Archive for the ‘Meta:blog’ Category

Diplôme de technicien

Friday, June 26th, 2009

Hüte

Wie einige meiner Leser vielleicht wissen, habe ich dieses Jahr mein Abschluss im LTA, der sogenannten “Ackerbauschule” im Fachgebiet Umwelt und Natur gemacht. Vier Jahre war ich in der Schule und immer wenn mich jemand gefragt hat, hab ich nach dem Wort “Ackerbauschule” immer schnell erklärt, worum es im Gebiet Umwelt und Natur geht. Ich bereue, und das sagt sich jetzt, im Nachhinein, so einfach, aber ich denke, es steckt trotzdem eine große Wahrheit drin, keine Sekunde, die ich in der Schule verbracht habe. Wie angenehm ein Klassenklima sein kann, wenn die Lehrer alle akzeptieren und ernst nehmen. Was für Freunde im Feuer von großem Leid und wunderbaren Zeiten geschmiedet werden. Und wie groß man selbst wächst, über sich selbst hinaus, wenn man nur einen Schubs in die richtige Richtung bekommt.

Und jetzt ist das alles vorbei. Ich halte ein Stück Papier in den Händen, auf dem “Diplôme de technicien – Section Environnement naturel” steht. (Durchschnittsnote ist übrigens 42/60, Mention: “Bien”) Ich kann es kaum fassen. Die Anspannung von dem letzten Monat, diesem Monat Hölle, fällt weg. Es ist vorbei, bye bye, Junimond. Und das ist gut so. School’s out forever. Das Leben kann beginnen.

(Demnächst dann wieder gewohnter Content hier. Die Zeiten des Trockendocks sind definitiv vorbei.)

Photo cc by Werwin15

Trockendock

Tuesday, May 19th, 2009

trockendock

Falls sich irgendwer wundert: Ich tu gerade so, als würde ich für mein Abschlussexamen lernen. Deshalb befindet sich das Zeppelin gerade im Trockendock, während ich mich mit Fächern wie Wildmangement, Waldwegebau und Waldgesellschaften beschäftige. Den Computer ganz wegsperren bringe ich nicht übers Herz – wie sollte ich auch sonst meine Fortschritte und meinen Frust twittern?
Klickt euch einfach mal durch meine Blogroll, wenn euch langweilig ist oder stöbert im Archiv. Oder geht raus an die frische Luft und atmet tief durch.

(Photo cc by Jeff Keen)

† blogdelux

Monday, April 6th, 2009

Anfang 2007 erschütterte die luxemburgische Blogosphäre durch das Bloggertreffen blogdelux, organisiert von der Firma culture buzz, die den Medien erzählte, es sei von Bloggern organisiert (was nur in sofern stimmte, als dass culture buzz auch ein Blog hatte) und erzählte den Bloggern eine ganz andere Sache. Vor allem wurde immer wieder behauptet, es sei ein “unkomerzielles” Treffen. Es war nicht sehr leicht, durch das Dickicht aus Lügen und Verdrehungen der Tochterfirma von Vanksen zu blicken. Die ganze Geschichte, inklusive Einschaltung vom, und das sage ich mit allem nötigen Respekt, Darth Vader der deutschen Blogosphäre, Don Alphonso, kann man hier unter dem Tag blogdelux nachlesen.

Weshalb ich das schreibe:
blogdelux war nie die angestrebte Kommunikationsplattform für luxemburgische Weblogs. Konnte es auch gar nicht sein, weil Vanksen nur irgendwelche Ausgehtipps postete und die blogbuerg eine sehr viel bessere Linkplattform für luxemburgische Blogs darstellt. Vor über einem Jahr tat sich dann gar nichts mehr. Heute ist die Domain auf goodidea.lu, ebenfalls ein Vanksenprojekt, umgeleitet.

Das ist dann wohl das Ende der Geschichte “blogdelux”. Wie gesagt, Emmanuel Vivier, der Chef von culture buzz, der sich damals hier zu Wort gemeldet hat und den ich auf dem Treffen selbst vom Schnittchenessen abgehalten habe, stellt jetzt Fotos von sich online, auf denen er nackt mit zwei Laptops auf seiner Couch zu sehen ist. Scheint niemanden so richtig gut getan zu haben, dieses Blogdelux. Aber ich hatte eine Menge Spaß, irgendwie.

#twittbuerg

Friday, March 6th, 2009

Ich habe die Liste der luxemburgischen twitterer ein wenig aktualisiert. Es fehlen sicher immer noch Leute. Ich finde es aber sehr interessant zu sehen wer außerhalb von unserem netten kleinen Blogklumpen noch twitter benutzt.

Grinsekatze

Sunday, March 1st, 2009

Na, das ging ja jetzt schnell. Irgendwie scheint es alle Frauen von mir weg zu treiben.
Spaß beiseite, mir ist schon wieder eine Gastbloggerin abhanden gekommen.
Was aber nicht heißt, dass die spaziergängerin jetzt nicht mehr bloggen würde! Nach der wunderbaren Verwandlung in eine Grinsekatze bloggt die beste Freundin der Welt jetzt:
Grinsekatze – die Kleene in der großen Stadt

Alles Gute! :)

gastbloggerin

Sunday, March 1st, 2009

Die Spaziergängerin wird bald wieder gastbloggen. Die ist nämlich seit einer Woche in Berlin angekommen und hat ihre ganz eigenen Eindrücke. Auch das ist sowas wie Gonzo. Nur, damit niemand erschreckt!

Filmsüchtig?

Friday, December 19th, 2008

Ich bin zu 18,8% filmsüchtig, sagt dieser Test. Das es wohl kaum über 30% rausreichen würde, dessen war ich mir wohl gewusst, und mich hat wohl vor allem meine Liebe zu Quentin Tarantino “gerettet”. Jetzt möchte ich wissen, wie viel Chris da scort.

Lesung: LJM im Exit07

Tuesday, December 16th, 2008

Es ist mal wieder soweit. Die les jeunes mélancoliques werden morgen im hauptstädtischen Exit07 zu sehen und hören sein. Es lesen: Thierry, Sara und meine Wenigkeit.
les jeunes mélancoliques Flyer
Exit07
Beginn: 21 Uhr
Eintritt frei.
Bringt eure Freunde mit, auf dass wir die Bude ordentlich gefüllt kriegen!

13. September: LJM auf dem Bücherfest in Vianden

Wednesday, September 3rd, 2008

Les jeunes mélancoliques werden, wie bereits angekündigt, am Samstag den 13. September auf dem Viander Bücherfest (Programm) auftreten. Nicht auf dem bekannten Schloß, sondern in dem nicht weniger beachtenswerten alten Kino des Städchens.
Der Zeitpunkt ist 15h30, also ist danach und davor genug Zeit, sich das Bücherfest anzusehen. Auf dem Programm sind ja auch noch andere interessante Lesungen – genung Gründe also, den Samstag in Vianden zu verbringen!

Wir werden definitiv zu dritt lesen: Thierry, Lisa und meine Wenigkeit.
Ich kann ausserdem schon verraten, dass ich den bis dahin unveröffentlichten 11. Teil der Geschichte rund um Zoë, Ina und ihren Ex vorlesen werde.

Also alle nochmal aufschreiben: 15h30, 13. September – Ancien Cinema, Vianden.

Hallo Tageblattleser!

Wednesday, August 13th, 2008

Ich war schon ein wenig erschreckt, als ich erfuhr, dass der Artikel (Er ist noch nicht online, ich verlinke ihn, sobald es soweit ist, vorerst müsst ihr mit dem gratis Epaper vorlieb nehmen.) über mich und mein Blog hier heute erscheinen soll. Wieso? Weil Janina Strötgen, die Kulturredakteurin, die mich interviewt hat, eigentlich mit mir abgesprochen hatte, dass ich den Text zuerst nochmal lesen könnte, ehe er in den Druck kommt. Eigentlich war das, weil Zitate von meinem Blog verwendet werden sollte und ich nicht wollte, dass Dinge, die in einem bestimmten Kontext im Netz stehen, nicht aus diesem Kontext herausgerissen neben meinem Foto in der Zeitung erscheinen. Ich finde das legitim, viele Leute verfahren nach dem Modus des “autorisierten Interviews«. Ich wollte das eigentlich nur für die Zitate so, aber hätte ich nur darauf bestanden! (Na ja, habe ich ja. Wurde mir ja auch zugesichert. Aber Journalistenversprechen Kulturrdakteurinnenversprechen bedeuten anscheinend rein gar nichts.)

Na ja, das erste was mir aufgefallen ist, hätte ich damit wohl auch nicht verhindern können. Auf der Titelseite ist neben meinem Foto, auf dem ich nur halb zu sehen bin, weil ein Laptop, das in dieser Größe wie ein Druckfehler wirkt, den Rest meines Gesichtes verdeckt, mein Name als Adamis abgedruckt. Gut, auf den meisten Tastaturen ist das »i« nicht unbedingt sehr nahe am »s«, aber sowas kann ja schon mal passieren.

Zum Glück wurde mein Name sonst immer richtig geschrieben, sogar das Trema auf dem e ist immer vorhanden. Das Laptop wirkt immer noch wie ein Druckfehler, aber hey, das ist schließlich die Kulturseite, da müssen die Leute ja mitdenken. Ich bin auch nicht einer der ersten Blogger Luxemburgs, sondern der erste Blogger Luxemburgs. Es sei denn, es gibt irgendwo einen Luxemburger, der schon länger bloggt. Hat aber noch niemand gefunden.

Ich mag das Books&Beans, aber es ist alleine schon deshalb nicht mein Lieblingscafé, weil es nur bis Achtzehn Uhr auf hat. Hab ich überhaupt ein Lieblingscafé? Klingt ein wenig wie im Poesiealbum, à la »Lieblingsfarbe, Lieblingsbuch, Lieblingstier?«. Das Laptop ist auch nicht meins, sondern war ausgeliehen, um in Marseille Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg produzieren zu können. Wer mir es geliehen hat, kann sich der geneigte Leser ja denken. (Tipp: Es erscheint regelmäßig Werbung im Kulturteil des Tageblatts für die Muttergesellschaft!) Ich hab das Laptop auch eigentlich nur wegen der Fotografin ausgepackt, weil die unbedingt ein Foto damit machen wollte. Ich habe leider zu spät gemerkt, dass wir in der Kinderecke des B&Bs saßen, in dem die Harry Potter-Bücher stehen.

Für mich ist »der« Blog das geeignete Medium für überhaupt nichts. »Den« Blog gibt es nämlich nicht. DAS Blog. Von DAS Weblog. Von DAS Logbuch. Ich bin ja der Meinung, dass “der Blog« von Leuten kommt, die glauben, das sein nur eine »coole« Schreibweise von »Block«.

Das Interview ist zum größten Teil konstruiert aus einzeln Satzfragmenten, die ich fast alle so gesagt habe, jedoch oft genug aus dem Kontext gerissen wurden und teilweise unverständlich sind. Drei Fragen des »Interviews«, das in Wahrheit eher ein Gespräch war und in dem ich relativ viel geschwaffelt habe, in der Hoffnung, viel brauchbares zu sagen und die Dinge so gut wie möglich zu erklären, drehen sich um einen Satz, der so nie im Blog stand und jetzt auch nicht mehr im Blog steht.
Gut, meine Schuld, ich hab ihn kurz nach dem Interview entfernt, weil er nicht furchtbar wichtig war, mit Zwanzig dann doch ein wenig peinlich wirkte und vor allem, weil ich mir eine neue Vorstellungsseite gebastelt habe. Der betreffende Satz ist übrigens falsch zitiert und stand so nie im Blog. Und jetzt halt nicht mehr.

Die virtuell/real-Diskussion hatten wir auch kurz, und da habe ich länger und bessere Sätze als die kleinen Häppchen, die uns Frau Strötgen da serviert, von mir gegeben. Ich finde das noch immer langweilig, und all meine guten Beispiele (zB. Die Suche nach der Maus) schafften es natürlich nicht ins Tageblatt.

Ich habs nicht so mit Zahlen, aber ich habe sicherlich nicht gesagt, dass es nur zehn, 15 aktive luxemburgische Blogs gibt. Wenn, dann habe ich »ganz aktiv« gesagt und damit gemeint, dass die sehr oft posten und es einen Longtail gibt, der nicht jeden Tag gegen das Tageblatt anstinkt. Ich habe aber ganz sicher nicht gesagt, dass man bei twitter nur 150 Zeichen benutzen darf. Man darf nur 140 Zeichen benutzen. Es ist auch ein Problem, wenn ich heute in der Zeitung mit »letzte Woche war in Berlin eine twitterlesung« stehe, wenn diese eigentlich vor 3 Wochen war.

Dann kommt der Hammer. »Über was sollst du mit mir reden«, schiebt sich Frau Strötgen dann selbst in den Mund. Ich hatte ja eigentlich gewittert: Werde gerade interviewt und versuche provokative Aussagen zu finden. Hat jemand Ideen? Die Antworten darauf waren diese drei tweets. Letzteren hätte ich als Titel des Artikels genommen, nicht mein billiges Zitat aus einem Artikel der Zeit, den ja niemand verstehen kann, der nicht schon twitter kennt.

Der Rest des Interviews ist eigentlich ganz OK. Aber ich fühle mich nicht wohl, wenn Zeitungen ohne das irgendwie angeben zu müssen, sich halbfiktive Interviews zusammenreimen dürfen. Weiß jemand, ob es in Luxemburg das Recht gibt, Gegendarstellungen einzufordern? ;-)
Für alle die Tageblattleser, die es bis hierhin geschafft haben, vielleicht einige Perlen hier im Blog: Im Allgemeinen der Podcast Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg, die Ina-Geschichte, und alles, was ich über Tageblatt gebloggt habe. Xanga finde ich übrigens keinen guten Blogdienst, benutzt lieber wordpress.com. Eine Webseite der Jeunes Mélancoliques gibt es natürlich auch.

Edit[0808131058] Der Artikel ist jetzt online, habe ihn verlinkt. Ganz dem Credo der alten Medien verlinkt das Tageblatt mich natürlich nicht. Ist ja auch lästig, so Hyperlinks. Was ich vorhin vergessen habe: Seht euch doch in der Epaper-Version die Werbung des Weltverband der Zeitungen an. »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« Selten so gelacht.

Edit[0808132100] Um dann noch einmal Öl ins Feuer zu gießen: Man vergleiche kurz die Inhalte der blauen Infobox in der epaper/Printversion mit dem Wikipediaartikel zu Blogs. Dadurch wird »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« gleich noch einmal lustiger. Darüber muss man nicht diskutieren, Wikipedia ist ja schon ne gute Quelle.