Archive for the ‘Wieso ich blogge’ Category

High

Sunday, April 27th, 2008

Bis jetzt habe ich keine Droge entdeckt, die einem auch nur annähernd ein solches High beschert, wie ich es erlebe, wenn ich an meinem Tisch sitze und schreibe, wenn ich versuche, eine Geschichte zu ersinnen, egal wie aberwitzig sie auch immer sein mag [...]

Hunter S. Thompson, im Interview mit William McKeen, März 1990

Gesponserte Kultur

Tuesday, December 25th, 2007

Weshalb wir neue (junge?) Kunst/Kultur/Literaturbewegungen brauchen: Refeudalisierung des Kulturbetriebes bei Sven Scholz.

Wieso ich blogge: scribo, ergo sum

Friday, October 5th, 2007

Ich schreibe,
also bin ich
Gott.

Wunschzettel

Sunday, September 16th, 2007
  • Freitag-Tasche, (F12 oder F13)
  • Einen Kaputzenpulli aus diesem superteuren extrabold-Geschäft
  • Eine halbwegs ordentliche Kamera, am liebsten natürlich eine digitale Spiegelreflex
  • Im D:qliq lesen dürfen
  • Eine Geburstagsparty im Untergrund
  • Ein Großmembranmikrophon, z.B. das hier.
  • Externe Soundkarte, zum Beispiel diese oder diese

Ich habe am 14. Oktober Geburstag. Durchgestrichene Dinge sind bereits erledigt. Und die Kategoriezuordnung ist ironisch zu verstehen.

Wieso ich blogge: Plädoyer für die Belanglosigkeit

Friday, September 7th, 2007

Ich habe eben einen Artikel in der FAZ über Wikipedia gelesen, den ich nicht mal wert finde, zu verlinken. Er ist auch schon über eine Woche alt, kam aber definitiv nach den Scanner-Meldungen. Ich habe dann dran denken müssen, dass die FAZ, wie anscheinend so viele alte Medien, das Internet und vor allem das sogenannte Web 2.0 noch immer nicht verstanden haben. Und wahrscheinlich auch nie verstehen werden. Bei der FAZ musste ich wieder an diesen unsäglichen Artikel denken und habe bei Thierry nachgelesen, was ich damals dazu geschrieben habe:

Jo, mir sin 10000 mol méi kleng wéi RTL. Jo an? I don’t give a shit on it! D’FAZ huet 1000 mol méi lieser wéi ech? Jo an? I don’t give a shit on it! Ech kreien deelweis innerhalb vun Minuten en Kommentar, eng perseinlech Reaktion, ech kann eng Relatioun mat mengen Lieser opbauen, ech leiren Leit kennen, an ech liesen wonnerbar Saachen. An daat huet FAZ net verstaanen: Daat d’Leit net aus Domheet bloggen, mee well se Spaß drun hun.

Ja, wir, die Blogger, sind zehntausend mal kleiner als RTL: Na und? I don’t give a shit on it! Die FAZ hat tausend mal mehr Leser als ich? Na und? I don’t give a shit on it! Ich bekomme teilweise innerhalb von Minuten Kommentare, persönliche Reaktionen, ich kann eine Beziehung mit meinen Lesern aufbauen, ich lerne Menschen kennen und ich lese wunderbare Sachen. Und das hat die FAZ nicht verstanden: Die Leute bloggen nicht aus Dummheit, sondern weil sie Spaß daran haben.

Das Leben jedes einzeln von uns ist belanglos, ein großes kleines »Blub!« im Angesicht des Universums und ein noch viel kleineres im Angesicht der Ewigkeit. Na und? I don’t give a shit on it. Wenigstens habe ich Spaß.

Wieso ich blogge (V)

Thursday, May 10th, 2007

Weil ich ein Opfer bin. ;-)
Oder auch: Weil die FAZ es nicht versteht.

Wieso ich blogge (IV) oder: Die gottverdammte Revolution revisited

Monday, April 16th, 2007

Blogs sind die besten Medien der Welt. Das könnte man behaupten und dabei vielleicht vergessen, dass die “old media” in Punkto Einflussnahme alles übertreffen, was sich Blogs je vorstellen könnten. Millionen Leser, Hörer oder Zuschauer, die nie von Weblogs gehört haben und das Internet genauso passiv benutzen wie ihren Fernseher, sind ein schlagkräftiges Argument.

Aber wie lange noch? Meine Generation, und die, die nach mir kommt, wächst mit Blogs, Wikipedia und der Möglichkeit, selbst “Medium” zu sein, auf. Wir waren die ersten, die unsere Pubertät in Blogs ausgelebt haben, unser Heranreifen mit Worten und Bildern an die Öffentlichkeit gebracht haben. Ich will nicht behaupten, dass dies ein bewusster Prozess gewesen wäre, jedenfalls bei mir war es das nicht. Ich wollte es “allen zeigen”, was ich heute jeden gottverdammten Tag tue, und das brachte jene Dinge mit sich. Ich habe geschrien, geschwärmt, chiffriert und verschlüsselt. Und tue dies heute auch noch.

Wir bereits erwähnt gehöre ich der ersten Generation an, die dies tut. Und ich wage zu behaupten, dass das Fernsehen in seinen beschränkten Möglichkeiten zur Interaktivität nicht mehr “das” Medium sein wird oder kann für eine Generation, die die Interaktivität und Verknüpfungsmöglichkeiten des Internets von klein auf kennengelernt haben.

Und damit werden auch neue Blogger und Blogleser entstehen, die damit die Wichtigkeit von Blogs steigern. Es war nie leichter, seine Meinung kundzutun und sie einer gigantischen potentiellen Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Es gibt kein Medium, das so schnellen, individuellen und oft auch persönlichen Dialog über sich selbst und seine Inhalte erlaubt.

Keine andere Medienlanschaft ist vor “Gleichschaltung”, rein kommerziellen Interessen und ähnlichem so sehr geschützt wie die Blogosphäre. Blogs mit kommerziellen Interessen werden wohl in der Minderheit bleiben, auch wenn es mehr werden; das ist auch noch nicht unbedingt “schlecht” oder “böse”. Und selbst wenn: Es gibt so viele Blogs, die Blogosphäre )oder die Blogklumpensammlung) ist so komplex, dass diese Dinge gar nicht ins Gewicht fallen, und der Leser hat die Macht, mit dem Blogger zu diskutieren oder das betreffende Blog nicht mehr zu lesen.
Und vor allem: Es entsteht, anders als in anderen Medien, ein Dialog darüber. Blogger und Blogs schauen sehr oft “in den Spiegel” und denken über sich nach.

Blogs sind subjektiv, sie gaukeln keine objektive Berichterstattung vor. Man weiß quasi, “woran man ist”.

Blogs werden die klassischen Nachrichtenmedien nicht ersetzen können (und wollen es wohl auch nicht), aber deren Funktionsweise und Autorität mehr und mehr in Frage stellen und sie ergänzen.
Blogs sind in Betracht auf die klassischen Medien subversiv. Nicht nur, weil sie die Inhalte hinterfragen können, sondern weil die Nutzer und die Blogger selbst eine andere Form der Kommunikation verlangen werden.

Ist das realistisch? Kommentarfunktionen auf Internetangeboten der Presse sind selten und bieten fast nie einen Dialog. Spätestens mit der Einführung des elektronischen Papiers, das sicher kommen wird, wird es auch für die “gedruckte” Zeitung technisch möglich sein, diese Funktion einzubinden.

Mit der Zeit wird die Generation derjenigen, die in eine Welt mit Blogs geboren wurden, die Mediennutzung wie sie heute existiert, komplett umkrempeln und die “old media” dazu zwingen, einen Dialog mit ihnen, den Nutzern, einzugehen. Oder auch nicht. Vielleicht wird sich die Medienlandschaft durch Blogs, Podcasts, Vlogs und ähnliches auch “bloß” enorm diversifizieren. Oder, aber das halte ich für unrealistischer, Blogs werden “bloß” ihren kleinen Einfluss behalten, aber wird werden dennoch unseren Spaß haben. Und bei aller Revolutionsphilosophie ist das doch noch immer das wichtigste.

Wieso ich blogge (III)

Saturday, March 10th, 2007

Damit diese herrlichen Bilder in meinem Kopf nicht verloren gehen.
Will irgendwer die Enstehunggeschichte hören?

Wieso ich blogge (II)

Tuesday, January 30th, 2007

Weil es die gottverdammte Revolution ist.

Es war nie einfacherer, Texte ins Internet zu setzen. Aber ich hatte auch mit komplizierten Lösungen nie meine Probleme. Ehe ich auf das Blog-CMS Nucleus umgestiegen bin, habe ich das Blog jeden Tag als HTML-Text geschrieben und geupdated. Irgendwann dachte ich, dass es wohl furchtbar schick wäre, ein RSS-Feed zu haben. Dann habe ich das RSS-Feed halt auch selbst gecodet.
Trotzdem gibt es mehr als genug Leute, die sich alleine bei der Vorstellung, auch nur irgendetwas mit HTML zu tun haben zu müssen, vor Angst fast in die Hose machen oder schon keine Lust mehr haben.

Mit Blogs ist das egal. Es funktioniert einfach oder man findet einen hilfsbereiten Menschen, der einem das Blog einrichtet. Das muss einmal getan werden, und dann kann man schreiben. Das kann jeder tun, und ebenso kann jeder es danach lesen.

Die umgekehrt chronologische Reihenfolge der Einträge scheint den meisten Menschen gut in den Kram zu passen. Vielleicht liegt es auch einfach nur an unseren Lesegewohnheiten im Internet. Das aktuellste steht oben, wo es am besten sichtbar ist.
Man muss, anders als bei “personal homepages“, nicht lange suchen um zu finden was man sucht oder was man finden soll. Das Design ist einheitlich, was die Übersichtlichkeit nochmals erleichtert.

Gut: Jeder kann bloggen und jeder findet sich mit Blogs zurecht. Ist das nun schon die Revolution?
Die wahre “Revolution” entsteht durch das Linken, die Kommentarfunktion, die Fähigkeit, nicht nur Texte ins Internet zu setzen, sondern sich auch mit anderen Menschen auszutauschen. Es gibt wohl kaum ein Medium, dass eine direktere Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ermöglicht als das Blog.

Ich hatte anfangs sehr wenig Kontakt mit anderen Bloggern. Alle Blogs, die ich damals (back in 2001/2002) fand, erschienen mir uninteressant oder ich verstand nicht sofort, worum es dabei ging. Trotzdem war Bloggen für mich eine wichtige Sache – obwohl ich zeitgleich auch eine/mehrere Homepages unterhielt. Irgendwann kam dann auch der “Klick” mit Kommentaren und Kontakt zu anderen Blogs, und mit einem Schlag traf ich auf eine völlig andere Welt, etwas großes, das mich sofort faszinierte.

Ich denke, diese Gedanken kann man noch vertiefen. Und da ich “Wieso ich blogge” von Anfang an als Reihe konzipiert habe, wird da wohl noch einiges nachkommen. Ich finde es jedenfalls interessant, über das Bloggen zu bloggen. Und da mir die Frage nach dem “wieso eigentlich” in den letzten Tagen öfters gestellt wurde, bringe ich so einige dieser Gedanken auch hier unter.

Wieso ich blogge (I)

Sunday, January 28th, 2007

Weil ansonsten solche Zitate einfach verloren gingen:
Fire headbangt gerade aus Dummheit. Ersatzdroge Schleudertrauma.
(16. Januar 2005)