Schaumschläger

Monday, February 11th, 2008

[Dieser Beitrag ist nicht in dieser Reihenfolge entstanden, wie ich ihn hier zusammenstückele.]

Wild schäumen die verwischten Traumerinnerungsfetzen ins Unterbewusstsein zurück, als du diese Zeilen liest. Dein Körper ist wie elektrisiert – deine Hände kribbeln mal wieder.
Dir ist, als hörst du das Pendel wieder kurz über deinem Kopf schwirren – was du selbst nicht wahrnehmen willst. Damokles ist blind für Schwerter. Du hast geglaubt, aufschreiben würde wegsperren bedeuten, aber vielleicht musst du auch veröffentlichen. Und dann ist die Gefahr, dass diese Bilder ein noch stärkeres Eigenleben führen könnten, egal.
Immer wieder diese Berührung. Finale Bestimmung?

Vielleicht sollte man Träume einfach deshalb aufschreiben, damit sie einem aus dem Kopf verschwinden. Wie man sich einen Dorn oder Splitter aus dem Finger zieht, weil er einen ständig enerviert.
Man kann bei diesem Traum nicht wirklich von stören reden. Im Endeffekt, im Rückblick sozusagen, bleibt ein wohliges Gefühl der Geborgenheit. Zu den Tatsachen: I. und ich auf irgendeinem Konzert. (Mal wieder.) Es muss Sommer sein, denn I. trägt, wie alle Mädchen auf dem Konzert, nur ein Top. Und das ist auch schon bezeichnend für diesen Traum: Hitze, gepaart mit leichter Kleidung (die du an ihr noch nicht gesehen hast, soweit du dich erinnern kannst.) und dieses seltsame Gefühl, in der Menschenmenge eingeschlossen zu sein. Sie steht vor dir – und du nimmst sie in den Arm, deine Hände auf ihrem Bauch.
Die Umarmung ist intim, zu intim für Freundschaft. Das ist es, was den Traum so merkwürdig erscheinen lässt, weil trotz irgendeiner Story mit unwichtigen Nebenfiguren und ungewollten(?) Berührungen nur dieses Gefühl der Geborgenheit bleibt, nicht mal, wie sonst üblich, ein Kopfschütteln oder das berühmte »Blub«.

Traumdeutung?
Schnelle, skizzenhafte Gedanken: Du schreibst über Ina, als du zu einem Konzert mit I. fährst. Schlimmer noch: Du bekommst auf dieser Fahrt seit langem wieder Lust, zu schreiben. Da scheint es irgendwo also eine Verbindung zu geben (Als ob das nicht offensichtlich wäre!) Ina = I.? Nee.
Merkwürdig, dass deine Hände kribbeln, wenn du in deinem Heft liest, wann du jenen Text geschrieben hast, was nur in einer kleinen Randnotiz vermerkt ist. Was heißt das jetzt?

Eigentlich weißt du nur, dass es keine Antworten gibt. Und das auch diese Antwort ein klein wenig Selbstbetrug ist.

Verschiedenes (III)

Monday, December 24th, 2007

Es gibt einen Artikel über uns in der Woxx!
Autor ist der bestbekannte Blogosphärenreporter der Woxx, Luc Caregari. ;-)

Interview auf 100,7 am Donnerstag, gegen halb 12.

Ein neues Studio in Betrieb nehmen ist relativ unspektakulär. Aber es gab zumindest Sekt.

Die Hündin hat die Schnürsenkel meiner Schuhe gefressen. Die Schuhe sind von der Marke Vegetarian Shoes. Aber vielleicht mag die Hündin auch nur auf irgendetwas rumkauen. Was, scheint im Moment relativ egal zu sein. Schnürsenkel, Hände, Eisstücke, Hundespielsachen, Menschenspielsachen, Papier, Schaumstoffbälle – alles mögliche halt. Der Name ist übrigens noch immer Yoda. Wenn der Hund nicht so undifferenziert auf Sachen rumkauen würde, wäre das richtig richtig cool.

Heute gibt es A&S bloß aus der Dose: Angscht a Schrecken leschten Chreschtdaach (hun ech dir main Härz gin)

Eine besinnliche Wintersonnenwende euch allen. Oder so.

Wenn ich eine Zitatserie wie Thierry oder Deef hätte, stünde da jetzt: »Bei de Juden ass daat jo drai Deeg méi frei.«

Kommt am 27. Dezember ins D:qliq. Bringt eure Freunde mit. Das Programm ist wirklich sehr gut. Ausserdem kann man nur ein einziges Mal beim Ersten Mal dabei sein.

Es gibt Menschen, die träumen von mir.
Und es gibt Menschen, die von anderen Menschen träumen, die mit ihren Sexualpartnern Gemüse im Bett benutzen.
Beides macht mir Angst. Besonders, wenn es in Kombination auftritt.

Ich träume hingegen nur von Prüfungssituationen zwischen abstrakt geformten Steinen.

Hier sollte dann ein cooler Abschlusssatz stehen.

Bunker

Friday, November 23rd, 2007

Hihi, liebes Unterbewusstsein, du hast ja Sprachwitz!
Ich habe geträumt, ich sei in einem kirchlichen, ja einem römisch-katholischen Atomschutzbunker.
Dabei gibt es doch höchstens römisch-katholische Nonnenbunker.

Ka-BOOM²

Friday, November 23rd, 2007

Ich habe heut Nacht tatsächlich geträumt, die Atombombe würde fallen. In den Medien hieß es, die drei Meter um den Einschlagsort herum würden zu purem Gold schmelzen.
(edit 11:58)
Der Traum ging ungefähr so. Es war soweit. Wir hatten alle davon gewusst, dass dieser Tag einmal kommen würde, aber nun war er da. Die Atombombe würde fallen. Auf E. Aus irgendeinem merkwürdigen Grund wollte ich zuerst in der Mitte der Explosion sein, die in meinem Kleiderschrank sein würde. (Soweit ich weiß zündet man Atombomben noch über dem Boden, aber das sei mal dahingestellt.) Die Medien teilten jedoch irgendwie mit, dass in einem Radius von 3 Meter um den Einschlagsort alles zu purem Gold schmelzen würde. Da dies nicht unbedingt meinen Wünschen entsprach, flüchtete ich in die Küche, wo ich auf einen der Männer stiess, die dabei sind, unser Badezimmer zu renovieren. Er wollte einen Kaffee, und ich musste ihm unsere Kaffeemaschine erklären, die im Traum eine dieser merkwürdigen Senseodinger war. (In Wirklichkeit besitzt besitzen wir sowas nicht. Trotzdem konnte ich ihm das perfekt erklären.)
Nachdem der Handwerker mir nicht wirklich geholfen hatte und auch die Küche sich nicht wirklich lange »sicher« anfühlte. Irgendwann landete ich in einem kirchlichen Bunker, dessen Wände holzgetäfelt waren. Er war quasi leer. Dadrin gab es noch einiges Geplänkel, wobei ich mich nicht mehr erinnere, worum es dabei ging.

Ja, Thierry, ich will eine Interpreation. Weil, da bin ich ja mal gespannt.

My chemical Romance

Thursday, November 15th, 2007

(Nein, es geht in diesem Artikel nicht um eine Popband. Tut mir sehr Leid, falls ihr danach gesucht habt. Damit ihr trotzdem in die Kommentare flammen könnt: MCR stinkt!)

Mein Traum ging so:
Ich musste in einem Schulfach (da sich das ganze im Chemiesaal abspielte und meine Chemielehrerin anwesend war, ist es nur logisch, dass es Chemie war, aber das wurde nicht explizit »gesagt«) ein Referat halten. Das lief für mein Verständniss gut, aber ich wollte die Lehrerin natürlich noch nach Feedback fragen, am Ende der Stunde. Ich packte also meine Schachtel. (Ich habe mal gesagt bekommen, auf Deutsch solle man dazu »Federmäppchen« sagen, aber ich ignoriere dieses scheussliche Wort.) Im Traum hatte ich meine alte Schachtel, das war so ein ausklappbares Modell mit Gummibändern, um die einzelnen Stifte festzuhalten. Aus Leder, mit einer Karte der EU drauf. Da waren auch nur die EU-Länder drauf, dh. der abgebildete Kontinent hatte da, wo die Schweiz ist, ein Binnenmeer. Wäre auch vielleicht in Wahrheit gar nicht so verkehrt, nur ist die Schweiz ein wenig hoch, um ein Binnenmeer daraus zu machen. Auf jeden Fall brauchte ich ewig, um diese Schachtel zu packen, so dass ich noch im Klassensaal stand, als schon wieder Leute reinkamen - unter ihnen auch I. Bei den meisten hatte ich das Gefühl, dass es »eine andere Klasse« war, nur bei I. nicht - weiß der Teufel warum, aber so wichtig erschien mir das auch nicht. Ich habe I. einige Mal gegrüßt, bis sie dann heftig, genervt (oder gespielt genervt?) antwortete.
Ich kam nicht dazu, die Leherin zu fragen, wie mein Referat war, denn zu dem Zeitpunkt war es 735 und ich musste aus dem Bett - um rechtzeitig zur Chemiestunde zu kommen.

(Ja, solche Träume machen mir genausoviel Angst wie euch.)

Chemie

Thursday, November 15th, 2007

Vom Chemieunterricht geträumt. Und von I. In dem gleichen Traum.
Solche Dinge machen mir Angst, liebes Unterbewusstsein.

Enjoy!

Saturday, October 13th, 2007

Ich habe eben gesehen, dass auf meiner Matratze (auch so ein Wort, das ich schreiben kann, dann aber so komisch aussieht, dass ich meine, es sei falsch) das Wort »Enjoy« drauf gedruckt ist. Ich weiß nicht, ob man das Verfahren mit dem Muster und Wörter auf Matratzen gebracht werden, drucken nennt. Wahrscheinlich nicht, aber ihr wisst, was gemeint ist: Das war so, als man die Matratze gekauft hat und das ist kein Fehler. Nun gibt es auf Matratzen bzw. in Betten ja vieles, was man genießen kann: Schlaf, Selbstbefriedigung, Lesen, Träume, Telefonate, Sex. Was mich wieder an meinen Traum erinnert, den ich heute Nacht geträumt habe.
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze (cc by Louie)

Ich war mit A. in D., meiner ehemaligen Schulstadt und Sitz ihrer Schule. Und das Gebäude, in dem wir uns befanden, hatte auch irgendwie etwas mit der Schule zu tun, auch wenn alles anders aussah als gewohnt und mein räumliches Lokalisierungsgefühl mir meldete, daß ich mich auf dem gleichen Platz befand wie die Schule. Wir waren in einem Schlafzimmer, vielleicht ein Zimmer eines Hotels oder eher: eines Internats. Und wir hatten einen Schrank in diesem hässlicher 70er-Jahre grün und der war gefüllt mit Drogen, die wir an Jugendliche verkauften. Oder gratis austeilten. Für diesen Teil kann ich nur spekulieren, denn die Erinnerung ist sehr nebelig.

Ich frage mich, ob man das eigentlich so neblig verschwommen träumt, oder ob es wirklich nur die Erinnerung ist.
Auf jeden Fall wurden wir irgendwann mal entdeckt. Ich weiß auch nicht mehr, von dem, es hatte nur etwas sehr offizielles an sich. Vielleicht war es ja die Polizei. Obwohl, ich glaube dass die Leute noch sehr nett mit uns waren. Irgendwann gingen SMS umher und es ging von drei Tagen Gefängniss die Rede.
Dann kommt wieder ein Teil, der noch verschwommener ist, als der Rest: A. war irgendwann weg und ich war dabei, zu flüchten. Auf jeden Fall dachte ich das. Bei mir war noch eine Person, die ich kannte, aber jetzt absolut nicht mehr identifizieren kann.
Irgendwann rief A. mich an und teilte mir mit, ich solle unbedingt in den Keller/Festsaal kommen. Der war in einem anderen Gebäude, das ganz aus Beton war und gar nicht nach Schule aussah. Im Festsaal lief der Abspann irgendeines Filmes, den die Schule wohl gedreht hatte. Ich war also zu spät. Vor dem Gebäude waren viele Menschen, mit denen ich mich unterhielt. Einige alte Bekannte begrüßten mich und fragten, was ich denn hier täte.
(Dann wachte ich irgendwann auf.)

Meine Träume sind verwirrend. Und für diejenigen, die sich jetzt auch fragen, ob ich Drogen genommen habe, ehe ich eingeschlafen bin: Ich war gestern sehr brav und habe einen Mochito getrunken, thankyouverymuch!

Geträumt

Thursday, October 4th, 2007

Ich habe diese Nacht wieder merkwürdige Dinge geträumt. Dabei ist überhaupt nicht Vollmond, oder? Wir befinden uns momentan im »letzten Viertel«, das nicht gerade bekannt ist für seine Wirkung auf den Menschen. Überhaupt mag ich den Gedanken nicht, dass ein Klumpen aus stinkendem Gestein meine Träume beeinflussen soll.

Ich weiß eigentlich nicht mehr, was ich geträumt habe. Es war eine sehr logische Geschichte, und es kam immer wieder eine Kantine, ein großer Speisesaal vor. Und ich fragte irgendwann mal jemanden an einer verwilderten, mit Moos überwachsenen Mauer in einem kleinen Garten, ob er einen Spatz gesehen hätte. Einen sehr frechen Spatz.
Das hatte im Traum eine besondere Bedeutung. Welche, das kann ich nicht mehr sagen.

(Blixa Bargeld hätte einen Song daraus gemacht. Mir bleibt nur, es aufzuschreiben.)

Interview mit Blixa Bargeld

Monday, February 26th, 2007

Ich weiß nicht, ob Interview mit Herrn Bargeld selten sind, aber da ich bisher noch nie eins gelesen habe, scheint mir dies so. Allerdings habe ich auch noch nicht wirklich danach gesucht. Auf jeden Fall hat die Zeit, die Zeitung mit dem Format, das man sich erstmal trauen muss für das allein sie von mir Bewunderung erhält, ein solches “Interview” für uns parat.
Verformte Zeit nennt sich das und ist mehr ein Protokoll dessen, was Blixa erzählt als ein klassisches Interview mit Fragen und Antworten.
Sehr lesenswert trotzdem.