Nackt. Essen. Drogen. Nackt.

Tuesday, November 6th, 2007

Schreiben. Du fĂŒhlst dich, als hĂ€ttest du seit Jahren nicht mehr geschrieben. Dabei ist es eher so, dass du keine Zeit hast oder zu mĂŒde bist, als dass du nicht schreiben wolltest.
Du hast in DÀnemark immer seltsame TrÀume gehabt. Nacktes Abendessen und die seltsamen Nachwirkungen.
Das Handy macht sich auch nicht mehr die MĂŒhe, merkwĂŒrdige Töne in den Boxen zu produzieren. Drecksding.
MĂ€dchenmusik in den Ohren. In meinem Kopf spielt eine Reaggeband. Wenn das wirklich Musik ist?

Ich bin wirr und genieße es. Mein Leben dreht sich um mich herum, und ich versuche mit großen Schritten dem Untergang zu entfliehen. Welcher Untergang, fragst du, und schon schiesst dir jemand in den Kopf. Er schneidet deine Augen mit einem Skalpell heraus und benutzt die Löcher als Toilette. Die AugĂ€pfel werden frisch in dĂŒnne Scheiben geschnitten und mit Zwiebeln und Muskatnuss gebraten. Die Pfanne wird zwei Tage im KĂŒhlschrank aufbewahrt, danach mit etwas Milch wieder aufgekocht. Man nimmt die Augenscheiben in den Mund, drĂŒckt sie gegen den Gaumen und raucht schnell eine starke Zigarette.
Der Effekt soll wunderbar sein. Visionen und GefĂŒhle, direkt im Gehirn, ohne einen Umweg. Man ist völlig abgeschottet von der Aussenwelt, weshalb niemand es tut.

Jetzt erfindest du schon Drogen, die du selbst natĂŒrlich niemals nehmen wĂŒrdest. Du solltest dich in die Wanne legen und darauf hoffen, dass dein dreckiger, von kleinen feinen Narben ĂŒbersĂ€hter Körper von den heißen DĂ€mpfen gereinigt wird. Du könntest auch ein thailĂ€ndisches Mantra der Hiatchi-Indianer dazu singen.

Irgendwo ĂŒbergibt sich ein Mensch hinter seinem Bildschirm. Er wird es nicht wegwischen, sondern auf die WĂŒrmer warten

NervensÀge

Friday, November 2nd, 2007

Könntet ihr bitte aufhören, in meinem GefĂŒhlen rumzustocheren wie in einer SchĂŒssel, wo ihr die letzten Reste angebackenen KĂ€ses herauskratzt?
HirnsÀge - KopfsÀge
Ich hab genung davon, mir von anderen Leuten sagen lassen zu mĂŒssen, was ich fĂŒhle, was ich denke, was ich will.
HirnsÀge - Bombenalarm
Ich sage, dass es da ein Problem gibt, eine Überlegung, etwas, das mich beschĂ€ftigt.
HirnsÀge - AugensÀge
Und ihr plant gleich Hochzeiten, BegrÀbnisse, TerroranschlÀge.
HirnsÀge - Bombenalarm
Ich weiß, dass ich nichts weiß.
KopfsÀge - Tagesschau
Aber ihr, ihr wollt wissen, was ich fĂŒhle?
HirnsÀge - AtemsÀge
Ihr sagt mir, gib’s doch zu!
FleischsÀge - Sendeschluss
Und im nÀchsten Moment: Hat doch eh keinen Zweck
KopfsÀge - HirnsÀge - Bombenalarm
Ja nachdem, wie eure Laune ist.
HirnsÀge - Vitamin
Was bleibt? Bloggen anstatt erzÀhlen.
HirnsÀge - HirnsÀge
(Als ob das ein Ersatz sei!)

Enjoy!

Saturday, October 13th, 2007

Ich habe eben gesehen, dass auf meiner Matratze (auch so ein Wort, das ich schreiben kann, dann aber so komisch aussieht, dass ich meine, es sei falsch) das Wort »Enjoy« drauf gedruckt ist. Ich weiß nicht, ob man das Verfahren mit dem Muster und Wörter auf Matratzen gebracht werden, drucken nennt. Wahrscheinlich nicht, aber ihr wisst, was gemeint ist: Das war so, als man die Matratze gekauft hat und das ist kein Fehler. Nun gibt es auf Matratzen bzw. in Betten ja vieles, was man genießen kann: Schlaf, Selbstbefriedigung, Lesen, TrĂ€ume, Telefonate, Sex. Was mich wieder an meinen Traum erinnert, den ich heute Nacht getrĂ€umt habe.
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze (cc by Louie)

Ich war mit A. in D., meiner ehemaligen Schulstadt und Sitz ihrer Schule. Und das GebĂ€ude, in dem wir uns befanden, hatte auch irgendwie etwas mit der Schule zu tun, auch wenn alles anders aussah als gewohnt und mein rĂ€umliches LokalisierungsgefĂŒhl mir meldete, daß ich mich auf dem gleichen Platz befand wie die Schule. Wir waren in einem Schlafzimmer, vielleicht ein Zimmer eines Hotels oder eher: eines Internats. Und wir hatten einen Schrank in diesem hĂ€sslicher 70er-Jahre grĂŒn und der war gefĂŒllt mit Drogen, die wir an Jugendliche verkauften. Oder gratis austeilten. FĂŒr diesen Teil kann ich nur spekulieren, denn die Erinnerung ist sehr nebelig.

Ich frage mich, ob man das eigentlich so neblig verschwommen trÀumt, oder ob es wirklich nur die Erinnerung ist.
Auf jeden Fall wurden wir irgendwann mal entdeckt. Ich weiß auch nicht mehr, von dem, es hatte nur etwas sehr offizielles an sich. Vielleicht war es ja die Polizei. Obwohl, ich glaube dass die Leute noch sehr nett mit uns waren. Irgendwann gingen SMS umher und es ging von drei Tagen GefĂ€ngniss die Rede.
Dann kommt wieder ein Teil, der noch verschwommener ist, als der Rest: A. war irgendwann weg und ich war dabei, zu flĂŒchten. Auf jeden Fall dachte ich das. Bei mir war noch eine Person, die ich kannte, aber jetzt absolut nicht mehr identifizieren kann.
Irgendwann rief A. mich an und teilte mir mit, ich solle unbedingt in den Keller/Festsaal kommen. Der war in einem anderen GebĂ€ude, das ganz aus Beton war und gar nicht nach Schule aussah. Im Festsaal lief der Abspann irgendeines Filmes, den die Schule wohl gedreht hatte. Ich war also zu spĂ€t. Vor dem GebĂ€ude waren viele Menschen, mit denen ich mich unterhielt. Einige alte Bekannte begrĂŒĂŸten mich und fragten, was ich denn hier tĂ€te.
(Dann wachte ich irgendwann auf.)

Meine TrĂ€ume sind verwirrend. Und fĂŒr diejenigen, die sich jetzt auch fragen, ob ich Drogen genommen habe, ehe ich eingeschlafen bin: Ich war gestern sehr brav und habe einen Mochito getrunken, thankyouverymuch!

Do I have enough pink electronics?

Sunday, February 25th, 2007

Pink things
Foto von hier. & © by “laserone
Ich wollte irgendwie auf “Blog this” bei flickr klicken, habe dann jedoch daran gedacht, dass dies meistens zu relativ unschönen Resultaten führt.
Dann merkte ich, dass sich das Foto gar nicht anders verlinken lässt, weswegen auch immer.
Wirklich wichtig finde ich an dem Bild eigentlich die Tatsache, dass der Laptop der Frau nicht rosa ist.

Jetzt schlug “Blog this” von flickr fehl und ich habe dennoch eine Möglichkeit gefunden, das Bild einzubinden. Für den Leser muss dies alles sehr verwirrend sein. Aber ich hoffe, meine Leser haben a) genung Grips, um soviel Meta-Dingens zu verkraften und verzeihen mir b) dass ich an einem Sonntagabend offenbar nicht mehr zustande bringe als das Posten eines Bildes mit 5 elektronischen Geräten, die übereinandergestapelt sind.
Auch die Frage, wieso jemand, der 2 Hunde und 2 Katzen hat, “Nintendogs” spielt. Das ist so wie Bürgermeister, die “Sim City” spielen.
Das ganze via Dingsprozessor

[Edit:

Wer übrigens glaubt, man könne die furchtbare Geschmacksverirrung, ein Macbook rosa färben zu lassen, nicht begehen, der irrt:
rosa macbook pro
(Foto von creationrobot.com)]

“Du Idiot”, dachte das kleine Stück Eisen, auf das er mit unglaublicher Kraft eindrosch, bis es zerbrach

Saturday, December 16th, 2006

Du bist noch keine 100 Meter gegangen, da denkst du dir “Was bist du nur für ein Idiot. Was bist du nur für ein dummes, hirnverbranntes Arschloch!”
Davor hatten einige Sekunden lang lächerliche Bilder und Vorstellungen in deinem Kopf gewütet. Wie ein Feuersturm, ein Buschbrand in einem trockenen Nadelholzwaldgebiet.
Und jetzt war jedes Umkehren unmöglich. Alles, was du jetzt noch getan hättest, wäre ein Versuch zur Erfüllung dieser Bilder gewesen, die unmögliche Aufgabe, diese lächerlichen Vorstellungen zu forcieren.