Hi-Fi is dead

Friday, December 28th, 2007

Auf jeden Fall fast. Die Musikindustrie forciert die Produzenten, Stücke bis aufs letzte durch den Kompressor zu jagen, damit sie so laut wie möglich klingen. Dadurch ensteht das, was man gemeinhin als »Brei« bezeichnet. Die Rolling Stone (USA) hat ein exzellentes Dossier dazu zusammengestellt: The Death of High Fidelity.
Was noch dazukommt: Radiostationen jagen ihr Programm ebenfalls durch einen Kompressor, um im Gegensatz zur Konkurenz noch einmal lauter zu wirken. Was dabei rauskommt, muss ich niemanden mehr beschreiben.
(via Nerdcore)

Black Dog

Thursday, December 13th, 2007

Wie passend: Ich höre gerade Black Dog von dem Reunion-Konzert von Led Zeppelin, als ich einen Blogpost schreiben will. Da könnte ich ja gleich anmerken, dass die Sache mit dem Cat-Content wohl auf ewig Wunschtraum bleiben wird, da meine Familie sich heute einen Hund anschaffen wird. Für jene, die es interessiert: Bernersennen-Schäferhundmischling, weiblich, 9 Wochen alt. Ich bin ja mal gespannt. Namenstechnisch werden sich 7 Leute wohl nie eins werden, und ich unterstütze im Moment Sira (abgeleitet von Sirius, ui!), was wirklich das kleinere Übel darstellt. Natürlich werden alle meine Vorschläge wie »Sgt. Pepper« sofort mit einem »Au ja! Gute Idee!« begrüßt und sofort verniedlicht. Aus Sgt. Pepper würde dann Peppa.
Na ja, immerhin habe ich das nächste Mal, wenn ich ein Herbarium machen muss, Begleitung. Und Spaziergänge sollen ja inspirierend wirken.

Said this denke ich, dass ich das, was ich eigentlich schreiben wollte, wohl auf später verschiebe. Erstens mag ich gemischte Beiträge nicht so sehr und zweitens ist es in meinem Zimmer unerklärlicherweise eiskalt. Drittens brauche ich immer noch ein Kabel. Und neuen Tee. Weshalb ich mich jetzt schon mal im Gassigehen üben werde.

genuflecting

Wednesday, November 14th, 2007

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich das »neue« Sigur Ròs Album Heim/Hvarf einfach nur wunderbar finde und seit Tagen damit in den Ohren durch das herbstliche E. wandere, Texte dazu schreibe, damit schlafengehe und wieder damit aufwache?
Ich kann einfach nicht genung von dieser Musik kriegen. Und immer wenn ich glaube, ich könnte es nicht mehr hören, schalte ich es trotzdem ein und werde immer wieder aufs Neue überrascht.

Das “Radiohead”-Modell

Friday, October 26th, 2007

macht Schule: Trent Rezor, der normalerweise Nine Inch Nails ist, hat ein Projekt zusammen mit Saul Williams, der normalerweise Hip-Hop und Reden gegen Bush schwingt, gemacht. Das ganze nennt sich »The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust « und kommt am 1. November als Download-Album raus. Und das schöne: gratis.
Wenn man nichts bezahlt, bekommt man 192-kbps-mp3s, wenn man 5 Dollar springen lässt, kann man zwischen drei Formaten, darunter sogar das verlustlose FLAC wählen. Wow.
Das ganze gibt’s hier: The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust

Möblierte Seele

Monday, October 22nd, 2007

Afurnishedsoul - Collapse of the Ivory Towers Afurnishedsoul - roboticat afurnishedsoul - BROKEN RECORD
Ich mag ja elektronische Musik, besonders wenn man ihr das Label »Indie« irgendwie aufdrücken kann. Das ist ein Grund, wieso ich öfters ins D:qliq gehe oder mich auf Konzerten innerhalb der »Republique Libre de Clairfontaine« herumtreibe. Afurnishedsoul macht solche Musik und das erste und einzige Konzert, das ich von ihm gesehen habe, war in der Republik. Seine Musik wurde davor aber schon einmal in der Queesch vorgestellt. Ich habe mir damals Collapse of the Ivory Towers heruntergeladen, alles ganz toll gefunden, die Seite gebookmarkt und das ganze fast vergessen. Für eine Radioserie habe ich die Musik dann als Hintergrundmusik benutzt, was ja auch ein Qualitätsmerkmal ist.
Auf jeden Fall ging die Webseite von damals irgendwann nicht mehr. Und so wartete ich. Bzw. ich habe öfters mal daran gedacht, dass Jeff, so heißt Afurnishedsoul nämlich im richtigen Leben, mir gesagt hat, er würde die Musik zurück online bringen.
Und das hat er jetzt getan. Auf seiner Myspaceseite kann man ganze 5 Alben oder Sessions herunterladen, immer komplett mit Cover. (Und das als Zip-Datei, anders als bei vielen Bands, die offenbar nie ein Gesamtprojekt verkaufen wollen?) Einziger Nachteil: Unter einer speziellen Lizenz wie Creative Commons oder ArtLibre gibt es die Musik leider nicht.
Prädikat: Empfehlenswert! Luxemburgischer Indie at it’s best!

Weil!Weil!Weil!

Monday, October 8th, 2007

The hell und the fuck, yeah, die neue Single der Neubauten: Weil Weil Weil!
Von wegen brav im Alter. I can’t stand waiting for the new album!

Explosionen am Himmel

Wednesday, February 28th, 2007

Das neue Album von Explosions in the Sky ist definitiv kaufenswert.
Mehr dazu heute abend. Wer heute nachmittag noch nichts vor hat, darf einen Flamewar im neusten Blogdelux-Artikel anzetteln.

Interview mit Blixa Bargeld

Monday, February 26th, 2007

Ich weiß nicht, ob Interview mit Herrn Bargeld selten sind, aber da ich bisher noch nie eins gelesen habe, scheint mir dies so. Allerdings habe ich auch noch nicht wirklich danach gesucht. Auf jeden Fall hat die Zeit, die Zeitung mit dem Format, das man sich erstmal trauen muss für das allein sie von mir Bewunderung erhält, ein solches “Interview” für uns parat.
Verformte Zeit nennt sich das und ist mehr ein Protokoll dessen, was Blixa erzählt als ein klassisches Interview mit Fragen und Antworten.
Sehr lesenswert trotzdem.

A Weekend in the city

Saturday, February 24th, 2007

Ich habe mich ja bisher gefragt, was “alle” so toll an dem neuen Album von Bloc Party, einer mir bis dato unbekannten Band, finden. Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich noch gar nicht richtig hingehört habe. Der Opener mag ein wenig seicht beginnen und mich an irgendetwas gehörtetes errinnern, doch er wird dann kraftvoll und verdammt, er rockt!
Hunting for witches ist ebenso musikalisch – sind das elektronische Töne?, wie textlich interessant. Terrorangst in London, gewürzt mit einer Portion allgemeiner “Schaut nicht so viel TV-Sozialkritik”.

Und auch sonst bietet A weekend in the city genung, was man als “hörbar” bezeichnen kann. Ich bin noch nicht restlos überzeugt, aber ich denke, ich sollte das Album noch ein paar mal hören, ehe ich es als “Überzeugt mich nicht wirklich” weglege. Denn das hat es bestimmt nicht verdient.

Playlist

Friday, February 23rd, 2007

Playlisten machen mir ja Spaß. Ich habe schon sehr lange keine mehr für's Radio erstellt, weil ich meistens im Studio selbst entscheide, was ich gerade spiele. Das hat einerseits den Vorteil, dass ich sehr spontan sein kann und gegebenfalls auch mal Therapy? spiele, wenn irgendetwas nicht so hinhaut wie es soll, und anderseits hat es aber auch einige Nachteile.
Man kann sich zB. weiter im Vorraus Überleitungen ausdenken. Wobei die auch wiederum spontan kommen sollen. (Sagen die Experten.) Oder zumindest so klingen sollten.
Was ich am Montag für Musik spielen sollte, weiß ich jetzt noch nicht. Ich habe mir ja vorgenommen ein klein wenig mehr vorbereitet zu sein. Denn Frei Sprechen heißt halt nicht “Nicht vorbereitet sein”.
Heute Nachmittag war mir nach etwas heftigerer Musik zu Mute und dabei ist folgende Playlist herausgekommen:

The Hives – walk idiot walk (3:31)
Therapy – Little Tongues First (4:25)
The Smashing Pumpkins – The Everlasting Gaze (4:00)
Caliban – A small boy and a grey heaven (4:14)
Killing Joke – The Death & Resurrection Show (6:56)
Einstürzende Neubauten – Sie (6:07)
Murderdolls – White Wedding (3:18)
John Mcasskill – revolution kids (5:08)
Nine Inch Nails – Closer (6:13)
Anthrax – What Doesn´t Die (4:09)
Rage Against The Machine – Guerrilla Radio (3:26)

Mit 51 Minuten wäre die für's Radio schon zu lang, da ich nur eine Stunde Sendezeit habe. Und für die Sendezeit zu heftig. Ich versuche ja, Rücksicht auf die Staatsbeamten zu nehmen, die zwischen 16 und 17 Uhr in den Feierabend fahren.