Archive for the ‘Reisen’ Category

Kopenhagen 6

Thursday, October 18th, 2007

Die OST-Sessions für heute sind vorrüber. Die Dinge werden langsam konkret, es geht mehr und mehr ans “eingemachte” und ich freue mich wirklich auf morgen, wo wir wohl richtig heftig an dem Konzept des YOURCE-Netzwerkes und der dazugehörigen Webseite werkeln werden.
Und wieder einmal: Müdigkeit, totale Unfähigkeit, die Konferenz, Dänemark, die Leute hier und Kopenhagen für einen Moment zu verdrängen und mich auf andere Dinge zu konzentieren. Und dennoch sind diese Dinge in meinem Untergrund drin und brodeln irgendwo. Aber ich geniesse die Zeit, die Nähe zum Meer und Atmosphäre hier. Meine Sorgen werden noch früh genung zurück kommen.

Heute Abend geht es erst einmal nach Roskilde zu diesem Konzert. Da bin ich ja mal sehr gespannt.

Zwischenzeitliche Erkentniss

Thursday, October 18th, 2007

We are nowhere and it’s now…
Veränderungen sind merkwürdig, und sie passieren, ohne dass wir wirklich eingreifen können. Mit uns selbst und mit anderen.
Ich habe mir an meinem 20. Geburstag den Nagel meines linken Zeigefingers ausgerissen. Also, nicht ganz, aber ein grosses Stück, und es schmerzt noch immer. Auch Narbenbildung ist eine Form von Veränderung.

Ich habe noch nicht wirklich viel Zeit gehabt, über meinen Geburstag und das Älterwerden an sich nachzudenken. Bisher habe ich bloss darüber nachgedacht, dass ich nicht darüber nachgedacht habe, aber irgendwo tief in mir weiss ich, dass da einige Fragen und Gedanken sind, die unter der Oberfläche brodeln. Aber jetzt ist nicht die Zeit, um darüber nachzudenken. Ich bin umgeben von Menschen, ich bin voll von Tatendrang, ich bin beinahe ohne Libido, ich bin in Kopenhagen. Und vor dem Einschlafen lese ich ein paar Seiten in Naked Lunch, was mir so viele merkwürdige Träume verschafft, dass ich überhaupt nicht mehr träume.
Wir sind mit dem Zug über das Meer gefahren, und es war nicht einmal aufregend.
(Wir haben übrigens strahlend blauen Himmel hier in Kopenhagen. Wer hätte das gedacht?)

Kopenhagen (5) by night

Thursday, October 18th, 2007

Gestern die grosse Touristentour. Ich mache jetzt einfach mal so, als ob die verwischten Fotos alle so gewollt wären. Kopenhagen ist wirklich SEHR schön. :-)
weisser Ring
Kopenhagen
Kopenhagen by night
Im Anschluss dann in eine Bar, die schon relativ schlimm ausgesehen hat (wobei ich allerdings auch schon schlimmeres gesehen habe)
Bar
Studentenbar? Ich hätte eher Punk gesagt, aber naja…
Mehr Bilder?
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Kopenhagen 4

Wednesday, October 17th, 2007

YOURCE Conference
Die erste Open Space-Phase ist jetzt vorrüber, und ich habe an drei verschiedenen Workshops teilgenommen, einmal über Blogs, einmal über die Motivation von engagierten Jugendlichen und einmal über Creative Commons.
Ich habe das Gefühl, dass ich relativ viel Input gegeben habe und nicht unbedingt sehr viel neues gelernt habe, was aber OK ist, da der Gedankenaustausch sehr interessant ist. Ich denke die entstehende YOURCE-Plattform ist vielversprechend, und wird wohl viele Organisationen und Leute zusammenbringen können.
Der Tag war anstrengend und ich denke morgen wird es genauso anstrengend weitergehen. Mal sehen, was alles so herauskommt. Und heute Abend werden wir uns wohl Kopenhagen noch ein wenig ansehen, wenn das Wetter es zulässt. Oder ich setze mich einfach noch einmal in das lustige Hippiecafé, was anscheinend eins der einzigen ist, das ein offenes und freies WLAN bietet.
Wer mehr über das ganze wissen will und den Prozess quasi “live” vefolgen will, dem ist das YOURCE-Blog ans Herz zu legen.

Kopenhagen 3

Wednesday, October 17th, 2007

Die Konferenz ist jetzt “offiziell” eröffnet, und dennoch war heute morgen wieder mehr Vorbereitung als “richtiges” Arbeiten. In kleinen Gruppen wurden die Begriffe Web2.0 (mit dem wunderbaren Video The Machine is Us/ins us), Netzwerk und Open Source geklärt und irgendwie “definiert”. Dann gab es noch einen Speech über YOURCE von einem Oberheini von ISCA. Und ab 15 nach 1 wird es dann so richtig losgehen, zuerst mit einer Erklärung des OpenSpace-Modells und dann mit einzeln, vermutlich “kleineren” Workshops. Ich denke, ich werde versuchen, eine Diskusion übers Bloggen zu initieren, falls es nichts gibt, was mich sofort überwältigt.
Ich bin gespannt. In meinem zweiten Post über Kopenhagen gibt es jetzt auch mehr Bilder, unter anderem auch die wunderbare welt der dänischen Fahrräder… (0710171307)

Kopenhagen 2

Wednesday, October 17th, 2007

(0710162340) Kopenhagen ist übrigens eine wunderschöne Stadt. In Luxemburg finde ich solche roten Backsteinziegel einfach nur schrecklich, aber hier ist das gesamte Stadtbild so. Es passt, es sieht nicht unstimmig oder unästhetisch aus, sondern einfach nur… dänisch. (oder skandinavisch). Die hübschen/süssen Mädchen habe ich nach einiger Zeit aufgehört zu zählen. Viele viele Emokinder, aber auch unter denen viele, denen das, was sie tragen, auch wirklich steht. Es tragen auch erstaunlich viele Leute Christiana-Tshirts oder Pullover, von kleinen Mädchen bis hin zu Erwachsenen aller Kategorien.
Ich habe mir das Stadtinnere heute Nachmittag angesehen, da sieht alles sehr gut aus, allerdings scheint das Leben in Dänemark sehr sehr teuer zu sein, wovon aber auch vieles in Steuern zu fliessen scheint.

Es scheint aber allen immer sehr kalt zu sein, die Gebäude sind nämlich irgendwie stark geheizt. Aber vielleicht bin ich das auch bloss.
Und alles steht voller Fahrräder. Auf die 5 Millionen Dänen kommen sicherlich 15 Millionen Fahrräder. Die sichert auch niemand, die stellt man einfach an irgendeine Strassenecke. Wahrscheinlich funktioniert das, weil jeder mindestens ein Fahrrad hat, und damit überhaupt keine Hand frei, ein anderes zu klauen. Zum Glück sind die Fahrradwege hier von den Gehwegen getrennt, sonst wäre ich sicher schon über den Haufen gefahren worden. Eine Strasse hat in Kopenhagen also meist 3 Spuren: Fussgänger, Fahrräder und Autos.
Fahrräder
Und merkwürdig ist es, diese dänische „Hej!“ zu Begrüssung und die verwirrten Dänen, wenn man „Hey“ antwortet und dann englisch redet. Das scheint hier aber für niemanden ein Problem darzustellen.
Und das dänische Geld! Putzig! Wie bei Harry Potter! Münzen mit Löcher drin und merkwürdigen mythologischen Gestalten. Und die Scheine so seltsam farbig, fühlen sich beinahe an wie Spielgeld. Ich bin schlecht im Dividieren durch Sieben, merke ich immer wieder und kann kaum den Wert von Sachen einschätzen.
Ach, und die Konferenz! Heute Abend ging es mehr um sich einander vorstellen und das Programm kennenlernen als um die richtige Arbeit. Dies wird morgen (Mittwoch) beginnen, dann kann ich wohl auch noch einiges live-bloggen oder gehe halt am Abend wieder in mein Hippie-Café.
Mehr Bilder:
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Kopenhagen, Teil I

Tuesday, October 16th, 2007

Es soll sich nie jemand mehr bei mir über japanische Kapselhotels mockieren. Ich war in einem Schlafwagen, den man zu 6 belegen kann. Und da hat man sicher weniger Platz als in einem Kapselhotel. Zum Glück waren ausser mit nur 3 andere Leute dort.
Ich las also noch einige Zeit in Naked Lunch, was mir merkwürdige Gedanken beschert hat. In dem Buch gibt es eigentlich keine Geschichte. Es ist mehr eine Aneinanderreihung von Drogengedanken. Was gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht ist.
Es ist sehr merkwürdig, in einem Zug zu schlafen. Vor allem, wenn man sich weder mit dem Kopf noch mit den Füssen nach vorne oder hinten fährt, sondern mit dem ganzen Körper. Der Zug fuhr zuerst nach Berlin, wo er dann geteilt wurde. Die andere Hälfte fuhr nach Prag. Ich dachte andauernd daran, dass der Zug irgendwo in Dänemark über das Meer fahren musste. Ich hörte dauernd das Meeresrauschen (wahrscheinlich in Berlin!) und hatte realistisch bewegte Tagträume.
Um 6 Uhr wurde ich dann von dänischen Zollbeamten geweckt, die mir auf die Frage “Can you give me light?” mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchteten. (Und den Pass der “Republique Libre de Clairfontaine” wollten sie auch nicht. Blöde.)
Am Morgen hatte nette Gespräche mit den nach Dänemark imigrierten Irakern und einer Chinesin, die mit mir in einem Abteil schliefen.
Kopenhagen01
Und dann machte die Hippiekneipe zu… :( bis morgen, dann gibts auch mehr Bilder.