules font le tour. A en croire les organisateurs, cet événement est ultra-important. En visitant la “première rencontre de bloggeurs au Luxembourg”, on a plutôt l'impression d'avoir atterri dans un meeting de photographes amateurs, tant les flashs crépitent sur toute personne qui s'avance vers le fond du bar. Tout le monde est bien accueilli, et souvent la première question posée n'est pas le “Comment tu t'appelles?”, mais “C'est quoi l'adresse de ton blog?”. Quelques scènes drôles se passent - des reconnaissances réelles entre personnes qui se connaissent depuis des années, sans pourtant jamais s'être vues. Le monde virtuel donne la possibilité à chacun de se créer une identité inventée, et parfois les contrastes sont parlants. Mais l'ambiance reste bon enfant. Même quand les équipes de télé débarquent. RTL, TTV et même France3 se sont donnés rendez-vous dans la brasserie située place de l'hôtel de ville. Pourtant, on peut se demander ce qui peut bien les intéresser ici? Il n'y a qu'une trentaine de personnes tout au maximum qui discutent gentiment autour de quelques bières, tandis que dans une arrière-salle, les gens se montrent leurs blogs les uns aux autres par l'intermédiaire d'un projecteur raccordé à un ordinateur portable.

Ce à quoi on pouvait assister samedi dernier à Differdange était bien plus qu'une première rencontre de bloggeurs. Le visiteur pouvait témoigner en live de la création d'un buzz médiatique. Pour fabriquer un buzz: prenez un événement prétendument organisé par un groupe neutre de citoyens accros au web et des tonnes d'invitations ciblées à la presse. Mélangez bien tout ça et un après-midi dans un bar se transforme en sujet de journal-télévisé. Ca ne marche pas à tous les coups, mais c'est le fonctionnement des boîtes professionnelles spécialisées dans ce qu'on appelle le marketing viral. Entendez une sorte de marketing indirect qui passe par des bloggeurs auxquels on offre des produits pour qu'ils en parlent.

En ces derniers mois plusieurs cas de blog-marketing ont fait leur apparition dans le monde virtuel. Ils existent en deux variantes. La première est de loin la plus confortable, mais en même temps la plus risquée: ce sont les fakebloggers. Ces faux blogs sont tenus par des “ghostwriters” qui prétendent parler de leur vie et tout simplement donner leurs opinions, alors qu'entre les lignes ils font de la promo pour la marque qui les paie. Ce peuvent être des petites remarques sur telle ou telle crème ou soupe, tout comme la - fausse - identité du bloggeur. Comme dans le cas le plus célèbre de “fakeblogging”: la chaîne WalMart, géante des hypermarchés dans le monde globalisé et surtout connue pour le mauvais traitement de ses employé-e-s avait payé des faux bloggeurs pour inventer plusieurs employé-e-s-modèles et de tenir leur blog. Pour qu'ils puissent faire l'éloge de la politique sociale de la chaîne. Ce stratagème, qui servait avant tout à contrer les opposants politiques au système WalMart, a tourné court lorsque des vrais bloggeurs ont découvert l'appât. WalMart a dû se retirer. Mais d'autres cas, impliquant des fabricants de produits de beauté sont connus. Et donc aussi révélés comme des faux …

Donc, l'industrie des relations publiques - toujours soucieuse d'investir la blogosphère, car is ont reconnus son énorme potentiel - se rabat sur une deuxième méthode l'achat de vrais bloggeurs. Dans ce cas, le bloggeur est soumis aux mêmes tentations que n'importe quel journaliste, aussi chevronné soit-il. Le schéma est presque toujours le même: la boîte, ou son sous-traitant marketing, repère des blogs connus et propose à leurs tenant-e-s des produits à l'essai. Un cas-modèle est celui de la marque d'automobile Opel, qui a loué gratuitement ses nouveaux modèles à des bloggeurs pendant un mois, pour qu'ils en fassent la promotion dans leurs blogs.

Fakeblogging et marketing

Mais revenons à Differdange et à cette première rencontre, à première vue bien innocente. Le problème c'est l'organisateur. Ce n'est justement pas un groupement libre qui a pris l'initiative de se rassembler ici, mais “culture-buzz”. Comme le nom l'indique, “culture-buzz” est spécialisé dans le marketing viral et le buzz médiatique. Il s'agit d'un sous-groupe de la firme Vanksen, qui possède - comme par hasard - un siège social à Luxembourg-Ville. Alors, pourquoi culture-buzz organise-t-il un tel événement? Officiellement, il s'agissait de fédérer les bloggeurs luxembourgeois. Officieusement, on peut se douter qu'il s'agit aussi d'un essai de recupération de la blogosphère luxembourgeoise à des fins de marketing. L'historique de ce premier meeting varie selon les personnes interrogées. Une chose est claire: le nom Blogdelux a fait sa première apparition sur le net en novembre dernier. Mais à ce moment, personne n'avait l'intention d'organiser un meeting. Le bloggeur à l'origine de cette initiative - mais qui souhaite rester anonyme - a été contacté après-coup par des gens travaillant pour culture-buzz, qui lui ont proposé de prendre en main l'organisation. A la question s'il ne s'est pas fait récupérer, il répond: “Oui, c'est bien possible. Tout cela me dépasse un peu. Mais bon, l'essentiel c'est que cette rencontre a eu lieu”. Pourtant, pas tout le monde est aussi facilement d'accord avec la participation de culture-buzz.

Blogdelux vs Blogbuerg

Sur certains blogs, des banners portant des inscriptions comme “Boycott Blogdelux” ou “Blogbuerg not Blogdelux” font leur apparition. Des bloggeurs, pour la plupart des Luxembourgeois germanophones, ont mal pris l'initiative de “culture-buzz” et l'ont critiquée, provocant ainsi de vives polémiques, qui vont de mails très longs à des menaces à peine voilées. Comme cette bloggeuse appartenant au camp Blogdelux qui a laissé un commentaire sur le blog d'un des critiques leur conseillant de faire gaffe s'ils veulent trouver un emploi, car le Luxembourg est petit. Cela laisse rêveur. Toujours est-il que si on parcourt les pages de Blogdelux - qui se veut avant tout un annuaire de bloggeurs luxos - on constate que la grande majorité est franco- voire lusophone. Pour mieux comprendre cela, il faut savoir qu'une grande partie de la blogosphère luxembourgeoise est tenue par des jeunes portuguais qui communiquent en français et parfois dans leur langue maternelle. Ce groupe est beaucoup moins critique à l'égard de Blogdelux que les luxembourgeois. Une raison est sûrement qu'il existe déjà un registre qui regroupe une grande partie des blogs luxos (le site http://blog.egalwaat.lu autrement appelé Blogbuerg). C'est aussi un registre de blogs, certes graphiquement moins attractif que Blogdelux mais sûrement libre de toute ambition commerciale. Et il a existé bien avant Blogdelux, qui d'une certaine manière a usurpé leur idée.

Reste à savoir si l'initiative de culture-buzz est une réussite. En parcourant les adresses de blogs recensées par le site on tombe sur pas mal d'adresses doubles et des sites qui ne sont pas des blogs à proprement parler, genre party.lu, et qui ne présentent pas les mêmes fonctionnalités de base d'un blog. “En fait ils ont démontrés qu'ils n'avaient aucune idée de la complexité de la blogosphère locale”, explique Joël Adami, alias Fireball, un bloggeur critique qui a tout de même fait le chemin jusqu'à Differdange. “Ils ont tout de même réussi à se faire un nom et ainsi ils pourront se représenter comme référence pour des clients potentiels.” Car même si, d'après un des responsables de culture-buzz présent ce jour-là, le Luxembourg ne représente que quatre pourcent de leur marché, ce dernier est toujours en développement. Et mieux vaut avoir été les “premiers”. En tout cas dans la version médiatique.