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	<title>enjoying the postapocalypse</title>
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	<description>(enjoying the postapocalypse)</description>
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		<title>Interview: &#8220;Onst Gewëssen&#8221; vu Richtung 22</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 10:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme / Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein luxemburgisches Interview über einen luxemburgischen Film verlangt einen luxemburgischen Text. Fir de Crumble hunn ech de Lars vun Richtung 22 interviewt. (Spellchecker.lu schléit mir &#8220;intervieft&#8221; fir. Ech loosse vill mat mir maachen. &#8220;Mä&#8221; zum Beispill. Mä domadder hält et op. Pardon.) Mir hunn bal eng hallef Stonn iwwert de néie Film &#8220;Onst Gewëssen&#8221;, Richtung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein luxemburgisches Interview über einen luxemburgischen Film verlangt einen luxemburgischen Text.</em></p>
<p>Fir de Crumble hunn ech de Lars vun Richtung 22 interviewt. (Spellchecker.lu schléit mir &#8220;intervieft&#8221; fir. Ech loosse vill mat mir maachen. &#8220;Mä&#8221; zum Beispill. Mä domadder hält et op. Pardon.)  Mir hunn bal eng hallef Stonn iwwert de néie Film &#8220;Onst Gewëssen&#8221;, Richtung 22, Kulturpolitik zu Lëtzebuerg an Filmdistributioun geschwat.</p>
<p>Ech hunn den Interview op knapp eng Véirelstonn geschnidden, hoffentlech ouni eppes essentielles auszeloossen. D&#8217;Tounqualitéit ass éischter dauschend wéi berauschend, mä léiwer en Interview an net-immenser Qualitéit iwwer Skype wéi guer keen. </p>
<p><a href="http://media.blubrry.com/aracityradio/p/podcast.ara.lu/wp-content/uploads/2013/04/onst-gewessen-richtung22.mp3">Download audio file (onst-gewessen-richtung22.mp3)</a><br />
<a href="http://media.blubrry.com/aracityradio/p/podcast.ara.lu/wp-content/uploads/2013/04/onst-gewessen-richtung22.mp3">Download als mp3</a></p>
<p>De Film wäert ab dem 1. Mee op <a href="http://www.Richtung22.org">Richtung22.org</a> ze gesi sinn, am Interview sinn keng Spoilern.</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4153&amp;md5=4e6f60c6c375ba2b906298e77a40b558" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nachhaltige Mobilität in Luxemburg?</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2013/04/03/nachhaltige-mobilitaet-in-luxemburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 14:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Luxemburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[In der größten luxemburgische Tageszeitung, dem &#8220;Luxemburger Wort&#8221; spricht sich Claude Feyereisen heute gegen das Fahrradleihsystem &#8220;vel&#8217;oh&#8221; in Luxemburg-Stadt aus und bezeichnet es als Nischenfüller. Natürlich geht es in Leitartikeln konservativer Zeitungen, die sich mit Projekten der liberal-grün-geführten Stadt beschäftigen nie nur um die Sache selbst, sondern auch um Parteipolitik. Ich bin nicht besonders überzeugt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/04/bikedock.jpg" alt="Bike Dock in Copenhagen -  Some rights reserved by tomislavmedak" width="1024" height="577" class="aligncenter size-full wp-image-4148" /></p>
<p>In der größten luxemburgische Tageszeitung, dem &#8220;<a href="http://www.wort.lu">Luxemburger Wort</a>&#8221; spricht sich <a href="http://www.wort.lu/de/view/nischenfueller-515b9b42e4b02455dce37601">Claude Feyereisen heute</a> gegen das Fahrradleihsystem &#8220;<a href="http://www.de.veloh.lu/">vel&#8217;oh</a>&#8221; in Luxemburg-Stadt aus und bezeichnet es als Nischenfüller. Natürlich geht es in Leitartikeln konservativer Zeitungen, die sich mit Projekten der liberal-grün-geführten Stadt beschäftigen nie nur um die Sache selbst, sondern auch um Parteipolitik. Ich bin nicht besonders überzeugt von den luxemburgischen Grünen, noch bin ich ein großer Fan der liberalen DP. Ich versuche in den folgenden Zeilen nur die &#8220;Sache an sich&#8221; zu beurteilen und vielleicht ein paar Denkanstöße zur Mobilitätspolitik zu geben.<br />
<span id="more-4147"></span><br />
Leihfahrräder gehören mittlerweile zu den meisten Stadtbildern dazu und sind gerade für Tourist_innen eine gute Möglichkeit, eine Stadt zu erkunden. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_bicycle_sharing_systems">2008 gab es weltweit 213 Systeme in 14 Ländern, 2011 waren es schon 375 Systeme in 33 Ländern</a>. Natürlich ist die Topografie von Luxemburg-Stadt nicht unbedingt die fahrradfreundlichste der Welt, aber auch dafür lassen sich sicher Lösungen finden – immerhin lassen sich die Höhenunterschiede in der luxemburgischen Hauptstadt auch mit einem Aufzug überwinden. Interessant finde ich die Bemerkung von Feyereisen, dass Gewerbetreibende, insbesondere &#8220;Boutiquen und Gastronomiebetriebe&#8221; ein veringerter <abbr title="Motorisierter Individualverkehr">MIV</abbr> schaden würde. Obwohl ich reine Fußgänger_innenzonen eher kritisch sehe, zeigen sie dennoch, dass es durchaus auch Menschen gibt, die eine Stadt ohne Autos schätzen. Sogar zum Einkaufen. Natürlich parkt ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen in den vielen unterirdischen Parkhäusern der Stadt. Das liegt aber nicht zu letzt daran, dass Autofahren in Luxemburg stark gefördert wird und dies auch in Zukunft passieren wird.</p>
<p>Das &#8220;Vel&#8217;oh&#8221;-Projekt wird letzten Endes wie der Fahrradverkehr insgesamt mit einem Mobilitätskonzept für Luxemburg-Stadt (und wahrscheinlich auch für Luxemburg) leben oder sterben. Dabei darf Mobilität nicht nur als &#8220;Besitzen eines Autos&#8221; gesehen werden, im Gegenteil. </p>
<p>Mir scheint eine breite, möglichst viele Faktoren einschließende Definition von Mobilität am sinnvollsten zu sein: selbst ein theoretisches Automobil, das eine unendliche Reichweite hätte, würde ohne geeignete Infrastruktur, also eine Straße, nichts nützen, sondern als „Immobil“ in der Garage stehen. Das Miteinbeziehen von Siedlungsstrukturen, Arbeitszeiten und Kommunikationsnetzen ist ebenso wichtig für eine präzise Betrachtungsweise von Mobilität wie die Wahl des Verkehrsmittels selbst. (<em>Dieser Absatz ist ein Selbstzitat aus meiner Bachelorarbeit. Muss ich das irgendwie kennzeichnen, damit ich mich nicht selbst verklagen muss?</em>)</p>
<p>Die Stadtregierung stößt meistens an den Grenzen ihrer Gemeinde, spätestens aber an den Landesgrenzen des kleinen Großherzogtums auf die Grenzen ihrer Gestaltungsmöglichkeiten. Letztes Jahr hat die luxemburgische Regierung ihr neustes Mobilitätskonzept „<a href="http://www.dat.public.lu/actualites/2012/04/1904_MODU/index.html">MoDu</a>“ („Stratégie globale pour une mobilité durable“, also „Globalstrategie für eine nachhaltige Mobilität“) vorgestellt, die einen Modal Split von 25 Prozent &#8220;sanfter Mobilität&#8221; (Gehen und Radfahren), sowie unter dem &#8220;motorisierten Transport&#8221; 25 Prozent <abbr title="Öffentlicher Personennahverkehr">ÖPNV</abbr> und 75 Prozent <abbr title="Motorisierter Individualverkehr">MIV</abbr> im Jahre 2020 vorsieht. Vergleicht man diese Zahlen mit den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Modal_share#Cities_with_over_250.2C000_inhabitants">Daten anderer Städt</a>e, so hatte z.B. Bern schon 2001 nur mehr 25 Prozent <abbr title="Motorisierter Individualverkehr">MIV</abbr>. 11 Prozent der Wege in Bern werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Jetzt denken wir noch mal an das Topografieargument zurück und beachten auch, dass Bern sogar eine kleine Drahtseilbahn besitzt. Unter den Top 10 der &#8220;cities for the best quality of life&#8221; befindet sie sich ebenfalls. Bern ist sicherlich nicht die einzige Stadt, die ein Beispiel dafür sein könnte, dass sich ein niedriger Anteil an <abbr title="Motorisierter Individualverkehr">MIV</abbr> durchaus positiv auf eine Stadt auswirken kann.</p>
<p>Die Ziele von MoDu, besonders bei der Raumplanung, klingen nicht schlecht. Im Bereich des Modal Splits sind sie aber meiner Meinung nach viel zu niedrig gesetzt. Straßenausbau und Autoverkehr sind positiv rückgekoppelt, d.h. neue Straßen werden mehr Verkehr anziehen statt den Verkehr zu entlasten. Warum also eine &#8220;nachhaltige&#8221; Mobilitätsstrategie <a href="http://www.woxx.lu/id_article/5543">den Ausbau von Autobahnen und &#8220;boulevards périphériques&#8221;</a> beinhaltet, entzieht sich völlig meines Verständnisses.</p>
<p>In diesem großen Kontext ist auch vel&#8217;oh zu sehen. Als kleiner Baustein, der ein Schritt in die richtige Richtung darstellt. Damit die Leihfahrräder auch genutzt werden, muss jedoch an den großen Stellschrauben der Mobilität gedreht werden. Ein Anfang wären zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Stadt (die helfen übrigens auch gegen Feinstaub) oder Fahrradstraßen, wie sie <a href="http://derstandard.at/1363706770658/Erste-Fahrradstrasse-Oesterreichs-in-Wien-errichtet">seit heute</a> auch in Österreich existieren.</p>
<p>Zum Weiterlesen:<br />
<a href="http://www.amazon.de/Urbanismus-Verkehr-Helmut-Holzapfel/dp/3834819506/ref=sr_1_1?s=books&#038;ie=UTF8&#038;qid=1364995601&#038;sr=1-1">Helmut Holzapfel &#8211; Urbanismus und Verkehr</a><br />
<a href="http://copenhagenize.com">copenhagenize.com</a><br />
Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/tomislavmedak/3837490583/in/photostream/">Bike Dock in Copenhagen</a> &#8211;  <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">Some rights reserved</a> by <a href="http://www.flickr.com/photos/tomislavmedak/">tomislavmedak</a></p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4147&amp;md5=94b6f0b895792fc71bd441a1a6871f33" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verschimmelter Aufstrich</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2013/03/23/verschimmelter-aufstrich/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Mar 2013 16:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Kastor öffnete den Kühlschrank. Verschimmelter Aufstrich. Er war das Wochenende über nicht zu Hause gewesen und der Aufstrich hatte ihm das offenbar übel genommen. Seine Milch war auch verschwunden. Vielleicht hatte er aber auch nur vergessen, dass er sie leer getrunken hatte. „Das ist doch ein trauriges Leben, so zwischen verschwundener Milch und verschimmelten Aufstrich.“, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kastor öffnete den Kühlschrank. Verschimmelter Aufstrich. Er war das Wochenende über nicht zu Hause gewesen und der Aufstrich hatte ihm das offenbar übel genommen. Seine Milch war auch verschwunden. Vielleicht hatte er aber auch nur vergessen, dass er sie leer getrunken hatte.<br />
<a href="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/03/verschimmelter.jpg"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/03/verschimmelter-266x300.jpg" alt="verschimmelter" width="266" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4142" /></a><br />
„Das ist doch ein trauriges Leben, so zwischen verschwundener Milch und verschimmelten Aufstrich.“, dachte sich Kastor.<br />
„Ich sollte einen Lesekreis gründen mit einer brennenden Stehlampe und einer Mikrowelle, in der Kinder gebraten wurden. Wir könnten gemeinsam ganz viel Lasagne essen.“<br />
So etwas dachte Kastor oft, besonders in diesen grauen Wintertagen, die einfach nicht verschwinden wollten. Noch etwas Tee, noch eine Wärmflasche, noch einmal um die Häuser im Cottageviertel ziehen um dort herumstreunende Katzen zu streicheln. Bald würden die ersten Blumen den Frühling ankündigen und die große Müdigkeit würde kommen.<br />
„Im Frühling gähnen alle Menschen, weil sie hoffen, dass ein Vogel sich in ihren Mund setzt.“, hatte seine Großmutter immer gesagt. Kastor hatte das nie geglaubt. </p>
<p>Jetzt stand er in seiner Küche vor dem summenden Kühlschrank, in dem der Aufstrich schimmelte und die Milch verschwand. Schneeregen schien vom strahlend grauen Himmel in den Innenhof, der viel trister nicht hätte sein können. Warum sollte Landschaftsplanung nochmals zugangsbeschränkt werden?</p>
<p>Dies war kein Wendepunkt in seinem Leben. Dies war einer dieser Tage, die in ihrer Zufälligkeit das Grundgefühl für sein Leben nährten. Er war versucht, eine Metapher mit „Boden“ und „Humus“ zu erfinden, aber es fiel ihm keine ein. Er schaffte es nicht einmal, seinen Aufstrich schnell genug zu essen, wie sollte er da sein Lebensgefühl in poetische Worte wickeln?</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4141&amp;md5=1b0b8ca9fe08c0f8d0ead322f8c29010" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beim Schälen der Schwarzwurzel</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2013/03/11/beim-schalen-der-schwarzwurzel/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 18:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Plastikhandschuhe soll ich anziehen, wird mir per Kurznachrichtendienst mitgeteilt. Ich habe natürlich keine Plastikhandschuhe im Haus. Essen muss ich trotzdem. Also schäle ich die Schwarzwurzeln ohne Handschuhe, bewaffnet nur mit einem Sparschäler. Sie ist überhaupt nicht klebrig. In meiner Erinnerung waren Superkleber nichts gegen Schwarzwurzel und in meiner Vorstellung wurden Tarnkappenbomber aus ultraleichtem Carbon mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/03/563px-Scorzonera_Iduns_kokbok-281x300.jpg" alt="563px-Scorzonera,_Iduns_kokbok" width="281" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4136" />Plastikhandschuhe soll ich anziehen, wird mir per Kurznachrichtendienst mitgeteilt. Ich habe natürlich keine Plastikhandschuhe im Haus. Essen muss ich trotzdem. Also schäle ich die Schwarzwurzeln ohne Handschuhe, bewaffnet nur mit einem Sparschäler. </p>
<p>Sie ist überhaupt nicht klebrig. In meiner Erinnerung waren Superkleber nichts gegen Schwarzwurzel und in meiner Vorstellung wurden Tarnkappenbomber aus ultraleichtem Carbon mit Schwarzwurzeln zusammengeklebt.<br />
Nichts von alledem. Offenbar sind die Schwarzwurzeln so bio, dass sie nicht einmal mehr ordentlich kleben. Oder ich bin mittlerweile so gut beim Schälen, dass mir das alles nichts mehr anhaben kann. Kurz überlege ich, ob och meine Schäl-Skills in letzter Zeit gelevelt habe – dann fällt mir wieder ein, dass mein Leben kein Rollenspiel ist.</p>
<p>In Österreich am Küchentisch sitzen, Schwarzwurzel schälen und Musiksendungen über luxemburgische Bands hören. Vielleicht sollte ich noch &#8220;Ode an die Freude&#8221; summen, um die Europahaftigkeit dieses Lebens künstlerisch zu betonen.</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4135&amp;md5=e921bf8211c0823c465d61e9ad5ea182" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Torchwood</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2013/03/06/torchwood/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 18:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme / Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir in den letzten Wochen die BBC-Serie Torchwood noch einmal angesehen. Das Doctor Who-Franchise habe ich nach 2008 völlig aus den Augen verloren und dabei einiges verpasst. Inzwischen habe ich das alles nachgeholt, rutsche bis zum 30. März unruhig auf meinem Stuhl hin und her und versuche nicht all zu oft die Who-Titelmelodie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4a/Torchwood_old_logo.svg/200px-Torchwood_old_logo.svg.png" alt="" /></center></p>
<p>Ich habe mir in den letzten Wochen die BBC-Serie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Torchwood">Torchwood</a> noch einmal angesehen. Das Doctor Who-Franchise habe ich nach 2008 völlig aus den Augen verloren und dabei einiges verpasst. Inzwischen habe ich das alles nachgeholt, rutsche bis zum 30. März unruhig auf meinem Stuhl hin und her und versuche nicht all zu oft die Who-Titelmelodie zu summen. Die vierte Staffel Torchwood hatte ich bisher noch nicht gesehen, weshalb es sich anbot, die Serie noch einmal von vorne zu anzuschauen. Ein bisschen <em>Whoniverse</em> ist besser als gar keins. (Ab hier könnten Spoiler vorkommen.)<br />
<span id="more-4129"></span><br />
Torchwood ist eine Geheimorganisation, die sich darum kümmert, Außerirdische und paranormales Zeug von der Menschheit (bzw. vor allem vor dem Vereinigten Königreich) fernzuhalten. Es gibt (oder gab) mehrere Zweigstellen, aber die Serie zeigt nur jene im walisischen Cardiff, das praktischerweise an einem Riss in der Raumzeit liegt, durch den alle möglichen Außerirdischen und deren Artefakte gespült werden. Torchwood besteht nur aus ein paar Menschen. Das gibt der Serie die Möglichkeit, alle Charaktere und ihre Hintergründe zu beleuchten, macht sie aber auch etwas unrealistischer. Ja, es ist Sci-Fi mit fantastischen Elementen, aber dennoch wirkt das Torchwoodteam ein bisschen unterbesetzt.</p>
<p>Zentrales Thema ist (Un-)Sterblichkeit. Während der überaus attraktive (und auch von allen Geschlechtern und Wesen angezogene) Jack Harkness nicht sterben kann, verbleiben anderen Charaktere für mehr oder weniger lange Zeit untot. Die vierte Staffel &#8220;Miracle Day&#8221; beschäftigt sich sogar gänzlich mit dem Nicht-Sterben-können der gesamten Menschheit. Leider bietet Jack Harkness nicht (viel) mehr Facetten als die meisten unsterblichen Gestalten, die sich so durch die Popkultur bewegen. </p>
<p>Die Auflösungen sind leider nicht immer besonders kreativ oder beschränken sich auf eine <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DeusExMachina">Deux-ex-machina</a>-ähnliche-Erklärung. Während mich bei Fringe die relativ starren Rollenbilder störten, die bei Torchwood zumindest teilweise aufgelöst werden, so fehlt bei Torchwood zu einem guten Teil die &#8220;Mythologie&#8221;, die sicher sehr gut zu der Serie gepasst hätte. Immerhin gibt es reichlich Anspielungen an den Doctor, teilweise auch an andere Sci-Fi. Andererseits hätte ich mir bei jeder zweiten Folge das Auftauchen der TARDIS als Lösung gewünscht – der Doctor durfte jedoch aus Jugendschutzgründen nie in Torchwood auftreten. </p>
<p>Grundsätzlich mag ich Serien wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Killing_%28U.S._TV_series%29">The Killing</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Homeland_%28TV_series%29">Homeland</a>, die nur einen einzigen Plot haben, den sie über eine oder mehrere Staffeln verfolgen. Die dritte und vierte Staffel von Torchwood arbeiteten nach diesem Prinzip. Ich weiß nicht, ob ich das so gelungen fand. Die Besetzung schwindet von der zweiten zur dritten Staffel enorm und zur vierten hin noch einmal. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache. Vor allem ist es realistisch, dass bei supergeheimen Alienabwehrorganisationen mal die eine oder andere Person stirbt. Leider wird niemand ersetzt und viel des Charmes der ersten zwei Staffeln geht dadurch verloren.</p>
<p>Die vierte Staffel wurde von BBC Worldwide und den US-Sender Starz koproduziert, was sich zuerst dadurch äußert, dass offenbar peinlich genau auf eine paritätische Verteilung der Außenszenen geachtet wurde, (Und es wird wild zwischen Cardiff und den USA hin- und her geflogen, ohne dass je jemand Jetlag beklagt. Oder an CO2-Emissionen denkt. Was sind das für Weltretter_innen?) aber auch durch viele eher-nicht-so-lustige Anspielungen auf Unterschiede zwischen dem Vereinigen Königreich und den USA.</p>
<p>Ich werde Torchwood vermissen, falls es keine weitere Staffel geben wird, wonach es momentan aussieht. Das liegt aber vor allem an John Barrowman bzw. an seinem wunderbaren Charakter Captain Jack Harkness. Andere Serien werden nämlich leicht frustrierend, wenn man bedenkt, wie problemlos sich queere Charaktere einbinden lassen, ohne dass ständig ihre Sexualität oder ihr Begehren Thema der Serie sein muss.</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4129&amp;md5=631b550716c21bcb342fb18e129a3e8e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>#uniärgert</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 15:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[enjoying]]></category>

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		<description><![CDATA[(Achtung, Rant.) Mein Studium ärgert mich gerade. Ich habe mein Bachelorstudium immer noch nicht abgeschlossen. Heute beginnt mein achtes Semester. Ich weiß nicht einmal, wie lange Andere so an meinem Fach studieren, die sechs Semester Mindeststudienzeit sind es wohl bei den wenigsten. Ich will mich auch gar nicht rechtfertigen müssen, denn ich bin schon seit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>(Achtung, Rant.) Mein Studium ärgert mich gerade. Ich habe mein Bachelorstudium immer noch nicht abgeschlossen. Heute beginnt mein achtes Semester. Ich weiß nicht einmal, wie lange Andere so an meinem Fach studieren, die sechs Semester Mindeststudienzeit sind es wohl bei den wenigsten. Ich will mich auch gar nicht rechtfertigen müssen, denn ich bin schon seit einiger Zeit dabei, Fächer abzuhaken statt zu studieren. Ich mache Prüfungen. Die &#8220;spannenden&#8221; der 62 Fächer, die ich absolvieren muss, habe ich schon gemacht und ich habe das Gefühl, den Rest mindestens schon einmal gehört zu haben. Zwölf Prüfungen bleiben mir noch und ich kann mich kaum dazu motivieren, mich für sie anzumelden.</p>
<p>Ich frage mich selbst, ob es nicht besser gewesen wäre, etwas anderes zu studieren, ob ich anders hätte an die Sache herangehen sollen oder ob es nicht so schlecht aussieht, wie es sich gerade anfühlt. Die Lehre an Universitäten (in Österreich) ist kaputt, scheint es mir. Ich habe in drei verschiedenen Prüfungen exakt die gleiche Frage beantwortet. Das nennt sich dann wohl interdisziplinäres Studium. Nicht alle Kolleg_innen finden das schlecht, Wiederholung fördert manchmal den Lernprozess. Studieren sollte in meinen Augen mehr sein als sich in ein paar Tagen Powerpointfolien und ausgearbeitete Prüfungsfragen anzusehen, ein paar Kreuze zu machen und sich in die nächsten Powerpointfolien zu stürzen. (Ein gutes Lehrbuch oder Skript wäre bereits ein Genuss. Gerade lerne ich schief eingescannte Kopien eines Lehrbuches.)</p>
<p>Die studentischen Versuche, dies durch Diskussionen oder Mitarbeit in Gremien zu ändern sind – in meiner Erfahrung – meistens zum Scheitern verurteilt. Ressourcenmangel und interne Machtkämpfe verhindern jede Verbesserung des &#8220;Betreuungsverhältnisses&#8221;. Gute Lehre ist kein Kriterium für die akademische Karriereleiter, so dass de facto jeder Schritt in die Richtung abgestraft wird, denn es ist ja weniger Zeit für Forschung und Gremienarbeit vorhanden.</p>
<p>Es nervt und führt dazu, dass ich meine ungeordneten Gedanken blogge, statt zu lernen.</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4127&amp;md5=87f2450cbccfb8a73b2b3239cfdf5ea2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lasagne und Mikroalgen: Linkdump</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 13:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lasagnen, die im Vereinigten Königreich für Aufregung sorgten, weil sie kontaminiertes Pferdefleisch statt Rindfleisch enthielten, wurden in Luxemburg produziert. Ich wusste nicht einmal, dass in Luxemburg Tiefkühlfertigprodukte für halb Europa produziert werden, aber offensichtlich funktioniert das auch nicht so gut wie opake Konten, billiges Benzin und Satelliten. Das Fleisch stammt offenbar aus Rumänien, wo [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/02/lasagneundmikroalgen.jpg" title="Bioreactor - Green algae in a fermenter.  by kaibara87 /  Some rights reserved. Licensed under a Creative Commons Attribution license" alt="Bioreactor - Green algae in a fermenter.  by kaibara87 /  Some rights reserved. Licensed under a Creative Commons Attribution license" width="999" height="767" class="aligncenter size-full wp-image-4122" /></p>
<p>Die Lasagnen, die im Vereinigten Königreich für Aufregung sorgten, weil sie <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/feb/11/horsemeat-bute-very-low-risk?intcmp=239">kontaminiertes Pferdefleisch statt Rindfleisch</a> enthielten, <a href="http://www.guardian.co.uk/business/2013/feb/08/findus-lasagne-maker-comigel?CMP=twt_fd">wurden in Luxemburg produziert</a>. Ich wusste nicht einmal, dass in Luxemburg Tiefkühlfertigprodukte für halb Europa produziert werden, aber offensichtlich funktioniert das auch nicht so gut wie opake Konten, billiges Benzin und Satelliten. Das Fleisch stammt offenbar aus Rumänien, wo es an einen niederländischen Händler verkauft wurde, der es an einen zypriotischen Händler verkauft hat, von wo aus das Fleisch an die französische Firma kam, die in Luxemburg produziert. <a href="http://news.rtl.lu/news/national/394421.html">Bisher weiß noch niemand genau, wer und wann das Etikett gefälscht hat</a>. Ich musste über <a href="https://fbcdn-sphotos-d-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc7/404417_10152587015310574_866662380_n.jpg">dieses Bild</a> lachen und warte immer noch auf den &#8220;Lebensmittelskandal&#8221;, bei dem Fleisch durch etwas Pflanzliches ersetzt wurde und niemand es gemerkt hat.</p>
<p>Am <a href="http://no-racism.net/article/4397/">Sonntag sind Rechtsradikale der &#8220;Wiener Identitären&#8221; in die Votivkirche eingedrungen</a>, in denen gerade Flüchtlinge des <a href="http://refugeecampvienna.noblogs.org/">Refugee Protest Camps</a> unterkommen. Die wunderbare progress hat ein Interview mit Andreas Peham vom <a href="http://www.doew.at/">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a> <a href="http://www.progress-online.at/artikel/hintergrundgespr%C3%A4ch-wer-sind-die-identit%C3%A4ren">zu den Hintergründen der &#8220;Identitären&#8221;</a>, deren luxemburgischer Ableger im braunen FB-Seiten-Sumpf interessanterweise noch fehlt. </p>
<p>Viele Menschen aus Luxemburg denken gerade über Jean-Claude Juncker und seine 30 Jahre in der Regierung nach, so gewöhnlich ist das ja nicht. Die Frage, ob es eine &#8220;Generation Juncker&#8221; gibt, hat einige Blogger (leider keine Frau*!) zum nachdenken gebracht. Max präsentiert <a href="http://sheepthoughts.wordpress.com/2013/02/09/generatiounjuncker/">eine Zwischenbilanz</a>. Die Geschichte um den luxemburgischen Geheimdienst SREL und die parlamentarische Untersuchungskommission ist mittlerweile so weit, dass sich Menschen fragen, <a href="http://jay.lu/?p=3187">ob Jean-Claude Juncker eben jene Kommission belogen</a> hat.</p>
<p><a href="http://www.pianocktail.lu">pianocktail</a> ist wieder da, was mich sehr freut. </p>
<p>In Chicago soll die Luft von <a href="http://derstandard.at/1358304751149/Zwei-Wolkenkratzer-als-Luftreiniger">zwei Wolkenkratzern mit Hilfe von Mikroalgen gereinigt</a> werden. Das Konzept klingt interessant, aber ich frage mich, wie gut die Mikroalgen auf Feinstaub und andere Luftverunreinigungen, die eine vielbefahrene Straße (bzw. die Kraftfahrzeuge, die darauf fahren) verursacht, reagieren. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Algae_bioreactor">Algenbioreaktoren</a> klingen für mich auf jeden Fall nach einer interessanten Art und Weise der Energieproduktion, die aber sicherlich auch ihre Nachteile hat. Ich wüsste z.B. gerne, ob die Algen in der Fassade im Winter eine besondere Beheizung brauchen, ob es Krankheitserreger gibt, usw. Ein weiteres spannendes Konzept, über das vielleicht nicht so oft berichtet wird sind <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Osmotic_power">Osmosekraftwerke</a>.</p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/kaibara/3644661574/in/photostream/">photo:</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" title="Attribution License">some rights reserved</a> by <a href="http://flickr.com/photos/kaibara/">kaibara87</a></small></p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4121&amp;md5=cf11dc88943f5ebfd0bd278eb89888c4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„D&#8217;Politik, Madame, ass kee Spill …“</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2013/02/04/dpolitik-madame-ass-kee-spill/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 22:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Claude Juncker]]></category>
		<category><![CDATA[Lëtzebuerg]]></category>

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		<description><![CDATA[De Max, de Manuel an den Thierry hunn schonn eppes zu dësem Thema gesot, ech well meng Gedanken dann och lass ginn … Eng vu menge éischte Kandheetserënnerungen, déi iergendeppes mat Politik ze dinn hunn ass de Radio an der Kichen, den ausgesinn huet wéi eng Miniaturjukebox a wahrscheinlech och just den RTL empfaangen huet, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>De <a href="https://sheepthoughts.wordpress.com/">Max</a>, de <a href="http://manuelhuss.wordpress.com/2013/01/23/generatioun-juncker-stoarken-tubak/">Manuel</a> an den <a href="http://www.sadautumn.com/2013/01/15/schwaarz-loft/">Thierry</a> hunn schonn eppes zu <a href="https://sheepthoughts.wordpress.com/2013/01/06/dgeneratioun-an-de-premier/">dësem Thema</a> gesot, ech well meng Gedanken dann och lass ginn …</p>
<p><center><a title="Kremlin.ru [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AVladimir_Putin_in_Luxembourg_24_May_2007-18.jpg"><img width="256" alt="Vladimir Putin in Luxembourg 24 May 2007-18" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/Vladimir_Putin_in_Luxembourg_24_May_2007-18.jpg"/></a></center></p>
<p>Eng vu menge éischte Kandheetserënnerungen, déi iergendeppes mat Politik ze dinn hunn ass de Radio an der Kichen, den ausgesinn huet wéi eng Miniaturjukebox a wahrscheinlech och just den RTL empfaangen huet, wou ëmmer méi dacks iwwert den Saddam Hussein geschwat ginn ass. Eisen heitege Premier, Staatsminister, deen och emol Finanzminister an „Mr. Euro“ war (wéi vill Titel huet de Mënsch eigentlech?), hunn ech net wouer geholl – säi Virgänger allerdéngs och net. Wisou grad den Numm vum „Béisen“ bei mir  hänke bliwwen ass, weess ech net, mä wahrscheinlech huet et mat der Gedankewelt vun engem Dräijäregen ze dinn, wou gutt/béis Kategorië sinn, déi nach Sënn erginn.</p>
<p>Als Ettelbrécker Kand ass den Jean-Claude Juncker heiansdo als Märchefigur opgetrueden, déi Famill war mat enger aner Figur, déi eng komesch, bal scho mythologesch Aura rondrem sech hat: den deemolege Buergermeeschter, den Édouard Juncker, war mam Premier Famill – a seng Enkelen si mat mir oder menge Geschwëster an d&#8217;Spillschoul gaangen. Een ze kennen, deen een kennt, deen e kennt – méi „lëtzebuergesch“ hätt een am Fong net opwuesse kennen.</p>
<p>Fir grouss géint den Irakkrich 2003 demonstréieren ze goe war ech deemools nach e bëssen ze jonk, ech hunn allerdéngs driwwer gebloggt an si mat engem Band mam Peace-Zeechen drop op der Stir ronderëm gelaf. Ech duecht deemools, dat wier impressionant. Et ass géint Amerika a géint den Bush gaangen. Lëtzebuerg war just esou laang interessant, bis een eng Positioun zum Krich gewuer ginn ass. Wien huet déi gemaach? De Juncker selwer? Oder d&#8217;Madame Polfer, déi deemools jo Ausseministesch war? (Wat mir net esou bewosst war, als Schüler. Vill méi wichteg war d&#8217;Madame Brasseur, déi stänneg komesch Reforme gemaach huet an Bréiwer un d&#8217;Léierpersonal geschéckt huet, si sollten sech gefällegst un d&#8217;Unterrichtssprooch halen. Wat meeschtens genee eng Stonn laang funktionéiert huet.)</p>
<p>Et koumen dunn Chamberwahle vum 13. Juni 2004, bei deenen ech nach net hunn dierfe mat wiele, mä ech hat d&#8217;Gefill, mech géif dat méi interesséiere wéi zum Beispill meng Eltren. Ech erënnere mech un de Bekannten, dee mech zum Radio ARA bruecht huet, dee gefaart huet, d&#8217;DP géif nach eng Kéier an d&#8217;Regierung kommen an seng Dreem vun engem néie Lycée näischt ginn. Och hei beuertechenswert: de Juncker, d&#8217;CSV an hir Victoire gi net a Fro gestallt. Dat déi gewannen ass e Naturgesetz, politesche Spillraum bleift just beim Wiele vun engem Koalitiounspartner. E Familljemember vu mir huet um Wahlsonndeg dann och stolz erzielt, de Juncker „fir Europa“ gewielt ze hunn, well do géif hie jo vill fir eist Land maachen. Ech loossen dat mol sou stoen, mä am Endeffekt sinn ech frou, dat d&#8217;Parteien sech mëttlerweil drop gëeenegt hunn, keng Doubel Kandidat_innen fir National- an Europawahlen op d&#8217;Lëscht ze setzen.<br />
5 Sëtzer huet d&#8217;CSV deemools gewonnen. Naturgesetz? Naturgewalt. Méi Setzer hat „de séchere Wee“ di leschte Kéier deemools, mam Santer, 1984. </p>
<p>Ech ka mech erënneren, wéi den Jean-Claude Juncker am Radio voller Roserei ugekënnegt huet, d&#8217;LSAP géif elo den Educatiounsministère kréien. Well si wéisste jo alles besser, da kéinten se et elo och besser maachen. Ech souz am Auto a sinn bei ee Noexame gefouert ginn.</p>
<p>2005 hat Lëtzebuerg de <a href="http://www.eu2005.lu/fr/index.html">Virsëtz am Rot vun der EU</a>. Et gouf am Summer eng grouss Demonstratioun dogéint, déi sech awer virun allem géint eng neoliberal, kapitalistesch Ausriichtung<br />
vun der EU an wéineger géint de Juncker geriicht huet. 2005 war awer och d&#8217;Joer vum Referendum iwwert d&#8217;EU-Verfassung. Mat senger Drohung, bei engem Ausgang géint d&#8217;EU-Verfassung, zeréckzetrieden hunn ech de JCJ als Erpresser an Erënnerung. Wann een sech seng Aussoen iwwert den Konvent („<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-27390298.html">Der Konvent ist angekündigt worden als die große Demokratie-Show. Ich habe noch keine dunklere Dunkelkammer gesehen als den Konvent</a>“) an den Vertrag iwwerhaapt ukuckt, da freet een sech, firwat et da néideg war, esou eng Drohung an de Raum ze stellen. Un der Realitéit kann et, no den zwee negative Referenden an Frankräich an Holland, jo net geleeën hunn. Vläit wollt hien de Poste vum EU-Ausseminister fir sech, vläit hätt hien en deemools och kritt.</p>
<p>De Protest géint de 5611 huet mech an zwee gespléckt, well ech d&#8217;Saach an d&#8217;Diskussioun doriwwer (déi mir – an der Ackerbauschoul! – och am Klassesall gefouert hunn) wichteg fonnt hunn, mä déi massiv Demonstratioun virun allem zum Schluss als Gaudi an „een Dag Schoulfräi“ erlieft hunn. Anerersäits ze gesinn, wéi Membere vun der UNEL eng Propose fir een neit, bessert 5611-Gesetz geschriwwen hunn, dat war beandrockend. Ech hunn meng Reportage vun deemools leider net méi, mä als „Nowuesjournalist“ – wei ech mech deemools gesinn hunn –  hunn ech natierlech d&#8217;Protester géint den Biltgen an den CSV-Staat dokumentéiert. De Juncker huet mat sengem Sproch iwwert den „Hotel Mamma“ eng Roll gespillt, wann och keng esou eng grouss wéi de Biltgen, deen deemools och op myspace seng musikalesch Referenz krut. (Allerdéngs krut déi den Jean-Claude Juncker och, an zwar vum Serge Tonnar mat „E Mann, E Wuert“, wou et, esouwäit ech weess, och ëm den 5611 geet.)</p>
<p>Dunn ass d&#8217;Kris komm, an ech hu mech dobäi erwëscht, wéi ech geduecht hunn, de Juncker a Konsorten, déi wäerte scho wëssen, wat se maachen. De Juncker ass Jurist, hien huet net een eenzegen Dag an der Privatwirtschaft geschafft an wouhier hien säin Ecoswëssen huet, well ech haut am Fong guer net méi wëssen. Vläit huet hien och e Bofinger doheem (Ech hunn deemools just eng Zesummefaassung geléiert, mä grondsätzlech hätt ech een Bofinger).</p>
<p>Haut geet mir de JCJ op de Sou. Hien gëtt keng kloer Äntwerten, hie gëtt frech Äntwerten. Hien ass net Member vun der CSV, mä d&#8217;CSV sinn „déi mam Juncker“. Hien hellt sech gären aus Diskussiounen zeréck, fir da mat enger salomonescher Léisung ze kommen. Ech géif hie gären eng Kéier interviewen, mä ech géif wahrscheinlech immens versoen. Um Wahlowend 2009 ass hie mir extrem arrogant eriwwerkomm, virun allem wéi ëm dem Här Hoffmann gesot huet, et géif jo leider net duergoe fir eng Koalitioun. Wéi ech ugefaangen hunn, dësen Artikel ze schreiwen, hunn ech mech gefrot, op den Jean-Claude Juncker riicht, wéi al Leit nu mol richen, oder op hien iwwerhaapt kee Geroch huet. Een Typ, deen sech driwwer opreegt, dat d&#8217;SREL-Affaire vill Journalist_innen interesséiert. Am Fong net ze verstoen, wéi hien sech esou laang hale konnt.</p>
<p>Mä hie mécht jo vill fir eist Land. An Europa. An op der däitscher Télé. Virun allem do. De Manuel huet Recht: den Jean-Claude Juncker wier e gudde Präsident. O du do uewen, kéinte mir da sangen, wat een elo jo schon heiansdo maache well, esou eng komesch, mystesch Figur ass de Mann, ni richteg do an dach ëmmer präsent. An jo, vläit gëtt et eng Generatioun zu Lëtzebuerg, déi haaptsächlech mam Juncker am CSV-Staat opgewuess ass, deen trotz allen Krisen an Affairen net op een Enn ze goe schéngt. Wäert si d&#8217;Kraaft hunn, iergendwann eng nei Regierung ze wielen, eng ouni Juncker?</p>
 <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=4111&amp;md5=75ca64d63b39e0052e72e229f1beb30a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>losgelassener Luftballon</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 14:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Und plötzlich ist alles weg, was an Gedanken in deinem Kopf so klar war, wie ein Traum, an den du dich noch vor zwei Sekunden glasklar erinnern konntest, wegewischt, nur noch ein unklares Bild, eine Erinnerung an eine Erinnerung an eine Erinnerung. &#8220;Man&#8221; beginnt keine Sätze mit &#8220;und&#8221;, aber mir fällt sonst kein Wort ein. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und plötzlich ist alles weg, was an Gedanken in deinem Kopf so klar war, wie ein Traum, an den du dich noch vor zwei Sekunden glasklar erinnern konntest, wegewischt, nur noch ein unklares Bild, eine Erinnerung an eine Erinnerung an eine Erinnerung. &#8220;Man&#8221; beginnt keine Sätze mit &#8220;und&#8221;, aber mir fällt sonst kein Wort ein. Ist euch aufgefallen, dass der Autor in drei Sätzen drei mal die Erzählposition gewechselt hat? Wir nennen dieses literaterische Stilmittel &#8220;losgelassener Luftballon&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2013/01/LuxembourgCityrain.jpg" alt="&quot;Urban Chaos in Mystery City&quot;  Some rights reserved by Gilderic Photography" width="1024" height="683" class="aligncenter size-full wp-image-4103" /></p>
<p>In Luxemburg regnete es. Fortwährend. Es gab keinen einzigen Tag, an dem es nicht regnete. Ich mag Regen, vor allem so ständiger, alles aufweichender Regen, leiser Trommelschläge an dem Dachfenster meines Jugendzimmers. Ich mag die Vorstellung, dass es in E. ständig regnet, dass Sonnentage dort überhaupt nicht vorkommen und blauer Himmel eine Photoshopfantasie der nicht gerade sehr großen örtlichen Postkartenindustrie ist. Ein grauer, trister Ort. Aber die Menschen dort geben sich leider nicht geschlagen, decken ihre neuen Häuser nicht mehr mit Schiefer sondern mit roten Ziegeln, bauen eine Fußgänger_innenzone mit rosa Steinen und bestrahlen die nicht sehr sehenswerte Kirche mit orange Licht, so dass die Lichtverschmutzung ständig auf Großstadtniveau bleibt.</p>
<p>Als ich Luxemburg-Stadt das letzte Mal verließ, war es noch keine Großstadt. Das ist wohl etwas, was ich meinen Enkeln, sollte ich je welche haben, was ich mir dann erst einmal erklären muss, erzählen kann. Ich habe erlebt, wie aus Luxemburg-Stadt eine Großstadt wurde. Es hat sich natürlich überhaupt nichts geändert. Ein Weinachtmarkt mit Riesenrad ist dazugekommen, an einer unmöglichen Stelle. Im Nachhinein wundere ich mich, dass es nicht zu einem patriotischen Aufschrei kam, dass jetzt ein Riesenrad mit Weihnachtsmarkt neben der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gëlle_Fra">goldenen Frau</a> steht. Mir war das egal. Es regnete. Das ist banal und dennoch sehr wichtig. </p>
<p>Ich treffe mich mit Menschen zum Kaffee. Draußen regnet es. Es wird nur zu früh dunkel, sonst wäre das Wetter genauso wie es im Sommer war, dann hätte sich alles so angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen. Objektiv hat sich einiges geändert. Häuser wurden fertig gebaut, Banken umbenannt, die Zahl der Einwohner_innen hat Hunderttausend überschritten. Subjektiv fühlte sich alles an wie immer. Ferien in Disneyland.</p>
<p>Gerne würde ich jetzt behaupten, ich hätte ständig &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=i3dzy-y1xI8">Die Befindlichkeit des Landes</a>&#8221; im Kopf gehabt, aber es fällt mir erst ein, dass es ein guter Soundtrack gewesen wäre für diesen kurzen Besuch in einem merkwürdigen Land. Immerhin kam dort der Einfall, dass die CEDIES, der staatliche Dienst, der für die Betreuung der luxemburgischen Studierenden zuständig ist, eigentlich kurze Factsheets zum Großherzogtum an alle im Ausland studierenden Luxemburger_innen austeilen müsste, damit sie auf Partys auch mal über etwas anderes als die jüngst entstandene Großstadt reden könnten. Über den Regen zum Beispiel.</p>
<p><small><a href="http://www.flickr.com/photos/gilderic/6911019979/in/photostream/">photo</a>: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" title="Attribution-NonCommercial-NoDerivs License">Some rights reserved</a> by <a href="http://flickr.com/photos/gilderic/">Gilderic Photography</a></small></p>
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		<title>Bücher 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2013 18:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Herrndorfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang 2012 habe ich mir vorgenommen, 25 Bücher zu lesen. Ich habe das tatsächlich geschafft, was mich dann doh ein bisschen erstaunt hat, denn Ende Dezember sah es eher schlecht aus und ich dachte kurz daran, ein Jugendbuch oder ein Comic auszupacken, um die Reading Challenge auf goodreads dann doch noch zu schaffen. Es war [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2012/01/buecher2011.jpg" alt="buecher2011" width="755" height="504" class="aligncenter size-full wp-image-3684" /><br />
Anfang 2012 habe ich mir vorgenommen, 25 Bücher zu lesen. Ich habe das tatsächlich geschafft, was mich dann doh ein bisschen erstaunt hat, denn Ende Dezember sah es eher schlecht aus und ich dachte kurz daran, ein Jugendbuch oder ein Comic auszupacken, um die Reading Challenge auf goodreads dann doch noch zu schaffen. Es war nicht nötig, denn das letzte Buch 2012 habe ich geradezu verschlungen, um die klischeehafteste Umschreibung für &#8220;Lesen&#8221; zu benutzen, die mir einfällt. Drei Comics sind unter den Büchern, aber ich finde, dass die auch zählen. Für 2013 habe ich mir 27 Bücher vorgenommen; das Wachstumscredo unserer Gesellschaft ist vielleicht das gefährlichste Prinzip, nach dem eine Gesellschaft funktionieren kann, aber gerade was Bücher angeht will ich mir Ziele setzen und nach mehr streben.</p>
<p>Es folgt eine Auflistung und Besprechung der Bücher, die ich 2012 gelesen habe: <span id="more-3693"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.joeladami.net/2012/01/06/wolfgang-herrndorfer-tschick/">Wolfgang Herrndorfer &#8211; Tschick</a> </strong><br />
(Artikel verlinkt)</p>
<p><strong>Haruki Murakami – 1Q84 (Band 3)</strong><br />
Ein Murakamibuch mit einem Ende! Band 3 unterscheidet sich nicht großartig von Band 1 &#038; 2, die ich <a href="http://www.joeladami.net/2012/01/03/buecher-2011/" title="Bücher 2011">letztes Jahr</a> besprach. Ein bisschen bedauere ich es ja, dass für Januar 2013 keinen Murakami gibt.</p>
<p><strong><a href="http://www.joeladami.net/2012/09/04/umberto-eco-der-friedhof-in-prag/">Umberto Eco – Der Friedhof in Prag</a></strong><br />
(Artikel verlinkt)</p>
<p><strong>Cory Doctorow – Little Brother</strong><br />
Grandioser &#8220;Jugendroman&#8221; über die Gefahren totalitärer Systeme, die nach Terrorattentaten errichtet werden. Doctorow vermag es großartig, Politik, Hackerszene und Action zu einem spannenden Etwas zusammenzumischen, das sich auch noch gut liest.</p>
<p><strong>Max Frisch – Montauk</strong><br />
Max Frisch wird auch immer älter. Ich mag ihn, weil ich viel von ihm in meiner Jugend gelesen hab, aber das Buch hat wenig Spuren hinterlassen. Aber der Ton der Erzählung! Lebte der Mann noch, er könnte uns Facebook so beschreiben wie einst die Schreibmaschine in <em>Homo Faber</em>. Das wäre sicher schön, irgendwie.</p>
<p><strong>Dietmar Grieser – Alle Wege führen nach Wien. Abenteuer eines Literaturtouristen.</strong><br />
Auf Wikipedia steht das Buch unter &#8220;Autobiografie&#8221;. Vielleicht stimmt das eher als der Klappentext, denn Grieser erzählt wenig davon, wie alle Wege nach Wien führen. Er erzählt ein bisschen von seinen Lesereisen, weniger von seinen Recherchearbeiten zu seinen Literatur-Sachbüchern, dafür aber sehr viel über sich und seine Bücher. Grieser schreibt kurzweilig, kommt aber manchmal nicht auf den Punkt und spart dort aus, wo es interessant werden würde. Er zählt gerne auf, wen er wo getroffen und was er von wem weshalb geschenkt bekommen hat. Vielleicht könnte ich das besser nachzuvollziehen, hätte ich seine anderen Bücher gelesen.<br />
Warum es 1999 noch nötig war, das N-Wort zu benutzten und Sachen wie &#8220;die Studenten (eigentlich nur Studentinnen)&#8221; zu schreiben, kapiere ich überhaupt nicht. Am Ende des Buches ist kommentarlos ein Reisetagebuch angefügt, was für mich den Beigeschmack eines &#8220;Füllers&#8221; hat.<br />
Als Klolektüre, die ich für 2€ gekauft habe, reicht das Buch, ansonsten muss ist es wohl nur etwas für Grieser-Fans, falls es die gibt.</p>
<p><strong><a href="http://www.joeladami.net/2012/03/27/johann-wolfgang-von-goethe-die-leiden-des-jungen-werther/" title="Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werther">Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werther</a></strong><br />
(Artikel verlinkt)</p>
<p><strong>Simon Beckett – Die Chemie des Todes</strong><br />
Bodenseefährenlektüre, hat sich sehr schnell durchgelesen und macht Spaß. Anspruch ist nicht groß, der Schreibstil oft blumig und die kitischige Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Geht als Urlaub/Strand/Bodenseefährenlektüre aber auf jeden Fall.</p>
<p><strong>Wolfgang Herrndorf – In Plüschgewittern</strong><br />
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Zwei mal frühstückend am Balkon und dann noch an einem Morgen neben dem Kaffee. Und jedes Mal war es schwer, das Lesen für kurze Zeit aufzugeben, um mir ein Brot zu schmieren. Wolfgang Herrndorf hat eine wunderbare Sprache und sein Protagonist taumelt durch die Welt und durch Berlin, so wie ich wahrscheinlich auch durch Berlin taumeln würde, wäre ich alleine in dieser Stadt. All die Dinge, die übertrieben wirken, sind so realistisch, dass ich mir oft die Frage gestellt habe, ob sie nicht einfach alle wirklich passiert sind.<br />
Ein gutes Buch, das nur einen Fehler hat: es ist irgendwann zu Ende.</p>
<p><strong>Bryan Lee O&#8217;Malley – Scott Pilgrim&#8217;s Precious Little Life</strong><br />
Der erste Band von Scott Pilgrims Abenteuern ist genauso cool wie der Film. Nur halt ein Comic und deswegen vielleicht sogar noch ein bisschen besser.</p>
<p><strong>Donald D. Palmer – Structuralism and Poststructuralism For Beginners</strong><br />
Nachdem ich die beiden spannenden CRE-Folgen über Poststrukturalismus gehört hatte, wollte ich mehr über das Thema erfahren und hab diesen &#8220;Comic&#8221; (eher ein Sachbuch mit vielen Bildern) gekauft und gelesen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich alles verstanden habe oder je verstehen werde, bin aber ausreichend fasziniert davon, immer mal wieder zu erwähnen, dass alles Text ist.</p>
<p><strong>Wolfgan Herrndorf – Sand</strong><br />
Der Wüstenroman von Herrndorf hat sich ein bisschen gezogen. Obwohl ich ihn gerne gelesen habe, fand ich ihn weniger gelungen als die anderen Sachen, die ich von Herrndorf gelesen habe.</p>
<p><strong>Jack Kerouac – The Dharma Bums</strong><br />
Ich würde das Buch auf eine Stufe mit &#8220;On the Road&#8221; stellen. Auch hier hitchhiket Jack quer durch Amerika, allerdings stellt er sein Handeln immer mit Buddhismus in Verbindung, was ich spannend fand. Auch, dass alle diese &#8220;Bums&#8221;, die er kennenlernt, Buddhist_innen zu sein scheinen. In &#8220;On the Road&#8221; fand ich es ziemlich kompliziert, die Personnen alle auseinander zu halten. In The Dharma Bums gibt es auch ständig Partys auf die viele Menschen kommen, die alle erwähnt werden müssen, aber trotzdem bleibt es übersichtlicher. Und Kerouac hat es tatsächlich geschafft, in mir eine Sehnsucht zu wecken &#8211; zelten gehen scheint mir jetzt auf einmal keine schlechte Idee mehr zu sein.</p>
<p><strong>Jeff Lindsay – Darkly Dreaming Dexter</strong><br />
Dexter gefällt mir als Serie besser als als Buch. Das ist ein schlimmes Urteil für ein Buch, aber Lindsay wiederholt sich mir zu oft und lässt sich nicht genug Zeit, um wirklich sowas wie Spannung aufkommen zu lassen. Für Dexter-Fans aber interessant, mal die Wurzeln der Serie zu kennen. Liest sich auch schnell und halbwegs angenehm.</p>
<p><strong>Jeff Lindsay – Dearly Devoted Dexter</strong><br />
Was ein wenig nervt: das ständige Wiederholen von &#8220;Ich habe so ein gut funktionierendes Gehirn, aber gerade geht es irgendwie nicht&#8221; und &#8220;der Verkehr in Miami ist WIRKLICH schlimm&#8221;. Ich mag den Buch-Dexter und ich mag vor allem, dass die Bücher doch dichter und düsterer sind als die Serie. Vielleicht wird es bei dem dritten Buch wieder besser, aber ich hatte das Gefühl, dass in diesem Band die Qualität der Sprache gegenüber dem ersten Band abgenommen hat. Als Sommerlektüre natürlich trotzdem gut lesbar. (Und ich habe gelernt dass &#8220;Danish&#8221; http://en.wikipedia.org/wiki/Danish_%&#8230; Golatschen sind.)</p>
<p><strong><a href="http://www.joeladami.net/2012/09/15/jonathan-safran-foer-extrem-laut-und-unglaublich-nah/" title="Jonathan Safran Foer – Extrem laut und unglaublich nah">Jonathan Safran Foer – Extrem laut und unglaublich nah</a></strong><br />
(Artikel verlinkt)</p>
<p><strong>Herman Melville – Moby Dick; Oder: Der Wal</strong><br />
Vielleicht kann ich einfach darauf hinweisen, was <a href="http://anmutunddemut.de/2012/12/10/moby-dick-oder-der-wal.html">ben_ zu dem Buch geschrieben hat</a> und was ich dort kommentiert habe. Ich weiß immer noch nicht, was ich darüber denken soll. Und ach, Postmoderne, verdammt seist du, mit dem Voraussetzen und Anspielen und doch-nie-ganz-erzählen!<br />
Dafür, dass das Buch zu einem guten Drittel aus detailreichen Beschreibungen des Walfangs besteht, habe ich es verdammt gerne gelesen.</p>
<p><strong><a href="http://www.joeladami.net/2012/10/29/f-scott-fitzgerald-the-great-gatsby/">F. Scott Fitzgerald – The Great Gatsby</a></strong><br />
(Artikel verlinkt)</p>
<p><strong>Jeph Jacques – Questionable Content, Vol. 3</strong><br />
<a href="http://www.questionablecontent.net/">Lieblingswebcomic</a> in Buchform. Und plötzlich muss ich ständig aufs Klo und verbringe Stunden dort, weil das Buch da liegt.</p>
<p><strong>Bryan Lee O&#8217;Malley – Scott Pilgrim Vs. the World </strong><br />
Scott Pilgrim stellt sich als facettenreicher heraus, als er im Film war. Spannend. Und immer noch super cool.</p>
<p><strong>Stanislaw Lem – Der Unbesiegbare / Die Jagd</strong><br />
Lem ist immer noch aktuell und brachte mich zum gruslen. Ich las vor allem die Kurzgeschichten rund um den Astronauten Prix sehr gerne, die trotz all der Düsterkeit immer ein bisschen heiterer waren als seine Romane.</p>
<p><strong>Reinhard P.  Gruber – Aus dem Leben Hödlmosers: ein steirischer Roman mit Regie</strong><br />
Ja, vielleicht dann doch öfters österreichische Literatur.<br />
Das ist ein Anti-Heimatroman, der sich wunderbar liest, der Lust macht, so etwas über Luxemburg zu schreiben. Wahrscheinlich ist das noch lustiger, wenn man mehr über die Steiermark weiß.<br />
Anfangs stirnrunzelte ich ein bisschen ob des Stils, der konsequenten Kleinschreibung und der &#8220;Regieanweisungen&#8221;, aber daran gewöhnte ich mich nach 20 Seiten und genoss es nur noch. </p>
<p><strong>Stefan Zweig – Meisternovellen</strong><br />
 Einige der Novellen haben mir sehr gut gefallen, andere fand ich, so gesammelt, repetitiv. Zweig hat offenbar gerne über &#8220;Leidenschaft&#8221; geschrieben und schrieb oft Sätze, in denen das Wort &#8220;nie&#8221; vorkam. Mir wurde mit 17 mal gesagt, so würden sehr junge Menschen schreiben, reifere Autor_innen würden nicht so mit Extremen um sich werfen. Das hat sich eingeprägt, deshalb weiß ich nicht, ob ich die Bewertung nur deswegen vornehme oder mir das tatsächlich nicht so gut gefällt. Die Novellen, in denen es nicht um Liebe und Leidenschaft geht, lesen sich ein bisschen wie das, was in meinem Deutschunterrichtlesebuch so vorkam und ich immer etwas dröge fand. Immerhin gibt es hier keine Fragen zum Text. </p>
<p><strong>Ingeborg Bachmann – Malina</strong><br />
Bachmann verzaubert im ersten Teil mit ihrer Erzählstimme, um dann im zweiten Teil völlig zu verwirren. Atemlos sah ich im dritten Teil nur noch zu, was passierte. Der Roman hat mich mitgenommen. Ich bin begeistert und hätte gerne mehr.</p>
<p><strong>Vladimir Sorokin – Der Schneesturm</strong><br />
Minipferde, merkwürdigen Drogen, Riesen. In einem Russland in, laut Klappentext &#8220;einer nahen Zukunft&#8221;. Der Arzt Garin muss zu einem Dorf, das von einer merkwürdigen Zombie-Pest befallen ist. Ein Schneesturm und reichlich merkwürdige Begegnungen kommen ihm dazwischen.</p>
<p>Ich bin begeistert, wie hier &#8220;fantastische Elemente&#8221; einfach so eingestreut werden und gar nicht groß erklärt, sondern einfach so hingenommen werden. Gefiel mir sehr gut und hat sich auch schnell und flüssig gelesen. Ich würde gerne mehr von dieser merkwürdigen Zukunft erfahren, von der so gut wie nichts erklärt wird. Aber vielleicht ist gerade das das tolle an dem Buch: dass es sich nicht in ellenlangen Erklärungen für die unkundigen Leser_innen aufhält, sondern eins sich das alles selbst zusammenreimen darf oder muss. Die Übersetzung sollte hier auch lobend erwähnt werden, sie scheint mir gut zu sein, sofern Fußnoten, dass gewisse Wörter im Original bereits Deutsch waren, als ein Qualitätsmerkmal gelten dürfen</p>
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