Archive for the ‘Meta:blog’ Category

Mal wieder in Münster lesen

Tuesday, February 9th, 2010


Wer mich mal live erleben will, meine Texte aus meinem Mund hören will, dem kann ich nur empfehlen, am 26. Februar nach Münster zu kommen. Ich lese wohl wieder aus meiner bekannten Mischung von surrealen, traumähnlichen Befindlichkeitsbeschreibungen, irgendwo zwischen Gonzojournalismus und
Beat-Generation und Texten über die Liebe, Hass und die Ortungsschwierigkeiten im beginnenden 21. Jahrhundert.

Schöngeist und Mouvement Électronique. Prosa I und Lyrik aus Münster und Wien – Clemens B. Gatzmaga, Daniel Mattner, Joël Adami und Johanna-Yasirra Kluhs lesen ihre Texte für Euch.
Diachron und dicht. Kryptisch und klar.
Später Disco mit Musik vom Teller. Elektronisch und indie.
Reinhören und bewegen: Am 26. Februar um 20:00 im SpecOps in Münster. Präsentiert von artifarti.de.
Flyer und genaue Adresse nach dem Klick. (more…)

Kuchenbäume im Weinberg des Textes

Tuesday, February 9th, 2010

Lange Zeit was ich hin- und her gerissen zwischen Begeisterung und Skepsis, was individuelle Artikelgestaltung angeht, die Ben im wundervollen Anmut und Demut immer öfter praktiziert. Es braucht viel Zeit und ich will mich nicht immer neben dem Schreiben auch noch mit “Layouten” beschäftigen. Dann kam die Einsicht viel zu spät: Nicht jeder Artikel muss ein Schmuckstück sein, aber es gibt einige, für die es sich lohnt, einen größeren Aufwand zu betreiben. Und als ich anfing, meine lang gehegte Idee, alle Texte des Ina/Zoës-”Epos” in eine Seite zu hauen, damit man die Geschichte bequem nachlesen kann, umzusetzen, beschloss ich, ebenfalls Pionierarbeit zu leisten und einen Artikel individuell zu gestalten. Geholfen hat natürlich dieses Tutorial. Das Smashing Magazine hat auch einen wundervoll gestalteten Artikel über die Vor- und Nachteile.

Hier ist nun das Ergebnis. Das “Epos” hat damit nun auch einen Namen, nämlich den des Baumes, unter dem Ina und Zoë sich das erste Mal gesehen haben: Kuchenbaum. Der Text bekommt mehr Breite, denn es ist viel Text. Und sollte Apple mit ihrer Fernbedienung Erfolg haben, so wird der Widescreen wohl immer bedeutender werden. Die Schriftgröße ist angenehm groß, hoffentlich nicht zu groß. Dann gibt es große Bilder mit einzelnen Zeilen, die so hervorgehoben werden und dem Ganzen einen (hoffentlich nicht zu prätentiös wirkenden) poetischeren Anstrich. Mit den Schriften habe ich herumgespielt und mich ausgetobt. Wer heute noch alte Browser benutzt, hat sowieso verloren. Mit Webkit (Safari, Chrome) sieht das Font-Rendering wohl etwas besser aus als bei Mozilla, trotzdem bin ich überall zufrieden. Das Gedicht, das Ina und ihr Ex geschrieben haben, habe ich in zwei verschiedenen Schriften gesetzt, um den Eindruck des abwechselnden Schreibens zu erwecken. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wie ich finde!

Was das HTML und das CSS angeht: Da muss ich noch viel lernen. Es erscheint mir vieles als üble Hacks, wobei es aber auch sein kann, dass diese Technologien halt einfach nie dafür gedacht waren, so richtig viel zu gestalten. Ja, vieles hätte ich auch einfach als Bilder machen können und wäre innerhalb weniger Stunden anstatt mehrer Tage fertig gewesen. Und ja, ich hätte sicherlich noch mehr aus dem Text machen können. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, einen Artikel individuell zu gestalten.

Edit: Jemand meinte jetzt, bei einer Auflösung von 1600px wäre das Ganze unschön und der Text würde aus den Bildern rausstehen, was natürlich nicht Sinn der Sache ist. Ich habe jetzt versucht das mit “max-width:1024px;” zu umgehen. Leider habe ich keinen Monitor, der eine so hohe Auflösung unterstützt, um das genauer nachzuprüfen.
Edit2: Das Problem dürfte jetzt gelöst sein!

Axolotl copykills

Monday, February 8th, 2010

photo cc by Roselle Kingsbury

Wie alle Menschen, die gerne schreiben und von sich glauben, einen Funken Talent zu besitzen, würde ich gerne einmal ein Buch veröffentlichen, das dann in den Feuilletons (in Frankreich wird das Wort übrigens vor allem für Soaps verwendet) der Zeit, FAZ, des Standards und eventuell auch noch der Taz hochgelobt wird. So war ich auch etwas neidisch auf Helene Hegelmann, die diesen Wunschtraum bereits mit siebzehn Jahren erleben darf.

Oder durfte. Denn Helene hat beim Verfassen von Axolotl Roadkill fast wortwörtlich in Airens Werk Strobo abgeschrieben, wie einer meiner persönlichen Helden, Deef Pirmasens aufdeckte. Das macht gerade ordentlichen Medienrummel.

Mich stört, dass die Autorin jetzt oft als Kind bezeichnet wird. So falsch Hegemanns Verhalten auch war, persönliche Angriffe sind nicht zu rechtfertigen und es ist für mich etwas leicht gegriffen, zu sagen, die ist so jung, die weiß es nicht besser. Wenn plagiieren als falsch verstandene “Remix”-Kultur gedeutet wird und die Autorin nicht als medienkompetent genug, den Unterschied zu verstehen, gebrandmarkt wird, dann steht sie vielleicht doch für den Umgang der Erwachsenen mit den Kindern des neuen Jahrhunderts. Mal abgesehen davon, dass ich es für hochgradig lächerlich halte, einen Stellvertreterroman schreiben zu wollen, wenn man am 11. September 2001 gerade mal acht Jahre alt war, die Demonstrationen gegen den Irak-Krieg nur vom Hörensagen kennt, usw. Genauso gut könnte ich einen Stellverteterroman für die 1990er schreiben, Nirvana hat mich in meiner Jugend ja auch viel bewegt.

Dann stellt sich die Frage, ob nicht ein Pornotag für Feuilletonisten geführt werden sollte. Damit würden zu ausgiebige Beschäftigungen mit Büchern von jungen Frauen, die über ihr Sexualleben schreiben, vielleicht nicht in Hypes ausarten, die sich später als heiße Luft entpuppen. Wie wichtig die Literatur bei den Lobhudeleien über Axolotl Roadkill waren, zeigt Willi Winkler bei der Süddeutschen. Ausgiebig wurde sich mit der Frisur der Autorin befasst.

Und dann: Wie sieht es bei mir selbst aus? Hegemann hat nicht nur bei Airen abgeschrieben, sondern auch den Song Fuck U der Band Archive übersetzt und als ihr eigenes Werk ausgeben. Da greift das schlechte Gewissen. Ich habe Ina und Zoë abgeschrieben schon sehr oft aus Lieder, die mich gerade bewegt haben, zitiert. Und das auch nicht immer sehr kenntlich gemacht. Vor allem auf dem Werk der Einstürzenden Neubauten ist die eine oder andere Zeile.

Was tun? Darauf verzichten will ich nicht wirklich, denn oft sind es die Sätze, die mir beim Schreiben in den Kopf kommen und ein spielerischer Umgang mit Zitaten und Motiven aus der (Pop)Kultur macht schon seit einiger Zeit das aus, was wir Kultur nennen. Ich werde die Zitate, die sich im übrigen durchaus in Grenzen halten (die vorhin erwähnten Ina und Zoë-Texte sind, soweit ich das überblicke, völlig frei davon), kennzeichnen (etwa durch Verlinkung auf den Originaltext).

Denn schlimmer noch als Eigenlob ist Lob, das man für etwas erhält, das man gar nicht gemacht hat.

State of the onion

Friday, December 25th, 2009

photo cc by Darwin Bell

Seit ein paar Tagen Wochen geistert formspring.me, eine Mischung zwischen Kontaktforumlar und twitter vor allem durch die twitterosphäre. Auch viele luxemburgische Netzpersönlichkeiten haben sich den Fragen, die sie vor allem anonym gestellt bekommen haben, gestellt. Die Ungewissheit, wer da eigentlich gefragt hat und die Möglichkeit, anonym Fragen stellen zu können machen den Reiz von formspring.me aus, obwohl es leider so scheint, als habe sich der erste Hype schon wieder gelegt. Ich konnte mich zumindest nie darüber beklagen, uninteressante Fragen gestellt zu bekommen, habe aber auch schon seit einer guten Woche keine Frage mehr beantworten dürfen.

Vor zwei Wochen wurde Chris die Frage gestellt, was in der luxemburgischen Blogosphäre fehlen würde und nachdem er sie beantwortet hatte, stellte er mir die gleiche Frage. Hier und hier sind unsere Antworten. Und die sind durchaus lesenswert. Und so am Jahresende kann man sich schon Gedanken über den Zustand unseres kleinen, feinen Blogklumpens machen. Chris fehlen Kommentare von Nicht-Bloggern, ein gehobenes Niveau in Kommentaren und gute Blogs. Ich wünsche mir einen höheren Frauenanteil, LGBTQ-Blogs, mehr Gendersensibilität, mehr Vernetzung mit MigrantInnenblogs und mehr Blogs. Es nervt mich ungemein, dass viele Geschichte halböffentlich und unausgesprochen in Galerien und Kommentaren auf Facebook herumliegen, wo sie im allgemeinen Blödsinnsstrom untergehen.

Ich würde mir also wünschen, dass mehr Menschen damit anfangen, zu bloggen. Ihre Geschichten erzählen, ihre Meinungen kundtun, ihre Fotos zeigen. Und wenn ein Blog nur einmal im Monat einen kleinen, aber feinen Beitrag hat, dann ist es halt nur einmal im Monat. Besser so, als auf Facebook unter den neusten Highscores von Farmville unterzugehen. Bleibt die Frage, wie man den Leuten das sagt und beibringt. Immerhin ist ein Account auf Facebook immer noch einfacherer als ein Blog bei wordpress.com. Vor allem fehlt bei wordpress.com die Community. Das ist wohl nicht zu unterschätzen, immerhin kann ich mir bei Facebook sicher sein, dass ich zumindest einen “Like” kassiere, wenn ich Inhalt online stelle. Für ein Blog muss ich mir erst Publikum erarbeiten, das dann auch noch oft genug undankbar oder gar beleidigend ist. Also nicht nur technisch, sondern vor allem was das Publikum angeht ist ein Blog komplizierter und unbequemer. Aber vielleicht kann man ja Möglichkeiten schaffen, das zu vereinfachen? Vor allem im luxemburgischen Blogklumpen, der doch sehr überschaubar ist, fällt es relativ leicht, sich mit vielen BloggerInnen zu vernetzen und somit schneller an LeserInnen zu kommen. Bleibt halt nur die Frage, wie man die Leute ans Bloggen und ans Lesen bekommt.

Was denkt ihr? Was fehlt euch in der luxemburgischen Blogosphäre? Was wünscht ihr euch?

die innere Landkarte

Wednesday, December 2nd, 2009

[Alternativtitel: Der geographisch-psychologisch-metaphysische Komplex] Wobei … auf jeden Fall etwas mit “geographisch-” und “Komplex”. Vielleicht hat ja von euch, liebe BlogleserInnen, eine Idee?

innerelandkarte1

Landschaften sind immer ein Abbild gesellschaftlicher und herrschaftlicher Verhältnisse.
Das klingt recht einfach und logisch, war für mich aber eine große Offenbarung. Einer jener horizonterweiternden Momente, von denen ich heuer(=dieses Jahr. Praktisches Wort, oder?) schon eine ganze Menge hatte.

Ich fahre mit dem Finger über meine innere Landkarte und gehe in Gedanken durch, wo ich schon überall gelebt habe, wo ich schon überall war und wo ich noch alles hin will. Am Samstag habe ich mir schon relativ spontan Gedanken darüber gemacht, ob Wien jetzt mein “Zuhause” ist, am Sonntag sah ich den wunderbaren Film Away We Go von Sam Mendes in einem zauberhaften kleinen Kino am Schottenring und am Montag war die erste Vorlesung über Landschaftsplanung (LAP), bei der das oben erwähnte “Offenbarung” gemacht wurde und es mir wie Schuppen von den Augen fiel. “Raum” beschäftigt mich gerade sehr. Vielleicht gerade deswegen, weil ich sehe, was in Freiräumen, ob besetzt oder “geduldet”, möglich ist, eventuell aber auch, weil ich als großer heiter scheitern-Fan auf Raumfragen geeicht bin. Und dann schreibt Kathrin auch noch über Queering Gentrification! Da scheint sich mir gerade ein weiteres Lieblingsthema aufzutun. (Nebenbei sehe ich mit großem Entsetzen, dass ich anfange, Statistik interessant zu finden. Ich meine, ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, Umweltstatistik als Wahlfach zu belegen. Werde ich erwachsen?)

Wohin also?
Ich habe einen großen Schuhkarton, den ich mit vielen kleinen Erinnerungsstücken gefüllt habe: Kinokarten, Presseausweise, Zug- und Flugtickets, Postkarten und weiteren Nippes, den ich über die Jahre gesammelt habe. Es gehören auch einige Karten dazu. Neben einer völlig zerschlissenen Wienkarte, auf der nur das Weltcafé eingetragen ist, das auch schon in meinem Wien-Moleskine eingezeichnet ist, gibt es eine Karte von Amsterdam, auf merkwürdigerweise das Stück rund um den Bahnhof fehlt (was so einiges erklärt!) und das Programmheftchen von Quattro Stazioni, jene Radiorundreise, die mich das erste Mal nach Wien gebracht hat. Das Deckblatt bildet ein Ausschnitt aus einer Karte, die irgendeine non-existente Landschaft abzubilden scheint. Strange Map. Vielleicht bildet diese Karte genau jenen Ort ab, den ich suche.

innerelandkarte2

Inas Heimat
Obwohl es immer wieder Gerüchte gibt, die Geschichte rund um Ina würden bei A. zu Hause spielen, obwohl tatsächlich nur ihre Küche Vorbild für Inas Küche stand, gibt es diesen Ort nicht. Ich habe ihn mal “Chicago, Dänemark” genannt, aber das ist auch kein guter Name. Gefühlsmäßig lag der Ort irgendwo in der Einöde der (theoretischen) dänisch-luxemburgischen Grenze, heute würde ich sogar ein dänisch-österreichisch-luxemburgisches Dreiländereck daraus machen. Vielleicht gibt es in Dänemark, in Luxemburg und in Österreich genau solche Orte, wie ich sie mir vorstelle, wenn ich an Inas Haus denke – wahrscheinlich gibt es sie in jedem Land. Aber genauso wie es wichtig ist, dass Inas Haus irgendwo in einer Einöde steht, so ist es auch unabdingbar, dass dieser Ort in einem “Grenzgebiet” (nicht nur von Nationalgrenzen!) liegt und eben gerade nicht existiert, dass der Nebel und der Schnee nicht nur Kälte vermitteln, sondern ihn auch unwirklich – im besten Sinne des Wortes, machen.

Und so ist auch mein Header zu verstehen. Mit ein wenig Fantasie lässt sich die Überbelichtung in das gleißende Licht einer Atombombenexplosion umdeuten. Das Foto ist somit das erste Abbild der postapokalyptischen Welt, durch die wir unseren ganz persönlichen Roadtrip veranstalten.

Insofern ist dieses Blog auch ein Reiseblog.
Und sei es nur für Reisen mit dem Finger über die innere Landkarte.

first photo cc by Manitoba Historical Maps and second photo cc by Toshiaki Zushi. Ich hätte diesen Artikel übrigens gerne wie Ben es letzens so wunderschön macht, einzeln gelayoutet. Leider fehlt mir nicht nur die Zeit, sondern auch ein klein wenig die Motivation und die Sattelfestigkeit in HTML und CSS, um sowas in angemessener Zeit umsetzen zu können.

Schreiben

Friday, July 3rd, 2009

Schreiben

Ich bin ja wirklich nicht gut darin, einfach so los zuschreiben. Möchte ich glauben. Eigentlich weiß ich, dass ich nur dann schreiben kann, wenn ich “einfach so” drauf los schreibe. Und das stimmt auch wiederrum nicht, denn für alles, was mit Angscht a Schrecken zu tun hat, plane ich Plots, Witze und Pointen oft lange, ehe ich mit Schreiben anfange. Oft vergesse ich die Hälfte davon wieder während dem Schreiben und verwende wesentlich schlechtere Witze und Wortspiele, über die nur ich lachen würde, würde mir ein anderer sie erzählen.

Das mit den Absätzen ist auch so ein Phänomen. Hat man einen abgeschlossen, weiß man oft nicht mehr, wie es weiter gehen soll. So geht es mir zumindest. Vielleicht ist das auch nur eine kleine psychologische Blockade, weil man ja schon zumindest einen Teil der Arbeit, nämlich einen Absatz, abgeschlossen hat und jetzt eine kleine Pause nehmen will. Was dazu führt, dass man sich an Mails erinnert, die man dringend schreiben sollte und tippt dann erst mal daran, sucht Dinge für diese Mail im Internet und endet damit, eine halbe Stunde lang Tetris zu spielen und kein ein Wort geschrieben zu haben.

Dann entdecke ich zusehend die Angst, nicht gut zu schreiben, nicht alle Facetten von einem Thema zu beleuchten oder meine Streitgesuche nicht gut genug zu formulieren. Ein völlig neues Gefühl für jemanden, der immer nur “so drauf los” geschrieben hat.

Aber ich wollte gar keinen Text schreiben, um den es so halbwegs humoristisch übers Schreiben geht, denn ich bin kein Komiker und kann auch nicht gut komische Texte schreiben. Auch bei Angscht a Schreckenlachen die Menschen immer da, wo ich denke “oh, das ist ein doofer Witz” und bei den Dingen, die ich furchtbar witzig finde, grinsen sie höchstens. Ich wollte eigentlich einen Text übers Schreiben unter Drogeneinfluss schreiben, weil ich diesen Artikel von Telepolis ganz interessant fand. Aber das passiert halt, wenn man einfach so drauf los schreibt.

(Photo cc by dbdbrobot)

Diplôme de technicien

Friday, June 26th, 2009

Hüte

Wie einige meiner Leser vielleicht wissen, habe ich dieses Jahr mein Abschluss im LTA, der sogenannten “Ackerbauschule” im Fachgebiet Umwelt und Natur gemacht. Vier Jahre war ich in der Schule und immer wenn mich jemand gefragt hat, hab ich nach dem Wort “Ackerbauschule” immer schnell erklärt, worum es im Gebiet Umwelt und Natur geht. Ich bereue, und das sagt sich jetzt, im Nachhinein, so einfach, aber ich denke, es steckt trotzdem eine große Wahrheit drin, keine Sekunde, die ich in der Schule verbracht habe. Wie angenehm ein Klassenklima sein kann, wenn die Lehrer alle akzeptieren und ernst nehmen. Was für Freunde im Feuer von großem Leid und wunderbaren Zeiten geschmiedet werden. Und wie groß man selbst wächst, über sich selbst hinaus, wenn man nur einen Schubs in die richtige Richtung bekommt.

Und jetzt ist das alles vorbei. Ich halte ein Stück Papier in den Händen, auf dem “Diplôme de technicien – Section Environnement naturel” steht. (Durchschnittsnote ist übrigens 42/60, Mention: “Bien”) Ich kann es kaum fassen. Die Anspannung von dem letzten Monat, diesem Monat Hölle, fällt weg. Es ist vorbei, bye bye, Junimond. Und das ist gut so. School’s out forever. Das Leben kann beginnen.

(Demnächst dann wieder gewohnter Content hier. Die Zeiten des Trockendocks sind definitiv vorbei.)

Photo cc by Werwin15

Trockendock

Tuesday, May 19th, 2009

trockendock

Falls sich irgendwer wundert: Ich tu gerade so, als würde ich für mein Abschlussexamen lernen. Deshalb befindet sich das Zeppelin gerade im Trockendock, während ich mich mit Fächern wie Wildmangement, Waldwegebau und Waldgesellschaften beschäftige. Den Computer ganz wegsperren bringe ich nicht übers Herz – wie sollte ich auch sonst meine Fortschritte und meinen Frust twittern?
Klickt euch einfach mal durch meine Blogroll, wenn euch langweilig ist oder stöbert im Archiv. Oder geht raus an die frische Luft und atmet tief durch.

(Photo cc by Jeff Keen)

† blogdelux

Monday, April 6th, 2009

Anfang 2007 erschütterte die luxemburgische Blogosphäre durch das Bloggertreffen blogdelux, organisiert von der Firma culture buzz, die den Medien erzählte, es sei von Bloggern organisiert (was nur in sofern stimmte, als dass culture buzz auch ein Blog hatte) und erzählte den Bloggern eine ganz andere Sache. Vor allem wurde immer wieder behauptet, es sei ein “unkomerzielles” Treffen. Es war nicht sehr leicht, durch das Dickicht aus Lügen und Verdrehungen der Tochterfirma von Vanksen zu blicken. Die ganze Geschichte, inklusive Einschaltung vom, und das sage ich mit allem nötigen Respekt, Darth Vader der deutschen Blogosphäre, Don Alphonso, kann man hier unter dem Tag blogdelux nachlesen.

Weshalb ich das schreibe:
blogdelux war nie die angestrebte Kommunikationsplattform für luxemburgische Weblogs. Konnte es auch gar nicht sein, weil Vanksen nur irgendwelche Ausgehtipps postete und die blogbuerg eine sehr viel bessere Linkplattform für luxemburgische Blogs darstellt. Vor über einem Jahr tat sich dann gar nichts mehr. Heute ist die Domain auf goodidea.lu, ebenfalls ein Vanksenprojekt, umgeleitet.

Das ist dann wohl das Ende der Geschichte “blogdelux”. Wie gesagt, Emmanuel Vivier, der Chef von culture buzz, der sich damals hier zu Wort gemeldet hat und den ich auf dem Treffen selbst vom Schnittchenessen abgehalten habe, stellt jetzt Fotos von sich online, auf denen er nackt mit zwei Laptops auf seiner Couch zu sehen ist. Scheint niemanden so richtig gut getan zu haben, dieses Blogdelux. Aber ich hatte eine Menge Spaß, irgendwie.

#twittbuerg

Friday, March 6th, 2009

Ich habe die Liste der luxemburgischen twitterer ein wenig aktualisiert. Es fehlen sicher immer noch Leute. Ich finde es aber sehr interessant zu sehen wer außerhalb von unserem netten kleinen Blogklumpen noch twitter benutzt.