<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>enjoying the postapocalypse &#187; Marseille</title>
	<atom:link href="http://www.joeladami.net/tag/marseille/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.joeladami.net</link>
	<description>(enjoying the postapocalypse)</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 18:04:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Nomade</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/29/nomade/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/29/nomade/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 10:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meta:blog]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Books&Beans]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Luxemburg]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[meta für meter]]></category>
		<category><![CDATA[Nomade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1703</guid>
		<description><![CDATA[Es ist merkwürdig, wieder in Luxemburg zu sitzen. Ich kann jetzt nachvollziehen, wie fremd sich manche Studenten in den Semesterferien hier fühlen, und dabei war ich nur fünf Wochen weg und hatte quasi jeden Tag Kontakt mit Leuten von hier, konnte luxemburgische Medien im Netz lesen (haha! Baut doch endlich mal ordentliche Internetportale, bitte!) ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist merkwürdig, wieder in Luxemburg zu sitzen. Ich kann jetzt nachvollziehen, wie fremd sich manche Studenten in den Semesterferien hier fühlen, und dabei war ich nur fünf Wochen weg und hatte quasi jeden Tag Kontakt mit Leuten von hier, konnte luxemburgische Medien im Netz lesen (haha! Baut doch endlich mal ordentliche Internetportale, bitte!) und trotzdem ist alles irgendwie fremd geworden. Und das ist sind halt nicht nur die neuen Verkehrsbemalungen in meinem Viertel, sondern auch die fünf Wochen gemeinsame Erlebnisse, die einem fehlen. </p>
<p><img src="http://farm2.static.flickr.com/1389/1423235691_9346e9aeef.jpg?v=0" alt="A Postcard from Luxembourg cc by Claude Wians" /></p>
<p>Und das bestätigt mein Gefühl des &#8220;Heimatlosen&#8221;, dem Wanderer, dem Nomaden, der ständig auf Achse ist und seine Eindrücke ins Netz stellt. Und ich frage mich, ob das Blog dabei hilft. Denn aus dem Schreibwerkzeug, das dem blossen Publizieren von Texten dient, über die dann diskutiert wird, wird ein Mittel zum Kontakt mit den Daheimgebliebenen, Freunden, anderen Reisenden. Das wurde mir deutlicher als sonst, obwohl es keine neue Tatsache ist.</p>
<p>Und dann hat sich auch die Art meines Schreibens geändert. Ich bin, obwohl ich das selbst nicht so wahrhabe, literarischer geworden. Vielleicht liegt das an twitter, dass die skurillen Alltagserlebnisse und -gedanken in 140 Zeichen dorthin verfrachtet werden und somit auf dem Blog mehr Platz für die wirren und die konstuierten Texte ist. Oder aber ich war schon länger so und twitter hat diese Eigenschaft nur polarisiert. </p>
<p>Dann auch die Frage, ob ich nicht gerne mehr politische Artikel schreiben würde, aber das ist stets schwierig. Erstens benötigt das Recherche, für die mir die Zeit fehlt, und zweitens mach ich aus solchen Dingen dann &#8220;lieber&#8221; Radiobeiträge, weil ich halt auch eine Sendung habe, die ich jede Woche füllen &#8220;muss&#8221;. Wäre das eine Idee, solche Dinge auch hier zweitzuverwenden oder anders aufzubereiten? Als Podcast oder als Text? Und vor allem: Das funktioniert vielleicht während der Ferien, aber wie sieht es im &#8220;normalen&#8221; Leben aus?</p>
<p>Ich sitze gerade mit einem Laptop, das nicht meins ist, im heissgeliebten Books&#038;Beans in Luxemburg-Stadt und blogge. Das gefällt mir eigentlich sehr gut, und ich könnte mir durchaus vorstellen, in so einen angenehmen Umfeld zu arbeiten. Die digitale Boheme Luxemburgs, was doch eigentlich schon wieder ein Witz ist, denn damit kann man hierzulande sicherlich nicht leben, oder nur sehr sehr schwer. Aber hip ist es schon.<br />
Würde ein Konzept wie das von spreeblick in Luxemburg funktionieren? Ich könnte mir das schon vorstellen, man müsste halt nur endweder genügend Freiwillige finden, die sich für so etwas begeistern &#8211; und das das schwer ist, weiss ich aus der Radioerfahrung &#8211; und von der Finanzierung für eventuelle Autoren, die davon leben wollen, reden wir lieber erst gar nicht. Und was das heisst, für Geld zu bloggen, darüber habe ich mir selbst auch noch keine Gedanken gemacht. Ich fände es nur spannend, mein Geld damit zu verdienen, was ich am liebsten mache: in netten Cafés sitzen, mich mit Menschen unterhalten und mehr oder weniger spannende Texte zu schreiben. </p>
<p>Das sind alles nur Gedanken, die mir kommen und die ich nicht so recht einordnen kann. Vielleicht haben meine werten und hochgeschätzten Leser ja Beobachtungen gemacht, die ich von innen nicht sehe?</p>
<p>(<a href="http://flickr.com/photos/claude_wians/1423235691/">Photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">cc</a> by <a href="http://flickr.com/people/claude_wians/">Claude Wians</a>)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/29/nomade/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Podcast: Angscht a Schrecken an der Calanque de Sugiton bei Marseille</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/28/podcast-angscht-a-schrecken-an-der-calanque-de-sugiton-bei-marseille/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/28/podcast-angscht-a-schrecken-an-der-calanque-de-sugiton-bei-marseille/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 17:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was für die Ohren]]></category>
		<category><![CDATA[Angscht a Schrecken]]></category>
		<category><![CDATA[Calanques]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1701</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man in einer Mittelmeerstadt wie Marseille verweilt, kann man fast gar nichts anders, als manchmal ans Meer zu gehen und später jedem zu erzählen, man habe den ganzen Tag am Strand gelegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen gelassen.
Aber auch das geht nicht ohne Angst und Schrecken... 


MP3-Download Angscht a Schrecken ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in einer Mittelmeerstadt wie Marseille verweilt, kann man fast gar nichts anders, als manchmal ans Meer zu gehen und später jedem zu erzählen, man habe den ganzen Tag am Strand gelegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen gelassen.<br />
Aber auch das geht nicht ohne Angst und Schrecken&#8230; </p>
<p><a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken73.mp3">Download audio file (angschtaschrecken73.mp3)</a><br />
<a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken73.mp3">MP3-Download Angscht a Schrecken an der Calanque de Sugiton bei Marseille </a></p>
<p>Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">cc-Lizenz</a>.</p>
<p><strong>Achtung!</strong> Der alte Switchpod-Feed funktioniert nicht mehr! Ich bitte euch deshalb, den <a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">Feedburner-Feed</a> zu abonieren, da ihr ansonsten keine Benachrichtigungen über neue Folgen mehr bekommen werdet!</p>
<p><a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S Podcast Feed</a> &brvbar; <a href="pcast://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S in iTunes oder anderem Podcatcher abonnieren</a> &brvbar; <a href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=263476058">A&amp;S im iTunes Katalog</a><br />
<span id="more-1701"></span></p>
<p>Wann en an enger Stadt um Mëttelmier ass, huet een eigentlech keen Choix. Et kann een guer net anschecht, wéi un d&#8217;Mier ze goen, e bessi ze schwammen an herno jidderengem ze zielen, daat en den ganzen Daag op der Plage louch an sech en flott Liewen gemaach huet.<br />
Wann dorunner besser ass wéi en Daag um Stau, kann ech net genee soen. De Stau huet de Virdeel, daat et keen Sand do ged. </p>
<p>En Sandstrand huet op mech ongeféiher déi selwescht Anziehungskraaft wéi een Owend mat Schleckeniessen beim Marc Toma an sengen Frenn. Et klengt am Ufank interessant, mee wann een eng länger Zait do verbrengt mierkt een, daat d&#8217;Nodeeler dann awer méi grouss sin, wéi een geduercht haat. Waat ech soss nach iwer Sandstränn denken, hun ech an dëser Serie schon eng Kéiher erklärt, dofir verweisen ech op d&#8217;Episode Angscht a Schrecken am Stuerm, Ufank 2007. </p>
<p>Ech waar also zu Marseille an hun mech, net zu Lescht well ech d&#8217;Mier un sech jo awer relativ gären hun, ziemlech verpflicht gefillt, eng Plage ze besichen. Oder un d&#8217;Mier ze goen.<br />
Lo haat ech beruflech relativ vill mat den Calanques ze din. D&#8217;Calanques sin eng Art Mëttelmierfyorden, déi haptsächlech bei Marseille optauchen. An eng vun denen schéinsten an nootsten bei mener Wunneng waar d&#8217;Calanque de Sugiton. </p>
<p>Daat huet perfekt fir mech geschengt. Eng kleng Bucht, déi een nëmmen dann ereeschen konnt, wann een gudd 30 Minuten duerch en Naturschutzgebidd trëppelt an dobai gudd 200 Heichtenmeter iwerwënnt. Wahrscheinlech geifen do just e puer Hippies hinkommen, déi sech wuehl kaum un mengem hoergem, bleechen Werwollefkierper stéiren geifen. </p>
<p>Op en zweeten Bleck sin ofgeleenen Buchten normalerweis och ideal Spillwissen fir Drogenverreckter, Perverser, Nudisten an Auto..eh Bootsklauerten, déi hier kromm Geschäfter ongesinn wellen ofweckelen. Mee ech hun mir geduercht, eischtens gouf et eng Police des Parcs, déi heinsdo rondremgefuer ass fir all déi 100ten vun Verbueten, déi iwert esou en Naturschutzgebidd verhaangen gin, anzehaalen, an zweetens ged et Touristenbooter, déi d&#8217;Calanques besichen. </p>
<p>Ech hun also meng néi kaaften hipp Schwammbox ungedoen, hun mech mat hallewfesten Schong, engem Buedduch, engem Buch an enger Fläsch Wasser gewappnet an hun mech op de Wee gemaach.<br />
Et waar nomettes, irgendwann géint drai Auer. Ech hu mir geduercht, daat dest eng gudd Zait kéint sin, fir an enger Bucht ze léien, e bessi ze liesen an heinsdo en klengen Tour am azurbloen Wasser ze dréinen.</p>
<p>Et gin ganz genau zwou Kategorien vun Leit déi an den Weer fir bei Calanques rondremtrellen. Daat engt sin Wandertouristen, déi mat Bengeln an groussen Rucksäck bewaffnet sin an an denen meeschten Fäll um Wee fir op Cassis. Eng Staadt déi wéi eng Fruucht an engen vun mengem leifsten Sorbetszorten heescht, kann am Fong naischt schlemmes un sech hun, mee ech wosst, daat en fir dohinner ze kommen d&#8217;Garidge iwerwannen misst, eng Art mediteran Stepp déi ausser Hetzt, pickegen an däregen Pflanzen an brennender Sonn naischt ze bidden huet. Virun allem keen Matleed virun engem Gonzojournalist. </p>
<p>Ech sin also an menger néier Schwammbox duerch déi onbequem Landschaft getrollt an waar graad dobai, den „Col de Sugiton“ erofzeklammen, wéi mech eng verwirrt drakuckend Fraa ungehaalen huet an mech gefroot huet, ob dest deen enzegen Wee wier.<br />
Zwou Froen hun sech mier gestallt: Wiesou gouf ech emmer esou Saachen gefroot? Wiesou hun mech emmer irgendwelch Leit nom Wee gefroot, egal wéi schlemm ech no Tourist ausgesinn hun?<br />
An virun allem: Wann een en klengen Pfaad ropklemmt, den zwee mol eng grous, betonéiert Stross kraizt, wéi kann en dann allen eeschtens unhuelen, daat den Pfad den eenzegen Wee ass? </p>
<p>Natirlech féiren déi meeschten betonéiert, befuerbaar Weer an esou Gebidder riicht zu enger Fielswand. Wann een déi dann enner Liewensgefohr eropklemmt, kennt en bei eng Hütt, déi wahrscheinlech dem Rastamann oder soss engem Drogenverreckten gehéiert. </p>
<p>Ech hun der Madame dunn erklärt, daat sie zwar den befuerbaare Wee kéint huelen, mee well deen ziemlech vill Schlangenlinnen geif fueren, braischt se op dem ongeféiher duebel esou laang. Domadd waar se offensichtlech zefridden an ech konnt main Wee no Ennen fortsetzen. </p>
<p>Irgendwann waar ech baal ennen ukomm an hun d&#8217;Mier an d&#8217;Calanque schon gesin. Eng kleng, wonnerbar azurblo Bucht. Voll mat bleechen Touristen an Privatbooter vun raichen Trilititen, déi alleguerten anscheinend een Bedürfniss haaten, esou haard wéi meiglech ze jaizen. </p>
<p>Angscht a Schrecken waaren also och um Mier an hun hier Zeiwen an d&#8217;Waaser gezappt. </p>
<p>Ech wollt den waiten Wee trotzdem net vir naischt gemaach hun an hun mech zweschen all déi Touristen an Jaizerten geluecht, hun en Buch ausgepaackt, e bessi aus menger Wasserfläsch gedronk an gelies.<br />
Irgendwann ass mer daat och ze vill gin, well vun der aanerer Sait vun der Bucht dauerend irgendwelch Leit furchtbaar haard gejaut hun, wann se an d&#8217;Wasser gesprongen sin.<br />
Ech kann daat net novollzéien, et stéiert mech, wann Leit ouni gudden Grond esou haard jaizen an blären, wéi wann se ze vill gesoff hätten. </p>
<p>Soss waaren d&#8217;Phänomener déi selwescht wéi op all Plage: Déi grous Fleischbeschau an Ausstellung. Jiddereen probéiert, sech selwer esou gudd wéi meiglech an eng unléiender Schwammkleedung ze präsentéiren. Waat natirlech net jidderengem gudd gelengt, virun allem wann een en bleechen, horregen Werwollefskierper huet oder soss irgendwelch Defiziter, déi vun eiser gephotoshopter, medienduzéierter Idealvirstellung ofweecht. </p>
<p>Angscht a Schrecken sin méi grous gin. Virwaat ass et esou liicht, Leit dozou ze verféiren, eng Millioun Schéinheetsproduiten ze kaafen, fir um Strand ze blenken an no Vanillskichelscher ze richen?</p>
<p>Irgendwann haat ech d&#8217;Bedürfniss, och e bessi schwammen ze goen. Normalerweis waar ech bis elo emmer nemmen géint der Owend an des Bucht komm, dh. Ech haat dann keen Publikum. Daat ass mir awer och eigentlech relativ egal, d&#8217;Leit sollen eben denken, waat se wellen.<br />
An trotzdem waar déi Kuliss vun heichglanzangecremten an Jaizerten net ganz gehéiher. Virun allem haat ech e bessi Angscht, daat irgendeen raichen Tirlititi mat sengem ultra-schnellen Motorboot geif an d&#8217;Bucht gefuer kommen an ech mech  dann als Feschfudder eremfannen geif. Ech wollt lo „Fëschmiehl“ schreiwen, mee daat ass jo keen Miehl fir Fësch, mee aus Fësch.</p>
<p>Trotzdem hun ech mech an d&#8217;Wasser getraut. An do hun ech vun enger Sekonn op déi aaner festgestallt, wiesou esou vill Leit an der Sonn louchen an esou wéineger am Wasser waaren, waat eng wonnerschéin blo Faarw haat an&#8230; aiskaal waar.<br />
All Zell an mengen Zeiwen, Féis an Been huet KAAL an Grousbuchstawen gejaut an ech hun mech en kuerzen Moment laang selwer mat bloen Lepsen an nach méi blaichem Kierper op der Plage léien gesin. </p>
<p>Angscht a Schrecken haaten mech. Wiesou waar daat Wasser esou kaal, wann et dach esou fuerchtbaar waarm héi baussen waar? Wiesou hun d&#8217;Leit héi alleguerten esou furchtbaar vill gejaut? Geif ech je rausfannen, wiesou een ongeféiher 15 verschidden Cremen an Sprayen brauch, just fir sech op eng stepseg Steenplage an d&#8217;Sonn ze leen?<br />
An virun allem: Wouhinner huet den betonéierten Wee gefouert? </p>
<p>Daat enzegt, waat elo nach bliwen ass, waar eng schnell Flucht ennert der brennender Sonn vun den Calanques. </p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/28/podcast-angscht-a-schrecken-an-der-calanque-de-sugiton-bei-marseille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken73.mp3" length="14208264" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Quitter Marseille</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/27/quitter-marseille/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/27/quitter-marseille/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 17:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pastis]]></category>
		<category><![CDATA[Zikaden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1690</guid>
		<description><![CDATA[Und das war es dann gewesen. Der letzte Arbeitstag in Marseille. Nachdem du dich ungefähr eine Viertelstunde lang von deinem Praktikumschef verabschiedest hattest – und umgekehrt, bist du langsam über den Hof der Verwaltung geschritten und hast dich mit jeder Faser deines Körpers verabschiedet. Noch einmal den Weg zur Bushaltestelle, noch einmal tief einatmen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und das war es dann gewesen. Der letzte Arbeitstag in Marseille. Nachdem du dich ungefähr eine Viertelstunde lang von deinem Praktikumschef verabschiedest hattest – und umgekehrt, bist du langsam über den Hof der Verwaltung geschritten und hast dich mit jeder Faser deines Körpers verabschiedet. Noch einmal den Weg zur Bushaltestelle, noch einmal tief einatmen und die Augen so weit wie nie zuvor aufreißen, um jedes noch so kleine Detail zu erblicken und es dir einzuprägen. Die Kiefer auf der anderen Straßenseite, das Versammlungsgebäude, wo du an einem der ersten Tage fast eingeschlafen bist, das Haus mit dem kühlen Schuppen, in dem die Warnschilder für die Naturschutzgebiete aufbewahrt werden, das Schild am Eingang, der Geruch der Luft, mitten in der Stadt und dennoch nicht weit vom Meer. </p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/marseille014.jpg" alt="Rond Point de Prado, Marseille" title="Rond Point de Prado, Marseille" width="500" height="375" class="size-full wp-image-1692" /></p>
<p>Dein erster Reflex war gewesen, ans Meer zu fahren. Aber als der Bus dann auf sich warten ließ, erschien es dir besser, deinen letzten Feierabend in Marseille dort zu beginnen, wo du am meisten gearbeitet hattest: die Calanques bei Luminy, keine 5 Minuten von deinem kleinen Studentenkabuff entfernt und zu dieser Tageszeit voll mit Badegästen, die die kleinen Buchten unten am Meer verließen, weil die Schatten das Wasser kühl und das Sonnenbaden sinnlos werden ließen. </p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/marseille015.jpg" alt="Strand von Marseille" title="Plague" width="500" height="375" class="size-full wp-image-1693" /></p>
<p>Du warst zum nahe gelegen Supermarkt gefahren, hattest dir einen großen Becher Eis gekauft, zusammen mit Kokosnusslimonade und warst mit den zwei Büchern in das Kiefernwäldchen gegangen, hattest dich auf eine Bank im Halbschatten gesetzt, gelesen, Eis gegessen und versucht, so viel wie möglich vom Duft und der Aura dieses Ortes ein zu atmen, ihn in dich aufzunehmen. </p>
<p>Es war nicht leicht gewesen, nach einigen Stunden des Lesens aufzustehen, aber als die Sonne sich langsam aber sicher hinter dem Horizont versank und eine dünne graue Wolkendecke vom Meer her aufzog, warst du gegangen. Der Zikadengesang war dem Gezirpen der Grillen gewichen, die in Sachen Lautstärke und Krachmachen wie blutige Anfänger gegenüber den Zikaden wirkten. </p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/marseille016.jpg" alt="Die Brandung" title="Brandung" width="500" height="375" class="size-full wp-image-1694" /></p>
<p>Die Melancholie, die sich schon nach Feierabend leise angekündigt hatte, war über dem Lesen in die gewachsen und erfüllte dich nun. Fünf Wochen hattest du an diesem Ort verbracht, hattest unter der sengenden Hitze gelitten und dich in den kühlen Buchten der Calanques abgekühlt, hattest verschlafen und warst noch vor dem Sonnenaufgang aufgestanden, warst mit Bussen und Metros durch die Stadt gesaust und hattest dich in den engen Gassen der Altstadt auf der Suche nach Poesie verlaufen, hattest deine Mitbewohner gehasst und deine Freiheit geliebt, hattest Gedichte geschrieben und Bücher verschlungen, hattest deine pastisberauschten Gedanken in die Maschine geschlagen und Moment der absoluten Klarheit erlebt, hattest das Meer gerochen und die Seevögel gesehen, in den Büchern deiner Kindheit so eine große Rolle gespielt hatten, warst dem Klimawandel auf der Spur gewesen und hattest Berichte in einer absolut fremden Sprache geschrieben, hattest alte Freunde wiedergesehen und warst vielen Fremden begegnet.</p>
<p>Und jetzt sollte das vorbei sein. In etwas mehr als 24 Stunden sollte der Metawurm dich abermals verschlucken und gut tausend Kilometer weiter nördlich wieder ausspucken, wo du nicht wusstest, was dich erwartete. Was für ein Abgang! Dabei wäre das einzig der Stadt würdige gewesen, mit vollen Segeln in einer kleinen Nussschale davonzusegeln.</p>
<p>Und das einzige, was klar war, war die Gewissheit, dass Marseille, dieses großes Wirrwarr von Kulturen und Sprachen und Gerüchen und Farben am Mittelmeer, dich verändert hatte. Darauf einen Pastis&#8230;</p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/marseille017.jpg" alt="mehr vom Meer in Marseille" title="Das Meer" width="500" height="375" class="size-full wp-image-1695" /></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/27/quitter-marseille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Küchencontent</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/24/kuchencontent/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/24/kuchencontent/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 14:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Dreck]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!]]></category>
		<category><![CDATA[Holtmichhierraus!]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenuntergang]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenwohnheim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1689</guid>
		<description><![CDATA[
Auf vielfachen Wunsch: Das idyllische Bild einer Marseiller Studentenwohunheimküche im Sonnenuntergang]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/kichen.jpg'><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2008/07/kichen.jpg" alt="nicht verlassen - nur von Studenten bewohnt" title="Meine Küche in Marseille" width="499" height="375" class="alignnone size-full wp-image-1688" /></a><br />
Auf vielfachen Wunsch: Das idyllische Bild einer Marseiller Studentenwohunheimküche im Sonnenuntergang</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/24/kuchencontent/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SOC0807182142</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/22/soc0807182142/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/22/soc0807182142/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 07:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[SOC]]></category>
		<category><![CDATA[wirr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1687</guid>
		<description><![CDATA[(Ach, hatte ich erwähnt, dass die Geek-Hütte nun endgültig geschlossen ist und ich meine letzten Tage hier in Marseille nun wifilos verbringe?)

Cité Universitaire de Luminy, Marseille, France

„Warwalking“ könnte man es nennen, analog zu „Wardriving“. Verzweifelt bist du über den Campus gelaufen und hast versucht, einen freien Hotspot zu finden. Schlussendlich bist du vor der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Ach, hatte ich erwähnt, dass die Geek-Hütte nun endgültig geschlossen ist und ich meine letzten Tage hier in Marseille nun wifilos verbringe?)</p>
<p><em>Cité Universitaire de Luminy, Marseille, France</em></p>
<p>„Warwalking“ könnte man es nennen, analog zu „Wardriving“. Verzweifelt bist du über den Campus gelaufen und hast versucht, einen freien Hotspot zu finden. Schlussendlich bist du vor der Uni gelandet, für deren offenen Hotspot man nichtsdestotrotz einen Account braucht, den du nicht hast. Ansonsten hast du nur geschlossene Netze gefunden, von denen du dich fragst, woher sie kommen, immerhin haben die Zimmer keinen Telefonanschluss. Aber vielleicht lösen sich solche Probleme von ganz alleine, wenn man genung Geld auf den Tisch legt und einen gültigen Studentenausweis auf den Tisch legt.<br />
Und da du heute abend beschlossen hast, dass es schon zu spät und zu mühseelig sei, sich noch in die Stadt zu begeben um irgendeine brauchbare Kneipe zu finden, wirst du diese Nacht lang das tun, was du am Besten kannst: „Drunk Writing“.<br />
Das letzte Bier, irgendein merkwürdiger Desperados-Mix mit Limone, der zwar nicht schlecht schmeckt, aber (für Desperados) kaum Alkohol enthällt, steht im Gemeinsschaftskühlschrank. Ein riskantes Unterfangen, aber besser als warmes Bier. </p>
<p>Für den Durst ein Glas Pastis. Oder eine Teetasse Pastis, denn da man Gläser nur im Dreierpack kaufen konnte, hast du dir einfach eine gläserne Teetasse gekauft, die ihren Zweck ebenfalls erfüllt. Wenn man für kurze Zeit in deinen Verhältnissen wohnt, darf man nicht auf Luxus pochen. Für später steht eine Falsche Apfelwodka bereit, die du nur gekauft hast, weil sie im Sonderangebot war und ungefähr 15 Euro weniger als normal kostete. Ob das ein Grund ist, sich mehr als sonst die Hucke volllaufen zu lassen und seine wirren Gedanken in einen Computer zu hauen und später ins Internet zu jagen, sei dahingestellt. Vielleicht können wir uns im Laufe der Nacht ja noch weiter dieser Frage widmen. </p>
<p>Du schwitzt. Das wird nicht besser werden, auch wenn die Kühle der Nacht, die das Land beinahe schon in Besitz genommen hat, so langsam anfängt, ins Zimmer zu kommen. Im Zweifelsfall ein weiterer Spaziergang mit dem Laptop, diesmal mit Flasche und anderen Intentionen. </p>
<p>Süchtig nach dem Internet?<br />
Das Internet ist nur die billigste und in manchen Fällen die einzigste Methode mit Menschen, die mir lieb und teuer sind, Kontakt zu haben, mit ihnen zu reden, Gedanken auszutauschen und letztendlich auch Texte reinzustellen und zu hoffen, dass jemand einen Kommentar drunter setzt. Ich bin mit euch in&#8230;<br />
Vielleicht ist das eine „Sucht“ nach menschlichem Kontakt, nach Gedankenaustausch, nach Fragen und Antworten, die Gewissheit, dass immer jemand „da“ ist, der liest, was man schreibt/denkt/fühlt/schreibtdenkt/fühltschreibt. Fühlschreiber. Schreibdenker. Schreibfühler. Wie die Fühler eines menschlichen Insektes, das in seinem Chitinpanzer vor einer Schreibmaschine aus glänzendem Kupfer sitzt und seine Gefühle in sie reintippt, mit stoischer Ruhe, wie sie nur ein Insekt haben kann, das weiss, dass es geschützt und klein ist und deshalb keine grossen Schritte machen kann.<br />
Das Gegenteil von mir, gehetzt von Gefühlen aus einem dunklen Schlund in mir, aus der Tiefe, getrieben vom Pendel das ich in Paris sah und dessen Anblick ich nie vergessen werde, zusammen mit dem Schreckensmoment der SMS, die mich in eben diesem Moment der Ehrfurcht und der Verbeugung vor dem Pendel, genau um 12 Uhr Mittag, erreicht, mit der Frage, ob ich nicht zufällig wegen dem Pendel im Paris sei.<br />
(Ich hatte „Da endlich sah ich das Pendel&#8230;“ getwittert und meine Tweets waren zu dem Moment wegen meiner Kanadareise sofort auf meinem Blog angezeigt worden, so dass der grosse Zufall nur war, dass die richtige Person zum richtigen Moment mein Blog aufgerufen hat, aber so ein Schock muss erst einmal verarbeitet werden.)</p>
<p>Anisgeschmack. Gibt es nicht diese klugen Ratschläge in Elternzeitschriften, doch keine Speisen mit Bier oder Wein für ihre Kinder zuzubreiten, damit diese sich nicht zu sehr an den Geschmack von Bier oder Wein gewöhnen? Und was ist dann mit Lakritze, die für Kinder sehr viel mehr erstebenswerter ist als eine Biersosse oder ein Risotto mit einer feinen Weissweinnote. Vor allem ist Pastis hochprozentig, schmeckt aber verdünnt relativ schwach bis gar nicht nach Alkohol, dafür aber sehr nach Anis bzw. Lakritze.<br />
Für Kinder und trockene Alkoholiker gibt es hier in Marseille auch Anissirop, zB. den wunderbaren „PACIFIC“ von Ricard. Auf der Flasche ist unter dem Namen ein Segelschiff in voller Fahrt abgebildet und es sind die Worte „FORCE ANIS“ zu lesen. Ich finde das wunderbar, weil es so einen martialischen Charakter hat, der zugleich in der Segelschiffsymbolik wieder vollkommen friedlich gesehen werden kann. Als würde das Schiff nur deshalb so schnell fahren und immer guten Wind haben, weil sie Seeleute alle nur alkoholfreien Anissirup trinken und es damit schaffen, den Pazifik in einer Woche zu überqueren. </p>
<p>Vielleicht ein kleines Go-Spiel, dann das Bier und der Versuch, weiter etwas mit Ina zu machen?</p>
<p>Ich bin so schlecht in diesem Spiel, der Computer schlägt mich jedes Mal. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Regeln nur zur Hälfe gelesen habe, weil ich mich beschäftigen wollte und nicht irgendwelche merkwürdigen philosophischen Begriffe lernen wollte. Oder weil eins der stärksen Go-Programme überhaupt selbst auf niedrigster Stufe noch ziemlich schwer zu schlagen ist. </p>
<p><center>(Das Bier. Es dürfte kalt sein)</p>
<p>(Es war nich da. Niemand kümmert sich um diesen Kühlschrank. Von überall her hörst du lachende Stimmen und Leute, die laute Musik spielen. Da ist es relativ deprimierend, nun alleine hier zu sitzen. Aber immerhin hast du ein kaltes Bier.) </center></p>
<p>Es ist Vollmond. Und immer noch, trotz vollständiger Dunkelheit und weit offenem Fenster, viel zu warm hier drinnen. Es gibt keine Alchemie des Öffnens und Schliessen die wirkt, wenn es quasi keine Isolation gibt. Ich frage mich, wie es hier wohl sein mag, wenn es einen relativ kalten Winter gibt. Und ob das Dach regenundurchlässig ist. </p>
<p>Nach einer Runde von diesem merkwürdigen Mechwarriorspiel ist es kurz nach Mitternacht, Samstag morgens also. Und du hast diesen Wodka aufgemacht und herausgefunden, dass er trotz Apfelgeschmack immer noch Wodka ist und deshalb nicht wirklich pur getrunken werden kann (Es sei denn, in einem Schnapsglas, eins nach dem anderem, immer die Kehle hinterunter, als gäbe es keinen Mund.)<br />
Wie es sich Traubenzuckerhersteller nur wünschen können, wirkt das Zeug sofort. Das Schöne: Es macht den Kopf für einen seltsamen Moment lang klar, wahrscheinlich sind das Glücks- oder Stresshormone, die die Leber oder den Magen oder sonstige Verdauungsdrüsen aktivieren sollen. Da die Botenstoffe wahrscheinlich im Gehirn gebildet werden, wird dieses mit aufgeweckt und so kann der Wodka (der übrigens aus den USA stammt, was ich merkwüdig finde) für kurze Zeit wach machen, ehe die einfschläferenden, lähmenden Wirkungen des Ethanols zu wirken anfangen. Man muss sich immer im klaren sein, dass Ethanol eine Droge ist und man sich bei Hochprozentigem auf eine Art Trip begibt. Wo hört „Rausch“ auf und wo beginnt die Grenzerfahrung?<br />
Ich sehe mich selbst tanzen, inmitten einer Menschenmenge, anonym, nur Dekoration. Es gibt nur mich und die Musik. </p>
<p>(Kurz blitzt der Gedanke, hier doch eine Privatdisko zu veranstalten, auf, wird dann aber von einem letzten Funken Realismus getötet, der auf die fehlenden Lautsprecherboxen aufmerksam macht.) </p>
<p><em>„White Rabbit! White Rabbit!“ brüllt jemand in der Tiefe des Brunnes und dann beginnt das große LSD-Symphonieorchester zu spielen&#8230;</em></p>
<p>Was werden die Leute wieder denken, wenn du von deinen einsamen Trinkekzessen schreibst und quasi live berichtest, wie du deine Magenwände mit hochprozentigem Ethanol auflöst und es dir egal ist, weil, du lebst ja heute, jetzt, in dieser viel zu heissen Nacht in Marseille, und nicht dann, wenn deine Magenwände es dir heimzahlen.</p>
<p>Tanzmusik. Oder auf jeden Fall schnelle elektronische Musik zweifelhafter Qualität. Aber für die Stimmung genügt es. Was für eine Stimmung eigentlich? Und möchtest du nicht lieber eine ganz andere Stimmung haben, um im anderem Fenster an dem Text zu arbeiten, der dir viel mehr bedeutet als dieser potentielle Kündigungsgrund (Wie gut, dass du keinen Arbeitsgeber hast!) </p>
<p>Ein untrügliches Zeichen für kurzweiligen Wahnsinn: Man mischt irgendwelche unpassenden Getränke zusammen und schreibt dann darüber, ohne sich wirklich Gedanken zu machen. Der Teil meines Gehirns hinter meiner Stirn beginnt, unter dem Ethanol zu leiden. Es sind keine Kopfschmerzen, wahrscheinlich eher ein Anschwellen, versuchen, der Leber klar zu machen, dass viel zu viel von dem Gift im Blut ist, was sich vor allem auf die Orientierung und das Gleichgewicht auswirkt, im Moment. Wie gut, dass ich sitze.<br />
Mein Mix Pastis-Wodka-Grenadine-Wasser hat eine gelb-orange Farbe und schmeckt teilweise gar nicht mal so übel, teilweise nur nach Alkohol. Hätte das Zeug zu einem Drink, vielleicht ist es auch einer. Obwohl Apfelgeschmack eher selten in Longdrinks ist, wieso auch immer. Wahrscheinlich zu banal, nicht exotisch genung, es muss schon der Geschmack von Sternfrucht oder Kiwis sein, um interessant und neu und aufregend zu sein. </p>
<p>Ich stelle mir vor, ich sei im Weltraum und drehe mich um meine eigene Achse.<br />
Und schon habe ich das Gefühl der Drehung, obwohl ich fest auf meinem unbequemen Stuhl in meinem viel zu kleinen Zimmer im Studentenwohnheim in Luminy in Marseille sitze. Hoffe ich auf jeden Fall. </p>
<p>Es zieht mich nach draussen, was vorerst mit einem Besuch am Fenster kompensiert werden muss. Ich bin definitiv zu betrunken, um den Weg nach draussen zu finden, ohne jemanden anzuschreien oder zu beleidigen.<br />
Besser wieder hinsetzen. Der Alkohol hat dich von jedem Gefühl von Schwindel befreit, so dass du nicht nur bereit bist, senkrecht in die Tiefe zu schauen und dich wahrscheinlich auch trauen würdest, aus dem Fenster zu springen, nur um zu sehen, wie tief es wirklich ist und welche Auswirkungen ein Sprung aus 15 Metern Höhe auf den menschlichen Körper haben. Kann man das irgendwo im Internet simulieren?<br />
Fast verdrängt dass es hier kein WLAN gibt. Oder? Schnell mal nachschauen.</p>
<p>Nichts. Auf jeden Fall nichts brauchbares. Wer auch immer meine Hoffnung mit diesen verfickten Computer-to-Computer-Netzwerken füttert, gehört ordentlich geschlagen. Oder so. </p>
<p>So schnell lassen sich 10.000 Wörter schreiben. Man braucht nur einen willenlosen Schreiberling mit zwei flinken Händen und genung Alkohol, um ihm die Worte zu entlocken. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die motorische Fähigkeit, die Hände über die Tastatur gleiten zu lassen, nicht zu leiden darf. Wobei das bei den meisten Schreiberlingen eh im Schlaf geht und sie selbst mit merkwürdigen französischen AZERTY-Tastaturen klar kommen und auch mit kleinen und winzigen Laptoptastaturen kein Problem haben, so lange sie oft genuch durch Klabbern und Klicken Feedback über ihr Schaffen bekommen. </p>
<p>Die Musik („Busted in Bulgaria“ von einem gewissen Jim Guittard) inspiriert nicht. Im Gegenteil, sie ermüdet den feinen Geist, der voller Weingeist ist.<br />
Was anderes, inspierendes lässt sich aber auch nicht wirklich finden. Vielleicht sollte sich der müde Körper schlafen legen, um dehydiert und voller Ideen zu erwachen. Nicht wirklich die Idee dieser Nacht, aber es ist immerhin schon fast ein Uhr und das Ethanol beginnt zu wirken. Anderseits könnte man etwas kochen&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/22/soc0807182142/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Podcast: Angscht a Schrecken am botaneschen Gaart vu Marseille</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/14/podcast-angscht-a-schrecken-am-botaneschen-gaart-vu-marseille/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/14/podcast-angscht-a-schrecken-am-botaneschen-gaart-vu-marseille/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 13:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Was für die Ohren]]></category>
		<category><![CDATA[Angscht a Schrecken]]></category>
		<category><![CDATA[botanischer Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenviecher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1686</guid>
		<description><![CDATA[Spaziergänge durch einen botanischen Garten sollen nach dem Essen verdauensförderend und gesund sein. Aber wenn man dabei chinesische Propagandaprojekte und gigantische Insekten begegnet, kann sich einem der Magen schon mal umdrehen...


MP3-Download Podcast:Angscht a Schrecken am botaneschen Gaart vu Marseille 

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

Achtung! Der alte Switchpod-Feed funktioniert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spaziergänge durch einen botanischen Garten sollen nach dem Essen verdauensförderend und gesund sein. Aber wenn man dabei chinesische Propagandaprojekte und gigantische Insekten begegnet, kann sich einem der Magen schon mal umdrehen&#8230;</p>
<p><a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken72.mp3">Download audio file (angschtaschrecken72.mp3)</a><br />
<a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken72.mp3">MP3-Download Podcast:Angscht a Schrecken am botaneschen Gaart vu Marseille </a></p>
<p>Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">cc-Lizenz</a>.</p>
<p><strong>Achtung!</strong> Der alte Switchpod-Feed funktioniert nicht mehr! Ich bitte euch deshalb, den <a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">Feedburner-Feed</a> zu abonieren, da ihr ansonsten keine Benachrichtigungen über neue Folgen mehr bekommen werdet!</p>
<p><a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S Podcast Feed</a> &brvbar; <a href="pcast://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S in iTunes oder anderem Podcatcher abonnieren</a> &brvbar; <a href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=263476058">A&amp;S im iTunes Katalog</a><br />
<span id="more-1686"></span><br />
Een botanescher Gaart ass wuehl net onbedengt eng typesch Touristenattraktioun, net zu Marseille an och net enzwouschanescht. Et sief dann, et ass soss naischt do, waat d&#8217;Touristen beandrocken kann – mee daat ass jo eischter seelen den Fall. </p>
<p>An trotzdem kann een an esou engem Gaart oft villes gewuer gin, waat engem Ruinen oder verstepste Kierchen net esou direkt verroden. Exotesch Beem, déi e puer honnert Joer aal sin, sin emmer een Unzeechen fir irgendeppes, an sief et nemmen vun engem Herscher, den sech eng Fraa plus Baam aus dem Orient importéieren geloss hues. </p>
<p>Wéi jiddereen wees, sollen Spazéiergäng no ausgedehnten Mettegiessen eng gudd an gesond Saach sin. An no eben esou engem ausgedehnten Mettegiessen hun mir beschloss, eis den botaneschen Gaart vu Marseille unzekucken. </p>
<p>Wann ech als Gonzojournalist eppes geléiert hun, dann ass et d&#8217;Gewessheet, daat et oft duergeht, mat engem Steck Pabéier ze wedelen an haart genuch „Ech sin Journalist! Presse, loss mech duerch!“ ze jaizen, fir quasi iwerall fir naischt eranzekommen. Bei denen Plaatzen, wou daat nët duer geht, muss en meeschtens just e puer Wochen virdrun eng Akkrediatiounsunfro stellen.<br />
Oder eben eng Persoun kennen, déi en Schlessel fir den Hannerangang huet. </p>
<p>Den botaneschen Gaart vun Marseille ass net immens grous, mee en huet eng net kleng Sammlung vun Pflanzen, déi virun allem dem letzebuergeschen Spektateur net geleffeg sin. Wann ech een botaneschen Gaart zesummenstellen dirft, geif ech och eng Sammlung vun psychoaktiven Pflanzen unleen, fir daat all déi Drogenverreckt kéinten kommen an sech just missen verhaalen, wéi all déi komesch Pflanzen geifen ausgesin. Fir se dann an de Bësch sichen ze goen an durno un enger Iwerdosis ze stirwen oder sech d&#8217;Hänn ofhaken.<br />
Ausserdem héiert sech „An eisem botaneschen Gaart hu mir eng Sammlung vun psychoaktiven Pflanzen“ vill méi cool un wéi  wann eng Sammlung vun Palmen huet.<br />
Och wann Palmen heinansdo komesch Ausmoss an Formen kennen hun, vun denen nie een Mënsch geduercht hätt, daat et Palmen wieren. </p>
<p>Eng vun den Attraktiounen am botaneschen Gaart vun Marseille ass den chineschen Gaart. Den ass nämlech net um Schreiwdesch vun engem Marseiller Gaardeningenieur entstaanen, mee effektiv an China, genauer an Shanghei.<br />
Et muss en wëssen, daat Shanghei mat der Staadt Marseille „jumeléiert“ ass. Ech hun nie genee verstaanen, waat daat heescht, wann zwou Stiedt matneen verbriddert oder verschwestert sin, mee an desem Fall huet et offensichtlech geheescht, daat se een dem aaneren en Gaart schenken.<br />
Et muss en allerdengs och wessen, daat zu Shanghei 2010 déi nächst Weltaustellung ass. Op enger Weltaustellung gin emmer immens grous Gebaier fir „eng kuerz Zait“ opgeriicht, fir daat technescht Können vun der enger oder aanerer Natioun ze beweisen. Esou zum Beispill den Eifelturm zu Parais oder d&#8217;Biosphäre zu Montréal. An dem Fall hun des Gebaier eischter d&#8217;Onfähegkeet vun denen jeweilegen Natiounen bewissen, eppes wéi ugekennegt ofzerappen. </p>
<p>Op alle Fall huet Shanghei all sengen „jumeléierten“ Stiedt en chineschen Gaart geschenkt. Irgendwann ass zu Marseille en Fliiger geland mat engem klengen Trupp vun chineseschen Spezialisten an Materalien, déi just een Ziel haaten: En Gaart mat Pagode, Koi-Karfpen an allem chineseschen Schnickschnack innerhalb vun drai Méint opzebauen.<br />
Angscht a Schrecken sin opkomm, wéi ech duerch den rouegen Gaart getreppelt sin, d&#8217;Koi-Karpfen ungekuckt hun an mir op een mol kloer ginn ass, wéi effektiv déi chinesch Propagandamaschinerie dach ass, daat se et färdeg brengen, innerhalb vun drai Meint esou eppes gigantesches opzeriichten, waat net nëmmen gudd ausgesait, mee och nach sain Propagandazweck voll an ganz erfëllt.<br />
Wieder ass et gaangen laanscht eng wonnerschéin Zär aus dem 19ten Joerhonnert, déi awer schon sait e puer Joer eidel steht, well irgendeng heich Persoun et net angesait, wiesou en esou eppes aales soll erhaalen. Och héi hun meng zwee aal Bekannter Angscht a Schrecken net laang op sech waarden geloss.<br />
Wiesou därf Shanghei en giganteschen Propagandagaart bauen, mee eng duerchaus erhaalenswärt Zär ged einfach verkommen geloss? </p>
<p>Durno sin mir an eng modern an offensichtlech funktionéierend Zär gaangen, déi vun baussen esou ausgesin huet, wéi wann se graadesougudd eng Fliggerhaal hätt kéinten sinn. Op alle Fall waar keen frendlecht Scheld drop, daat een zum Erangoen angelueden huet. Ech hu mech gefroot, op esou en subpotimalt Ausgesin an Beschelderung net vlaischt zu eischter schlechten Besucherzuehlen féiert. </p>
<p>Op alle Fall waat déi Zär nach vill méi waarm wéi daat esouwiesou schont ziemlech waarmt Marseiller Klima an sollt d&#8217;Vegetatioun vun Südafrika duerstellen. Ech kennen mech mat Südafrikaneschen Pflanzen net esou gudd aus, dofir kann ech dozou naischt soen, mee verschidden Pflanzen hun gewierkt, wéi wann se eischter aus den Kulissen vun engem Science-Fiction geklaut wieren wéi vun sossentzwousch. </p>
<p>Erem dobaussen ukomm, haat ech déi eischten Kéiher d&#8217;Gefill, et wier nawell ziemlech frësch zu Marseille, waat natirlech decke Kabbes waar, well et waar nach emmer esou bedreckend waarm wéi de Recht vum Daag, an daat enzegt logescht wier gewierscht, sech eenert een vun denen groussen exoteschen Beem ze leen an eng Siesta ze haalen. </p>
<p>Wéi esou oft, wann en eigentlech Pflanzen kucken soll, déi an engem Wéiher stinn, kuckt een d&#8217;Fesch, d&#8217;Fräschen, Mouken an Deckelsmouken, déi an dem Wéiher rondremschwammen amplaatz sech op déi secherlech net onintressant Pflanzen ze konzentréiren.<br />
Aanersaits huet jiddereen schon Algen gesin an déi meescht Leit verbannen net graad immens positiv Erennerungen mat glischtegen glibberegen Wasserpflanzen, déi engem um Strand entgéint geschwommen kommen. Mee et muss en bedenken, daat Algen och – zum Beispill an Japan – een wichtegt Liewensmëttel sin, déi nët nemmen beim Sushi zum Ansaatz kommen. </p>
<p>Irgendwann sinn mir dunn wéider bei déi medzinesch Pflanzen getreppelt. Ech hun mer erwaard, daat op manst e puer psychoaktiv Pflanzen drenner wieren, well och wann am botaneschen Numm „officinalis“ fir eng medizinesch Wierkung oder Notzung steht, esou ass fréiher „medizinesch“ dach oft anescht interpretéiert gin wéi daat haut de Fall ass. </p>
<p>Den Gaart mat den medzineschen Pflanzen waar Kierperdeeler no gedurdnet, dh.  et gouf een Eck mat Pflanzen déi géint Reckwéih hellefen, een Eck mat Pflanzen fir Liwerwéih an och een fir den „Systeme nerveux“. An do stoung en ziemlech groussen Strauch mat groussen, mauven Blummen, déi wéi eng Anluedung fir all Insekten do houngen. </p>
<p>Ech hun mol een Mann kannt, den emmer erem betount huet, daat et sech bei Blummen em Geschlechtsorganer geif handeln. Wann een senger Frendin also geif Blummen schenken, geif en hier eng Buquet Geschlechtsorganer schenken. Waat dorunner esou schlemm sollt sinn, haat ech nie verstaanen. An mengem iwerdréinten Kapp huet daat direkt d&#8217;Visioun vun enger vun Pflanzen beherschten Welt ausgeléist, an där sech Monsterpflanzen geigensaiteg Buqueten mat Déirengeschlechtsdeeler schenken. Heinsdo komesch, waat en als jonk Persoun alles esou geduercht huet. </p>
<p>An graad an dem Moment, wou ech d&#8217;Wuert „Insekten“ geduercht haat, ass en gigantescht Exemplar vun der Gattung op eis zougeflunn komm. Op manst 8 cm laang, schwaarz mat e puer gielen Punkten an d&#8217;Ongeféiher Form vun enger Harespel.<br />
Wou mer schon bei Gedanken an Witzer sin, déi ech als Kand haat: Als Kand hun ech den Witz „Madamrespel“ als Geigendeel zum „HerrRespel“ immens witzeg fonnt. Haut wonneren ech mech just nach, waat ech fir en komescht Kand waar. </p>
<p>En kuerzen Bleck huet verroden: Den Strauch, den ech virun e puer Sekonnen nach bewonnert haat, waar voll mat giganteschen Insekten, déi geradesougudd aus der Austellung „Megabugs“ (1995 zu am Kader vum deemolgen Kulturjoër zu Lëtzebuerg) entsprongen hätten kéinten sinn.<br />
Et ged eng einfach Regel, waat Insekten ungeht: Ech fannen se interessant an deelweis och faszinant, esou laang se net méi laang wéi meng Hand sin oder net op mier setzen. Wann ech déi gigantesch &#8230; Härespeln hannert enger Scheiw gesin hätt, hätt ech wahrscheinlech „cool“ geduercht, mee esou eppes grousses well een net onbedengt „in freier Wildbahn“ gesin. </p>
<p>Virun allem dann net, wann een déi Déiren net kënnt an doweinst unhuelen muss, daat se wahrscheinlech furchtbaar agressiv sin an bei der klengster Stéierung mat hirem op manst 5 cm laangem Stachel op een lass gin. </p>
<p>Angscht a Schrecken haaten mech. Waat geif passéiren, wann déi gigantesch Insekten geifen ungraifen? Geif meng schon relativ matgehollen Krankenkeeskaart, mat der ech mech eng Kéiher iwert déi dänesch Grenz geschmuggelt haat, och Insektenstechlächer vun 5 cm Duerchmiesser an der Haut ofdecken? Wiesou gouf et keng psychoaktiv Pflanzen am dem botaneschen Gaart héi? Waat géingen d&#8217;Chinesen zu Shanghei „fir kuerz Zait“ bauen an durno nie méi ofrichten? </p>
<p>Daat enzegt, waat lo nach bliwen ass, waar d&#8217;Flucht duerch déi hennescht Dier vum botaneschen Gaart vu Marseille&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/14/podcast-angscht-a-schrecken-am-botaneschen-gaart-vu-marseille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
<enclosure url="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken72.mp3" length="16189723" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Drinnen/Draußen</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/12/drinnendrausen/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/12/drinnendrausen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 21:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[enjoying]]></category>
		<category><![CDATA[Disko]]></category>
		<category><![CDATA[Drunk Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Pastis]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Tanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Zikaden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1685</guid>
		<description><![CDATA[Du schläfst nicht so, wie du schlafen solltest. Am Nachmittag nickst du ein, wachst Stunden später auf und fühlst dich den ganzen restlichen Tag wie in Watte eingepackt.
Und jetzt Pastis. Als wären die ganz normalen Einbildungen noch nicht genug, suchst du noch weitere Ablenkung im Anisschnaps. (Ich weiß nicht mal, ob das die richtige ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du schläfst nicht so, wie du schlafen solltest. Am Nachmittag nickst du ein, wachst Stunden später auf und fühlst dich den ganzen restlichen Tag wie in Watte eingepackt.<br />
Und jetzt Pastis. Als wären die ganz normalen Einbildungen noch nicht genug, suchst du noch weitere Ablenkung im Anisschnaps. (Ich weiß nicht mal, ob das die richtige Bezeichnung ist. Was soll man zu einer gelben, dickflüssigen Materie sagen, die sich nur schwer mit Wasser vermischt und einen trüben gelblichen Nebel im Glas hinterlässt?)<br />
Es schmeckt nach Lakritze, aber vielleicht ist es besser, nicht zu viel über Alkohol zu reden, da sich dann ja wieder jeder Gedanken macht, sich um deine Magenwände sorgt und überhaupt, was sollen die Leute denken?<br />
<em>“Se sollen denken, waat se wëllen, soot Kätt.”</em><br />
Hörspielversionen von luxemburgischen Kinderbüchern. Schatten aus der Vergangenheit. Endlosband auf der Fahrt in den Süden. Immer geradeaus, Autobahn, Raststätte Autobahn, Autobahn, Tankstelle, Autobahn, durch die Nacht, Autobahn, Sonnenaufgang, Autobahn, Autobahn, Stahlflamingo, Landstraße, RiveGaucheoderRiveDroite?. Und immer die gleichen Geschichten.<br />
Die Luft hier riecht fast gleich, fast kannst du diese seltsame Stimmung spüren, irgendwo zwischen Kind und Erwachsen werden, nie zufrieden, nie im Wasser, nie mit den Gedanken da. Und immer schwirren Geschichten umher, versunkene Schiffe voller Geheimnisse und japanische Kampfroboter. </p>
<p>Das ist alles nicht weit von hier und dennoch unendlich lange her.</p>
<p>Ich weiß nicht, was mich daran hat denken lassen. Es war ein grauer Abend, verbracht am Telefon mit I., die mich aus heiterem Himmel angerufen hat. Und so leben wir in irgendwelchen Studentenwohnheimen in die wir nicht gehören und erzählen uns von unseren Küchen und Pfannen und Sanitäranlagen.<br />
Und wo findet das Leben statt? Darf ich Samstagabends in Marseille alleine vor meinem Laptop sitzen, Pastis trinken (Schon wieder! Was sollen nur die Leute denken!) und meine Gedanken niederschreiben? Oder müsste ich einsam durch die Straßen der Großstadt ziehen und mich dort mit Fremden betrinken, ohne Ziel, immer nur auf der Suche nach dem wahren Leben?<br />
Was machen wir aus unseren Leben? Ist Leben arbeiten? Ist Leben nach der Arbeit, nach der Schule, nach der Uni? Findet das Leben nur in Bars und Diskos an Wochenenden statt? Lebe ich nur, wenn ich tanze und trinke und Sex habe? (Ich hatte “ficke” geschrieben, aber das war mit zu negativ.)<br />
Ist Lebenszeit im Bus vergeudete Zeit? Wenn ich Zeitung lese, bin ich dann asozial? Ist es besser, auf einer Parkbank zu lesen als im Zimmer, nur weil die Sonne scheint?<br />
Ist ein Telefongespräch besser als ein Chat? Sagt ein Brief mehr aus als eine Email? Was ist mit Fax? Sollte ich T. eine Postkarte mit meinen Einfällen schicken statt einer SMS?<br />
Zählen virtuelle Umarmungen nicht?<br />
Ist mein Blog nicht wichtig, weil es nicht “draußen” ist? Wenn ich im Park einen Eintrag schreibe, bin ich dann trotzdem nur virtuell unterwegs?<br />
Darf ich meine Emails checken wollen, wenn ich heimkomme, aufstehe, schlafen gehe?<br />
Ist Schlaf  wirklich so wichtig?<br />
Was ist besser? Eine Nacht in einer Disko oder eine Nacht vor der Schreibmaschine?<br />
Wird ein Film besser, wenn ich ihn auf dem TV-Gerät ansehe und andere das auch tun? </p>
<p>Darf ich auch mal zu Hause bleiben, wenn ein tolles Konzert ist? Darf ich auch manchmal einfach nur müde und faul sein? Darf ich einen Abend mit Computerunsinn statt mit Tanzen verbringen?<br />
Kann ich trotzdem voller Überzeugung sagen, dass ich gerne tanze und rausgehe und trinke und feiere und ich nicht antisozial bin? </p>
<p>Darf ich? Kann ich? Muss ich? </p>
<p>Das Leben findet draußen statt. Oder?<br />
Alleine einen Artikel für die Wikipedia schreiben oder zusammen Thomas Gottschalk sehen?<br />
In meinem Kopf ist immer Party.<br />
Manchmal tanze ich, ganz für mich alleine, spiele Luftgitarre, ohne Zuschauer. Ist das schlechter als anders?<br />
Da sind ja genug Stimmen, mit denen ich mich unterhalten kann.</p>
<p>Die Nacht ist jung und niemand weiß, was gespielt wird.<br />
Der Tag ist alt und niemand weiß, woher die Lichter kommen.<br />
Tote Sterne sagen nichts über die Zukunft.</p>
<p>Wollte ich nicht eigentlich über Ina schreiben, meine Ina, die mich nicht loslässt?</p>
<p>Auf einmal sind alle Zikaden still.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/12/drinnendrausen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Room with a view und Inselfotos</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/10/room-with-a-view-und-inselfotos/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/10/room-with-a-view-und-inselfotos/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 19:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Frioul]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Möwen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1683</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt mal wieder Fotos aus Marseille. Zuerst einmal die Aussicht, die einen jeden Abend dafür entschädigt, dass man in einem kleinen Kabuff wohnt und die Küche mal wieder aussieht als habe jemand Bohnen in der Dose gekocht, ohne ein Loch in die Dose zu machen: 



Und nach dem Dings gibt's Fotos von dieser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt mal wieder Fotos aus Marseille. Zuerst einmal die Aussicht, die einen jeden Abend dafür entschädigt, dass man in einem kleinen Kabuff wohnt und die Küche mal wieder aussieht als habe jemand Bohnen in der Dose gekocht, ohne ein Loch in die Dose zu machen: </p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille013.jpg" alt="Mont Puget" /></p>
<p>Und nach dem Dings gibt&#8217;s Fotos von dieser Insel: </p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille012.jpg" alt="Frioul" /><br />
<span id="more-1683"></span></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille001.jpg" alt="Junge Moewe auf Frioul" /><br />
Eine junge Möwe.</p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille002.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille003.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille004.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille005.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille006.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille007.jpg" alt="Frioul" /><br />
Das ist ein alter Nazibunker.</p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille008.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille009.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille010.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p><img src="http://t3en.teams.lu/images/stories/marseille/marseille011.jpg" alt="Frioul" /></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/10/room-with-a-view-und-inselfotos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Podcast: Angscht a Schrecken op enger Insel virun Marseille</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/07/podcast-angscht-a-schrecken-op-enger-insel-virun-marseille/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/07/podcast-angscht-a-schrecken-op-enger-insel-virun-marseille/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Was für die Ohren]]></category>
		<category><![CDATA[Angscht a Schrecken]]></category>
		<category><![CDATA[Elfenmädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1680</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man auf eine Insel eingeladen wird, muss man die Einladung annehmen. Denn so schnell und günstig kommt man normalerweise nicht vom europäischen Festland weg, und wenn es nur 20 Minuten sind. Aber wie so oft entwickelte sich eine anfangs lustige Bootfahrt mit der Zeit zu einem wahren Horrortrip...


MP3-Download Podcast: Angscht a Schrecken op ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man auf eine Insel eingeladen wird, muss man die Einladung annehmen. Denn so schnell und günstig kommt man normalerweise nicht vom europäischen Festland weg, und wenn es nur 20 Minuten sind. Aber wie so oft entwickelte sich eine anfangs lustige Bootfahrt mit der Zeit zu einem wahren Horrortrip&#8230;</p>
<p><a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken71.mp3">Download audio file (angschtaschrecken71.mp3)</a><br />
<a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken71.mp3">MP3-Download Podcast: Angscht a Schrecken op enger Insel virun Marseille </a></p>
<p>Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">cc-Lizenz</a>.</p>
<p><strong>Achtung!</strong> Der alte Switchpod-Feed funktioniert nicht mehr! Ich bitte euch deshalb, den <a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">Feedburner-Feed</a> zu abonieren, da ihr ansonsten keine Benachrichtigungen über neue Folgen mehr bekommen werdet!</p>
<p><a href="http://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S Podcast Feed</a> &brvbar; <a href="pcast://feeds.feedburner.com/AngschtASchrecken">A&amp;S in iTunes oder anderem Podcatcher abonnieren</a> &brvbar; <a href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=263476058">A&amp;S im iTunes Katalog</a><br />
<span id="more-1680"></span></p>
<p>Wann een als Gonzojournalist an enger grousser Stadt wéi Marseille ass, kennt en net laanscht eng gewess Reih vun Manifestatiounen, un denen een muss deelhuelen. Dann ginn et nach aaner Manifestatiounnen, un denen een déi grous Chance huet, fir deelzehuelen. An genee esou een Event waat d&#8217;Besichtegung vun enger Insel virun Marseille, wou en Projet fir eng néi Konschtplaatz sollt virgestallt ginn. </p>
<p>Am Fong sollten just d&#8217;Direkteren vun den verschiddenen Direktiounen, also den Gemengerservicer vun der Gemeng vun Marseille un der Visite deelhuelen. Déi hun hier Beamten mat angelueden, an déi hun erem mech mat angelueden. Esou koum et, daat main Numm op enger Lescht stoung an ech quasi en gellenen Ticket fir d&#8217;Fähr, déi extra fir eis reservéiert waar, kruut. </p>
<p>Virun Marseille ged et eng ganz Rescht vun Inselen déi zum Groussdeel relativ onbewunnbar sin an  daat och meeschtens sin. Eng vun denen Inseln ass d&#8217; Île d&#8217;If, wou d&#8217; Châteaux d&#8217;If drop steht. Weem daat naischt seet, den kann sech jo em Chreschtdaag eng vun denen selleschen Verfilmungen vum Christophe Dumas sengem Roman “Le Compte de Monte Christo” ukucken an rausfannen, waat ech dann elo gemengt hun. </p>
<p>Mee ech sollt net een ehemolen Prisong besichtegen, mee eng ehemoleg Clinique. Déi hun se fréiher gebaut, fir d&#8217;Leit do an Quarantän ze setzen, falls se irgendeng Krankheet haaten, déi e bessen méi unstichend an/oder geféierlech waar wéi de Schnapp.  </p>
<p>D&#8217;Fähr haat e bessi mat dem staarken Wand ze kämpfen, den fir eng retsch vun heigen Wellen gesuergt huet. Ech hun bei Turbulenzen an der Loft an am Wasser emmer déi selwescht gesond Anstellung: et ass eng gratis Achterbunn. Allerdengs wees ech nie, wéi déi aaner Leit denken an virun allem kann een jo nie wessen, wéi fest de Mo vun der Persoun ass, déi nirwt engem setzt. Et leeft een also Gefohr, op d&#8217;Feiss gekatzt ze kréien.<br />
Ausserdem ass et schon &#8230; beandrockend, wann d&#8217;Wellen andauerend geint déi dann dach relativ denn Fenstern schloen an een erklärt kritt, waat een muss maachen, fir net séikrank ze ginn. </p>
<p>D&#8217;Gemeng vun Marseille huet hieren Beamten alleguerten en portablen Telefon kaaft, fir den Dengschtansaatz eben. Daat flott dorunner ass, daat se alleguerten ze ereeschen sinn. Den Nodeel dovunner ass, daat se alleguerten déi selwescht Standartschell angestallt hun, déi ziemlech dämlech klengt. Angscht a Schrecken waar och op deser Fähr. An si wollten net op d&#8217;Ìle d&#8217;If den Graf vun Monte Christo besichen goen, mee och sie waaren op de Wee op déi Besichtegung vun der ehemoleger Clinique. </p>
<p>No der Scheffsfahrt, déi mir iwregens iwerstaanen hun, ouni daat irgendeen mir op d&#8217;Feiss gekatzt huet, ass et dunn mat engem klengem Touristenzichelschen Richtung Schlass gaangen. Net, daat een net hätt kéinen déi 20 Minuten zu Fouss goen, mee et ass jo souvillmol méi flott, wann sech heich Gemengenbeamten an gewiehlte Lokalpolitiker sech an en vill ze enken Touristenzichelschen drecken, fir dann iwert eng krichsgefaangenähnlech Lautsprecheranlaag e puer Erklärungen zur Insel ze kréien. Ween och emmer sech daat ausgeduercht haat, en haat endweder en gudde Senn fir Ironie oder en eng extrem komesch Unsicht vun der Realitéit.<br />
Main Gefill huet mir gesoot, daat et wahrscheinlech Leider daat zweet waar, waat d&#8217;Dosis vun Angscht a Schrecken verdubelt huet. Waaren esou aal Ruinen eigentlech net d&#8217;Lieblingspillplaatz vun Drogenverreckten, Autosklauerten an Leit, déi sech als Elfen verkleeden?</p>
<p>Bei der Clinique ukomm, hun ech virdeischt mol festgestallt, daat een d&#8217;Leit zwaar op eng Insel gescheckt huet, fir do un Krankheeten wéi der Pescht, Cholera, Lepra an aaneren mat Antibiotika an soss bellegen Medikamenten heelbaren ze stirwen, mee op manst konnten se daat do mat Stil maachen. D&#8217;Runinen vun der Clinique hun duerchschéinen geloss, daat dat ganzt fir déi deemoleg Verhältnisser eng Aart Club Med waar. An domadder fir vill Kranker wahrscheinlech eng dramatesch Verbesserung vun hiren Liewensemstänn. Ok, wahrscheinlech just esou laang, bis se sech mat denen aaneren 23 Krankheeten vun der Insel ungestach haaten an net emol main fiktiven medizineschen Held, den wéi en Gebai heescht, se hätt kéinten retten kennen. </p>
<p>Normalerweis ged een bei esou Virstellungen jo virdeischt mol begreisst an muss sech méi oder manner laang Rieden unhéiren. Héi waar daat ganzt anescht. Et gouf en Buffet mat ongeféiher 6 verschiddenen Zorten Chips an soss Knabberéien an op manst genausouvill verschidden Appteratifen, un denen sech natirlech direkt staark servéiert gin ass. Wann een an der Stadt vum Pastis ass, därf een net erwaarden, daat d&#8217;Leit Waaser drenken. </p>
<p>Nodeem jiddereen een oder zwee Glieser Aperatif erof haat, sin mer dun an en klengen Raum geruff gin, an dem et angenehm kill an daischter waar. Verschidden Leit sollten verschidden Deeler vun dem Projet virstellen. Wéi emmer, wann Leit onofhängeg vunneen computergesetzten Präsentatiounen erschaffen, wiederhuelen se op manst 30% vum dem, waat déi aaner Leit och soen.<br />
Ausserdem schengt et zu Marseille eng immens komesch Virleif zu der grausamer Schreft “Comic Sans” ze gin, déi net nemmen menger Meenung no en Verbriechen un der Typographie ass. </p>
<p>Angscht a Schrecken sin méi grouss gin. Offensichtlech ass héi einfach mol drop lass renovéiert ginn, ouni genee ze wessen, waat herno aus der fresch renovéierter Clinique soll entstoen. En Kultuzentrum waar d&#8217;Idee, déi emmer erem opgetaucht ass. An ebenfalls verdächteg oft ass vun “Marseille 2013” geschwaat gin. Marseille huet seng Canidature gestallt, fir europäesch Kulturhaaptstadt fir d&#8217;Joer 2013 ze gin. Esou wéi Letztebuerg et 2007 waar, just eben ouni bloen Hierscht. Vlaischt huelen se zu Marseille jo daat blot Pastisglas oder esou eppes. </p>
<p>Den Problem bei dem ganzen waar folgend: Et sin un sech keng Souen do, fir daat ganzt bis 2013 ze realiséiren, et de Projet ass awer emmer an Hibleck dorobber virgestallt gin. Eng interessant Strategie, déi esouguer kéint opgoen, wann et genuch Pastis gouf. </p>
<p>Meng Begleedung huet mech op een Deel vun der Insel bruecht, den net esou flott ausgesin huet. Virdeischt mol ass daat ganzt keng greng Insel, mee eischter eng Aart Wüst oder Stepp mat weinegen Pflanzen déi dem Klima iwerhaat gewues sin. Dann gouf et nach Bunkeranlaagen aus dem zweeten Weltkrich. Echt Nazibunker aus bronggroem Betong op enger Insel virun Marseille. Ween hätt daat geduercht?<br />
Angscht a Schrecken  haaten mech. Kuerz virun Marseille gouf et eng Insel mat aalen Nazibunkern, Ruinen vun Cliniquen déi einfach esou aus Spass un der Freed erem opgebaut gin an wahrscheinlech waar daat ganzt eng Heichbuerg fir Drogenverreckter an Elfenmederscher.<br />
Daat enzegt, waat lo nach gehollef huet, waar d&#8217;Flucht mat enger speziell zu desem Zweck gelounter Fähr&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/07/podcast-angscht-a-schrecken-op-enger-insel-virun-marseille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken71.mp3" length="12539891" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Studentenleben (public beta)</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/07/04/studentenleben-public-beta/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2008/07/04/studentenleben-public-beta/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 20:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[eklig]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Holtmichhierraus!]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenwohnheim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.joeladami.net/?p=1679</guid>
		<description><![CDATA[Ich liebe ja Blogs von Studenten über ihr Studentenleben. Also nicht, dass ich nur darüber lesen will, aber wenn man mit einer so typischen Studentenbloggerin wie Comme "aufgewachsen" ist, kann man wahrscheinlich gar nicht anders, als das, was da in Studentenwohnheimen, WGs und Hörsällen abläuft, klasse, lustig und erstebens- oder zumindests lesenwert zu finden.
Und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe ja Blogs von Studenten über ihr Studentenleben. Also nicht, dass ich nur darüber lesen will, aber wenn man mit einer so typischen Studentenbloggerin wie <a href="http://www.livejournal.com/~latin_doll/">Comme</a> &#8220;aufgewachsen&#8221; ist, kann man wahrscheinlich gar nicht anders, als das, was da in Studentenwohnheimen, WGs und Hörsällen abläuft, klasse, lustig und erstebens- oder zumindests lesenwert zu finden.<br />
Und ich selbst möchte ja auch irgendwann mal ein richtiger Student sein, auch wenn ich noch immer nicht so Recht daran glaube, dass das je passieren wird. Nicht, weil ich mir das nicht zutraue, sonder eher, weil ich im Gefühl habe, dass mich ein tonnenschwerer Laster beim unachtsamen Überqueren einer Strasse erwischen wird. Es ist schon viel zu lange gut gegangen, als ob ich immer so viel Glück haben könnte.</p>
<p>Aber das Praktikum in Marseille ist ja schon ein gutes Training für das Studentenleben, sollte ich es je haben. Ich wohne bekanntermassen auf dem Campus &#8220;Luminy&#8221;, in einem von 6 wunderschönen Studentenwohnheimen. Es gibt auch ein paar nett aussehende Gebäude mit Studios, die im Vergleich zu meinem Kabuff wahrscheinlich wie Paläste aussehen.<br />
Gemeinsames Bad und gemeinsame Küche klingt eigentlich gar nicht so schlimm. Ich hatte mir so fünf bis sieben andere Personen vorgestellt, mit denen ich ein normal aussehendes Bad und eine normal aussehende Küche teilen würde. So wie man sich das halt so vorstellt, als naiver Pratikant.<br />
In Wahrheit teile ich mir die Küche und das Bad mit ca. 20 Personen. Und die Räume sehen nicht aus wie man sich solche Räume normalerweise vorstellt, sondern eher wie ein einem.. na ja, Studentenwohnheim. Eklig. </p>
<p>Das Bad besteht aus drei Klokabinen mit Schüsseln ohne Brille, ohne Klopapier und es wundert mich, dass Bürsten vorhanden sind und die Spülung funktioniert. Am ersten Tag war eins der drei Klos vollgekotzt. Zum Glück bin ich am zweiten Tag auf ein anderes Stockwerk (höher!) umgezogen, dh. ich muss nie auf ein Klo setzen, von dem ich weiss, dass es mal mit eingetrockneter Kotze beschmiert war. Was wahrscheinlich jedoch bei jedem der Klos der Fall ist, aber was man nicht weiss, verursacht keine Verdauungstörungen.</p>
<p>Die Küche besitzt ganze zwei Herdsockel. Keine Herdplatten, wie jede normale Küche, sondern ca. 20 cm hohe Herdsockel. Ich habe sowas noch nie gesehen, weiss nicht, wieso das so ist und will es auch nicht wissen. Die Küche sieht öfters ähnlich aus wie das beschriebene Klo des ersten Tages, nur, dass die Nahrungsmittel noch keinem Verdauungsorgan hinzugefügt wurden. Obwohl man das manchmal gar nicht so genau sagen kann.<br />
Meistens ist die Arbeitsfläche total versaut, es liegen kleine Tintenfischarme herum, abgefallenes Paniermehl von Fischstäbchen oder der eingetrocknete Schaum übergelaufener Milch bilden eine nette Kruste, die nicht nur für das allgemeine Kochvegnügen sorgen, sondern auch noch ein herrliches Biotop für Wesen bilden, über die ich mir lieber keine Gedanken machen.<br />
Es gibt zwei Spülbecken. Mindestens eins davon ist ständig verstopft, in dem anderen befindet sich die Kruste von angebranntem Essen (oder verbranntem Rotkohl &#8211; so genau wollte ich es noch nicht untersuchen). Heute haben zwei junge Männer, die eine Sprache sprachen, die ich nicht verstand, aber für etwas in die Richtung &#8220;arabisch/türkisch&#8221; halte, einen Fisch ausgenommen. Und sich dabei lauthals darüber gestritten, wie man das richtig macht.<br />
Ich wollte nicht fragen, ob die Fischstäbchenüberreste, die seit zwei Tagen auf der Arbeitsfläche liegen, von ihnen stammen. </p>
<p>Ich stach meine unschuldigen und immer noch halbrohen Kartoffeln testweise mit meinem Taschenmesser und verschwand wieder in mein Zimmer. Hatte ich erwähnt, dass auf der guten Kochplatte derzeit etwas brodelte, das offensichtlich niemand gehörte? Das passiert auch öfters. Leute kochen etwas und lassen es so lange stehen, bis es vollständig karbonisiert ist. Wahrscheinlich zu Testzwecken. Ich will auch gar nicht wissen, wie viel Crack in der Küche schon gekocht wurde. </p>
<p>Als ich wieder kam war ein Waschbecken überschwemmt und die Innereien des Fisch taten das, was sie sein ganzes Leben lang getan hatten, nur jetzt halt ohne seine Hülle: Sie schwammen. Nur dies mal im Waschbecken.<br />
Das ganze hat den Vorteil, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich ein paar Reiskerne, die mir beim Wasserabschütten ins Waschbecken fallen, dort drin lasse. Die Brühe dort drin ist sicher das Experiment für die Abschlussarbeit von irgendwem, genau wie der Fischkopf letztens auf der Aussentreppe&#8230; </p>
<p>Über die merkwürdige Lärmbelastung erzähle ich dann ein anderes Mal. Entgegen all dem, was ich jetzt erzählt habe, bin ich übrigens ziemlich glücklich hier. Es fühlt sich ein klein wenig an wie Urlaub. Mit dem Unterschied, dass ich manchmal auch arbeiten muss. Und sonnig ist es.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.joeladami.net/2008/07/04/studentenleben-public-beta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

