Wenn ich groß bin, möchte ich genauso werden wie Kazuyoshi Funaki.
Category Archives: Musik
Musik, Playlisten und Reviews
translunar
Ich war mal auf einem Seminar, einem sogenannten „Train the trainer“, mit den Themen Antidiskriminierung und Werkzeuge gegen Rassismus. Ein Seminar, das in vielerlei Hinsicht ein ziemlich einschneidender Punkt in meinem Leben war und vieles ge- und verändert hat. Nicht nur, weil wir ziemlich intensiv mit der Thematik gearbeitet haben, sondern auch weil ich mich persönlich enorm weiterentwickelt habe, bzw. die Grundlagen für diese Weiterentwicklung gelegt wurden.
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Seven Nation Army

Kaum ein Lied hat mich persönlich so sehr begleitet und Lebensgefühl ausgedrückt wie Seven Nation Army der White Stripes. Da wird jetzt so manch einer die Stirn runzeln. Immerhin ist Seven Nation Army eins der Lieder, das Besoffene morgens um Vier auf der Straße grölen und das in Fußballstadien im Chor gerüplst wird. Das ist das Schlimme für mich. Seht euch mal den Text an!
And a feeling coming from my bones says ‘find a home’…
Verdammt, so ein Text gemischt mit der einprägsamen Melodie und jugendlicher Orientierungslosigkeit irgendwo zwischen Dreadlocks, Kommunismus und Neon Genesis Evangelion, das brennt sich einfach ein. Deshalb ist es eine Schande, dass so gut wie niemand auf den Text achtet, genau wie bei Queens We Will Rock You so gut wie niemand auf das Gitarrensolo achtet.
Und dann habe ich eben durch @fudgegraphics und @MissAbsent jetzt diese wunderbare Coverversion von Nostalgia77 gehört. Und das hat mir eben das Gehirn raus geblasen. Ich wusste schon, dass es groĂźartig ist, als noch gar keine Stimme zu hören war. Aber als diese dann einsetzte …
Hört selbst, nach dem Sprung. Weiterlesen
København Store: action, please!
Ab jetzt review ich mehr oder weniger regelmäßig CDs, die mir freundlicherweise von der Agentur labile aus Italien zur VerfĂĽgung gestellt werden. Es handelt sich wohl vor allem um Sachen aus dem Indie und Postrock-Bereich, wobei das ja auch immer viel heiĂźen kann. Das erste Album, das ich mir vornehme, kommt von der italienischen(!) Band København Store und nennt sich “action, please!”. MerkwĂĽrdigerweise steht im Internet, dass es schon letztes Jahr 2008 rausgekommen ist, während auf dem Zettel von labile “Street Date: november 2009″ steht. Kann sein, dass es bisher nur in Italien als CD erhältlich ist.

København Store stammt trotz ihres Namens aus Italien und besteht aus vier Leuten. Allerdings begann die Band als Duo nach einer Reise durch Skandinavien, wodurch sie auch inspiriert worden. Das erklärt auch den für eine italienische Band unüblichen Bandnamen.
“action, please!” ist meistens ein dichter Teppich aus typischen postrock-Gitarrenklängen, vermischt mit elektronischen Sounds, teilweise auch mit Gesang.
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Nine Inch Nails DVDs fĂĽr lau!

The Interwebs at it’s best: The One Is On Us verschenkt einen Konzertfilm von NIN. Diese haben natĂĽrlich *keine* 400 GB an HD-Filmmaterial ins Netz gestellt, weil sie sie aus RechtegrĂĽnden nicht selbst verwerten konnten. Nine Inch Nails haben natĂĽrlich auch *nicht* die Fans aufgefordert, Konzertfilme aus dem Material zu schneiden.
Aus irgendeinem wunderlichen Grund heraus gibt es auf The One Is On Us trotzdem DVDs fĂĽr lau und ein professionel abgemischtes Live-Album als torrent von der “Lights in the Sky”-Tour.
(via Spreeblick)
The Shuffle Show (II)
Irgendwie hat diese Serie den falschen Namen, denn der Zufall liegt ganz allein darin, welche CD ich als nächste ergreife und was ich genau darüber schreibe. Auf jeden Fall hat der Stapel ungehörter CDs auf meinem Schreibtisch mal wieder bedenklich gewackelt, als ich versucht habe, die neuste Folge A&S zu tippen. Ich habe meine Kiste rebootet, weil das CD-Laufwerk irgendwie nicht erkannt wurde. Jetzt habe ich die erste CD ins Laufwerk gelegt. Es funktioniert wieder.
Also: Musikhören und livebloggen, die zweite. Falls jemand eine CD will, die ich nicht gut finde, ich bin gerne bereit, sie zu verschenken.
Javies – She kissed me goodbye
Eine luxemburgische Band, die ich irgendwann mal wegen irgendeines Talentwettbewerbs interviewt habe. Viel ist nicht hängen geblieben, das Interview mit John McAsskill, das noch länger zurück liegt, ist mir in viel besserer Erinnerung.
Ein Zettel lag der gebrannten CD mit der Single She kissed me goodbye bei. Ich werde auf dem mit “Lieber Musikredakteur” angeredet und mir wird erklärt, das Lied sei poppiger und melodiöser, enthielte dennoch den Javies-typischen “tighten” Sound. Ausserdem sei das Lied “den Leuten zufolge” ein richtiger Ohrwurm.
Ich finde: weichgespĂĽlter Gitarrenpop fĂĽr Teenies, von einer Band, die hofft, auf Sendern gespielt zu werden, die “Hits” spielen. Drei Minuten und 19 Sekunden verschwendeter Lebenszeit.
Die nächste CD ist von den Allella Boyz. Mir schwarnt Schreckliches!
Jeder Titel auf dieser CD hat das Wort Allella in seinem Titel. Allella Time fängt Tryo-esque an, nervt dann mit französischem Gebrabbel und schrecklichem Wiederholen des Wortes Allella.
Speed Allella klingt böser und jemand rappt auf französisch. Im Hintergrund eine Melodie, die aus einem Handy von Möchtegern-Gangtas kommen könnte. SKIP
Split Allella dann klingt sehr viel entspanner. Hier wird gesungen, aber leider auch im Background. Auch hier flĂĽstert wieder jemand Allella Allella Allella. SKIP
Stay Allella beginnt mit Weckerklingeln und dann wieder Rap. Leider haben die selbstbetitelten “The Wooorld famous” keine Texte in ihr Booklet geschrieben, so dass ich nur Luxembourg, reveille toi verstehe, ehe es auf italienisch/portugiesisch? weitergeht. Definitiv nicht mein Ding. EJECT
Urteil: Tryo fĂĽr Arme.
Weiter geht es mit Eric Rosenfeld und seinem Album “529″.
Hui, nur Gitarre und Gesang. A thousand miles to your heart hat zwar einen schmalzigen Text, ist aber bei weitem das beste, was ich bis jetzt gehört habe. Dann setzt irgendwann E-Gitarre und Schlagzeug ein. Und der Song wird schlecht. Oder halt noch schmalziger. Schade, ich hatte mich schon gefreut. Der etwas “krumme” Gesang macht vieles wieder wett, aber wie kann man etwas, das nach Singer/Songwriter-Melancholie klingt, so durch E-Gitarre zerstören? Ohne jetzt mal vom Text zu reden.
Pretty pretty heißt der nächste Track. Klingt auch erstmal sehr Indie, wenn es auch schneller und weniger melancholisch von statten geht. Die Stimme läßt mich an die Mountain Goats denken.
Das Lied wird poppiger, langezogene Wörter, fröhliche Stimme, SKIP.
Bus stop klingt nach Suburbs und Rummel. Ein wenig Hintergrundgesang ist hier zu hören, vor allem ein schreckliches “ooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhh”. Und, ist das eine Flöte? Nein, ein nur ein merkwĂĽrdiger Synthie. (Oder so.) Dabei hatte alles so gut angefangen. SKIP.
Soundtrackklänge auch hier wieder. Will Rosenfeld uns das Leben in den luxemburgischen Vororten näher bringen? Not the one ist etwas besser als ein Vorgänger, obwohl auch hier schon wieder jemand im Hintergrund mit Rosenfeld singt. Wieso nur? Gebt dem Mann eine Gitarre und ein Mikro und ich bin zufrieden! Jetzt klingt der Gesang nach Green Day – und das ist keine gute Erinnerung!
Over and out klingt nach Weihnachtsmusik. Und die Stimme klingt nach schlechtem Pop. Will ich mir das noch länger antun? Muss ich mir das noch länger antun? EJECT!
Urteil: Wer William S. Burroughs auf seinem Backcover zitiert, der sollte auch gute Musik machen. Und das hier ist leider keine gute Musik. Mit Ausnahme der ersten Minute des erstes Liedes (oder so). Als Singer/Songwriter wäre Rosenfeld sicher nicht schlecht, als Popmusiker kann man ihn vergessen.
Ich hab keine Lust mehr. Zu viel schlechtes auf einen Haufen. Ich stell den CD-Stapel halt irgendwo hin, wo er mich nicht stört.
De Pianocktail Mixtape Bengel pt. 3
Ech hu mer no der kuerzer Diskussioun iwwer Mixtapes hei geduecht ob een net sollt probéiren dat alt Mixtape-Kettenbréif-System Web 2.0-fäheg ze man. An voilà , hei starten ech dat ganzt. De Prinzip ass einfach: Hei drënner hudd dir en Intro mat engem éischten Lidd. Ech delegéiren un en aanere Blogger weider, do en Lidd drunzehänken. Dien veröffentlecht en Post am Stil vum Text hei drénner, an délegéiert un en aanere Blogger, soulaang bis mer 10 Lidder hun. Dann kritt all Partizipant d’Kassett mat engem flotten Inlay geschenkt. Zousätzlech verlousen mer 5 Mixtapes un all d’Lieser, déi hei nach niiie e Kommentar oofgin hun. Super, ne? Alles wat se dofir mussen man, ass um Post wou dat Finalt Tape viirgestallt gëtt kommentéiren. Toll toll toll!
D’Säit wou den Hues leeft ass hei. Do fannt dir all wichteg Infoen, wou mer dru sin, ob wat dir musst obpassen wann dir gewielt sidd dat ganzt weiderzeféiren etc.
schreiwt den Thorben. An de Chris huet mech nominéiert gehaat fir den dretten Deel vum Bengel, den och elo bei mir ukommen ass.
Ech hunn mir e bessen Zait geloss, fir een Lidd ze fannen, daat och richteg passt. Normalerweis hunn ech domadder eischter weineg Schwieregkeeten, stellen heinsdo ganz Playlisten fir Sendungen an e puer Minuten zesummen. An dann stellt sech d’Fro, ob ech dann leiwer den Gonzojournalist, den Melancholiker, den Rocker oder den Elektrogefreckelsfan eraushänken well lossen.
Souvill sierf verroden: Ech hunn mech fir den Melancholiker entscheed, mee den Rocker net entäuscht.

Lidd Nummer Eent…
…kennt vum Thorben
…heescht Je t’emmène au vent vu Louise Attaque
…bedeit him laang Owenter bis moies em véier am Flying mat sou villen Leit an esou villen gudden Momenter.
…an passt heibai
Lidd Nummer Zwee…
…kennt vum Chris
…heescht Skinny Love vum Bon Iver
…bedeit him e wonnerbaren Album, deen en am Dezember 2008 entdeckt huet a bis well rop a rof läuschtert.
…an passt heibai
Lidd Nummer Dräi…
…kennt vum Joël
…heescht There Are Some Remedies Worse Than The Disease vun This Will Destroy You
…bedeit him een Lidd, waat wĂ©i gemaach ass fir dobai ze schreiwen, am Reen mam Auto ze fueren an dobai ze fĂ«mmen, fir d’Gedanken op d’Rees iwert groniweleg Länner ze maachen, iwert denen en Zeppelin schwiewt.
…an passt heibai
…an geet weider un de Grommel, well ech nĂ«t vill iwert dem sain MuseksgoĂ»t wees – an mĂ©i wessen wĂ«ll. Charel. Waat lauschtren Leit, dĂ©i sech mat mTOR beschäftegen, fir Musek?
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Podcast: Angscht a Schrecken op engem Release vun Quentin Lagonza
Manche Konzerte sind einfach Pflicht. Und so war diese Albumreleaseparty der befreundeten Band Quentin Lagonza fĂĽr mich auch Pflicht. So bin ich sogar in den regnerischen SĂĽden Luxemburgs gefahren und bin dort natĂĽrlich auf sehr viel Angst und Schrecken getroffen…
Das Album könnt ihr bei der Band selbst, bei amazon und bald sicher auch bei iTunes kaufen. Was ich ganz subjektiv empfehle.
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MP3-Download Angscht a Schrecken op engem Release vun Quentin Lagonza
Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.
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Yegussa (Liveblogging)

Ich habe am Freitag eine, die CD von Yegussa geschenkt bekommen. Also, die CD war ĂĽbrig geblieben und deshalb durfte ich sie mitnehmen. Ich nehme das als Anlass, mal wieder livezubloggen. Dh. ich werde die knappe halbe Stunde, die die CD dauert, meine äusserst subjektiven EindrĂĽcke in die Tastatur hämmern. Yegussa ist ĂĽbrigens eine luxemburgische Band, deren drei Mitglieder Carlo, Yannick und Pit heiĂźen. Und los geht’s:
elVis iS a clicHE (0’24)
Das Intro ist vom King geklaut, so steht es zumindest auf dem kleinen Beipackzettel, den Yegussa als einzigste Information zu dem wunderschön gestalteten Cover gegeben haben. Und genauso wie der Titel fühlt sich das Lied dann auch an: Wie ein ein Elivs-Klichélied, das sofort in
CheAp BoXxX (3’30)
ĂĽbergeht. Das fängt kraftvoll an, um dann nach einigen Sekunden in einer Art postrockigem Intermezzo zu verebben. Die ersten eigenen Töne der nur instrumental spielenden Band gefallen. Die ausuferenden, langsamen Teile werden immer wieder von einem kurzen Krachschwall unterbrochen, um schlussendlich in ein rockigeres, schnelleres Part ĂĽberzugehen. Bemerkenswert auch der Bass-Teil gegen Ende. Der SchluĂź des Songs ist mitreiĂźend, chaotisch, brachial – und genau das gefällt mir!
mONolOguE (5’32)
Der dritte Titel, einer der längeren, beginnt genauso kraftvoll wie sein Vorgänger aufgehört hat. Auch hier haben wir keinen Moment Ruhe, es geht schnell nach vorne, wobei kein Instrument ins Hintertreffen gerät. Ich stelle die Boxen lauter, was sicherlich kein Zeichen fĂĽr schlechte Musik ist! Ein wunderbar stimmungsvolles Drumsolo in der Mitte des Tracks, von der “singenden” Gitarre begleitet, wird mit der Zeit langsamer, ebbt ab, es ist nur noch Gitarre zu hören, der Bass schaltet sich zu, baut wieder Spannung auf – kommt da ein Höhepunkt? Die Drums sind auch wieder da, die Stimmung schauckelt sich wieder hoch, um dann in ein gegenseitiges Kräftemessen ĂĽberzugehen. Ich hätte jetzt ein groĂźes Finale erwartet, aber vielleicht ist genau das ja eine Qualität von Yegussa.
PUbLIc ENEmy (5’17)
Dieser Song beginnt mit einem coolen Bass, der sogleich von der stĂĽrmischen Gitarre unterbuttert wird. Beide Instrumente bauen zusammen Spannung auf. Ich kriege Lust zum Headbangen. Der Krachfaktor ist hoch, aber genau das gefällt, vor allem, da es sofort wieder in einen ruhigeren, aber dennoch energiereichen Teil weitergeht. Yegussas Musik flieĂźt, ist ständig in Bewegung, keine Minute gleicht der anderen. Und schon beginne ich meinen Kopf zu bewegen, kann kaum still sitzen, als es wieder ruhiger wird – nur, um gleich danach wieder Spannung aufzubauen, die dann gegen Minute 4 beinahe explodiert. Elektrisierend geht es weiter. Der Song versandet, ehe ein einzelner Schlag auf die Drums ihn beendet.
WE dOn’T nEEd BoDYbuilDing (5’25)
Auch hier geht es kraftvoll zur Sache, allerdings beruhigt sich der Song nicht so oft wie sein Vorgänger. Das erfordert natĂĽrlich mehr Durchhaltevermögen beim Zuhören. Allerdings ist die Musik von Yegussa, die man wohl irgendwie in die Schublade “Postrock/Instrumentalrock” stecken kann, nicht wirklich die, die man sich als einzelne Songs anhören sollte. Vielmehr ist das Gesamtkunstwerk gefragt. Krachpassagen werden durchbrochen von ruhigeren, die wieder Spannung erzeugen. Die Aufnahme klingt nicht perfekt, aber die ist auch live im Proberaum von Yegussa aufgenommen und deshalb ist der Sound wohl auch so, wie die Band ihn haben will. Wäre ich Musikexperte, könnte ich auch sagen, ob man irgendwelche Fehler hört, aber ist das wirklich wichtig? Der ungestĂĽrme, brachiale Eindruck, der Yegussas Musik hier macht verträgt auch Spielfehler. Ich auf jeden Fall kann Spielfehler und semiprofessionelle Aufnahmebedingungen (von denen ich im Proberaum hier frecherweise mal ausgehe) verkraften, wenn die Instrumente so präsent und so ungestĂĽrm klingen wie auf diesem Album.
…aND ThEN notHinG happENED (0’36)
36 Sekunden kurz ist dieser Track, der leise beginnt und quasi mit jedem Drumschlag lauter wird, anschwillt, nur um wieder abzuschwillen. Hier hätte ich mir mehr erwartet, aber der Titel verrät ja schon, dass nichts passiert.
OUr ShIP wiLL SiNk (8’18)
Der längste Track vom DebĂĽtalbum Yegussas ist auch der letzte. Er beginnt ruhig. Und nach knapp zwei Minuten fĂĽhlt es sich fĂĽr einen Moment so an, als wĂĽrde er aufhören. Aber weit gefehlt, es geht weiter mit einem sehr rockigen Part, der eher ungewohnt und nicht so sehr nach Yegussa klingt. Dieser Eindruck wird aber schnell wieder wettgemacht, nur um danach wieder in noch experimentelle Klangerzeugungen ĂĽberzugehen. Ich weiĂź nicht, was genau die Jungs mit der Gitarre angestellt haben, aber die fiept ziemlich, während Schlagzeug und Bass unbeirrt auf “Yegussa” machen.
Dann folgt ein ruhiger, melodischer Part, der wiederum Spannung aufbaut. Ich hoffe diesmal auf die groĂźe Explosion. Und, kommt sie? Die Gitarre und die Drums bereiten darauf vor, und ja, es explodiert schon ein wenig. Und weiter. Kein groĂźes KA-BOOM, aber immerhin. Jetzt (6’27) flacht es wieder ab, vereebt. Dann setzt der Bass ein, spannungsgeladen auch die Gitarre. Hoffentlich kommt da jetzt noch die lang erwartete Explosion! Mhmm, dann verpufft die Energie einfach so, schade.
Ingesamt ist die Scheibe von Yegussa wohl etwas für Liebhaber des Krach-Instrumental-Rock-Genres. Auch wenn die endgültige Explosion leider fehlte, so macht Yegussa gepflegte Chaosmucke, die sich hören lassen kann. Hört euch einfach die Songs auf Myspace an, ehe ihr irgendwie versucht, an die CD zu kommen, um eventuelle Überraschungen zu vermeiden.
Mit einem Summen in unseren Ohren spielen wir endlos weiter

So lautet der ĂĽbersetzte Titel des neuen Albums »Með Suð I Eyrum Við Spilum Endalaust « (Ich freue mich darauf, DAS im Radio auszusprechen!) von Sigur RĂłs, das Ende Juni erscheinen wird. Ab morgen wird es schon einen Vorgeschmack daraus Heute schon gibt es fĂĽr lau auf der Homepage der Isländer einen Vorgeschmack darauf, geben, nämlich den Song »Gobbledigook « und das dazu passende Video. Und ab 9. Juni gibt es das ganze Album als Stream. Find ich klasse und ich bin ja mal sehr gespannt. Das Cover finde ich hĂĽbsch, aber sehr hell fĂĽr Sigur Ròs. Und: Woo-hoo!
(via nicorola. Danke an Georges fĂĽr den Hinweis, dass es den Titel jetzt schon gibt.)