Das nächste Mal
Saturday, January 19th, 2008wenn ich eine Schreibblockade habe, sage ich ich einfach, ich unterstütze den Streik der WGA damit. [haha.]
wenn ich eine Schreibblockade habe, sage ich ich einfach, ich unterstütze den Streik der WGA damit. [haha.]
Nachdem ich dieses wunderbare Stück der Schauspielkunst gesehen habe, dann bei Sara nach dem Lesen dieses Textes tatsächlich eine Träne vergossen habe, brauche ich jetzt einen Whiskey.
Und dann schreibe ich am Ina-Epos weiter.
Aus aktuellen(?) Anlass hat mein Blog habe ich dann nun endlich, nach Jahren des Wartens, Fragens und des eigentlich schon nicht mehr daran Glaubens dann nun endlich eine Gastbloggerin. Heute Abend wird sie ihr Debüt haben. Der Nick der charmanten Dame: spaziergängerin. Mehr wird zu ihrer Identität von mir nicht verraten. Ich wünsche gute Unterhaltung, faire Behandlung einer bisherigen Nicht-Bloggerin und viele Kekse.
Eigentlich hasse ich Jahresrückblicke. Momentan kann man sich im Internet vor Top-20-Listen nicht mehr retten. Darauf steht dann immer Musik, von der ich viel gelesen, aber wenig gehört habe. Vielleicht ist das ein Fehler, vielleicht auch nicht. Wenn ich mir meine Jahrescharts ansehe, ist da fast nur altes Zeugs drauf. (Das erste 2007-Album kommt auf Platz 24!) Ich kann bei aktueller Musik also nicht wirklich mitreden. Ein wenig schon, aber nicht wirklich halt. Ich muss also auf etwas anderes zurück blicken. Persönlich mag ich nicht, das wird sowieso eher traurig, obwohl das Jahr an und für sich sehr erfolgreich für mich war.
Sehen wir uns also einfach an, was ich so geschrieben habe. Eine art auto-literarischer Jahresrückblick, also.
(more…)
Wuah, ich weiß noch immer nicht, was ich über gestern Abend sagen soll. Ich bin einfach nur glücklich.
Es getan zu haben, auf dieser Bühne gesessen zu haben, die Texte gelesen zu haben.
Ich glaube, ich bin sogar glücklich, mit diesem verrückten Journalisten zu Abend gegessen zu haben, im wahrscheinlich besten Restaurant der Stadt, kurz vor Neun wieder im D:qliq aufgetaucht zu sein und all die Leute gesehen zu haben. Man hat gemerkt, dass es das erste Mal war. Nicht nur für uns, sondern auch für das Publikum.

Danke an alle, die da waren. Danke an alle, die mir Mut gemacht haben. Danke D:qliq!
Das war sicherlich nicht die letzte Lesung. Mir schwebt das Wort Sommertour im Kopf herum, aber einfach ein »Nochmal!« wäre für’s Erste auch OK. Ich wurde auch auf eine eventuelle A&S-Lesung angesprochen das wäre eine Idee, die ich aber ausserhalb von LJM sehe, und da kann man sich auch was überlegen. Unbekannte/Bisher unveröffentlichte Texte werden wir das nächste Mal wohl sicher vorlesen, damit die Stammleser auch etwas Neues hören. Für mich wird das wohl eher schwierig, denn, wie gestern von manchen so treffend festgestellt wurde, bin ich eher der, der Texte schreibt und postet weil da ein innerer Druck ist, nicht nur zum Schreiben, sondern auch zum Veröffentlichen. (Und anscheinend schreibt man immer so, wie man es gerade nicht will. Ich würde sehr gerne große Konstruktionen basteln können, Dinge mehrmals überarbeiten und daran feilen, bis sie so passen, aber ich schreibe halt einfach anders.)
Wer nicht da war, kann sich schon die ersten Fotos und bald wohl auch das Video, das Tom gedreht hat, ansehen. Ausserdem haben Joël und blogeescht das ganze reviewt. Ich bin gespannt auf weitere Reaktionen. (und habe das Gefühl, das ich dem, was da gestern abgelaufen ist, nicht gerecht werden kann, mit Worten. Aber man kann schlecht jeden einzelen, der da war, umarmen.)
(via kirai)
Ein angeblicher »großer Fan meines Blogs« wollte einen Artikel hier kaufen. Für ein Poster, das 12,85 Euro kostet und wahrscheinlich einen realen Gegenwert von 3 Euro hat. Darüber hätte ich dann auch bloggen sollen. Die Idee ist strunzdumm, besonders wenn man mein Blog kennt. Ich habe also eine nette, höfliche Mail zurückgeschrieben und dem guten Mann die Lage erklärt. Und gefordert, dass er meine Mailadresse löscht. Es zuckte mich dann wieder in den Fingern, das P-Wort unter meinen Namen zu schreiben, aber das ließ ich lieber bleiben.
Leute: Lasst es doch sein. Ich will keine Poster, Energydrinks oder sonst was von dem billigen Kram, den ihr an Blogger verschicken wollt, damit sie Werbung für euch machen. Ich fühl mich nicht einmal geschmeichelt, dass ihr an mich gedacht habt.
Nachdem RTL ihre Blogs und Podcasts hatten, musste das zweitgrößte Revolverblatt Luxemburgs dann auch nachziehen: Das Tageblatt, auch bekannt als sozialistische Gewerkschaftszeitung des Großkapitals, hat jetzt auch sein Blog. Das ganze nennt man sinnigerweise »Tageblog« und wird auf der Homepage des Tageblatts mit den Worten »Kommentare & Leserreaktionen« beworben.

Symbolfoto: Japanische Erklärung für eine westliche Toilette. Passt auch zum Tageblog.(cc by Hilly)
Seit dem 3. September bloggt wird beim Tageblatt. Beteiligt sind die Damen und Herren Danièle Fonck, Francis Wagner, Fränk Hary, Guy Kemp, Helmut Wyrwich, Jean-Marie Backes, Léon Marx, Lucien Montebrusco, Philip Michel, Robert Schneider, Roger Infalt und Tom Wenandy. Alles Tageblattredakteure, die auch in dem gedruckten Blättchen manchmal ihre Meinung loslassen. Einen sogenannten Kommentar schreiben. Oh. Gibt es da etwa einen Zusammenhang? Hat man den gleichen Fehler wie RTL begangen?
Man hat. Vielleicht noch einmal schnell das positive: für das Tageblog gibt es einen seperaten RSS-Feed, jedoch nicht für die einzelnen Autoren, und man kann Kommentare schreiben. Was jedoch nichts am Inhalt ändert: Die Blogeinträge sind die Kommentare des gedruckten Tageblatts. Genau wie RTL versucht man auch hier, bestehenden Inhalt als etwas neues zu verkaufen, vor allem aber täuscht man etwas vor, was man nicht ist: ein Blog. Ein Blog hat nämlich eigenen Inhalt, es ist persönlicher als die Kommentare, die nur dann wirklich eine Meinung vertreten, wenn es um Fußballstadien geht, (edit) und vor allem: die Inhalte wurden für das Blog geschrieben. (/edit)
Und vielleicht, liebes Tageblatt, versteht ihr jetzt auch, wieso sich kaum jemand erbarmt, euch einen Kommentar unter die halbgaren Meinungen eurer Redakteure zu schreiben: Sie interessieren niemanden. Wieso auch? Dem Tageblattleser wird nichts Neues geboten, und wer sonst sollte eurer Internetangebot benutzen? Lieblos gemacht ist das ganz dann auch noch, denn die verpixelten und im Halbschatten aufgenommenen Autorenfotos wirken nicht so, als würde man es wirklich ernst meinen. Aber wenn die Agentur sagt, das sei klasse, dann ist es bestimmt auch klasse.
Das Ganze fällt mal wieder klar in die Kategorie »Nichts verstanden!«. Ich kriege selbst dann mehr Kommentare als ihr, wenn ich darüber schreibe, was ich auf dem Klo mache!
Es gibt gute Journalistenblogs. Aber momentan wage ich sehr zu bezweifeln, dass dies je in Luxemburg der Fall sein wird.
Fazit: Es schmerzt. Nicht nur, weil es zeigt, wie wenig die luxemburgische Presse von Web2.0 verstanden hat, nein, es zeigt auch, wie tot sie ist.
(Danke an E. für den sachdienlichen Hinweis!)
We are nowhere and it’s now…
Veränderungen sind merkwürdig, und sie passieren, ohne dass wir wirklich eingreifen können. Mit uns selbst und mit anderen.
Ich habe mir an meinem 20. Geburstag den Nagel meines linken Zeigefingers ausgerissen. Also, nicht ganz, aber ein grosses Stück, und es schmerzt noch immer. Auch Narbenbildung ist eine Form von Veränderung.
Ich habe noch nicht wirklich viel Zeit gehabt, über meinen Geburstag und das Älterwerden an sich nachzudenken. Bisher habe ich bloss darüber nachgedacht, dass ich nicht darüber nachgedacht habe, aber irgendwo tief in mir weiss ich, dass da einige Fragen und Gedanken sind, die unter der Oberfläche brodeln. Aber jetzt ist nicht die Zeit, um darüber nachzudenken. Ich bin umgeben von Menschen, ich bin voll von Tatendrang, ich bin beinahe ohne Libido, ich bin in Kopenhagen. Und vor dem Einschlafen lese ich ein paar Seiten in Naked Lunch, was mir so viele merkwürdige Träume verschafft, dass ich überhaupt nicht mehr träume.
Wir sind mit dem Zug über das Meer gefahren, und es war nicht einmal aufregend.
(Wir haben übrigens strahlend blauen Himmel hier in Kopenhagen. Wer hätte das gedacht?)

Die erste Open Space-Phase ist jetzt vorrüber, und ich habe an drei verschiedenen Workshops teilgenommen, einmal über Blogs, einmal über die Motivation von engagierten Jugendlichen und einmal über Creative Commons.
Ich habe das Gefühl, dass ich relativ viel Input gegeben habe und nicht unbedingt sehr viel neues gelernt habe, was aber OK ist, da der Gedankenaustausch sehr interessant ist. Ich denke die entstehende YOURCE-Plattform ist vielversprechend, und wird wohl viele Organisationen und Leute zusammenbringen können.
Der Tag war anstrengend und ich denke morgen wird es genauso anstrengend weitergehen. Mal sehen, was alles so herauskommt. Und heute Abend werden wir uns wohl Kopenhagen noch ein wenig ansehen, wenn das Wetter es zulässt. Oder ich setze mich einfach noch einmal in das lustige Hippiecafé, was anscheinend eins der einzigen ist, das ein offenes und freies WLAN bietet.
Wer mehr über das ganze wissen will und den Prozess quasi “live” vefolgen will, dem ist das YOURCE-Blog ans Herz zu legen.