Bald wieder wifilos in Marseille?
Monday, June 30th, 2008Es könnte sein, dass die Internetbude und das freie WLAN hier auf dem Campus ab morgen nicht mehr existiert. Ich hoffe, dass dem nicht so ist und die Geeks den Kampf wenigstens noch vier Wochen lang aufrechterhalten (Aprés moi le déluge!), sonst werde ich wohl nicht mehr so komfortabel ins Internet können wie bisher.
Wie dem auch immer sein, eine Möglichkeit gibt es immer, vor allem habe ich ja zumindest einen freien Hotspot in der Stadt gefunden, aber komfortabler wäre es schon, wenn das ganze hier noch immer funktionieren würde. Mal sehen.
Mir gehts ansonsten gut, auch wenn mir die Zustände in Bad und Küche immer mehr auf die Nerven gehen.
Edit 0807011200: Noch geht alles. Scheint so zu bleiben. Gut so :)
Podcast: Angscht a Schrecken zu Marseille
Sunday, June 29th, 2008Fünf Wochen in Marseille klingen eigentlich gar nicht so schlecht. Sommer, Sonne, Meer und vielleicht manchmal auch ein ganz klein wenig arbeiten. So hatte ich mir das vorgestellt. Und gleich bei meiner Ankunft sollte ich feststellen, dass dem nicht ganz so war und auch in der Metropole der Provence Angst und Schrecken regierten…
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MP3-Download Podcast: Angscht a Schrecken zu Marseille
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Calanques
Friday, June 27th, 2008Calanaques sind Mittelmeerfjorde. Wegen der erhöhten Brandgefahr darf man sie bei windigem (=angenehmen) Wetter nicht betreten. Deshalb kann ich heute nicht das arbeiten, was eigentlich vorgesehen war, aber so schlimm find ich das eigentlich gar nicht, muss ich sagen. Hier noch ein paar Fotos:


Und so sieht es aus, wenn ich aus dem Fenster von meinem Kabuff Zimmer schaue (falls ich die Rollläden dann mal hochziehe, was wegen der Hitze nicht so oft passiert.)

(Alle Fotos sind mit einer relativ schrottigen Kompaktdigitalkamera gemacht worden, aber seis drum.)
Quelle horreur
Thursday, June 26th, 2008Was für ein Horror, grob übersetzt, meinte gestern eine Frau im Supermarkt, als zwei Mädchen Hand in Hand an ihr vorbeigingen. Ich war mir erst nicht sicher, ob die Person mit dem Kurzhaarschnitt weiblich sei, aber als ich näher war, sah ich dann, dass es sich offensichtlich um ein lesbisches Päarchen handelte. Ich fühlte mich merkwürdig, weil ich die erschreckende Aussage der Frau mitbekommen hatte und gleichzeitig irgendetwas in meinem Gehirn so geschaltet ist, dass ich Lesben erstmal “süß” finde. Also eine komische Mischung von grundlosem Anhimmeln und einer Solidarität, die ich nicht kommunizieren konnte (oder nicht wusste, wie.)
Und dann stell ich mir Fragen. Nicht nur über mein eigenes Verhalten, sondern auch darüber, wie solche Äusserungen zustande kommen. Wieso wird Homosexualität als etwas “schlimmes” oder ekliges empfunden? Und wieso finde ich das bei Mädels “süß” und bin zumindest der Meinung, dass es sich hierbei um eine Art Verbundenheit, vielleicht ausgelöst durch relativ intime persönliche Erfahrungen mit Lesben/Bi-Mädchen und nicht um ein Pornoklischeedenken handelt?
Die Beiden sahen auf jeden Fall glücklich aus, und im Nachhinein freut mich das vielleicht am meisten.
Das alles sind Fragen, die mich beschäftigen, hier in Marseille, wenn ich nicht gerade durch Landschaften wie diese hier stolpere:

Ina Marseille Sessions – Session 1
Monday, June 23rd, 2008Ich habe das hier gestern in/außerhalb einem Strassencafé geschrieben, und wie der Titel verrät, hat das hier etwas mit meinem Ina-Epos zu tun. Es ist ein Entwurf, aber ich mag nicht nur “Es ist sooo heiß”-Postings schreiben und gerade dieses Stück kann auch für sich stehen. Aber es ist nicht meine Schreibe und ich weiß nicht, ob ich es gut finde. Ich bin da wirklich ohne Meinung. Ich hatte zwei süße Mädchen gegenüber sitzen und habe mich mehr auf das Lippenpiercing der Einen konzentriert als wirklich auf das Gedicht zu achten. Aber es ist eine Richtung. Und weil Schreiben auch immer mit Verbessern zu tun hat, bitte ich heute mal ausdrücklich um Feedback. Harte Bandagen. Wegen mir auch Rechtschrebfehler, wenn euch sonst nichts einfällt. Und ja, es ist von zwei Verliebten geschrieben, also darf es schmalzig sein. Und ja, Ginsberg hallt immer noch in meinem Kopf nach.
[Session #1 – 0806221904 Marseille, irgendwo in der Nähe des alten Hafens]
Sanfter Sommerwind wispert einsame Botschaften der Sterne
in die Ohren engumschlugener Körper, stöhnend und nassgeschwitzt
Sprache nur aus Bassnoten lässt Trommelfelle vibrieren
gemeinsamer Takt verbindet über Körpergrenzen
das, was zusammengehört in dunkler Nacht
an der Küste, Grenze zur Unendlichkeit des Ozeans
an der Küste, Ziel der mystischen Reise
an der Küste, voll der Liebe und des Schweisses
an der Küste, Anfang, nicht Ende der Reise
an der Küste, wo nur Sand ein Bett bildet
an der Küste, Ursprung der gemeinsamen Gedanken
Körper nur aus Zungen und Fingern und Löchern
Alles hier ist Liebe und Zärtlichkeit und Sex und Extase
Alles hier ist Inpiration und Idee
Alles hier ist Schwermut und Euphorie und Melancholie und Sinnlichkeit
Alles hier vibriert im Lied der Sterne
Kein Brunnen, in den man hinabsteigen muss
alles liegt offen, alles Geheimnisse gelüftet
kein Fluss, der die Geschlechter trennt
alle Teile fügen sich nahtlos zusammen
kein Käfig, die Vögel zu bewahren
alle Geister fliegen hoch unter diesem Himmel
Dieser Moment gehört den Verbundenen
auf ewig festgehalten auf Papier und im Geiste
Geheimniss für alle Uneingeweihten
verschlossen im Herzen des vereinten Körpers
Alles zerfliesst in Sinneseindrücken
Geist und Körper zu oranger Masse
lieblicher Stoff der Extase
erstarrt zum Denkmal für diesen Moment
Wifilos in Marseille
Sunday, June 22nd, 2008Ich bin seite heute morgen, Viertel nach Fünf in Marseille und habe bis jetzt folgendes feststellen können:
Es gibt hier nirgendwo WiFi. Endweder sind die Netze verriegelt oder man muss zahlen ODER man kann sich nicht verbinden. So passiert im MacDoof hier, den ich tatsächlich auf der Suche nach Netz betreten habe. Deshalb muss ich mich jetzt auch mit einer nervigen AZERTY Tastatur herumplagen.
Es fühlt sich hier an wie in den Ferien. Vielleicht habe ich als Kind so oft in Südfrankreich Ferien gemacht, dass sich alles hier instinktiv nach Ferien anfühlt, aber ich werde hier arbeiten müssen (wie schwer das wird, wird sich noch herausstellen…)
Nachtzüge sind ohne irrationale Angst vor Passkontrollen sehr viel entspannter, trotzdem habe ich nach meiner Ankunft gegen Sieben in meiner Wohnung erstmal ne Runde geschlafen.
Ansonsten sieht die Stadt sehr hübsch aus – das werden sicher spannende fünf Wochen! Es sind 29 °C, am Dienstag soll es regnen, ich glaube das nicht!
Marseille
Thursday, May 29th, 2008Kennt niemand jemanden, der ein Zimmer/Studio/was in der Art für die Periode vum 22. Juni bis 28. Juli in Marseille frei/zu vermieten hat? Günstig wäre eine Lage in der Nähe der Uni Luminy, das ist aber nicht zwingend notwenig! Ich werde in der Zeit ein Praktikum absolvieren und eine Art Stipendium von der EU dafür bekommen, der Preis kann also auch noch irgendwie moderat sein. Ich brauche nicht viel Platz, bin pflegeleicht und passe auf alles auf und kann kochen. Meine eigentlich zugesagte Wohnmöglichkeit ist mir heute überraschend abgesagt worden, was mich in eine ziemlich missliche Lage versetzt. Wenn ihr irgendwie helfen wollt, umfragt euch, postet den Hilferuf auch auf eurem Blog, usw.
Vielen Dank für die Hilfe!
Hat sich erledigt, danke für alle, die geholfen haben. Nachdem sich eine für mein Praktikum verantwortliche Person nochmal erkundet hat, waren plötzlich doch noch Zimmer frei. Wie merkwürdig.


