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	<title>enjoying the postapocalypse &#187; Seele</title>
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	<description>(enjoying the postapocalypse)</description>
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		<title>And all that could have been</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 20:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
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		<description><![CDATA[Du sitzt im Zug (mal wieder!) und denkst, dass du wieder etwas schreiben möchtest. Anderseits überwiegt das Gefühl, sich nicht mit der momentanen Situation beschäftigen zu wollen. 

Dein Spiegelbild im Fenster wirkt fremd, eine andere Person, die du merkwürdigerweise auch bist. Eigentlich hattest du ein Hörspiel hören wollen, um nicht denken zu müssen und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du sitzt im Zug (<em>mal wieder!</em>) und denkst, dass du wieder etwas schreiben möchtest. Anderseits überwiegt das Gefühl, sich nicht mit der momentanen Situation beschäftigen zu wollen. </p>
<p>Dein Spiegelbild im Fenster wirkt fremd, eine andere Person, die du merkwürdigerweise auch bist. Eigentlich hattest du ein Hörspiel hören wollen, um nicht denken zu müssen und von einer menschlichen Stimme getröstet zu werden.  Und dann: iPod auf shuffle, Entdeckungsreise durch die Musikgeschichte. </p>
<p>Bedeutet ein Frisurenwechsel irgendetwas? Vielleicht repräsentiert ein kahler Kopf auch die Leere in dir, unbewusst, unterbewusst, gewusst?<br />
Wobei »leer« vielleicht auch nicht das richtige Wort ist.</p>
<p>Es ist einfach das Gefühl, das da etwas fehlt, die Sophia, die Muse, ein mythologischer Nordpol, zu dem du dich drehen kannst, während du deine atheistischen Gebete sprichst.<br />
Als ob das erstrebenswert wäre. In Wahrheit sind doch da ganz andere Dinge, die sich viel mehr gewünscht werden. Oder? Eigentlich weißt du das selbst nicht so genau. Alles sind lose Enden und Puzzlestücke und Scherben und Blut und Gedärme. </p>
<p>Ich möchte mein Universum wieder aufbauen und lustige, einfache Sci-Fi schreiben, aber ich kann das nicht, weil weil weil&#8230;<br />
(<em>Notiz an mich selbst: Zar enthaupten. Vielleicht auch Mond und Sterne.</em>) </p>
<p><a href="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/08/pendel.jpg"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/08/pendel.jpg" alt="Das foucaultsche Pendel im Conservatoire des Arts et Metiers in Paris" title="Pendel" width="500" height="342" class="alignnone size-full wp-image-1724" /></a></p>
<p>Du hast das Pendel gesehen und bist davor zurück geschreckt. Alles, was bleibt, sind grobkörnige Fotos und die Gewissheit, dort gewesen zu sein, es gesehen und gespürt zu haben.</p>
<p>Vielleicht ist das auch der Grund. Nachdem du die allerheiligste Reliquie deiner Mythologie gesehen hast, bleibt da nichts mehr. Es sei denn, du könntest die Welt im Innern eines gigantischen Kampfroboters retten. </p>
<p>Das Gefühl der Ungewissheit ist der Gewissheit des Ungefühlten gewichen. Einsame Autofahrten durch dunkle Wälder, wütend-traurige Gespräche über Sinn und Zweck und Schmerz und Narben und die Dinge, die hätten sein können. </p>
<p>Immer, immer wieder dieses Bild der Wegkreuzung irgendwo am Waldesrand in M., die stellvertretend dafür steht, dass man immer nur einen Weg gehen kann und dir Geschichten, die hätten sein können, Bände in unsichtbaren Universitäten füllen und jedes Mal ein Paralleluniversum bevölkern. </p>
<p>Alle Bibliotheken sind voll mit Büchern, die du nie lesen können wirst, voll mit Geschichten, die dein Herz nie berühren, deine Inspiration nie nähren werden.<br />
Und dennoch möchtest du nur noch welche schreibe, um ein weiteres Regal zu füllen. </p>
<p>Lichter funkeln in der Dunkelheit. Tote Sterne oder weit entfernte Städte? Vielleicht letzten Endes das Gleiche: Orte, die du nie besuchen wirst. </p>
<p>Und dennoch geht die aussichtslose Reise zum Fixpunkt des Lebens weiter.</p>
<p>[0808042250]</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>[0402082008]</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 23:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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		<category><![CDATA[Zug]]></category>

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		<description><![CDATA[»Musik«, denkst du, »Ich kann keine Musik mehr hören!«, und der Gedanke klingt als würdest du über irgendetwas reden, mit dem du dich überfressen hast.
Trotzdem ziehst du sofort die Kopfhörer an. Abschottung um jeden Preis. Eine dünne Schicht Geräusch umgibt dich wie eine schützende Fruchtblase. Abkapslung von der akustischen Realität. Vor allem kein Geschwätz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Musik«, denkst du, »Ich kann keine Musik mehr hören!«, und der Gedanke klingt als würdest du über irgendetwas reden, mit dem du dich überfressen hast.<br />
Trotzdem ziehst du sofort die Kopfhörer an. Abschottung um jeden Preis. Eine dünne Schicht Geräusch umgibt dich wie eine schützende Fruchtblase. Abkapslung von der akustischen Realität. Vor allem kein Geschwätz mehr. Nur noch stumme Bandansagen im Zug, stumme Klingeltondiskos von Halbstarken, stummes Großmüttergeschnatter und stumme Stammtischparolen. Die Welt ist sehr viel erträglicher so. Wie immer, wenn man sich seine eigene Realität formt ?</p>
<p>Als du in den Zug gestiegen bist, hat dich ein Mädchen angesehen. Auf den ersten Blick zu jung, und du kannst nicht einmal sagen, was dieser Blick denn jetzt heißt. Auf jeden Fall scheint da irgendeine Form von Interesse zu sein. Aber du siehst dir auch immer die Junkies am Bahnhof mit einer gewissen Form von Interesse an. Du könntest dich sofort setzen, es gibt genügend freie Plätze, aber nein, du musst an ihr vorbei. Nur, um diesen Blick nochmal zu sehen. Egal, was er heißt. Das ist weder romantisch, noch neugierig, das ist einfach nur furchtbar egozentrisch ? und damit schon fast wieder arm. </p>
<p>Das Klicken von elektronisch per Chipkarten gesteuerten Türen. Schließen.<br />
<em>Déja-Vue</em>. <em>Déja-Entendu</em> wohl eher. Kurze Haare, orange Rahmenbrille.<br />
Das Bett gegenüber. Wieder eine Erinnerung. Die schlimmste Nacht deines Lebens.<br />
Du hast die Brücke über den See damals nicht gefunden gehabt.<br />
Dieses Mal sollte alles anders sein. Keine Versuchung, kein Drama. </p>
<p>Und all die Sinnlosigkeit summiert sich in einem einzigen langen Tunnel, durch den der Metawurm sich frisst. Diesmal ist es eher eine Made. Die Dunkelheit wirkt nicht einmal mehr bedrohlich. Alles ist so seltsam klar, als ob man die Welt durch eine frisch gewaschene und auf Hochglanz polierte Scheibe sieht. Oder wie mit eklig glänzender Gelatine überzogen.<br />
Im Hintergrund artikuliert jemand laut Buchstaben, die Musik wirkt immer unheimlicher, während die Realität zu Kunstharz zerfließt und erstarrt. Geschmolzene Bakelittelefone pflastern den Weg des Autors, der jetzt völlig übergeschnappt ist.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Night Train</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 05:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[Night Train]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Nachtzug als grosses Ungeheuer in der Nacht. Du verlierst jedes Gefühl für Richtung oder Orientierung, da sie den Zug ständig herumdrehen. Ein langer, stöhnender, ächzender, metallischer Levitan frisst sich durchs Land. Wäre die Lokomotive nur mit Diesel betrieben gewesen! Das ganze hätte noch sehr viel martialischer gewirkt, mit dem Ständigen Auf und Ab ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Nachtzug als grosses Ungeheuer in der Nacht. Du verlierst jedes Gefühl für Richtung oder Orientierung, da sie den Zug ständig herumdrehen. Ein langer, stöhnender, ächzender, metallischer Levitan frisst sich durchs Land. Wäre die Lokomotive nur mit Diesel betrieben gewesen! Das ganze hätte noch sehr viel martialischer gewirkt, mit dem Ständigen Auf und Ab der Kolben.<br />
Die Sterne sind deine einzigen Begleiter, wenn die Maschine dich in deinem Bett herumwirft, du verwirrt aufwachst und dich verwirrt daran zu erinnern versuchst, wann dich das letzte Mal der Mittagsdämon heimgesucht hat.</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2273/2381462082_5345bfdf10.jpg" alt="Metawurm" /></p>
<p>Du bist zusammen mit fünf anderen Personen in diesem kleinen, schmalen Abteil. Jemand schnarcht. Eine Person kommt – wo auch immer sie die Nacht verbracht haben mag, zurück und du riechst eine ganze Stange gerauchter Zigaretten. Wie viel muss ein Mensch rauchen, um so nach Rauch und Asche und stinken? Erst nach fünf Minuten nimmt deine Nase nichts mehr wahr.<br />
Verwirrt suchst du deinen Weg auf die Toilette. Da die grosse Behindertentoilette besetzt ist, musst du wohl oder übel die für „normale“ Personen aufsuchen. Hier schwebt ein Hauch von Urin in der Luft, vielleicht klebt er auch einfach vertrocknet am Boden. Du stellst dich seitlich vor das Klo, weil du dich hier nicht setzen willst und vor dem Klo kein Platz ist.<br />
 Auch eine neue Erfahrung.<br />
Irgendwann in der Nacht hast du eine Sternschnuppe gesehen, deutlich wie schon lange nicht mehr. Nach kurzem Überlegen (und doch eigentlich sofort!) hast du dir einen Kuss von I. gewünscht. Ist dies nun ein Geständnis? Wenn überhaupt, dann war es eins, während der Folter der Maschine in der Nacht erzwungen. Die Grenze. Irgendwie bedrohlich, der lange Stopp, dazu deine irrationale Angst vor Passkontrollen. Du bildest dir ständig Bewegung ein, glaubst, das Arbeiten der Maschine zu hören. Aber welche Kolben sollen da langsam anlaufen, zum ewigen Kreislauf Ansaugen, Verdichten, Verbrennen, Ausstossen, wie Atmung, Verdauung und Reproduktion in einem. Die Maschine hat kein Sperma, keinen Uterus, und trotzdem fickt sie.<br />
Und dennoch, das Schnaufen ging weiter. Vorbei an Windmühlen. Friedlich. Hoffnung im eisern Griff des Halbschlafes und des Keuchens dieses metallischen Wurms. Meta-ll. Metawurm. Meta für Meter.</p>
<p>Am Morgen dann, der eigentlich noch Nacht ist, fahrt durch urbanes und suburbanes Gefilde. Fast schon behutsam kriecht der Metawurm durch die Dunkelheit. Durch namenlose Bahnhöfe zwischen den grossen Städten, wo nur ein paar müde, vom faden Licht der Bahnhofsbeleuchtung merkwürdig in Szene gesetzte Frühreisende stehen, von grossem Abenteuer der Reise durch die Nacht verkündend. Mord im Orientexpress, Transsibirische Eisenbahn, Norddeich-Mole, Kopenhagen-Düsseldorf.<br />
Zum Abschied winkt die Schaffnerin mit leichtem Akzent.</p>
<p><span style="font-size: 7pt">Photo <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">cc</a> by <a href="http://blogeescht.net/">blogeescht</a></span></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 15 Feb 2007 22:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<description><![CDATA[	Es ist mal wieder Zeit f&#252;r ein R&#228;ucherst&#228;bchen.
R&#228;ucherst&#228;bchen an, Licht aus. 

Es ist ein wenig wie ein Drogentrip. Obwohl du nat&#252;rlich nicht wei&#223;t, wie ein Drogentrip sich wirklich anf&#252;hlt. Das kalte Licht des Monitors kommt ein wenig auf dich zu und nimmst nur noch ihn war, die Dunkelheit um dich herum verschwimmt. Von rechts ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder Zeit f&uuml;r ein R&auml;ucherst&auml;bchen.<br />
R&auml;ucherst&auml;bchen an, Licht aus. </p>
<p>Es ist ein wenig wie ein Drogentrip. Obwohl du nat&uuml;rlich nicht wei&szlig;t, wie ein Drogentrip sich wirklich anf&uuml;hlt. Das kalte Licht des Monitors kommt ein wenig auf dich zu und nimmst nur noch ihn war, die Dunkelheit um dich herum verschwimmt. Von rechts kommt der Geruch des R&auml;ucherst&auml;bchen, der dich beruhigt und auf eine merkw&uuml;rdige Art und Weise stimuliert. </p>
<p>Da ist der Drang zu schreiben, obwohl du jetzt noch nicht einmal wei&szlig;t, wor&uuml;ber &uuml;berhaupt. In deinem Kopf wirken tausende kleiner Zahnr&auml;der. Eine gro&szlig;e Lorenzmaschine, die dein Unterbewusstsein chiffiert und wieder dechiffiert. Neugestaltung der Realit&auml;t. Decomposing Composers. Das gro&szlig;e Manifest derer, die nicht wissen, was sie schreiben, wenn sie anfangen und nicht zufrieden sind mit dem, was sie nicht geschrieben haben, wenn sie fertig sind. </p>
<p>Duft. Der Geruch von Braten mitten im Wald. Zitronenduft bei 3-Punkt-Hebelentastung. Osmose und die 66 Reiter der Postapokalypse schweben auf einer sanften Brise zur&uuml;ck ins Tal. In welches Tal? <br />
Du bist verliebt in eine Person, die du noch nie gesehen hast, mit der du noch nie kommuniziert hast, von der du nicht einmal wei&szlig;t, wer sie eigentlich ist. Ein Ideal. Eine Idee, die &uuml;ber allem steht. So lange sie nicht mit der Nase &uuml;ber den Plopschutz reibt und mir meine CDs zur&uuml;ckgibt, wenn ich ihr was leihe, ist alles gut. <em>Where is my Mind </em>h&ouml;ren und sterben.  <br />
Als ob allein Sex gl&uuml;cklich machen w&uuml;rde.</p>
<p>Du wirst diesen Text nie wieder entschl&uuml;sseln k&ouml;nnen. Kryptographie des Geistes. Codewort: SEELE. Keel Lorenz ist ein furchbar einsamer Mann, denn er kann nur verschl&uuml;sselt werden. <br />
In die Tasten einer Schreibmaschine der 60er Jahre hauen, mit voller Wucht, so dass es klack-klack-klack macht und du h&ouml;rst, wie Literatur entsteht, unter deinen Fingern, in dem Mechanismus der Maschine. Eine Hermes Baby, wie Faber eine hatte, im Flugzeug in der W&uuml;ste. Die ganze Zeit tippend. Klack-klack-klack, und mit jedem Klack entstand ein neues Wort sich st&auml;ndig wiederholender Literatur unter seinen Fingern, durch den Mechanismus. </p>
<p>Wie kann Literatur denn &uuml;berhaupt aus Nullen und Einsen entstehen? <br />
Ist sowas denn m&ouml;glich, wenn es keinen Mechanismus mehr gibt? Als ob Mechanik je Probleme gel&ouml;st h&auml;tte. Die Zahnr&auml;der in deinem Kopf sind nicht ge&ouml;lt. <br />
<em><br />
Ich erwachte nackt neben ihr</em>. Sie war erstaunlich z&auml;rtlich zu mir gewesen, was ich mir von ihr nicht erwartet h&auml;tte. Aber eine gro&szlig;e Klappe verhindert nicht, dass man auch ein gro&szlig;es Herz haben kann. Sie hat dich von Anfang an angezogen, und je mehr Gemeinsamkeiten du entdecktest, desto mehr hat sie dich angezogen. Wie ein gro&szlig;er Magnet ein nach Licht suchendes Insekt, was eine v&ouml;llig unzul&auml;ssige Metapher ist. <br />
Aber auch das ist noch lange keine Literatur, selbst wenn es einen Mechanismus geben sollte. <br />
Mechanik hat noch nie geholfen. </p>
<p>Metamechanik. Du siehst dich selbst als Tr&ouml;ster der Betr&uuml;bten, obwohl du in den schwiergen Situationen selbst nicht mehr wei&szlig;t, was du sagen sollst und hoffst, dass es gen&uuml;gt, einfach nur da zu sein. Was letztendlich Quatsch ist, denn du denkst immer mehr und &ouml;fters daran, zu umarmen. Als w&uuml;rde eine simple Umarmung alles, was gesagt werden muss, ausdr&uuml;cken.<br />
Die Wahrheit steckt viel tiefer. </p>
<p>Es gibt keine Liebe in dir?<br />
Woher willst du das wissen? Du bist weder ein Heiliger noch bist du jemand, der sich besser auskennt als alle anderen. Klassenfahrt in den 6. Kreis der H&ouml;lle. Kreuzfahrt auf dem Styx. <br />
Und dennoch: Den Blick st&auml;ndig zum Himmel, zu den Sternen, den Wolken, zu allen Gestirnen und Wetterformationen, denn dort willst du hin. Verr&uuml;ckt anzunehmen, jemand w&uuml;rde das Wetter wegen dir ver&auml;ndern, aber es scheint so.</p>
<p>Keine Rettung f&uuml;r jemanden ohne Maschine. Es ist keine Muse weit und breit. Aber das h&auml;llt dich nicht davon ab, zu schreiben. <br />
Einziger Fehler: Du solltest dich vorher betrinken.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>sentimental sway</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Feb 2007 12:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schacht]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[	In den tiefen Schacht, in dem sitzt, f&#228;llt Mondlicht und spiegelt sich auf der schwarzen Wasseroberfl&#228;che. 
Aus der Ferne h&#246;rst du Musik. Ein dichtes Gewebe aus wei&#223;em, feinen Gaze spinnt sich langsam um dich, umh&#252;llt dich so weit, dass bloss noch die Augen frei bleiben. 
Du f&#228;llst in das Wasser und sinkst langsam nach ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den tiefen <a href="http://www.joeladami.net/index.php?itemid=1152">Schacht</a>, in dem sitzt, f&auml;llt Mondlicht und spiegelt sich auf der schwarzen Wasseroberfl&auml;che. <br />
Aus der Ferne h&ouml;rst du Musik. Ein dichtes Gewebe aus wei&szlig;em, feinen Gaze spinnt sich langsam um dich, umh&uuml;llt dich so weit, dass bloss noch die Augen frei bleiben. <br />
Du f&auml;llst in das Wasser und sinkst langsam nach unten.<br />
Merkw&uuml;rdigerweise bekommst du noch Luft. Nichts verletzt dich.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>XX/Y</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 23:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggerlesung]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Les jeunes melancoliques]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[	And I said I wanna fill you up, I wanna break you, I wanna give you up
From one another, no one should ever come
In between us, between us and our love

Und sprich nur ein Wort, und meine Seele st&#252;rzt sich in einen tiefer Abgrund. Ich muss kurz in den Keller, was holen.
Die Stufen sind ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: right"><em>And I said I wanna fill you up, I wanna break you, I wanna give you up<br />
From one another, no one should ever come<br />
In between us, between us and our love</em></div>
<p>Und sprich nur ein Wort, und meine Seele st&uuml;rzt sich in einen tiefer Abgrund. Ich muss kurz in den Keller, was holen.<br />
Die Stufen sind kalt und du sp&uuml;rst die kleinen Quadrate im dunkelgrauen, schmutzigen Beton. Ein unguter Geruch, eine Mischung aus Waschpulver, muffigem Kellergeruch, Staub und Petroleum, schl&auml;gt dir entgegen. Die Stufen verwandeln sich in eine Wendeltreppe, aus dem Keller wird eine aus rotbraunen Ziegelsteinen gemauerter Schacht. Unbewusst nimmst du wahr, dass du einen Schornstein heruntersteigst, der in eine Fabrik tief im Erdinnern f&uuml;hrt. </p>
<p>Du kannst das Scharren der Maulw&uuml;rfe und der Engerlinge h&ouml;ren. Nackte, lebendige begrabene Leichen kratzen an den roten Steinen. Hilflos. Hast du eine Fackel? Eine helle LED-Taschenlampe? <br />
Vielleicht ist es auch nur das Licht deines Mobiltelefons, das hier unten keinen sonstigen Zweck mehr erf&uuml;llt. Aber die Treppe f&uuml;hrt nicht zu einem Teilchenbeschleuniger unter der Schweiz. </p>
<p>Das Scharren h&ouml;rt auf, je tiefer du kommst. Daf&uuml;r h&ouml;rst du eine bekanntes unh&ouml;rbares Ger&auml;usch. Das Pendel. &#8220;Oh mein Gott!&#8221;, denkst du und glaubst einen geheimen Gang zu gefunden zu haben, der das hyperboerische Avalon mit Ayers Rock mitten in der australischen W&uuml;ste verbindet, gefunden zu haben. Dies muss einer der rituellen 23 Eing&auml;nge sein. Aber warum befindet er sich in deinem Keller? </p>
<p>Wasser. Das Mondlicht spiegelt sich auf seiner schwarzen Oberfl&auml;che. Vielleicht es auch blo&szlig; eine k&auml;sige Gl&uuml;hbirne. Ist &uuml;berhaupt Vollmond? Du tauchst weiter unter. Der Schacht ist jetzt wieder aus Beton. Oder ist es Lehm? Spitze St&ouml;cke aus Holz stecken drin, mit Algen und Moos &uuml;berwuchert. Von irgendwoher str&ouml;men Luftblasen. </p>
<p>Mehrheitsgef&uuml;hl in Luftblasen. Konjugierende Pantoffeltierchen. Sex auf der Couch. Bring me that horizon! Findest du hier letztendlich eine Meerjungfrau, die dir Muse sein will? <br />
Skalpelle mitten durch das Herz. Adrenalin. Pulsierendes Bl&auml;schen. Osmose und die 88 R&auml;uber der Postapokalypse. Beginnen wir, nur noch in Gro&szlig;buchstaben zu reden. Der Reiter hat Stil. Angst und Schrecken in einem dunklen Wort. </p>
<p>Soll dies das Ende sein? Ein Blick nach oben l&auml;sst das Mondlicht nur noch erahnen. Spitze St&auml;be, aus Holz und Metall &uuml;berall. Algenbewuchs verhindert eine t&ouml;dliche Spitze nicht. <br />
Keine Sterne &uuml;ber dir. Ewiger Winter &uuml;ber E. Du bewohnst ein kaltes, graues Loch ohne Hoffnung auf Sonnenschein, geschweige denn auf Sternenlicht. <br />
Irgendetwas zieht dich nach unten. Dort lauern sicher Raubfische oder gar Seeungeheuer auf ihre n&auml;chstes Mahl. Haben Mur&auml;nen Spa&szlig; beim Sex? Dabei isst du doch nicht mal Fisch. </p>
<p>Unausgesprochene Vorw&uuml;rfe gegen einen Engel. Dabei war der Buchstabe immer schon schlecht. Wollen wir etwa wieder das alte Spiel spielen, obwohl es schon fast ewig neue Regeln zu geben scheint? <br />
Keine Rettung f&uuml;r dich heute. </p>
<div style="text-align: right"><em>All my blisters now revealed<br />
In the darkness of my dreams<br />
In the spaces in between us</em></div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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