Archive for the ‘Musik’ Category

Kiss my hairy ass, amazon!

Thursday, November 15th, 2007

Ratet mal, welche DVD mit Buch ich mir heute nachmittag im CD-Buttek beim Palais gekauft habe.
Und welche Bestellung, die angeblich irgendwann im Januar ankommen soll, ich storniert habe.

genuflecting

Wednesday, November 14th, 2007

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich das »neue« Sigur Ròs Album Heim/Hvarf einfach nur wunderbar finde und seit Tagen damit in den Ohren durch das herbstliche E. wandere, Texte dazu schreibe, damit schlafengehe und wieder damit aufwache?
Ich kann einfach nicht genung von dieser Musik kriegen. Und immer wenn ich glaube, ich könnte es nicht mehr hören, schalte ich es trotzdem ein und werde immer wieder aufs Neue überrascht.

Das “Radiohead”-Modell

Friday, October 26th, 2007

macht Schule: Trent Rezor, der normalerweise Nine Inch Nails ist, hat ein Projekt zusammen mit Saul Williams, der normalerweise Hip-Hop und Reden gegen Bush schwingt, gemacht. Das ganze nennt sich »The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust « und kommt am 1. November als Download-Album raus. Und das schöne: gratis.
Wenn man nichts bezahlt, bekommt man 192-kbps-mp3s, wenn man 5 Dollar springen lässt, kann man zwischen drei Formaten, darunter sogar das verlustlose FLAC wählen. Wow.
Das ganze gibt’s hier: The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust

Möblierte Seele

Monday, October 22nd, 2007

Afurnishedsoul - Collapse of the Ivory Towers Afurnishedsoul - roboticat afurnishedsoul - BROKEN RECORD
Ich mag ja elektronische Musik, besonders wenn man ihr das Label »Indie« irgendwie aufdrücken kann. Das ist ein Grund, wieso ich öfters ins D:qliq gehe oder mich auf Konzerten innerhalb der »Republique Libre de Clairfontaine« herumtreibe. Afurnishedsoul macht solche Musik und das erste und einzige Konzert, das ich von ihm gesehen habe, war in der Republik. Seine Musik wurde davor aber schon einmal in der Queesch vorgestellt. Ich habe mir damals Collapse of the Ivory Towers heruntergeladen, alles ganz toll gefunden, die Seite gebookmarkt und das ganze fast vergessen. Für eine Radioserie habe ich die Musik dann als Hintergrundmusik benutzt, was ja auch ein Qualitätsmerkmal ist.
Auf jeden Fall ging die Webseite von damals irgendwann nicht mehr. Und so wartete ich. Bzw. ich habe öfters mal daran gedacht, dass Jeff, so heißt Afurnishedsoul nämlich im richtigen Leben, mir gesagt hat, er würde die Musik zurück online bringen.
Und das hat er jetzt getan. Auf seiner Myspaceseite kann man ganze 5 Alben oder Sessions herunterladen, immer komplett mit Cover. (Und das als Zip-Datei, anders als bei vielen Bands, die offenbar nie ein Gesamtprojekt verkaufen wollen?) Einziger Nachteil: Unter einer speziellen Lizenz wie Creative Commons oder ArtLibre gibt es die Musik leider nicht.
Prädikat: Empfehlenswert! Luxemburgischer Indie at it’s best!

Weil!Weil!Weil!

Monday, October 8th, 2007

The hell und the fuck, yeah, die neue Single der Neubauten: Weil Weil Weil!
Von wegen brav im Alter. I can’t stand waiting for the new album!

Gitarrenheld

Thursday, September 13th, 2007

Guitar Hero III kommt für PC und Mac. Das wäre ein Grund, sich nach langen Jahren mal wieder ein Computerspiel zu kaufen.

Ankündigung

Wednesday, September 5th, 2007

»Angscht a Schrecken «wird es ab der nächsten Folge auch als Podcast mit Hintergrundmusik geben. Ich war nämlich relativ dumm und habe nie gesehen, dass sich das Album, von dem der Track »Accelerated Lifestyle« stammt, unter einer CC-Lizenz steht, die das remixen erlaubt. Das ist cool, denn Revolution Void macht sowieso tolle Musik und es gibt die auch im FLAC-Format in CD-Qualität zum Download.

The Shuffle Show

Tuesday, September 4th, 2007

Bei uns im Radio stehen von Zeit zu Zeit obskure Kisten, in denen sich viele viele CDs befinden. An diesen Kisten klebt meist ein Zettel mit den Worten »SERVEZ-VOUS!«, was soviel heißt wie »Bedienen Sie sich!«. CDs umsonst! Musik für lau! »Das ist ja fast wie im Internet!«, denke ich dann und durchwühle diese Kisten. Ich finde meist nichts, was ich irgendwann schon einmal gehört habe, dafür aber oft die eine oder andere Perle, die wohl nie berühmt werden wird. Diese CDs stammen übrigens gerüchteweise von itunes Luxemburg. Ich wähle mir die CDs, da ich keinen Anhaltspunkt habe, nach Cover aus. Da lag zum Beispiel der Soundtrack einer schrecklichen Serie, die auf SuperRTL läuft. Den habe ich nicht genommen. (Das Piratenlied war nämlich nicht drauf!)
Auf jeden Fall, ich blogge jetzt mal live, oder wie die Franzosen sagen würden, en direct, was man beim Anhören alles so erleben kann:

Wir fangen an mit dem symphatischen James Figurine, dessen Album »Mistake Mistake Mistake Mistake« uns hier vorliegt. Die CD liegt in einer grellgelben Papierhülle, die in schwarz, weiß und rosa bedruckt ist. James schreibt einen langen Brief, was ihn inspiriert hat. Mir gefiel aber nur der Satz, der ganz unten auf diesem Zettel stand: »The album is the meat (or tofu) in a tasty Club-Sandwich(…)« Ich hoffe auf Elektrofickmusik.
Na dann, guten Appetit, Mr. CDlaufwerk!
Elektro ist es, aber der gute James singt auch. Und das klingt gar nicht mal so furchtbar übel. Eigentlich klingt er wie der Sänger einer Indieband, aber die Musik ist minimalistischer Techno. Irgendwann singt James nicht mehr und man hört bloss noch eine Frauenstimme. Dann wird es auf einmal sogar noch tanzbar. Aber das Prädikat »Elektrofickmusik« gibts erst, wenn die anderen Tracks noch besser sind.
Die Idee dazu ist dem guten James übrigens gekommen, als er mit seiner Band Figurine durch Deutschland getourt ist. Der Fahrer hatte nur vier verschiedene Kassetten, und das war alles Techno. Und da ist etwas hängengeblieben bei Herr Figurine.
Track 6, der neben Nummer Eins mit dem tollen Titel »55566688833« in der Liste der »recommended listening tracks« steht, hat den etwas zugänglicheren Titel »Apologies«. Und klingt etwa wie folgt: Tanzen, Speed nehmen, Ficken, XTC nehmen, Tanzen, Ficken, Tanzen, Speed und XTC gemeinsam nehmen, fickend Tanzen, melancholische Texte singen. Ich bin gespannt auf Track Nummer Sieben, der nennt sich »One More Regret« und ist ebenfalls ein Anspieltipp.
(2349) Epischer Start. Erfüllt das Lied das auch? Jaahhh… Das klingt wieder nach Tanzen Speed Ficken XTC TANZENTANZENTANZENFICKEN. Und dann kommt wieder Gesang, und das klingt ungewohnt, aber irgendwie cool. Ja doch, Elektrofickmusik!

Die nächste CD habe ich nicht ob des Covers genommen, denn das Bild sieht verpixelt aus. Irgendwann wird die Zeit kommen, wo verpixelte Bilder mit vielen JPEG-Artefakten ihren Charme haben wird. So ungefähr in 25 Jahren. Ein wenig so wie die schrecklichen Sonnenbrillen im Moment. Die Compliation, denn sowas ist es, habe ich wegen ihres Namens genommen. Und weil es eh egal ist, kostet ja nichts, nicht mal Zeit. Die Tracklist von »dance to the Geräusche« ist gedruckt mit iTunes, was ich ja schon mal suspekt finde. Wie will man einen Deal mit iTunes, sollten die CDs tatsächlich von dort stammen, landen, wenn man es nicht einmal fertigbringt, eine Tracklist mit einem Grafikprogramm zu machen? Gerne: Dance. Steht da. Mal sehen. Obwohl ich lieber James Figurine hören würde, aber das bingt uns nicht weiter. Und die erste CD funktioniert nicht in meinem Laufwerk. Na toll -_- (2357) Die zweite geht auch nicht. Ich probier die dritte gar nicht erst.

Also die nächste Silberscheibe vom Stapel gegriffen, wieder eine Complilation, diesmal die des »Red Stripe Music Award 07«, gemacht mit barfly und Musicweek. Was auch immer das sein soll. Ich lese ja keine Musikmagzine, also weiß ich auch nicht, wie die heißen. Wieso auch? Seit ich mal die »Q« quergelesen habe, weiß ich, dass ich das nicht brauche. Auf gar keinen Fall. Die erste Band nennt sich »Camel One« und er Song »Where You Goin To Now« klingt wie tausend andere auch. Macht mich ein wenig nervös. Und wenn gitarrenbasierte Musik mich nervös macht, ist es endweder Ska oder halt einfach Musik, die mich nervös macht. Was solls, man muss ja nicht alles scheiße gut finden.
Wohingegen der nächste Track – er stammt von den City Royals, die ich genausowenig kenne wie ihr, cool klingt. »What Happens Next?« darf man sich wohl oft fragen, und ich frage mich, ob mir gerade bloss eingebildet habe, das Tetristhema zu hören. Hui, Gesangsolo! Hui, Klavier/Keyboardsolo! Aber auch nicht wirklich rund, und der Song entäuscht mich jetzt nach dem Anfang. Vielleicht beim zweiten Hören?
Rosie & The Goldbugs Track »Feeling Final« fängen mit einem Klavierintro an, wo langsam die Gitarre reinkommt, ehe der weibliche Gesang anfängt. Ein ruhiges Stück (bis jetzt auf jeden Fall!), das aber gefällt. Die Stimme erinnert in der Gesangsweise an Muse, ohne dass die Musik dieses einvernehemnde, kitschig-epische hat, was Muse hat. Schönes Stück, aber auch sicher nicht meine Lieblingsmusik.
(0019) »One More Lullaby« klingt nach einem Titel von Alice Cooper. Das Lied stammt aber von Rory McVicar und klingt absolut nicht nach Alice Cooper. Eher nach einem traurigen Gitarrenspieler in einer verrauchten, runtergekommenen Bar mit einer Schönheit am Mikrofon. ja, das würde ein schönes Schwarzweißvideo geben, aber ich vermute mal, Rory wird nie das Geld haben, solche Videos zu drehen. Ich weiß allerdings auch nicht, ob ich solche Lieder länger als 2 Minuten, die das Stück hat, ertragen könnte.
Hair heißt eine Band, die Musik macht, die ich auch schon eine Million Mal gehört habe und nicht gut finde, ausser vielleicht, wenn man mich umsonst auf ein Konzert mit netten Leuten schickt, die mir eine Menge Bier spendieren. Und so klingt die Musik auch. Mit irgendeiner merkwürdigen Orgel im Hintergrund. »Brick Supply« heißt dieses Lied, das in der Musikgeschichte so überflüssig ist wie »The Final Countdown«.
The Runners singen etwas von »I’m wasting my time«. Das Gefühl habe ich auch beim Hören ihrer Musik. Denn die klingt, und das scheint eine Krankheit dieser Compliation zu sein, wie schon hundert Mal gehört. Macht doch mal was Neues!

(0036) Weiter geht es mit High Contrast und einem Cover von »In-A-Agadda-da-Vida«. Das ganze soll wohl eine Single sein. Ich würde es eher eine billig gebrannte CD mit dreckiger Schrift, das ganze in einer billiger Plastikhülle mit einem »Hippiecover« nennen. Techno-Remix von dem altbekannten Lied, allerdings ohne dessen Tiefe und episches Ausmaß. Das Lied dauert auch bloss fünf Minuten. Mal sehen, ob die B-Seite besser ist. Die fängt an wie ein schlechter Symphonic Metal-Track, mit Frauenstimmen, die »OhhOhhOhhOhhh« singen und da ist dann viel Hall drauf. Dann eine Männerstimme und ein Beat, der eigentlich ganz annehmbar klingt. Besser jedenfalls als das Cover von vornhin. Aber eigentlich ist das auch bloss schlechter Techno. Nee, da hör ich lieber die Originalversion von »In-A-Agadda-da-Vida«.
The Shuffle Show wird fortgesetzt. Der Stapel ist noch hoch.

Behringer MS40

Friday, July 27th, 2007


Diese zwei Babies sind mein. Nicht nur, dass sie wunderschön anzusehen sind, sie klingen auch einfach nur geil. Wieso schepperende 2.1 PC-Boxen mit prolligem Subwoofer, wenn man einfach nur geile Monitorboxen haben kann? Einziges Problem könnte der Tinitus sein, den ich mir irgendwann einfangen werde, fürchte ich.

Helle Augen

Tuesday, July 17th, 2007

Die Bright Eyes zu sehen war eigentlich eine logische Entscheidung, mag ich die Band doch sehr, besonderes die ruhigen, mit akustischer Gitarre gespielten Songs. Trotzdem habe ich mir kein Ticket vorbestellt und mich erst am Donnerstag entschlossen, wirklich da hin zu gehen. Keine lange Phase der Vorfreude wegen spontaner Aktion.

Leider hieß das auch ein teureres Ticket kaufen zu müssen, das dann leider 25 statt 20 Euro kostete. Dafür gab es dann auch eine Vorband. Oder eine Vorsängerin. Die nennt sich Jaymay, hatte trotz der unglaublichen Hitze im Atelier eine Mütze auf und stand mit einer akustischen Gitarre auf der Bühne. Und sang über Beziehungen. Und das klang alles sehr schön. Ich habe sofort an New York und diverse Szenen aus “Friends” denken müssen, und ich sollte Recht behalten: Jaymay kommt tatsächlich aus New York und hat ihre Karriere an offenen Mikrofonen begonnen. Sie kann neben wunderschönen Liedern trällern auch noch erstaunlicherweise Blasinstrumente mit ihrem Mund nachmachen. Das klingt täuschend echt, sieht ein wenig merkwürdig aus und gab im Atelier Szeneapplaus.

Soweit ich sie verstanden habe, war dieses Konzert erst das zweite, das sie vor den Bright Eyes gespielt hat. Sie hat sich bedankt, verwirrt ob der vielen möglichen Schreibweisen von “Luxemburg”, wirkte ein wenig aufgeregt und hat irgendwann dann doch ihre Mütze ausgezogen.

(Bild CC by Jacobine)

So langsam begann ich zu ahnen, wie viel ich noch im Laufe dieses Abends schwitzen sollte.
Ich holte mir also schnell ein Getränk, was im Altier nie mehr als 20 Meter Weg bedeutet, denn die Location ist sehr klein, was aber immer für schicke Stimmung sorgt.
Nach längerer Wartepause, Aufbau von Instrumenten, diversen Hockern und Mikrofonen sowie der Dekoration, die aus Blumenkästen bestand, kamen die Bright Eyes dann endlich auf die Bühne. Und wieder einmal wurde mir klar, wie sehr man sich doch beim Hören einer Band verschätzen kann. Ich war der Meinung, die Bright Eyes würden hauptsächlich aus dem Sänger Conor Oberst und seiner Gitarre bestehen, was jedoch nur für die Studioproduktionen so ist, wo dann halt Gastmusiker eingeflogen werden. Zumindest Live stimmt das nicht. Ein Streichquartett, Bläser, Keyboarder, E-Gitarre, Bass und zwei(!) Schlagzeugerinnen standen auf der Bühne. Und ich könnte da auch noch etwas vergessen haben. Ja, Fagott und Querflöte gab es auch noch teilweise.
Alle ganz in weiß. Oberst erzählte nachher, normalerweise würden alle weiße “Wedding Suits” tragen, aber man habe ob der Hitze darauf verzichtet. Nur der Keyboarder trug seinen Anzug, weshalb er von Oberst gelobt wurde.
Ich habe viele Songs nicht wiedererkannt, was wohl teilweise an meinem allgemeinen Songnamengedächniss liegt, wohl aber auch daran, dass ich die neue Platte Cassadaga nicht besonders gut kenne. Auf zwei Songs hatte ich gehofft: Something Vague und First Day Of My Life. Letzterer kam ziemlich am Anfang und ich wurde wieder einmal überrascht ob der gelungenen Instrumentalisierung. Das große Live-Line Up zahlt sich wirklich aus, geben die verschiedenen Instrumente einem Lied doch viel mehr Tiefe.

Tiefe gab der ganzen Performance auch die merkwürdige Videoprojektion, die dauernd über die Musiker projiziert wurde. Also, ich dachte jedenfalls, dass es eine Videoprojektion sei. Bis Oberst seinem Freund dankte, der mit Hilfe eines Overheadprojektors (Manche kennen das vielleicht noch aus der Schule!) und diversen Folien, Super8-Filmen und Farbe sehr spezielle Muster auf und hinter die Musiker zauberte. Er kann somit sofort auf die Musik und das Gesprochene reagieren, was sehr sehr gut aussieht. Vor allem wenn er Farbe in eine wassergefüllte Schüssel (Oder sonst was, ich habe es nicht erkannt) tropfen lässt und die über dem Kopf des Sängers merkwürdige Muster bildet. Außerdem bestimmt billiger als die Lichtshow gewisser Roboterbands.

Während dem Konzert schmiss Oberst die blumige Dekoration in die Menge, bedankte sich mehrmals bei Jaymay und forderte Applaus für sie. Musikalisch rockten die Bright Eyes einfach nur. Die melancholischen Songs waren in einer Frische umgesetzt, die den Songs ihre inhaltliche Tiefe ließen, sie aber von der Einfachheit der akustischen Gitarre befreiten.

Ein gelungener Abend an dem ich, wie in Luxemburg üblich, mal wieder eine Menge alter Bekannter sah. Das Land ist so klein, dass man eigentlich kaum irgendwo hingehen kann, ohne jemanden zu treffen, den man kennt. Aber eigentlich ist das auch schön so, denn nachher fühlt man sich in seinem Musikgeschmack nicht mehr so alleine.
(Last.fm Eventpage)
Bright Eyes Ticket
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