Verschiedenes (III)

Monday, December 24th, 2007

Es gibt einen Artikel über uns in der Woxx!
Autor ist der bestbekannte Blogosphärenreporter der Woxx, Luc Caregari. ;-)

Interview auf 100,7 am Donnerstag, gegen halb 12.

Ein neues Studio in Betrieb nehmen ist relativ unspektakulär. Aber es gab zumindest Sekt.

Die Hündin hat die Schnürsenkel meiner Schuhe gefressen. Die Schuhe sind von der Marke Vegetarian Shoes. Aber vielleicht mag die Hündin auch nur auf irgendetwas rumkauen. Was, scheint im Moment relativ egal zu sein. Schnürsenkel, Hände, Eisstücke, Hundespielsachen, Menschenspielsachen, Papier, Schaumstoffbälle – alles mögliche halt. Der Name ist übrigens noch immer Yoda. Wenn der Hund nicht so undifferenziert auf Sachen rumkauen würde, wäre das richtig richtig cool.

Heute gibt es A&S bloß aus der Dose: Angscht a Schrecken leschten Chreschtdaach (hun ech dir main Härz gin)

Eine besinnliche Wintersonnenwende euch allen. Oder so.

Wenn ich eine Zitatserie wie Thierry oder Deef hätte, stünde da jetzt: »Bei de Juden ass daat jo drai Deeg méi frei.«

Kommt am 27. Dezember ins D:qliq. Bringt eure Freunde mit. Das Programm ist wirklich sehr gut. Ausserdem kann man nur ein einziges Mal beim Ersten Mal dabei sein.

Es gibt Menschen, die träumen von mir.
Und es gibt Menschen, die von anderen Menschen träumen, die mit ihren Sexualpartnern Gemüse im Bett benutzen.
Beides macht mir Angst. Besonders, wenn es in Kombination auftritt.

Ich träume hingegen nur von Prüfungssituationen zwischen abstrakt geformten Steinen.

Hier sollte dann ein cooler Abschlusssatz stehen.

Bloggerlesung

Monday, November 26th, 2007

LJM-flyer1-small
Wie man sieht, hat sich einiges geändert, das Datum wurde leider verschoben auf den 27. Dezember 2007. Und Leti konnte deshalb leider nicht mitlesen. :-( Ort und Uhrzeit bleiben die gleichen: D:qliq, 21 Uhr. Freier Eintritt. Kommt zahlreich und bringt eure Freunde mit. Ach was. Schenkt euren Freunden zu Weihnachten, dass ihr sie dahin schleppt.
Ich weiß, dass ihr alle in den Skiurlaub wollt oder sonst irgendwelchen merkwürdigen Beschäftigungen nachgehen »müsst«. Aber dieser Abend wird einzigartig. Es ist die erste Lesung. Wer nicht da sein wird, wird nie sagen können, er habe unsere erste Lesung gesehen.
Werbung dürft ihr auch gerne in euren Blogs, hinten auf eurem Auto, durch euren Kollegen, den Himmelsschreiber oder irgendwelche Piratensender in Holland machen. Wer Flyer verteilen mag, der kann sich einfach bei mir in den Kommentaren melden, ich kontaktiere euch dann zu einem geheimen Übergabetreffen.
Übrigens sind wir auch schon auf der Webseite vom D:qliq und anscheinend auch auf dem bald erscheinenden Dezedmber-Flyer. Bo-ya!
Ausserdem schmerzt mein rechter Arm. Das hat allerdings nichts hiermit zu tun.

Regentropfen auf deiner Nase

Sunday, February 18th, 2007

Thierry hat Recht. Wir brauchen ein Manifest.
Ich verstehe nicht viel von Literatur. Und ich will mich selbst nicht Künstler nennen, weil ich zu sehr fürchte, damit falsch zu liegen. Ich bin doch einfach nur ich.
Ich habe das Gefühl, es werden nur noch Sachbücher und schlechte Romane über Geheimnisse der Kirche geschrieben, die aufregen wollen, es aber nicht wirklich tun. Jedenfalls so lange nicht, bis Hollywood darauf aufmerksam wird.
Nun, das ist jedenfalls das, was ich auf dem Büchermarkt sehe. Vielleicht lege ich vollkommen daneben damit. Aber im Internet, so scheint es, werden die wahren Geschichten geschrieben. Jeder Tag eine neue Perle, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Und ich sitze hier und lese die gleichen Blogs. Und jene 36 Feeds, die ich aboniert habe, sind nur ein Bruchteil von all dem, was ich lesen könnte und lesen sollte. Dazu kommen all jene Blogs, die kein Feed haben oder die ich nur sporadisch besuche, immer hunrig, immer auf der Suche nach neuem Lesestoff. Der nicht immer Literatur ist. Der manchmal einfach nur Alltagsgedanken sind.
Aber das ist egal, ein Manifest brauchen wir trotzdem.

Ich will wieder Bettgeschichten schreiben. Und verdammt, ich möchte die wunderbaren Geschichten anderer Leute lesen. Ich will länger aufbleiben wollen, um “nur noch schnell diesen Blogpost” zu lesen. Ich möchte den Stimmen von Bloggern zuhören, wie sie ihre Geschichten vorlesen. Ich möchte junge Autoren lesen. Ich möchte diese Autoren zu bloggen bewegen. Ich möchte Blogger zum Schreiben bewegen. Ich will nicht, dass die wunderbare therapeutische Wirkung von Schreiben in verstaubten Schubladen in einem verschliessbaren Buch endet. Ich will ein Buch drucken lassen, mit Texten aus Blogs und jungen Autoren und Fotos von Menschen, die wenig Gelegenheit haben, ihre Fotos zu veröffentlichen.
Ich will, das eine Bewegung entsteht. Denn die Feder ist stärker als das Schwert, wie es so schön abgedroschen heißt.
Ich will weiter Geschichten schreiben. Ich habe verdammt viele Ideen, die alle nur darauf warten, geschrieben zu werden. Und ich jedes Buch, das ich mir als Kind ausgedacht habe und nicht geschrieben habe, weil ich dachte: “Das machst du später”, und es nicht geschrieben habe. Ich bereue jede Idee, die ich vergessen habe.
Und ich will nicht, dass es so weitergeht. Sei dies mein Manifest! Es ist ein persönliches, und es mag aus einer unbestimmten Wut heraus geschrieben sein, aber es besteht. Kunst wird erst durch Veröffentlichung zur Kunst. Ein Buch, das niemand je liest, könnte genausogut aus leeren Seiten bestehen. (Ein Schicksal, das Telefonbücher einst erleiden könnten!)
Ich will schreiben.

XX/Y

Thursday, February 1st, 2007
And I said I wanna fill you up, I wanna break you, I wanna give you up
From one another, no one should ever come
In between us, between us and our love

Und sprich nur ein Wort, und meine Seele stürzt sich in einen tiefer Abgrund. Ich muss kurz in den Keller, was holen.
Die Stufen sind kalt und du spürst die kleinen Quadrate im dunkelgrauen, schmutzigen Beton. Ein unguter Geruch, eine Mischung aus Waschpulver, muffigem Kellergeruch, Staub und Petroleum, schlägt dir entgegen. Die Stufen verwandeln sich in eine Wendeltreppe, aus dem Keller wird eine aus rotbraunen Ziegelsteinen gemauerter Schacht. Unbewusst nimmst du wahr, dass du einen Schornstein heruntersteigst, der in eine Fabrik tief im Erdinnern führt.

Du kannst das Scharren der Maulwürfe und der Engerlinge hören. Nackte, lebendige begrabene Leichen kratzen an den roten Steinen. Hilflos. Hast du eine Fackel? Eine helle LED-Taschenlampe?
Vielleicht ist es auch nur das Licht deines Mobiltelefons, das hier unten keinen sonstigen Zweck mehr erfüllt. Aber die Treppe führt nicht zu einem Teilchenbeschleuniger unter der Schweiz.

Das Scharren hört auf, je tiefer du kommst. Dafür hörst du eine bekanntes unhörbares Geräusch. Das Pendel. “Oh mein Gott!”, denkst du und glaubst einen geheimen Gang zu gefunden zu haben, der das hyperboerische Avalon mit Ayers Rock mitten in der australischen Wüste verbindet, gefunden zu haben. Dies muss einer der rituellen 23 Eingänge sein. Aber warum befindet er sich in deinem Keller?

Wasser. Das Mondlicht spiegelt sich auf seiner schwarzen Oberfläche. Vielleicht es auch bloß eine käsige Glühbirne. Ist überhaupt Vollmond? Du tauchst weiter unter. Der Schacht ist jetzt wieder aus Beton. Oder ist es Lehm? Spitze Stöcke aus Holz stecken drin, mit Algen und Moos überwuchert. Von irgendwoher strömen Luftblasen.

Mehrheitsgefühl in Luftblasen. Konjugierende Pantoffeltierchen. Sex auf der Couch. Bring me that horizon! Findest du hier letztendlich eine Meerjungfrau, die dir Muse sein will?
Skalpelle mitten durch das Herz. Adrenalin. Pulsierendes Bläschen. Osmose und die 88 Räuber der Postapokalypse. Beginnen wir, nur noch in Großbuchstaben zu reden. Der Reiter hat Stil. Angst und Schrecken in einem dunklen Wort.

Soll dies das Ende sein? Ein Blick nach oben lässt das Mondlicht nur noch erahnen. Spitze Stäbe, aus Holz und Metall überall. Algenbewuchs verhindert eine tödliche Spitze nicht.
Keine Sterne über dir. Ewiger Winter über E. Du bewohnst ein kaltes, graues Loch ohne Hoffnung auf Sonnenschein, geschweige denn auf Sternenlicht.
Irgendetwas zieht dich nach unten. Dort lauern sicher Raubfische oder gar Seeungeheuer auf ihre nächstes Mahl. Haben Muränen Spaß beim Sex? Dabei isst du doch nicht mal Fisch.

Unausgesprochene Vorwürfe gegen einen Engel. Dabei war der Buchstabe immer schon schlecht. Wollen wir etwa wieder das alte Spiel spielen, obwohl es schon fast ewig neue Regeln zu geben scheint?
Keine Rettung für dich heute.

All my blisters now revealed
In the darkness of my dreams
In the spaces in between us