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	<title>enjoying the postapocalypse &#187; Drogen</title>
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		<title>Dreadlocks im Stroboskoplicht</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 14:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
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Dies ist ein neuer Teil der Kuchenbaum-Geschichte. Der Artikel hat ein eigenes Layout, deshalb nicht erschrecken, wenn die Seite erst einmal ungewohnt aussieht. Besondere Geschichten haben auch eine besondere Präsentation verdient. Wer einen aktuellen Mozilla-Browser benutzt, hat besonders viel von dem Artikel, da ich passend zum Titel von der blink-Eigenschaft Gebrauch gemacht habe. Alle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="teaser"><a href="http://www.joeladami.net/2011/05/04/dreadlocks-im-stroboskoplicht/"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2011/05/introbild.jpg" alt="" title="" width="755" height="142" class="aligncenter size-full wp-image-3483" /></a></p>
<p>Dies ist ein neuer Teil der Kuchenbaum-Geschichte. Der Artikel hat ein eigenes Layout, deshalb nicht erschrecken, wenn die Seite erst einmal ungewohnt aussieht. Besondere Geschichten haben auch eine besondere Präsentation verdient. Wer einen aktuellen Mozilla-Browser benutzt, hat besonders viel von dem Artikel, da ich passend zum Titel von der blink-Eigenschaft Gebrauch gemacht habe. Alle anderen modernen Browser funktionieren natürlich trotzdem gut.</p></div>
<p><span id="more-3459"></span></p>
<div class="backlink"><a href="http://www.joeladami.net">&lt;&lt; enjoying the postapocalypse</a></div>
<div class="titel">Dreadlocks <br />im Stroboskoplicht</div>
<div class="lead">Dies ist ein Teil der Geschichte &#8220;Kuchenbaum&#8221; um ein Mädchen namens Ina und die Beziehungswirren mit ihrem Exfreund und ihrer Freundin Zoë. Was bisher geschah lässt sich <a href="http://www.joeladami.net/kuchenbaum">hier</a> nachlesen. Zum Text passende Musik von <a href="http://objeta.backlab.at/">objet a</a> gibt es hier im Player:<br />
<object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F12910424&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff0ea1"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F12910424&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff0ea1" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>   <span><a href="http://soundcloud.com/objet_a/staub-und-schatten">staub-und-schatten</a> by <a href="http://soundcloud.com/objet_a">objet_a</a></span></div>
<div class="story1">Als Zoë die Tür zu dem kleinen Durchgangszimmer, das Flur und das Zimmer, in dem sich der Kuchen befand, öffnete, trat sie in eine andere Welt. Das Zimmer war komplett abgedunkelt. Düstere Technomusik wummerte laut aus zwei Boxen. Ein halb umgeklappter Esstisch fungierte als DJ-Pult. Es war die einzige Lichtquelle – abgesehen von einem nervös blitzenden Stroboskoplicht, das jede halbe Sekunde aufblitzte. Alles lief in Zeitlupe ab. Und gleichzeitig lief auch nichts in Zeitlupe ab.<br />
Das überforderte ihre Wahrnehmung. Viel zu nervös. Sie wollte sich hinsetzen. Reden. Oder auch nur zuhören. Gemütlich ein Bier trinken.<br />
&#8220;Wow, was für ein Unterschied zwischen den Räumen!&#8221;, brachte sie verwirrt vor, als sie in dem schumrig beleuchteten Zimmer angekommen war. Es gab keinen Kuchen mehr. Die fragenden Gesichter der Anwesenden erwiderte sie mit aufklärenden Worten über den abgedunkelten Tanzraum nebenan. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.<br />
Alle sprangen von den Sofas auf und stürmten auf die improvisierte Tanzfläche.<br />
Wieder bemerkte Zoë, dass sie einige Zeit gedankenlos ins Leere gestarrt hatte.<br />
&#8220;Na los, gib dir deinen Ruck!&#8221;, sagte sie laut. Ihre Stimme klang trocken. Vielleicht würde es nebenan wenigstens Getränke geben?</p>
<p>Zwei Minuten später trank sie eisgekühlten Wodka aus der Flasche und tanzte zu der elektronischen Musik. Jedes Hämmern des Basses eine Körperbewegung, jedes Stroboskopaufblitzen ein neuer Denkzettel gegen Stillstand.<br />
Obwohl sich viele Menschen in dem kleinen Raum aufhielten, waren alle seltsam stumm. Hier und da ein Lachen jener, die ihre verzögerten Bewegungen im Spiegel betrachteten, aber sonst redete niemand. Die Musik zwang zum Schweigen.</p>
<p>Zoë hatte das merkwürdige Gefühl, in einem stillen, gar lautlosen Raum zu sein. Natürlich nahm sie die Musik wahr. Unterschwellig. Es war mehr ein Fühlen als ein Hören. Und sie tanzte auch, so schien es ihr, unterbewusst. Ihre Gedanken hallten in ihrem Kopf, als sei ihr Schädel eine Kathedrale.<br />
Wieder reichte ihr jemand die Wodkaflasche. Sie nahm gleich einen großen Schluck, um sich dann bei der Person zu bedanken. Lächelnd nickte das Mädchen ihr zu, nur um dann die Augen zu schließen und weiter zu tanzen. Eine schlanke, fast schon dürre Gestalt, die so tanzte, als würde sie keine andere Art der Bewegung kennen. Sie hatte lange Dreads, die ihr bis unter die Schulterblätter reichten. Obwohl sie in einen Zopf zusammen gehalten waren, flogen sie beim Tanzen wild herum. Zoë faszinierte der Anblick unter dem Zeitlupeneffekt des Strobos. Und das entspannte Gesicht des Mädchens, das sie beim Tanzen an den Tag legte.</p>
<p>Zoë zog ihren Pullover aus. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass ihr warm würde und trug ein weißes Top drunter. Immerhin war es sauber. </p>
<p>Langsam versuchte sie sich ihr zu nähern. Zentimeterweise schob sie sich in ihre Richtung, um unmerklich zu wandern, während ihres Tanzes. Sie wusste nicht, ob sie das Mädchen antanzen wollte. Immerhin war sie hier nicht in einer Disko oder einem versifften Club, in dem es jedem egal war, was um ihn herum passierte, sondern in einem kleinen Zimmer mit wenigen Leuten, die einander alle mehr oder weniger gut kannten. Und auch wenn sie unter den Leuten hier keine Homophobie vermutete, so waren direkte Anmachen doch schwieriger, wenn sie nicht einfach 20 Meter in eine andere Richtung verschwinden und dort weitertanzen konnte. </p>
<p>Das Mädchen war total in die Musik versunken. Sie öffnete die Augen höchstens, wenn das Lied wechselte oder jemand sie berührte. Jedes Mal, wenn sie Zoë wahrnahm, lächelte sie. Einmal legte sie ihre Hand an Zoës Hals und schaute ihr in die Augen. Dann begann das nächste Lied und sie war wieder von einem Panzer aus Musik und Bewegung umgeben, den Zoë nicht durchdringen konnte. Oder nicht durchdringen wollte.</p>
<p>Irgendwann tippte das Geburtstagskind sie wieder auf die Schulter. Ein Blick und sie wusste, was gemeint war. Sie folgte ihm durch den schmalen Gang in sein Zimmer. In der Küche saß eine kleine Gruppe um eine Flasche Wein. Ein abschätziger Blick traf Zoë. Ob es wegen der Musik, zu der sie offensichtlich getanzt hatte, oder wegen dem Joint, den sie weniger offensichtlich jetzt rauchen würde, konnte sie nicht beurteilen. Vielleicht hatte der Person auch einfach nur ihre Kleidung oder Frisur nicht gefallen. </p>
<p>Zoë ließ sich in ein tiefes Sofa sinken. Sie wusste, dass sie wohl für einige Zeit nur schwerlich aufstehen können würde. Das Gras hatte außer ihr und dem Gastgeber vier Personen angelockt. Auch das Mädchen mit den Dreads war ihnen gefolgt. Der Typ, der neben ihr auf dem Boden saß, ein kleiner, rundlicher Student mit merkwürdigem Akzent redete die ganze Zeit davon, dass man jetzt &#8220;einen Ofen&#8221; bauen würde. Was war das wieder für eine merkwürdige Konsumform? Oder war das nur einer der vielen seltsamen Ausdrücke für einen Joint? </p>
<p>Das Mädchen blickte sie an. Und das nicht nur, als sie inhalierte, sondern auch, als der &#8220;Ofen&#8221; wieder weiter gewandert war. Zoë lächelte, als ihre Blicke sich trafen. Sie lächelte zurück. Was bedeutete dieses Lächeln? Sie spürte weiterhin die Blicke des Dreadmädchens auf ihr, aber was für Absichten hatte sie? Zoë fand es schwer, ihre eigenen Absichten zu kommunizieren. Was mit Sprache schon schwierig war, war nonverbal fast unmöglich, wenn man nicht zu platt rüberkommen oder gar übergriffig werden wollte. Sie wusste auch nicht, wie sie das sonst gemacht hatte. Wahrscheinlich waren die Menschen einfach auf sie zugegangen. Oder sie hatte eindeutigere Zeichen gehabt. Aber war dieses Lächeln nicht schon eindeutig genug? Musste sie darauf warten, eine Hand auf ihren Schenkeln zu spüren, um sich wirklich „sicher“ sein zu können, dass sie es riskieren konnte, mehr als nur Blickkontakt zu wagen? </p>
<p>Nachdem der „Ofen“ zu Ende geraucht war, entschieden einige der wenigen noch verbliebenen Gäste, dass es jetzt an der Zeit sei, ein Videospiel zu spielen. Laut flimmerte der Bildschirm und bunte Comicfiguren plärrten Unverständliches. Zoë schloss kurz die Augen. Ihr war das zu viel. Für einen kurzen Moment konnte sie den flackernden Fernseher ausblenden. Trotz der lauten Geräusche hatte sie das Gefühl, vollkommen ruhig zu werden. Sie versank im Sessel.</p>
<p>Sie riss die Augen auf. Eine warme Berührung hatte sie aus ihrem merkwürdigen, tranceähnlichen Zustand geholt. Sie blickte auf ihren Unterarm, auf dem eine zierliche Hand lag. Giftgrün lackierte Fingernägel. Ihr Blick schweifte an der Hand entlang, den Arm, zu der sie gehörte, hoch, bis sie dem lächelnden Dreadmädchen in die Augen sah.<br />
„Mir ist das hier drinnen zu anstrengend. Ich geh ins Bad. Kommst du mit?“ </p></div>
<div class="credits"><a href="http://www.flickr.com/photos/dragontomato/4337959000/in/photostream/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/photos/dragontomato/">Andrew Michaels</a></div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3459&amp;md5=475945684c7dca8941f823dea21bbbe9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zitate II</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 12:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Drogen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Sind das Cannabispflanzen? -Nein, das sind Brennesseln. /// Du bist toll! Willst du mich heiraten? ... Ups, das ist mir so rausgerutscht. /// Lo sidd der roueg an der Stross, d'ass zeng Auer, djeunamol! ///Wir greifen jetzt zum Edaphon … /// Du hëlls d'Kamera an ech den... ehm ... och. /// Wann würdest du ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2011/01/zitateii.jpg" alt="Stinging Nettles and Dock leaves cc-by Ewen Roberts" title="Stinging Nettles and Dock leaves cc-by Ewen Roberts" width="755" height="408" class="aligncenter size-full wp-image-3303" /></p>
<p>Sind das Cannabispflanzen? -Nein, das sind Brennesseln. /// Du bist toll! Willst du mich heiraten? &#8230; Ups, das ist mir so rausgerutscht. /// Lo sidd der roueg an der Stross, d&#8217;ass zeng Auer, djeunamol! ///Wir greifen jetzt zum <abbr title="Als Edaphon (von griechisch edaphos - Erdboden) bezeichnet man die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen (Bodenorganismen, Bodenmikroorganismen).">Edaphon</abbr> … /// Du hëlls d&#8217;Kamera an ech den&#8230; ehm &#8230; och. /// Wann würdest du kommen? Ideal wäre so um den 11ten September. /// Avocados sind ja mal viel besser als Vuvuzelas. /// Oh, ich kann schon denken! Ich will es nur nicht! /// Was Wald ist, ist nicht einfach zu definieren &#8211; zumindest sicher ist, dass Bäume zum Wald gehören. /// Weinst du jetzt wirklich? -Nein, aber meine Finger riechen nach Mandarine, das ist voll toll! /// Deen ass lo um Zürecher mat senger neier Flaam, dat blond mat de fetten Tëtten! /// Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich sagen wollte, weil ich deine Unterwäsche gesehen habe. /// Den Hond an ech, mir féieren heiansdo e richtege Monolog /// Wir Österreicher_innen sind so als Volk ja eher asexuell. /// Die Ressourcenknappheit ist ein triviales Phänomen, wie die Knappheit überhaupt, weil den Menschen seit Beginn ihres Auftretens auf der Erde bekannt. ///</p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/donabelandewen/248798612/#/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc-by</a> <a href="http://www.flickr.com/people/donabelandewen/">Ewen Roberts</a></small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3238&amp;md5=c984ff66fe30a28014a8e4b2d251803d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mischkonsum</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 17:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
		<category><![CDATA[Aline]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Ina]]></category>
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		<description><![CDATA[

Dies ist ein neuer Teil der Kuchenbaum-Geschichte. Der Artikel hat ein eigenes Layout, deshalb nicht erschrecken, wenn die Seite erst einmal ungewohnt aussieht. Besondere Geschichten haben auch eine besondere Präsentation verdient.

&#60;&#60; enjoying the postapocalypse
Mischkonsum

Dies ist ein Teil der Geschichte Kuchenbaum um ein Mädchen namens Ina, ihren Exfreund, ihre Freundin, Zoë, und deren Exfreundin, Aline.
Was ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="teaser"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/11/introbild.jpg" alt="" title="introbild" width="754" height="320" class="aligncenter size-full wp-image-3198" /></p>
<p>Dies ist ein neuer Teil der Kuchenbaum-Geschichte. Der Artikel hat ein eigenes Layout, deshalb nicht erschrecken, wenn die Seite erst einmal ungewohnt aussieht. Besondere Geschichten haben auch eine besondere Präsentation verdient.</p></div>
<p><span id="more-3185"></span></p>
<div class="backlink"><a href="http://www.joeladami.net">&lt;&lt; enjoying the postapocalypse</a></div>
<div class="titel">Mischkonsum</div>
<div class="lead">Dies ist ein Teil der Geschichte <a href="http://joeladami.net/kuchenbaum">Kuchenbaum</a> um ein Mädchen namens Ina, ihren Exfreund, ihre Freundin, Zoë, und deren Exfreundin, Aline.<br />
Was bisher geschah lässt sich <a href="http://joeladami.net/kuchenbaum">hier</a> nachlesen.</div>
<div class="smoke">
<div class="story1">
Fünfunddreissig Leute sangen &#8220;Happy Birthday&#8221;, wobei die meisten halbherzig jede zweite Silbe betonten und jene, die das Lied inbrünstig intonierten, nur jeden zweiten Ton trafen. Aber war nicht genau das die Botschaft jenes Liedes? &#8220;Wir wünschen dir einen schönen Geburtstag und sind uns nicht zu Schade, dafür unseren schlechten Gesang zu offenbaren.&#8221;</p>
<p>Die etwas mehr als Zwanzig Kerzen waren rasch ausgeblasen und mit dem Licht kamen auch Teller und Löffel. Irgendjemand &#8211; Zoë sah nicht, von wo der Witz kam, fragte &#8211; ob &#8220;da was drin sei&#8221;. Zoë grinste. Sie schmeckte allerdings nichts. Solche Aktionen waren sowieso zu gefährlich, um sie in so einer offenen Runde auszuprobieren. Drogenkonsum sollte immer bewusst passieren, so jedenfalls ihre Meinung. </p>
<p>Ein wenig später, sie hatte gerade wieder zum Bier gewechselt und die Dose geleert, tippte ihr jemand auf die Schulter. Das Geburtagskind.<br />
&#8220;Komm mal!&#8221;, meinte er. Er sah ernst aus.<br />
Was wollte er?<br />
Zoë hatte schon immer Angst davor gehabt, Leuten einen Korb geben zu müssen. Besonders Männern. Es hatte da einige unangenehme Erfahrungen gegeben. Nicht jeder kam so gut mit Homosexualität klar, wie er es sich selbst wünschte. Vor allem dann nicht, wenn die große Liebe einen aus diesem Grund ablehnte. Aber auch rein menschlich war es immer schwierig, &#8220;Nein&#8221; zu jemanden sagen zu müssen, egal aus welchen Gründen. Vor allem dann, wenn man die Person mochte.<br />
Ob er wirklich der Mensch wäre, der einem die Liebe in einem Nebenzimmer auf einer lauten Party gestünde?<br />
All dies ging ihr während der wenigen Sekunden, die es dauerte, vom Sofa aufzustehen und das Zimmer zu verlassen, durch den Kopf. </p>
<p>Wortlos führte er sie in die Küche, in der ein heilloses Durcheinander herrschte. Ein halb aufgegessener Kuchen, drei verschiedene angeschnittene Brote, schmutzige Kaffeetassen, Krümel.<br />
&#8220;Sehr morantisch.&#8221;, dachte Zoë und hoffte inständig, ihre Vorahnung würde nicht erfüllt werden.<br />
&#8220;Ich dachte &#8230;&#8221;, begann er und zog etwas aus seiner Tasche, &#8220;&#8230; du würdest vielleicht gerne mitrauchen?&#8221;<br />
Er hielt ihr ein Tütchen Gras vors Gesicht. </p>
<p>&#8220;Klar.&#8221;, grinste sie ihm entgegen.<br />
Er kannte sie offenbar schon besser als sie ihn. Und ihre eigene kleine romantische Traumwelt, in der sie alle paar Tage eine Liebeserklärung gemacht bekam, hatte sich wohl als fehlerhaft erwiesen. Zum Glück.<br />
Sie setzte sich auf einen ungemütlichen Klappstuhl und sah zu, wie der Joint gebaut wurde. Sie bewunderte immer wieder die Fingerfertigkeit von Menschen, die es auch unter widrigsten Bedingungen — oft war der eigene Rausch daran nicht unschuldig — innerhalb weniger Minuten kleine Kunstwerke aus Papier rollten.<br />
Immer mal schaute irgendjemand in die Küche, ohne sich groß um den angehenden Drogenkonsum zu kümmern. Zoë fühlte sich nicht ganz gut dabei. Bisher war Drogenkonsum für sie etwas gewesen, was sich immer im Verborgenen, in einem eingeweihten, geheimen Kreis abspielte. Die Erfahrung, dass es jemanden ganz egal war, dass andere Menschen ihre Bewusstsein mit illegalen Mitteln erweiterten, war neu für sie. Sie schluckte kurz. Hatte sie sich nicht oft gewünscht, dass es genau so normal sein sollte, einen Joint zu rauchen, wie eine Flasche Wein zu trinken?<br />
Bald war alles vorbereitet. Mittlerweile war die Runde auf sechs Personen angewachsen. Zoë versuchte, sich an die Namen zu erinnern. Nur Alex&#8217; Name, der sie mit der merkwürdigen Geste begrüßt hatte, fiel ihr noch ein. Meistens vergaß sie Namen bereits dann wieder, wenn sie die Hand, die sie gerade geschüttelt hatte, los ließ. Langsam bewegte sich die Gruppe lachend vor die Tür.<br />
Das Geburtstagskind mahnte zur Ruhe.<br />
&#8220;Es wäre wohl ziemlich unangenehm, von den Nachbarn beim Kiffen erwischt zu werden, weil wir denen zu laut sind.&#8221;<br />
Schweigende, nickende Zustimmung. Zoë wurde der Joint gereicht. Sie konnte das.<br />
Joint in den Mund, Hand in die Tasche, Feuerzeug rauskramen. Feuerzeug an, kräftig ziehen, Feuerzeug in die Tasche, Joint aus dem Mund, Rauchwolke ausatmen. Bloß nicht husten.<br />
Es klappte. Sie nahm noch ein paar tiefe Züge, versuchte den Rauch so lange wie möglich in ihren Lungen zu halten, bis ihr vor Sauerstoffmangel fast schlecht wurde, atmete wieder aus, wobei kaum Rauch aus ihren Lungen kam, dann gab sie den Joint weiter. </p>
<p>Ein roter Lichtpunkt beschrieb langsam einen Kreis im Halbdunkel des Treppenhauses.<br />
Zoë, die ihren Zustand vor einigen Minuten höchstens als &#8220;angeheitert&#8221; beschrieben hätte, war überrascht vom heftigen Effekt. Ihr Gehirn versuchte mit den falschen Informationen, die die Droge ihm übermittelte, fertig zu werden. Ihr wurde etwas schwindelig, sie fühlte sich gut, wenn auch sehr verwirrt ob der Tatsache, dass ein paar Züge sie so verwirrten. Das war irgendwie keine besonders logische Feststellung. Oder? Gebannt starrte sie auf die glühende Spitze des Joints, der immer näher kam. Genüsslich sog sie die rauchgeschwängerte Luft ein.<br />
Ein paar weitere kurze, aber tiefe Züge. Diesmal hatte sie das Gefühl, die Wirkung stelle sich sofort ein. Einen verwirrten Moment lang starrte sie den schon sehr kleinen, glühenden Stummel in ihren Hand an und überlegte, was sie zu tun hatte. Ein letzter, langer Zug.<br />
Sie drückte den Joint in einem großen Aschenbecher aus dünnem, grünen Porzellan aus. GRASHOPPER AMSTERDAM stand drauf. Was waren das für Menschen, die sich aus Amsterdam einen Aschenbecher mitbrachten?<br />
Durst. Ein Blick in das Badezimmer verriet, dass das Bier, das in der Badewanne gelagert hatte, ausgetrunken war. In Zoë war das Bedürfnis gewachsen, sich hin zu setzen und eventuell noch ein kleines Stück Kuchen zu essen. Nur so, um die nun empfindlicheren Geschmacksnerven ein wenig zu stimulieren.<br />
Sie bemerkte, dass sie einige Zeit ganz still vor der leeren Badewanne gestanden und in das eiskalte Wasser, das ohne Bier seltsam zwecklos wirkte, gestarrt hatte. Noch immer war sie dabei ihren Handrücken mit zwei Fingern zu streicheln. Das fühlte sich gut an. Fast so, als würde jemand anderes sie streicheln. Oder als würde sie jemand anderen streicheln.<br />
Es schien niemanden zu kümmern.
</p></div>
<p><!-- end div story 1 -->
</div>
<p><!-- end div smoke --></p>
<div class="story2">
Noah wachte unter einer fremden Zimmerdecke auf. Er wusste nicht, wo er war. Die Decke lag immer noch schwer auf ihm. Er bewegte sich nicht, sondern verharrte regungslos im Bett. Der Schleier der Müdigkeit, nebelhaft und watteballförmig hatte sich über sein Gesicht gelegt und war noch nicht verschwunden. Er schloss die Augen.<br />
„Na, bist du aufgewacht?“</p>
<p>Als Noah die Augen wieder öffnete, saß Zoë auf dem Ende seines Bettes. Sie hatte immer noch nur seine Shorts und ein lockeres T-Shirt an. Ihre Brüste schienen ihm jetzt, aus dieser merkwürdigen Perspektive – er schaute mit nur leicht erhobenem Kopf zu ihr – noch größer, ihre sportlichen Beine  unglaublich begehrenswert. Er konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden.</p>
<p>„Du hast Ina vermisst, nicht wahr?“ </p>
<p>Die Augen fielen ihm zu, als er nickte.<br />
Zoë strich die Decke glatte, berührte dabei seine Beine. Das fühlte sich gut an. Da war eine Zärtlichkeit in ihren Bewegungen, die Noah bisher noch bei niemandem erlebt hatte.<br />
„Ich will, dass du dich hier bei uns wohl fühlst. Du bist mir sympathisch. Auch wenn du Inas Ex bist und ich jetzt ihre Freundin, das sollte nicht zwischen uns stehen. Gibt es etwas, was ich für dich tun kann, damit du dich besser fühlst?“<br />
Ihre Stimme klang dumpf, als spräche sie durch einen dicken Teppich. Wieder strich sie über seine Beine, diesmal auch über die Oberschenkel. Obwohl kaum zu spüren, elektrisierte ihn diese Berührung. Er versuchte, seine schweren Augenlider wieder zu öffnen, um zu sehen, was sie genau machte, welche magischen Bewegungen sie vollführte, die ihm so den Atem raubten. Als er sie ansah, zog sie gerade ihr T-Shirt aus. Langsam wurde zuerst ihr Bauch, nicht zu dünn, dann ihr Oberkörper sichtbar. Sie war tätowiert. In der Leiste ein Schriftzug, den er nicht lesen konnte und vom Rücken her eine Pflanze, die sich bis unter ihre Brüste wandte. Ihre Haut war blass, gesprenkelt mit kleinen hell braunen Muttermalen und Sommersprossen. Sie zog das T-Shirt langsam über ihre Brüste, als wüsste sie, dass er sie beobachtete. Der Anblick überwältigte ihn. Fast so, als sähe er zum ersten Mal seit in seinem postpubertärem Leben Brüste. </p>
<p>Zoës große Nippel standen.</p>
<p>Wieder streichelte sie über seine Beine, massierte seine Oberschenkel.<br />
„Fühlst du dich besser so?“<br />
Die Müdigkeit überrannte ihn wieder. Seine Augen fielen zu und er konnte nur noch „Hmmm“ antworten. Mit einem Ruck zog sie die Decke weg. Es dauerte nicht lange, da streichelte sie wieder seine Oberschenkel. Er berührte ihren Rücken, fuhr mit zwei Fingern über ihre Wirbelsäule, während sie sich immer tiefer über ihn beugte. Sie drückte ihr Becken gegen eins. Seine Hände verharrten auf ihrem Rücken, er traute sich nicht, ihre Bewegungen zu stören. </p>
<p>Zoë küsste ihn auf die Stirn, strich über seine Wangen bis zu seinem Hals. Einen Moment lang hielt sie seinen Hals so, als wolle sie ihn würgen.<br />
Wieder riss er die Augen auf, sah Zoë über sich, durch die Perspektive verzerrt, lächelnd. Er bewegte seine Hände zu ihren Brüsten, aber sie entzog sich ihm, wandte sich seinen Schenkeln zu, schob ihre Hand in seine Boxershorts und umklammerte sein Glied. Er atmete tief ein und schloss die Augen. </p>
<div style="text-align: center;">~</div>
<p>Eine fremde Zimmerdecke.<br />
„Ina darf nie etwas davon erfahren.“ Wie in einem Film, wenn ein Traum dargestellt werden soll, hallte dieser Satz durch seinen Kopf, jetzt frei von jeder Watte, eine leere gotische Kathedrale, in der dieser eine Satz wieder und wieder von jeder Wand reflektiert wurde.<br />
Schmerzhaft klebte sein Glied an seinen Shorts. Zoë musste ihn wieder zugedeckt haben, denn die Decke, obwohl jetzt leicht und luftig, lag glatt über ihm. </p>
<p>Das Licht drang nur gedämpft durch das schneebedeckte Fenster.
</p></div>
<p><!-- end div story 2 --></p>
<div class="credits">
photos <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc-by</a>:<br />
smoker by <a href="http://www.flickr.com/photos/morgacito/">Morgacito</a><br />
smoke by <a href="http://www.flickr.com/photos/geishaboy500/">geishaboy500</a><br />
snow by <a href="http://www.flickr.com/photos/hawksanddoves/">recursion_see_recursion</a>
</div>
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		<title>Falsche Station</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 00:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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Ich befand mich in einem merkwürdigen Dorf. Vielleicht eine Filmkulisse aus starker Pappe oder so was. Die Häuser sahen südamerikanisch aus, aus Lehm, mit Flachdächern in denen die Balken zu erkennen waren. Irgendein Workshop fand statt, vielleicht das Hackercamp oder so was. Mich langweilte das Ganze und ich begann herum zu wandern, scheinbar auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/08/falschestation.jpg" alt="Buenos Aires Subway for Electric Line" title="falsche station" width="755" height="472" class="aligncenter size-full wp-image-3003" /></p>
<p>Ich befand mich in einem merkwürdigen Dorf. Vielleicht eine Filmkulisse aus starker Pappe oder so was. Die Häuser sahen südamerikanisch aus, aus Lehm, mit Flachdächern in denen die Balken zu erkennen waren. Irgendein Workshop fand statt, vielleicht das Hackercamp oder so was. Mich langweilte das Ganze und ich begann herum zu wandern, scheinbar auf der Suche nach einem Klo. In meiner Tasche immer noch eine kleine Plastiktütchen mit Marihuana.<br />
<em>Ich nehme an, es handelt sich um das Marihuana, das ich K. vor vielen Nächten bat, aufzutreiben und das er mir in einem Bus auf der Türkenschanze übergab. Wahrscheinlich war es so lange in meiner Hosentasche.</em></p>
<p>Ich fand kein Klo, sondern mich ziemlich verwirrt an einer Wiener U-Bahnstation wieder. B. ist mit mir hier, allem Anschein nach auch bekifft. Ich starrte auf den Netzplan, der merkwürdigerweise eine Rundlinie aufzeigt, die ich nicht kannte. Die Schienen fahren auch rund um die Station, die mir nicht bekannt vorkommt, an der ich laut ihrem Namen aber schon einmal war. Eine gemeine, gefährliche Falle, die nur sehr eklige, langsame Verbindungen hervorbringt. Ich beschloss, dass es viel zu lange dauern würde, mit der U-Bahn zu fahren, da wir mehrmals umsteigen müssten. Ein paar hundert Meter weiter gäbe es eine Station, an der eine Linie uns sofort nach Hause bringen könnte.  </p>
<p>Unterwegs wurde es dunkel. Vor einem Supermarkt begegneten wir einer Gruppe, bestehend aus einer dicken Frau, riesigen Ausmaßes und einer ganzen Schar Pfadfindern, alle in beiger Uniform. Ich murmelte etwas wie &#8220;Das sind aber keine einheimischen Pfadfinder!&#8221; in B.s Richtung. Keine Reaktion. Wir fragten nach dem Weg oder wurden nach dem Weg gefragt. Wahrscheinlich wollten die Pfadfinder auch einen Weg wissen, während uns erklärt wird, wir müssten nur die Straße runter gehen. Ich dachte schon wieder nur ans Rauchen, befummelte aufgeregt die kleine Tüte in meiner Hosentasche, konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen.<br />
Wien wirkte dreckig und viel zu sehr wie eine Autobahnauffahrt. Ab hier war die Straße wie in wirren Fetzen. Wir hatten uns irgendwo im Osten der Stadt verlaufen und würden nie die gesegnete Station erreichen&nbsp;…</p>
<p>(<small>Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/osucommons/4724800927/">hier</a>.</small>)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3000&amp;md5=9510e06c3d8ffba4c8b118ca1bf453fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Montréal, revisited</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2010/01/19/montreal-revisited/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 23:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
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		<description><![CDATA[photo cc by abdallahh

Ich schlage die Augen auf. Montréal. Wieso auch nicht, immerhin habe ich noch einige dieser winzigen U-Bahntickets, mehr Papierschnipsel als ernst zunehmende Fahrkarte. 
Irgendjemand hat mich in der Natur rund um die Stadt ausgesetzt. Arschloch. Auf der Karte sehe ich ganz genau, wo ich mich befinde. Und wenn ich aufschaue, ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/01/montrealrevisited.jpg" alt="" title="montrealrevisited" width="755" height="255" class="aligncenter size-full wp-image-2579" /><small><a href="http://www.flickr.com/photos/husseinabdallah/3061847461/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/husseinabdallah/">abdallahh</a></small></p>
<p>Ich schlage die Augen auf. Montréal. Wieso auch nicht, immerhin habe ich noch einige dieser winzigen U-Bahntickets, mehr Papierschnipsel als ernst zunehmende Fahrkarte.<br />
Irgendjemand hat mich in der Natur rund um die Stadt ausgesetzt. Arschloch. Auf der Karte sehe ich ganz genau, wo ich mich befinde. Und wenn ich aufschaue, ist es ein lichter Wald. Vor allem Nadelbäume. War klar, wir sind ja schließlich im hohen Norden. Muss so sein, denke ich mir und wundere mich gar nicht darüber, dass mich irgendwer, einfach irgendwo in der Gegend ausgesetzt hat. In meiner Tasche nur dieses Ticket.<br />
Jetzt könnte ich eine Landkarte brauchen. Egal was für eine, sie könnte ruhig auch erfunden sein. Alles ist besser als die Wildnis vor Montréal. Wahrscheinlich werde ich bald an eins dieser Betonungetümer, die sie Autobahn nennen, stoßen. Riesig und rostig wird sie vor mir aufragen, wie die Pfeiler einer Alptraum gewordenen Achterbahn. Über einen Fluß wird sie führen, von dem die Kanadier sagen, es sei einer der kleineren Flüße ihres Landes. Und ich hielt ihn für ein Meer. </p>
<p>Eine Gruppe von Wandern, in neonfarbene Gewänder gehüllt, geschützt vor dem sauren Regen der 1990er Jahre, der sogar Gold auflöste. Sie lachen und erklären mir, sie würden den Weg auch nicht wissen. Und sie haben nicht einmal kanadische Bonbons dabei. Wahrscheinlich sind das die Leute, die die Ureinwohner mit geschmuggelten Zigaretten belieferen, die diese dann in Wohnwägen entlang der Autobahn verkaufen. &#8220;<em>C&#8217;est tout de la contrabande!</em>&#8221; Oder so ähnlich. Ich verstehe kaum ein Wort, denn das Französisch, was diese Menschen reden, ist so merkwürdig, dass der Marseiller Dialekt wie aus dem Mund eines Mitglieds der <em>Académie française</em> klingt.<br />
Ich stolpere also weiter durch den Wald und hoffe, keinem sprechenden Fuchs zu begegnen, denn genau das wäre jetzt das, was ich nicht mehr aushalten würde.</p>
<p>Zum Glück stolpere ich aus dem Wald auf eine Straße. Ein Schulkamerad fährt mit einem VW Bus, bunt bemalt mit Flammen, vor und nimmt mich mit. Wieso gerade er, der immer nur Hohn und Spott für Hippies übrig hatte, so einen Bus fährt, wage ich nicht zu fragen. Wir sind hier auf dem nordamerikanischen Subkontinent. Unbequeme Fragen sind hier nicht so angebracht wie in Kontinentaleuropa. Er fragt mich, ob es in Montréal legal sei, Gras zu rauchen. Ich antworte wahrheitsgemäß, ich würde es nicht wissen, aber wenn wir ein wenig durch die Stadt fahren würden, ließe sich sicher ein Coffeeshop finden. Er grinst mich mit seinem breitesten Sonnenbrillengrinsen an und meint: &#8220;Klar, ist ja eine kleine Stadt, da geht das schnell!&#8221;</p>
<p>Ich sehe nach draußen. Montréal, das eher so aussieht, wie ich mir Los Angeles immer vorstelle, ist eigentlich gar nicht so klein.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Zentrum des Universums</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 18:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
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		<category><![CDATA[Kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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		<description><![CDATA[

Der Zug, in dem ich sitze, atmet leise ein und aus. Kaum hörbar sein elektrisches Stöhnen, das unnatürlicher nicht sein könnte und dennoch so vertraut ist.
Es ist kaum zu glauben, wie gut Menschen einem tun können. Noch immer euphorisiert von diesem strahlenden Sommerende, das irgendwo im krächzenden Gebälk zwischen nicht identifizierbaren Bildern in staubigen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/09/zentrumdesuniversums.jpg" alt="zentrumdesuniversums" title="zentrumdesuniversums" width="755" height="207" class="aligncenter size-full wp-image-2455" /></p>
<p>Der Zug, in dem ich sitze, atmet leise ein und aus. Kaum hörbar sein elektrisches Stöhnen, das unnatürlicher nicht sein könnte und dennoch so vertraut ist.<br />
Es ist kaum zu glauben, wie gut Menschen einem tun können. Noch immer euphorisiert von diesem strahlenden Sommerende, das irgendwo im krächzenden Gebälk zwischen nicht identifizierbaren Bildern in staubigen Rahmen stattfand. </p>
<p>Und da stehst du. In Paris, auf der <em>Défense</em>. Du erwartest gerade zu, dass Alarmsirenen ertönen und die Hochhäuser langsam im Boden versinken. Hier wird dir das Ausmaß deines Sieges erst bewusst. Unwiderruflich ist er, endgültig. Die Kräfte des Guten und Richtigen gegen Alt und Böse. Bisher die höchste Hochwassermarke. Niemand kann dir das nehmen. Hochgefühl. Die Freiheit, das Volk zum Sieg führend. Apotheose, zeitweilige. Jemand sollte deine Heldentaten als Fresko an die Decke einer großen Halle malen!<br />
Alle <a href="http://www.joeladami.net/2008/10/23/rote-zeichen/">roten Zeichen</a> sind weggewischt.</p>
<p>Und da stehst du. In dem Tesserakt, diesem Hyperkubus der vierten Dimension. Und du weißt: Dies ist das Zentrum des Universums. Da hoch oben, an der Decke der <em>Grande Arche</em> ist der wahrhaftige Aufhängepunkt für das Pendel.<br />
Die Erkenntnis ist so großartig, dass sie dir erst vier Wochen später bewusst wird. Für einen kurzen Moment atmest du Strings, die drohend glühen und dunkle, graue Äste überall hinsauen. </p>
<p><em>Es muss doch einen Weg hier raus geben. Zu viel Verwirrung hier.</em>  Der kahlköpfige, vietnamesische Weltraumnazi hinter der Theke dieser Waikikibar inmitten von Amsterdam sah uns grinsend an. Er wusste ganz genau, was los war.<br />
Auf der Straßenkarte nur ein einziger Name. Selbst für dieses grinsende Scheusal habe ich im Nachhinein noch Verständnis, gar Mitgefühl. Diese Wanderung war nötig. Sie war die Reise zum Zentrum des Universums, an dem ich eine Woche zuvor gewesen war. Zeit ist nicht stringent, nicht linear. Schon gar nicht in Schwinungsnähe vierdimensionaler Hyperkuben. </p>
<p>Eine weitere Reise. Im Auge des Sturms. Ciao Bella.<br />
Diese Stadt liebt mich. Mir wird bewusst: Es war nicht ich, der Sehnsucht hatte, wie einst nach dem Meer, nach der Sonne, nach Kalkfelsen und Rosmarin, sondern sie, die Stadt, die mich vermisste und mich zu ihr gerufen hatte. Ich sehe: das schönste Mädchen der Welt, Bier aus schenkend.<br />
Dann. Eine Umarmung. Sie. A². Ich fühle nur Verlegenheit, Freude. Ich möchte ihr erzählen von meinen Reisen, aber dazu bleibt keine Zeit. </p>
<p>Wie immer vervollständigt sich die Geschichte erst später.<br />
Wo bleibt der Herbst? </p>
<p><small><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Grande_arche_de_la_defense.jpg">Foto aus Wikicommons</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">cc</a>)</small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=2454&amp;md5=c9a6c7da5ab7a8357e77d20d20dbdbb9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Müdigkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 11:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kreativ]]></category>
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		<description><![CDATA[

Man braucht als Mensch immer beides. Klarheit, Nüchternheit als Geisteszustand des gesunden Menschenverstandes genauso wie den Rausch, das "Ecstasy" auf dessen Suche der Menschen in seiner natürlichen Form immer ist. Leider ist Alkohol als legales Rauschmittel nur unzureichend geeignet, um künstlerische/kreative Tätigkeiten zu unterstützen, hat aber den Vorteil, in feinen und geringen Dosen während ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/07/muedigkeit.jpg" alt="muedigkeit" title="muedigkeit" width="750" height="180" class="aligncenter size-full wp-image-2377" /></p>
<p>Man braucht als Mensch immer beides. Klarheit, Nüchternheit als Geisteszustand des gesunden Menschenverstandes genauso wie den Rausch, das &#8220;<em>Ecstasy</em>&#8221; auf dessen Suche der Menschen in seiner natürlichen Form immer ist. Leider ist Alkohol als legales Rauschmittel nur unzureichend geeignet, um künstlerische/kreative Tätigkeiten zu unterstützen, hat aber den Vorteil, in feinen und geringen Dosen während der Arbeit gebraucht werden zu können. Die meisten anderen Drogen sind nur als Erfahrungssammlung zu gebrauchen, das Arbeiten unter ihrem Einfluss bringt meist nur sinn-freies zustande.<br />
Vielmehr ist das reflektierte Verarbeiten wichtig. </p>
<p>Müdigkeit bzw. Schlafentzug ist, wenn richtig eingesetzt, eine ideale Droge, da man unter ihrem Einfluss wunderbar arbeiten kann, jedoch weniger Filter besitzt (was wichtig ist!) und dennoch nicht &#8220;dumm&#8221; oder blöd wird, wie es z.B. mit (zu viel) Alkohol schnell der Fall sein kann. Ich habe die anstrengenden sechs Stunden Radio mit einer Flasche Bier gemischt. Eine absolut richtige Entscheidung. </p>
<p>Wer sollte das alles verstehen? Ich hatte einen sehr weiten, ungetrübten Blick. Ich sah vom &#8220;Aldringer&#8221;, jenem schmutzigen Busbahnhof im Stadtzentrum aus fast die Synagoge, zumindest aber das Gebäude am nächsten Block klar und deutlich, was mir neu vorkam. Eine seltsame Schärfe lag in der Luft, wie oft nach Regen, wenn alles um einen herum wie frisch gewaschen erscheint.<br />
Am Bahnhof hätte ich schwören können, bis nach Esch zu sehen, die Atommeiler Kattenhofens zu sehen, ja die Stadt Marseille hätte ich erblickt, hätte die Autobrücke über die Gleise mir nicht die Sicht versperrt.</p>
<p>So gut mein Blick auch war, mein Empfinden gegenüber den Menschen war völlig gestört. Ich erkannte nicht, dass eine Frau beim Bäcker vor mir dran war und glaubte dann auch noch, die Verkäuferin hätte mir falsch ausgegeben und entschuldigte mich, als ich langsam meinen Fehler begriff, mit fadenscheinigen Ausreden. </p>
<p>Als gäbe es irgendetwas zu verstehen. Horrormeldungen aus dem Gefängnis auf den Gratiszeitungen, nass und veraltet am Boden. Ein Moment der Melancholie in der Stille der Nacht.<br />
Wer sollte sich darum kümmern? Die Welt war zu frisch für mich. Der menschenleere Zug sollte mich nach Hause bringen, in den Norden, in den kalten Norden.</p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/restlessglobetrotter/698621149/">Photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/restlessglobetrotter/">Jason Roger</a>)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Forderungskatalog</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 20:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturflatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will mich ab jetzt ein klein wenig mit den luxemburgischen Parlamentswahlen beschäftigen. Ich werde dabei sicherlich keine so tiefen Analysen wie Oppenen Bréif zu Stande bringen, aber wohl auch etwas unparteiischer sein. Vor allem möchte ich mir selbst eine Art Überblick verschaffen. Bis jetzt habe ich nämlich noch nicht den Schimmer einer Idee, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich will mich ab jetzt ein klein wenig mit den luxemburgischen Parlamentswahlen beschäftigen. Ich werde dabei sicherlich keine so tiefen Analysen wie <a href="http://oppenenbreif.wordpress.com/">Oppenen Bréif</a> zu Stande bringen, aber wohl auch etwas unparteiischer sein. Vor allem möchte ich mir selbst eine Art Überblick verschaffen. Bis jetzt habe ich nämlich noch nicht den Schimmer einer Idee, wen ich denn im Sommer wählen werde (Ich weiß eigentlich nur, wen ganz sicher nicht!), und vielleicht hilft das hier ja dabei.</em></p>
<p>Es gibt genügend Vereine, die vor den Wahlen Forderungskataloge veröffentlichen. Und weil ich ja noch nicht weiß, wen ich wählen soll, will ich dann einfach mal fordern. Vielleicht nimmt sich mir ja eine Partei an.</p>
<p><strong>Kulturflatrate</strong><br />
Die Idee ist nicht neu und relativ einfach. Jeder (Breitband)-Internetuser zahlt eine kleine Abgabe auf seiner Rechnung bzw. eine Art &#8220;Kultursteuer&#8221;, welche den Künstlern zu Gute kommt. Das gleiche Prinzip wird zum Zweck der Privatkopien auf Kopierer, Druckerpapier, CD und DVD-Rohlinge, usw. angewendet. Es sollte also auch für die Film- und Musikindustrie funktionieren. Die 128.312 Haushalte (Statec: <a href="http://www.statistiques.public.lu/fr/publications/horizontales/luxChiffresFR/luxChiffresFR.pdf">Le Luxembourg<br />
en chiffres 2008</a>), die in Luxemburg über einen Internetanschluss verfügen, könnten mit einer Abgabe von 10€/Monat ca. 15.397.440 € an Zusatzeinnahmen generieren. Natürlich müsste die Regierung auch alles dran setzen, um dieses Modell europaweit bzw. weltweit durchzusetzen, um eine größtmögliche Effizienz zu garantieren. Eine solche Kulturflatrate hätte zudem den großen Vorteil, dass man einen Großteil der Internetuser wieder entkriminalisiert und ein gewaltiger kultureller Schub zu erwarten ist.</p>
<p><strong>Legalisierung von &#8220;leichten&#8221; Drogen</strong><br />
Entkriminalisierung dürfte auch hier das Stichwort sein. Vor allem lassen sich die Gefahren von zB. Cannabis sehr viel besser eindämmen, wenn der Staat den Markt kontrolliert und reglementiert. Außerdem sollten die Möglichkeiten vom medizinischen Nutzen geprüft werden. Natürlich kann eine solche Drogenpolitik nicht anders, als Hand in Hand mit einer gesunden, objektiven Aufklärung zu gehen. Vorteile für den Staat: Die Beschaffungs- und Verkaufskriminalität geht quasi auf Null, die gesundheitlichen Risiken und Kosten durch Verunreinigungen werden minimiert und durch hohe Steuern lassen sich zusätzliche Einnahmen generieren, die heutzutage Kriminellen zu Gute kommen.</p>
<p><strong>Trennung von Kirche und Staat</strong><br />
Ich will keine Steuern für einen Verein von homophoben, leicht faschistoiden Mystikern zahlen. Und auch nicht für Juden, Protestanten, Moslems, Buddhisten, Scientologen, Satanisten oder sonstige Religionen. Ich will, dass meine eventuellen Kinder nicht Märchen, sondern Wissenschaft beigebracht bekommen und ihren Glauben selbst auswählen können, wenn ihnen danach ist.<br />
Kirchen kann der Staat wegen mir mit instand halten, wenn sie eine große kulturelle Bedeutung haben. Katholische Krankenhäuser und Schulen können sich aussuchen, ob sie ein Ausdruck der christlichen Caritas sein wollen oder verstaatlicht werden.</p>
<p><strong>Flächendeckende Versorgung mit breitbandigem, kabellosen Internet</strong><br />
&#8220;<em>Always on</em>&#8221; ist sicherlich ein großartiger Wirtschaftsmotor. Und ziemlich geil noch dazu! Internetzugang(=Informationszugang) ist Menschenrecht!</p>
<p><strong>Digitalisierung öffentlicher Dokumente, Staatsbibliotheken und Archive sowie konsequentes E-Gouvernement </strong><br />
Staatliche Daten sollen den Bürgern frei zur Verfügung stehen, am besten auch unter freien Lizenzen. Das gilt für Luftbilder und Kartenmaterial genauso wie für Inhalte der Staatsbibliotheken und -archive. Außerdem sollten so viele Behördengänge wie möglich per Internet machbar sein. Für digitale Signaturen gibt es sicherlich einen Haufen intelligenter Lösungen.</p>
<p><strong>Rückbau des Überwachungsstaates</strong><br />
Überwachungsmaßnahmen wie CCTV, Vorratsdatenspeicherung, Bespitzelungen, Abhörmaßnahmen, usw. sollen auf ein Minimum reduziert werden. Auflagen für private Überwachungsmaßnahmen sollen strenger werden.</p>
<p><strong>Effiziente Transportpolitik und Ausbau des öffentlichen Transportes</strong><br />
Wenn wir die Welt irgendwie retten wollen und auch mit 500.000 Einwohnern noch irgendwann auf der Arbeit ankommen möchten, brauchen wir den öffentlichen Transport. Und zwar schnellen und effizienten. Dazu gehört sicherlich ein Ausbau des Schienenverkehrs, eine größere Frequenz von Bus und Zuglinien und ein Nachtservice, vor allem für die Eisenbahn. So kann man zwar jedes bessere Dorf Samstags morgens um drei Uhr von Luxemburg-Stadt aus mit einem Late-Night-Bus erreichen, aber Städte, die eine Bahnanbindung haben, dieses Privileg nicht haben.<br />
Und hier muss Luxemburg auch mit seinen Nachbarn arbeiten. Wir brauchen mehr Pendlerzüge und Auffangparkplätze, billigere Tarife und bessere Anschlussmöglichkeiten. </p>
<p><strong>Noch mehr Förderung von erneuerbaren Energien</strong><br />
Luxemburg importiert einen Riesenanteil seines Stroms. Das führt dazu, dass ca. 60% des Stroms, den wir bezahlen, durch Transportverluste verloren gehen. <strong>Edit: Ich weiß nicht, wie weit dieser Satz so stimmt. Fakt ist, dass für 1 KWh, die in Luxemburg verbraucht werden, 3 KWh in Deutschland &#8220;primärenergetisch&#8221; hergestellt werden. Ich verstehe nicht genug vom Thema, um jetzt sagen zu können, ob dies alles Transport/Umspannungsverlust sind oder was der Mann, der mir das im Interview erzählt hat, mit &#8220;Verlusten im Kraftwerk&#8221; genau gemeint hat.</strong> Durch Photovoltaik- und Windkraftwerke könnten wir mehr Strom selbst produzieren und diesen auch noch dort gebrauchen, wo er produziert wird. Nebenbei würden wir auch noch die Welt/das Klima retten. </p>
<p><strong>Mehr Basisdemokratie</strong><br />
Wichtige Entscheidungen sollten per Referendum abgestimmt werden, die Beteiligung an demokratischen Prozessen muss einfacher werden und verstärkt passieren. Ausserdem sollte das bisherige Wahlsystem in Frage gestellt werden. Auch die Frage, ob wir nicht eine zweite Kammer benötigen, sollte nicht einfach ausgeklammert werden!</p>
<p><strong>Republik!</strong><br />
Wir brauchen keinen Monarchen. Höchstens als Repräsentanten. Das darf er dann auch gerne machen, er wird dann auch auf die Stunde bezahlt für das Händeschütteln mit dem japanischen Kaiser und dem Konzernchef von Suzuki. Ansonsten möchte ich eine vollwertige Demokratie ohne Staatschef mit Gottesanspruch.</p>
<p>Das sind noch sicherlich alle meine Forderungen, aber schon mal einige. Die Serie zum Wahljahr wird fortgesetzt werden, Kommentare sind wie immer erwünscht! </p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eine Wagenladung psychoaktiver Drogen</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2008/05/13/eine-wagenladung-psychoaktiver-drogen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 12:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[enjoying]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gonzo]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Quebec]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es ist spät abends, ich sitze alleine an einem Tisch. Neben mir wird noch über die Fragen diskutiert, die man morgen während der Politikshow an die Abgeordneten stellen wird.
Es hat ein wenig was von Warroomfeeling, wie im Wahlkampf. Mit dem Unterschied, dass man nicht gewinnen kann. 

Man ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[0805082319CET-6, irgendwo in einem Gasthaus irgendwo vor Québec-City]<br />
Es ist spät abends, ich sitze alleine an einem Tisch. Neben mir wird noch über die Fragen diskutiert, die man morgen während der Politikshow an die Abgeordneten stellen wird.<br />
Es hat ein wenig was von Warroomfeeling, wie im Wahlkampf. Mit dem Unterschied, dass man nicht gewinnen kann. </p>
<p>Man sollte Wein anstatt von ranzigem Eiswasser servieren, das würde die Situation sehr viel lustiger machen. Aber hier will man nichts lustiges, nichts schreckliches, sondern etwas schönes und ernstes. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber mir fehlt etwas. Realismus? Oder mehr revolutionäres Gedankengut? Etwas mehr Militantismus? </p>
<p>Habe auf der Hinfahrt über diese schrecklichen Schotterpisten und Schlaglochreihen, die sie hier Autobahnen nennen, viel über Politik und Engagment nachgedacht und diskutiert. Ich bin wie Thompson es war, ein wenig ein Politikfreak im Sinne der Observation und der Diskussion. Aber mich selbst implizieren? Ich weiß nicht. Macht korrumpiert, Parteien hängen ihr Mäntelchen nach dem Wind, usw, usw, usw.<br />
Aber ich überlege, die <em>Gonzo Times</em> Wirklichkeit werden zu lassen. Ist das realistisch? Klug? Mutig? Wer weiß?<br />
Ich bin totmüde. Brauche Schlaf, oder, noch besser, eine Wagenladung psychoaktiver Drogen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Podcast: Angscht a Schrecken eng weider Keiher an enger relativ versiffter Hippiedisko, déi wéi en Piratenscheff heescht</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 00:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal muss man die Orte, an denen man Angst und Schrecken erlebt hat, einfach nochmal aufsuchen. Meistens nur, um festzustellen, dass es diesmal noch schlimmer ist als das erste Mal...


MP3-Download Podcast: Angscht a Schrecken eng weider Keiher an enger relativ versiffter Hippiedisko, déi wéi en Piratenscheff heescht

Die Musik stammt von Revolution Void und steht ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal muss man die Orte, an denen man Angst und Schrecken erlebt hat, einfach nochmal aufsuchen. Meistens nur, um festzustellen, dass es diesmal noch schlimmer ist als das erste Mal&#8230;</p>
<p><a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken59.mp3">Download audio file (angschtaschrecken59.mp3)</a><br />
<a href="http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken59.mp3">MP3-Download Podcast: Angscht a Schrecken eng weider Keiher an enger relativ versiffter Hippiedisko, déi wéi en Piratenscheff heescht</a></p>
<p>Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">cc-Lizenz</a>.</p>
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<span id="more-1598"></span><br />
Et gin Situatiounen am Liewen, do weess en net, wat en soll maachen. Zum Beispill wann en sech entscheede muss zwëschen enger Clubnuecht mat zweiwelhaft Oflaaf an der Aussiicht ob eng waarm Kummer mat eventuell engem gudde Whisky.<br />
Wann en sech dann einfach zu dem éischten iwerzeege léisst, muss en sech ob en Owend mat Angscht a Schrecke gefaasst maachen.</p>
<p>Eigentlech sollt en als Gonzojournalist jo emmer ob Angscht a Schrecke gefaasst si. Mee heinsdo ged en eben och äiskaler erwëscht – virun allem dann, wann en mengt, et wier en ob der gewonnener Säit. Ech waar jo schon eng Keier an der relativ versiffter Hippiedisko, déi wéi en Piratenscheff heescht, (Fir puristen: cf. Episode #32) also wosst ech, wat geif ob mech zou kommen. Mee trotzdem ënnerschätzt en emmer erem, wat do ob en zou kennt.</p>
<p>Fir déi Leit, déi déi Folg, wou ech des speziell Location schon eng Keier behandelt haat, nach net héiren hunn, eng kleng Zesummefaassung: Iwerbleibsel aus den 60er Joeren, Hippien an hir geeschteg Nofolger, Drogenkonsum, LSD-gedränkt Fallschiermer an dat flott Wuert polytoxikomaneschen Tripp. A genee dohinner sollt et zeréck goen.</p>
<p>Wéi och meng lescht Rees an déi relativ versifften Hippiedisko ass et och dess Keier op enger Bushaltestell lassgaangen. An erem eng Keier net, fir de Bus ze huelen, mee fir ob den Auto ze waarden, den mech sollt sichen kommen. Den ass och zu mengem Gleck relativ séier komm. Et waar nämlech batter kal dobaussen, an wann ech et nach laang hätt misse waarden, wier ech wahrscheinlech un der Bushaltestell ungefrueren. Datt wier en séiert an kaalt Enn vun menger Diskotour gewierscht.</p>
<p>Mee den Auto ass komm, an hannert dem Stéier souz meng beschte Frëndin, déi den Nolauschter net onbekannt ass. Mir sinn da relativ gemittlech bis an den wellen an onbekannten Oste vum Land gefuer.<br />
Wann een an déi Hippiedisko well, kennt en eigentlech net wirklech dovunner ewech, duerch d’Brousse ze fueren. An esou sin mir och dess Keier duerch den onbekannten Oste gefuer an hunn dobäi Dierfer mat esou wonnerbaren Nimm wéi Eppelduerf passéiert. Vun Eppelduerf wees ech eigentlech guer näischt, ausser dat et do eng Keier am Joer eng grouss Spaghettisfriess ged. Wahrscheinlech ass Eppelduerf déi Uerschaft mat dem héichste Pastafari-Undeel am Land.</p>
<p>Dat meng zween aal Bekannter Angscht a Schrecke mat vun der Partie wieren, ass mir spéitstens du bewosst ginn, wéi mir laanscht en Scheld gefuer si, ob dem stoung, dat d’Stross weinst Bauarbechte gespaart waar. Riets vun mir ass et an en déiwe Gruew eroof gaangen, den ongeféier 5 Meter méi déif loung wéi den Deel opgerappten Buedem, ob dem mir gefuer si. En waar voller Kallek. Ech hun mir virgestallt, wéi den Auto vun der Streck voller Steng an Lächer ofkennt an mir an den Gruew an den Kallek falen. Da geif wahrscheinlech eng gigantesch wäiss Steppswollek rondrëm eis entstoen an mir geifen am wäisse Kallek begruewe gi. En séiert an steppegst Enn vun eiser Diskotour.</p>
<p>Angscht a Schrecke si méi grouss ginn, wéi meng beschte Frëndin, dat den Nolauschterer net onbekannt ass, gemengt huet, dat et wuel keng esou gudd Idee gewierscht wier, déi lei, am grousse ganze relativ onfärdeg Stross ze huelen. Den Auto ass allerdengs nach emmer gefuer. Lues zwar, mee ëmmerhin. Anerersäits hunn ech mir gewënscht, en hätt Allradundriw, dat hätt vill Saache wesentlech méi einfach gemaach.</p>
<p>Irgendwann hate mir den onfärdegen Strossenabschnett dunn awer ouni gréisser Zweschenfäll passéiert an konnten eis Rees Richtung versifften Hippiedisko fortsetzen.</p>
<p>Déi hun mir dun och relativ schnell ereescht. Als eischt. Ech haat daat nach nie. Normalerweis sin mir emmer vill méi speit an déi Hippiedisko gefuer, wou d&#8217;Stemmung esou geint 12 lues ufänkt opzekommen, geint Eng den Climax ereescht an dann fir déi meescht bis Zwou oder Drai weidergeht.<br />
Ech haat mer erwaard, daat op manst déi puer aal Hippien, déi schon an den 60er Joeren net zu denen jengsten Hippien geziehlt hun, schon geifen do setzen – oder, an daat huet mer méi wahrscheinlech geschengt, danzen. Ech hun do Leit gesin, déi nie opgehaalen hun, ze danzen. Okay, normalerweis geif en et „an Trance rondremtorkelen“ nennen, mee fir déi Leit waar et wahrscheinlech danzen.<br />
Mee nee, et waar komplett eidel an der berühmt-berüchteger Hippiedisko, déi awer esou daischter an versifft waar wéi emmer. </p>
<p>Mir hun eis also op en vun denen Descher gesaat, wou soss emmer déi Stammclienten kommen, déi offensichtlech just weinst der flotter .. ehm&#8230; Atmosphär kommen an net danzen wellen. Daat ass jo och esou eng Saach bei Diskoen. Et gin och Leit ran, déi net danzen wellen.<br />
Meng beschten Frendin, daat den Nolauschter net onbekannt ass, huet also ungefaangen, mir seng lescht Wochen ze erziehlen. Ween hat wéi ech e bessi méi perseinlech kennt, wees, daat dat laang daueren kann. Trotzdem muss ech fair an journalistesch korrekt bleiwen an därf net vergiessen ze erwähnen, daat ech während der Zait keng Spueren vun mengen zwee aalen Bekannten Angscht a Schrecken gesin hun.</p>
<p>Daat sollt sech awer mat der Arrivé vun verschiddenen Leit déi mir vague an menger beschter Frendin, daat den Nolauschter net onbekannt ass, besser bekannt waaren, änneren. Sie hun sech un eisen Dech gesaat an hun ungefaangen hier Geschichten ze zielen. Dobai ass et haaptsächlech drems gaangen, aaner Leit op irgendeng Art an Weis erof ze maachen. Net, daat ech eppes dogeint hätt: ech muss et just net andauerend heiren. Ausserdem sin ech mir ziemlech fehl op der Plaatz virkommen, well ech déi Leit, iwert déi geschwaat gin ass, all net kannt hun. Angscht a Schrecken waren also dach am Raum. Wahrscheinlech haaten sie et sech fir eng knapp Stonn um Contoir gemitterlech gemaach an waaren elo erem do. Dofir awer mat duebeler Kraaft. </p>
<p>Irgendwann hun ech missen op d&#8217;Toilett. Daat waar eng gudd Geleegenheet, ewech vun denen komeschen Leit ze kommen an e puer normal Momenter op enger roueger Plaatz ze verbrengen.</p>
<p>Op der Toilett dunn stoungen e puer komesch Leit, déi gesoot hun, et wier alles besaat. Ech sin mir direkt virkomm wéi op den Toiletten am „Breat Easton Ellis“ sengem Roman „American Psycho“. Do ged emmer mat irgendwelchen Drogen gedealt an et spillen sech déi verrecksten an eklegsten Szenen do oof. Bis elo waar mir esou eppes nach nie passéiert.<br />
Mee déi Leit, déi do stoungen an komesch Witzer gemaach hun, hun den Androck vun Drogenverreckten op mech gemaach. Net déi Zort vun gemittlechen Junkien, déi den ganzen Daag op der Gare setzen an eng Keier all puer Deeg austicken an sech geigensaiteg unjaizen. Sie hun och net gewierkt wéi e puer Kifferen, déi drop an drun waaren, sech och nach déi lescht puer Gehierzellen wechzedämpen.<br />
Nee, daat lei waaren geiferlech Drogenverreckter. Angscht a Schrecken sin méi grous gin. Waat geif elo mat mir passéiren? Geifen se mech mam Kapp an en Pissoir drecken, bis ech keng Loft méi kriit? Oder geifen se den Doftsteen am Pissoir ufänken an déi toxesch Dämp anotmen, fir dann op engem giganteschen Horrortrip Amok ze laafen an déi zwee LSD-getränkt Fallschirmer op d&#8217;Leit erofzezeien? </p>
<p>Ech wollt net erem goen. Engersaits wollt ech net, daat se weissten, daat ech weisst, daat sie gefeierlech Drogenverreckter waaren, aanersaits hun ech wirklech missen op d&#8217;Toilett. Main mettlerweil mettleren Alkoholspiggel huet net wirklech gehollef, eng Entscheedung ze treffen. </p>
<p>Zum Gleck ass een vun den Drogenvereckten aus enger Kabin gesprong komm an ass erausgelaaf. Seng Akoliten sin him hannen drun gaangen. Ech konnt mech erliichteren. </p>
<p>No enger gewesser Zait ass et dun esou lues lassgaangen mam danzen. Mee irgendwéi huet et des Keier net esou geklappt. Ech waar ziemlech midd an menger beschter Frendin, daat den Nolauschter net onbekannt ass, ass et ähnlech gaangen.<br />
Mir hun also relativ schnell erem opgehaalen an sin bis virun d&#8217;Dier gaangen.</p>
<p>An der versiffter Hippiedisko ass daat en normalt Ritual. Do stinn dann Hollänner, déi d&#8217;Elben-Sprooch aus Herr der Ringe schwätzen (oder eben letztebuergesch, waat bei denen Leit keen Ennerscheed meescht) oder irgendwelch komesch Kiffer, déi virun der Dir en Joint femmen, wéi wann et daat normalst vun der Welt wier. Daat steiert absolut keen.<br />
Anscheinend sollen och schon Leit en Kuch voller komescher Substanzen virun der Dier verdeelt hun. Daat ass awer just en Gerücht. </p>
<p>Ech hun mech gefroot, op den Rastamann och heinsdo geif an der komescher Disko optauchen. Oder ob den Toni eppes mat denen geiferlechen Drogenverreckter vun der Toilett ze din hätt. Vlaischt geif och en Skandaljournalist mat engem botaneschen Nonumm optauchen an mat sengem pyschedeleschen Fotoapparat komesch Biller vun den aalen Hippien maachen, déi schon zenter 40 Joer an der komescher Disko danzen an nach nie opgehaalen hun&#8230;</p>
<p>Angscht a Schrecken sin méi an méi grous gin. Irgendwou ass eng Persoun rondremgesprongen déi haard gejaut huet „Ech sin den Praktiker, de Praktiker! Ass daat net wonnerbar!“ </p>
<p>Angscht a Schrecken haaten mech. Ech wosst, daat dest defintiv den falschen Daag waar, fir an deser versiffter Hippiedisko aal ze gin. Virun allem, well en wahrscheinlech en polytoxikomaneschen Doud stirwen geif, well den LSD-getränkten Fallschirm op en geif faalen. </p>
<p>Daat enzegt, waat elo nach Bliwen ass, waar d&#8217;Flucht&#8230; </p>
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