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	<title>enjoying the postapocalypse &#187; Project:SEELE</title>
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		<title>Fetzen, (un)zusammenhängende.</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 01:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss das alles aufschreiben, ehe ich es vergesse. Dies sind nur Eindrücke, die ich nicht zu einem Bild zusammensetzen kann, da die Geschichte dazu erst geschrieben wird.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss das alles aufschreiben, ehe ich es vergesse. Dies sind nur Eindrücke, die ich nicht zu einem Bild zusammensetzen kann, da die Geschichte dazu erst geschrieben wird.</p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2011/01/fetzen.jpg" alt="Hippophae rhamnoides  cc-by-sa Jean Tosti" title="Hippophae rhamnoides  cc-by-sa Jean Tosti"" width="755" height="467" class="aligncenter size-full wp-image-3299" /></p>
<p>Ich stehe am Münchener Hauptbahnhof und rauche. Obwohl ich eigentlich gar nicht rauche, stehe ich am Rand von diesem Raucherquadrat, mit gelber Farbe auf den Boden aufgemalt und blase den Rauch heraus. In der linken Hand halte ich einen mittelgroßen Starbucks-Kaffee. Ich habe nur einen kleinen bezahlt. Der Kaffeeausgabefrau war es egal. Das viel zu süße Getränk des multinationalen Konzerns schmeckt gleich viel besser, wenn man weiß, dass man eben jenen multinationalen Konzern um ein paar Euro beschissen hat. Wohin geht meine Reise? Ich weiß nicht einmal wirklich, was ich in München tue. Was ich dort, wo ich hinfahren will, tun werde. Die ganze Unternehmung fühlt sich so hoffnungslos an, ich könnte gleich wieder nach Hause fahren.</p>
<p>Ich wache in einem fremden, zu kleinen Bett auf, entfernt von allen Fixpunkten. In diesem Zimmer, das die Traurigkeit eines gesamten Teenagerlebens atmet, wirkt plötzlich alles fremd, geradezu feindlich. Die Fenster sind leicht angelaufen, draußen Nebel. Einzig zu erkennen der Thuja. In seinen Wipfeln drei kleine Vögel. Ich kann nicht mehr schlafen, wahrscheinlich nie wieder.</p>
<p>Ich stehe auf meinem Balkon. Leichter Schnee fällt. Ich atme die kalte Winterluft ein. Vor meinem geistigen Auge sehe ich k. und Ky. gemeinsam im Bett. Im Hintergrund spielt <em>Werner Herzog gets shot</em> von <em>Get Well Soon</em>. Ich lächele. Alles ist in Ordnung.</p>
<p>Ich stehe in der Dusche und reibe die Sanddornseife an meinem Körper entlang. Mir wird erst während des Einseifens bewusst, dass der Geruch, der mir da in die Nase steigt, Sanddorn ist. Mein Mitbewohner trinkt morgens manchmal einen Cocktail aus Acidophilusmilch, Ahornsirup und Sanddornsaft. Es schmeckt, wie der Name klingt. Sanddorn. Wie Schleifpapier in der Kehle. Und dieser Schleifpapiergeschmack dringt in meine Nase, während ich in dieser Dusche stehe und mir nichts sehnlicher wünsche, als alles abwaschen zu können, vor allem Entfernungen.</p>
<p>In seltenen Momenten voller Klarheit, merkwürdig oft beim Zugfahren, denke ich, dass mir das alles egal ist, weil es Werte gibt, die wichtiger sind. Meistens ist es mir nicht egal. Meistens kribbeln irgendwelche Körperteile merkwürdig, das Nervenbündel unter meinem Magen meldet sich und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Rein rational ist ja alles in Ordnung. Aber kribbelnde Körperteile und Nervenbündel im Bauch lassen sich mit rationalen Gedanken kaum beruhigen. Und so taumele ich täglich zwischen Alpträumen, Wahnsinn und Klarheit.</p>
<p>In E. fühle ich mich, als würde ich in einem Museum leben. Ausstellungsstück in meinem eigenen Zimmer. Jedes Objekt erinnert an ewig weit weg scheinende Zeiten. Ich als Archäologe der eigenen Geschichte, noch ungeschrieben. Immerhin brauche ich weder Hut noch Peitsche. Ich soll die Sachen sortieren, in Dinge, die ich aufbewahren will und Abfall. Ich bringe die Kraft dazu nicht auf. Ich schaffe es ja schon kaum, das Archiv meines eigenen Blogs zu lesen, ohne mich wahlweise über mein früheres Ich zu ärgern oder &#8220;den guten alten Zeiten&#8221; nach zu trauern. Wie alt bin ich eigentlich? Ich muss über diese Frage kurz nachdenken. Das Internet weiß wie immer die <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=14+October+1987">Antwort</a>, erschreckend genau. Zum Glück ist der Aufenthalt in E. nur temporär. Als die Flut kommt, flüchte ich.</p>
<p>Ich kann keinen Schlusspunkt setzen</p>
<p><small><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hippophae_rhamnoides3.jpg">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">cc by-sa</a> Jean Tosti</small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3296&amp;md5=137049e069883c1ca7bd2dd2d8b7d4b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Never love again.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 11:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[Große Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[never love again]]></category>
		<category><![CDATA[Zeppelin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich nur Narben. Jetzt, da das große Seelenzeppelin so kurz davor ist, Segel zu setzen, muss ich mir diesen einen Satz hierhin schreiben, um mich daran zu erinnern, dass ich ihn – zumindest jetzt – für wahr erachte.
Never love again.

Aber vielleicht stimmt das ja alles nicht. Aber ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich nur Narben. Jetzt, da das große Seelenzeppelin so kurz davor ist, Segel zu setzen, muss ich mir diesen einen Satz hierhin schreiben, um mich daran zu erinnern, dass ich ihn – zumindest jetzt – für wahr erachte.<br />
<em>Never love again.</em><br />
<img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/12/neverloveagain.jpg" alt="View in winter over Saltsjön (Salt water sea) from Katarinahissen (the Katarina Lift), built in 1883. The Old Town to the left and Skeppsholmen in the background. " title="neverloveagain" width="755" height="556" class="aligncenter size-full wp-image-3258" /><br />
Aber vielleicht stimmt das ja alles nicht. Aber in mir ist alles so voller Melancholie, die fast schon Verzweiflung ist, dass ich ein Dogma daraus machen will.<br />
<em><br />
Seal my heart and break my pride,<br />
I&#8217;ve nowhere to stand and now nowhere to hide,<br />
Align my heart, my body, my mind,<br />
To face what I&#8217;ve done and do my time.</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3256&amp;md5=2a2098e6a9ddde765ad4c65bf2ac9097" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Soul Zeppelin</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 13:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeppelin]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ist das einzige, was noch hilft, eine Reise mit dem großen Seelenzeppelin.

Manchmal ist alles, was ich brauche, um die Welt wieder klar zu sehen, eine Reise mit dem großem Seelenzeppelin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist das einzige, was noch hilft, eine Reise mit dem großen Seelenzeppelin.<br />
<img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/12/soulzeppelin.jpg" alt="Das große Seelenzeppelin über London" title="Das große Seelenzeppelin über London" width="755" height="914" class="aligncenter size-full wp-image-3234" /><br />
Manchmal ist alles, was ich brauche, um die Welt wieder klar zu sehen, eine Reise mit dem großem Seelenzeppelin.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3233&amp;md5=6430731b5298de1c6ef89ff2d6d6b941" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>#################################</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 23:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[der Baron von Luxemburg]]></category>
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"Das also ist mein Leben.", denke ich, "rauchend süßen Kaffee mit viel zu viel Milch zu trinken". In meinem Kopf rennen Landschaften vor meinem inneren Auge davon. "Will ich mich verlieben? Will ich ein Mann sein? Eine Frau? Was heißt das? Wo ist Ruth in dem Ganzen? Schmeck's Krapferl!" Wie sollte ein Zeppelin in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/10/01.jpg" alt="Kriegsschiff auf rauer See" title="#####01" width="755" height="556" class="aligncenter size-full wp-image-3158" /><br />
&#8220;Das also ist mein Leben.&#8221;, denke ich, &#8220;rauchend süßen Kaffee mit viel zu viel Milch zu trinken&#8221;. In meinem Kopf rennen Landschaften vor meinem inneren Auge davon. &#8220;Will ich mich verlieben? Will ich ein Mann sein? Eine Frau? Was heißt das? Wo ist Ruth in dem Ganzen? Schmeck&#8217;s Krapferl!&#8221; Wie sollte ein Zeppelin in diesen Stürmen Kurs halten können? Wie sollte ich wissen, dass die See über dem hypertheoretischen Dänemark so rau-h ist? </p>
<p>Ich sollte mehr Texte über das Leben in Wien schreiben.</p>
<p>Ein Güterzug fährt durch. Wenn ich geradeaus blicke, flasht mich der Anblick der bunt bedruckten Container total. Werden Container bedruckt? Ich versuche über diese Frage nachzudenken, muss unwillkürlich einen Schritt zurück gehen, merke dabei nicht, dass ich schon gegen dem Betonblock, der glücklicherweise im Weg steht und meinem Rücken ergonomischen Halt bietet, laufe, weil mich der Anblick so in seinen Bann zieht, dass mir schwindlig wird. Wenn ich meinen Blick etwas abwende und schräg auf den schnell fahrenden Zug schaue, kann ich die Werbeaufdrucke lesen und dieses fiese flüssigkeitsgefüllte Organ in meinem Innenohr sendet keine verwirrenden Signale an mein sowieso schon verwirrtes Gehirn. Vestibularapparat. Allein das Wort schon. Vestibularapparat. Ist es überhaupt ein richtiger <abbr title="Ein Apparat ist in der Verfahrenstechnik ein Gebilde zur Umsetzung von Stoffen und/oder Energie, wobei - im Gegensatz zu einer Maschine - keine oder nur geringfügige mechanische Arbeit abgegeben oder aufgenommen wird..">Apparat</abbr>?<br />
Gegen den Betonblock gepresst blicke ich wieder nach vorne und lasse den brachialen Eindruck auf mich einwirken. In diesem Moment scheint es das visuelle Äquivalent zu &#8220;Vom Zug überfahren werden&#8221; zu sein. (Das stimmt nicht. Der Gedanke ist mir jetzt, beim Schreiben gekommen. Aber was heißt denn &#8220;<em>in diesem Moment?</em>&#8220;, frage ich euch, durch die vierte Wand hindurch!)</p>
<p>Ich suche auf Amateurvideopornoseiten nach bekannten Gesichtern. Ungute Vorahnungen, im Nachhinein betrachtet. Als hätten verwackelte Handyvideos irgendetwas mit der Realität zu tun. Die Realität ist, wie wir alle wissen, völlig haarlos, schönheitsoperiert, mit glänzendem Öl gefettet und von der ersten Berührung an laut stöhnend in HD gefilmt. (<em>Zu viel Porno? Fickt euch, hahaha!</em>) Ich kann nichts dafür, aber es ist meine Schuld. </p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/10/02.jpg" alt="Zeppelin über Bergen" title="#####02" width="755" height="442" class="aligncenter size-full wp-image-3160" /></p>
<p>Das Zeppelin droht, abzustürzen. Zum Glück ist das Steuer kein Rad, sondern eine goldene Schreibmaschine mit tausend goldenen Hebeln. Ich sitze – nicht unbedingt vor Fachkenntnis strotzend – vor dieser Apparatur, aber der Quecksilberstreif am Horizont leuchtet schon golden in einer sich öffnenden Wolkengasse.</p>
<p>Mit einem Male stehe ich wieder am Strand des Meeres der Verzweiflung. Ein trauriger, unheimlicher Ort, den ich nicht selbst erfunden habe und dessen Existenz ich beinahe vergessen hätte. Ein zufällig gelesener Kommentar bringt mich darauf, dass eine geheime Botschaft hinter diesen Filmen stecken könnte, die mich wieder einmal völlig flashen. Ich könnte auch sagen, sie hätte mein Gehirn total gefickt, aber ich schreibe ja zu viel über Sex, wenn ich mich auf die Meinung derjenigen, die es sich trauen, das auszusprechen, vertrauen kann. Die schweigende Mehrheit sagt selbstverständlich naturgemäß nie etwas dazu.<br />
Rotes Meerwasser umspielt meine Knöchel. <em>Ein guter Pirat …</em> Ich versuche, all diese schrecklichen Gedanken mit &#8220;Blub&#8221; zu vertreiben. Manchmal schreibe ich auch &#8220;BLUB&#8221; auf meinen Notizblock oder sonstiges Papier, wenn ich nicht laut reden kann oder will. Oft funktioniert das. Fragt sich nur, ob die Luftblasen, die ich dazu denke, über die Oberfläche steigen oder ob die Gedanken nur sinken wie leckgeschlagene Erdöltransporter und am Grund verbleiben wie Seeminen, aus denen man später Möbeln bauen wird, falls sie entgegen aller Erwartungen nicht detonieren und mich – zumindest metaphorisch – in Stücke reißen. Oder hässliche Flecken auf Textilien hinterlassen.</p>
<p><div id="attachment_3162" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/10/03.jpg" alt="Der Baron von Luxemburg" title="Der Baron von Luxemburg" width="300" height="431" class="size-full wp-image-3162" /><p class="wp-caption-text">Der Baron von Luxemburg</p></div>Vor der Bim-Haltestelle stehen Betrunkene mit fettigen Haaren, singen zuerst, reden dann über Zeitalter, sie das dritte Bier wegen dem dritten Jahrtausend, in dem wir uns befinden, er schon das Zwölfte. Die Zukunft hat schon begonnen. Unnötig zu sagen, dass sie beide betrunken sind, aber wie auf anderen Drogen wirken, oder zumindest wirkt das, was sie sagen, so. Nach dem kurzen Ausflug in die komplizierte Geometrie der vierten Dimension geht das Gespräch über historische Figuren. Ich kann meinen eigenen Gedanken derweil nicht folgen und erzähle wie automatisch von Ruth, die anscheinend mal wieder in der Stadt ist. Iwan der Schreckliche war kein Gläubiger, war Atheist. Ein Perverser war er! Hat dem Groszkni mit dem Florett den Damm aufgeschnitten. &#8220;<em>Einmal ließ er einen Fürsten in ein Bärenfell einnähen und auf das Eis bringen. Als seine großen Hunde den vermeintlichen Bären in Stücke rissen, belustigte der Zar sich so sehr, dass er vor Freude nicht wusste, auf welchem Bein er stehen sollte!</em>&#8221; Katherina die Große war da ganz anders, die war gottesfürchtig und steht heute noch im Ruf, sexbesessen und machtgierig gewesen zu sein. Sie lallen, aber ich, ich will auf die Bank springen, mit wehendem Umhang, will schreien:&#8221;<strong>ICH BIN DER BARON VON LUXEMBURG! ICH WOHNE DORT OBEN AUF DEM BERG UND SPIELE MERKWÜRDIGE SPIELE MIT PENDELN! SUPERDOPE! NIEMAND SOLL MICH DARAN HINDERN ZU SCHREIBEN, DENN FÜRWAHR ICH BIN DER ADELIGE, DEN MAN DEN BARON VON LUXEMBURG NENNT!</strong>&#8221;<br />
Ruth würde darüber nur lachen. Mein Basilikum ist verdorrt. Und mein neuer Freund, <em>Persea gratissima</em>, voll mit hoch-giftigem Persin, versucht mir zu entwachsen. Das an meinem Daumen scheint nur Farbe zu sein.</p>
<p>Ich überlege schon länger, mir Tee zu kochen. Beschließe immer wieder, es zu tun, vergesse es aber dann direkt wieder. Wenn es mir wieder einfällt, muss ich aufs Klo und vergesse es auf dem Rückweg wieder. Ein Teufelskreis, den zu durchbrechen ich nicht die Kraft habe.</p>
<p>Gänsehaut an meinen Knöcheln. Ich zittere, das rote Wasser ist kalt. Die Zigarette (obwohl ich ja überhaupt nicht rauche!) verformt sich zwischen meinen Fingern. Ruth. Ich spüre ihre Anwesenheit, ich weiß instinktiv, dass sie mein Revier betreten hat. Nur zu gerne würde ich mit ihr treffen und sie zum Duell auf Leben und blaue Flecken mit diesen Versandrollen, in denen man Poster verschickt, auffordern. Aber eigentlich bin ich nicht wegen ihr nervös. &#8220;Eigentlich&#8221;, sage ich mir, &#8220;sollte ich überhaupt nicht nervös sein! Ich sollte aufrecht, mutig und voller Tatendrang sein, ein kraftvoller Bursche in seinen besten Jahren!&#8221;.</p>
<p>Mein Bett ist groß und leer. Aber immerhin bequem.</p>
<p>Durch mein Hirn kriechen garstige Insekten aus dem Weltraum, in sauerstoffangereichterter Umgebung hochgezüchtet auf unglaubliche Größen. Ersticken können sie, dank Tracheenatmung, nur schwerlich. Ich suche verzweifelt nach einer Tube Bauschaum. Ich müsste mir einen extra langen, dünnen Aufsatz bauen, den ich in meine Nase, denn durch das Ohr geht es wegen übermäßiger Liebe zu meinem Trommelfell nicht, schieben könnte und mit dem ich den Viechern dann Baumschaum in ihre Atemorgane spritzen könnte, so dass sie ersticken und mich nicht länger belästigen würden! </p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/10/3057385436_4c45f02dd1_o.jpg" alt="Schiff im Sturm" title="Schiff im Sturm" width="700" height="483" class="aligncenter size-full wp-image-3172" /></p>
<div style="text-align: center;">Zum Abschluss spielt Mozarts Requiem (KV 626). Das große Finale findet nicht statt.</div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=3140&amp;md5=2532c951f95839a2151c0e68449caefa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>fuck your friends!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 20:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität]]></category>
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		<description><![CDATA[photo cc by Wrote

fuck your friends, fuck heteronormativity
Ich meine das durchaus wörtlich. Aber vielleicht sollte ich anders anfangen. 

Immer, wenn ich über Feminismus, Homophobie, Sexismus oder sonstige Gender Issues rede, versuche ich zu betonen, dass auch Heterosexuelle und Männer unter den gängigen Rollenbildern und Gesellschaftsnormen, die so schön unter dem Begriff Heteronormativität zusammen gefasst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/06/fuckyourfriends.jpg" alt="" title="fuckyourfriends" width="755" height="226" class="aligncenter size-full wp-image-2923" /><small><a href="http://www.flickr.com/photos/wrote/2654556957/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/wrote/">Wrote</a></small></p>
<p><em>fuck your friends, fuck heteronormativity</em><br />
Ich meine das durchaus wörtlich. Aber vielleicht sollte ich anders anfangen. </p>
<p>Immer, wenn ich über Feminismus, Homophobie, Sexismus oder sonstige <em>Gender Issues</em> rede, versuche ich zu betonen, dass auch Heterosexuelle und Männer unter den gängigen Rollenbildern und Gesellschaftsnormen, die so schön unter dem Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heteronormativit%C3%A4t">Heteronormativität</a> zusammen gefasst sind, leiden. Männer werden als unmännlich betrachtet, wenn sie Gefühle zeigen. Und selbst wenn diese Rollenbilder so langsam aufweichen (vor allem am linken Rand der Gesellschaft), so scheinen sie im größten Teil der Bevölkerung immer noch fest zementiert. Erst heute las ich einen Facebook-Kommentar, der es als großes Wunder bezeichnete, dass zwei Männer kochen würden, während eine Frau Fußball (Vielleicht schreibe ich auch mal einen Artikel dazu, wieso ich die Weltmeisterschafts-Veranstaltung aus verschiedenen Perspektiven ziemlich nervig und nicht unterstützenswert finde) schaute.</p>
<p>Ein Aspekt, der meiner Meinung nach zu wenig Beachtung findet, sind nicht heteronormative Beziehungsformen. Insbesondere dann, wenn es sich um Beziehungen von Menschen handelt, die sich selbst als hetero identifizieren (oder so identifiziert werden). Gut, es mag den Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory">Polyamory</a> geben, der vor allem auf Liebesbeziehungen mit mehren Menschen gemünzt ist. Ich bin der Meinung, dass Liebesbeziehungen zu mehreren Menschen möglich sind und es wohl vor allem die gesellschaftlichen Schranken in unseren Köpfen sind, die die meisten von uns davon abhalten, so etwas überhaupt zu versuchen. Ergebnis davon: Menschen werden unglücklich, weil ihre Beziehungen nicht so ablaufen, wie sie sich das erwarten – ohne zu hinterfragen, wieso sie sich das so erwarten. </p>
<p>Nicht alle sexuelle Beziehungen basieren auf Liebe/Verliebtheit. Manche basieren auf Freundschaft, Zuneigung, Sympathie oder auch &#8220;nur&#8221; sexueller Anziehung. Als jemand, der in solch einer &#8220;Beziehung&#8221; (selbst der Begriff riecht nach verliebten Pärchen!) steckt, nervt es mich enorm, mich immer wieder dafür rechtfertigen zu müssen. Das geht soweit, dass ich es eher vermeide, davon zu reden, um nicht wieder in Erklärungsnot zu geraten. Um nicht wieder erklären zu müssen, dass die Person, mit der ich regelmäßig schlafe, nicht &#8220;meine Freundin&#8221; (im Sinne einer auf Liebe basierenden, romantischen Beziehung ist), ich sie &#8220;trotzdem&#8221; (wieso trotzdem?) mag und den Status einer romantischen Beziehung auch nicht anstrebe.</p>
<p>Was fehlt? Eine Begrifflichkeit? Mir gehen alle Bezeichnungen à la &#8220;Freundschaft plus&#8221;, &#8220;Friends with benefits&#8221; oder gar &#8220;Fickbeziehung&#8221; nicht weit genug. Vor allem wird durch diese Bezeichnungen suggeriert, dass es sich bei Sex mit Menschen, zu denen man ein freundschaftliches Verhältnis hat, um eine abnormale Sache handelt und Sex nur bei Menschen in einer romantischen Beziehung vor zu kommen hat. &#8220;Offene Beziehung&#8221; suggeriert wieder Gefühle wie Liebe oder Verliebtheit, die ich jedoch nicht finden kann – was mich, wie bereits erwähnt, nicht sonderlich stört. </p>
<p>Ich weiß nicht, ob es eine Begrifflichkeit geben muss. Und noch viel weniger, wie diese lauten sollte. Mir wäre ein gesellschaftliches Bewusstsein ob der Tatsache, dass es neben (Zweier)beziehungen noch viel mehr gibt, wichtig. Es gibt wohl genug Menschen, die wegen ihres Sexlebens ein schlechtes Gewissen haben oder gar unglücklich werden, weil es nicht der gesellschaftlichen &#8220;Norm&#8221; entspricht. Oder noch schlimmer, sozialem Druck ausgesetzt werden, weil ihr Sexleben als &#8220;schlampenhaft&#8221; bzw. ablehnungswürdig betrachtet wird. Am liebsten möchte ich raus aus der Rolle, mich ständig dafür rechtfertigen zu müssen, nicht verliebt und trotzdem glücklich zu sein. Und das, ohne Schweigen zu müssen. (Was nicht heißt, dass ich jeder und jedem von meinem Sexleben erzählen muss. Das wäre ja noch schöner!)</p>
<p>Also: Es ist nichts dabei, Sex mit Freund_innen zu haben. Niemand muss sich an das Ideal von Zweierbeziehungen halten. Nicht mal an das Ideal von romantischen Beziehungen. Und umgekehrt kann es genauso romantische Beziehungen geben, in denen kein Sex vorkommt. Aus welchen Gründen auch immer.<br />
Wichtig ist meiner Meinung nach, mit Sexualpartner_innen zu kommunizieren, Wünsche, Vorstellungen und Ängste mit zu teilen. Und selbst glücklich zu sein.<br />
Und genau deswegen gehört der gesellschaftliche Druck aufgehoben. </p>
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		<title>Missing …</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 22:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[verlieben]]></category>

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		<description><![CDATA[photo cc by Vanessa Yvonne

Verliebt sein, das wär doch mal wieder was …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2010/02/verliebt.jpg" alt="" title="verliebt" width="944" height="359" class="aligncenter size-full wp-image-2619" /><small><a href="http://www.flickr.com/photos/ieatwaffles/3051079714/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/ieatwaffles/">Vanessa Yvonne</a></small></p>
<p>Verliebt sein, das wär doch <a href="http://www.joeladami.net/tag/a%C2%B2/">mal wieder</a> was …</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>die innere Landkarte</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2009/12/02/die-innere-landkarte/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 11:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meta:blog]]></category>
		<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[Landkarte]]></category>
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		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhause]]></category>

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		<description><![CDATA[ Wobei ... auf jeden Fall etwas mit "geographisch-" und "Komplex". Vielleicht hat ja von euch, liebe BlogleserInnen, eine Idee?



Landschaften sind immer ein Abbild gesellschaftlicher und herrschaftlicher Verhältnisse.
Das klingt recht einfach und logisch, war für mich aber eine große Offenbarung. Einer jener horizonterweiternden Momente, von denen ich heuer(=dieses Jahr. Praktisches Wort, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Alternativtitel: Der geographisch-psychologisch-metaphysische Komplex] Wobei &#8230; auf jeden Fall etwas mit &#8220;geographisch-&#8221; und &#8220;Komplex&#8221;. Vielleicht hat ja von euch, liebe BlogleserInnen, eine Idee?</em></p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/12/innerelandkarte1.jpg" alt="innerelandkarte1" title="innerelandkarte1" width="755" height="210" class="aligncenter size-full wp-image-2516" /></p>
<p><strong>Landschaften sind immer ein Abbild gesellschaftlicher und herrschaftlicher Verhältnisse.</strong><br />
Das klingt recht einfach und logisch, war für mich aber eine große Offenbarung. Einer jener horizonterweiternden Momente, von denen ich heuer(=dieses Jahr. Praktisches Wort, oder?) schon eine ganze Menge hatte.</p>
<p>Ich fahre mit dem Finger über meine innere Landkarte und gehe in Gedanken durch, wo ich schon überall gelebt habe, wo ich schon überall war und wo ich noch alles hin will. Am Samstag habe ich mir schon relativ spontan Gedanken darüber gemacht, ob Wien jetzt mein &#8220;Zuhause&#8221; ist, am Sonntag sah ich den wunderbaren Film <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt1176740/">Away We Go</a></em> von Sam Mendes in einem zauberhaften kleinen Kino am Schottenring und am Montag war die erste Vorlesung über Landschaftsplanung (LAP), bei der das oben erwähnte &#8220;Offenbarung&#8221; gemacht wurde und es mir wie Schuppen von den Augen fiel. &#8220;Raum&#8221; beschäftigt mich gerade sehr. Vielleicht gerade deswegen, weil ich sehe, was in Freiräumen, ob besetzt oder &#8220;geduldet&#8221;, möglich ist, eventuell aber auch, weil ich als großer <a href="http://www.scheitern.org">heiter scheitern</a>-Fan auf Raumfragen geeicht bin. Und dann schreibt Kathrin auch noch über <a href="http://www.iheartdigitallife.de/queering-gentrification">Queering Gentrification</a>! Da scheint sich mir gerade ein weiteres Lieblingsthema aufzutun. (Nebenbei sehe ich mit großem Entsetzen, dass ich anfange, Statistik interessant zu finden. Ich meine, ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, Umweltstatistik als Wahlfach zu belegen. <a href="http://twitter.com/JollySea/status/6265137673">Werde ich erwachsen?</a>)</p>
<p><strong>Wohin also?</strong><br />
Ich habe einen großen Schuhkarton, den ich mit vielen kleinen Erinnerungsstücken gefüllt habe: Kinokarten, Presseausweise, Zug- und Flugtickets, Postkarten und weiteren Nippes, den ich über die Jahre gesammelt habe. Es gehören auch einige Karten dazu. Neben einer völlig zerschlissenen Wienkarte, auf der nur das Weltcafé eingetragen ist, das auch schon in meinem Wien-Moleskine eingezeichnet ist, gibt es eine Karte von Amsterdam, auf merkwürdigerweise das Stück rund um den Bahnhof fehlt (was so einiges erklärt!) und das Programmheftchen von <a href="http://www.joeladami.net/tag/wienratiborleipzig/">Quattro Stazioni</a>, jene Radiorundreise, die mich das erste Mal nach Wien gebracht hat. Das Deckblatt bildet ein Ausschnitt aus einer Karte, die irgendeine non-existente Landschaft abzubilden scheint. <a href="http://strangemaps.wordpress.com/">Strange Map</a>. Vielleicht bildet diese Karte genau jenen Ort ab, den ich suche.</p>
<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/12/innerelandkarte2.jpg" alt="innerelandkarte2" title="innerelandkarte2" width="755" height="218" class="aligncenter size-full wp-image-2517" /></p>
<p><strong>Inas Heimat</strong><br />
Obwohl es immer wieder Gerüchte gibt, die Geschichte rund um <a href="http://www.joeladami.net/tag/Hoffnung/page/2/">Ina</a> würden bei A. zu Hause spielen, obwohl tatsächlich nur ihre Küche Vorbild für Inas Küche stand, gibt es diesen Ort nicht. Ich habe ihn mal &#8220;Chicago, Dänemark&#8221; genannt, aber das ist auch kein guter Name. Gefühlsmäßig lag der Ort irgendwo in der Einöde der (theoretischen) dänisch-luxemburgischen Grenze, heute würde ich sogar ein dänisch-österreichisch-luxemburgisches Dreiländereck daraus machen. Vielleicht gibt es in Dänemark, in Luxemburg und in Österreich genau solche Orte, wie ich sie mir vorstelle, wenn ich an Inas Haus denke &#8211; wahrscheinlich gibt es sie in jedem Land. Aber genauso wie es wichtig ist, dass Inas Haus irgendwo in einer Einöde steht, so ist es auch unabdingbar, dass dieser Ort in einem &#8220;Grenzgebiet&#8221; (nicht nur von Nationalgrenzen!) liegt und eben gerade nicht existiert, dass der Nebel und der Schnee nicht nur Kälte vermitteln, sondern ihn auch unwirklich &#8211; im besten Sinne des Wortes, machen.</p>
<p>Und so ist auch mein Header zu verstehen. Mit ein wenig Fantasie lässt sich die Überbelichtung in das gleißende Licht einer Atombombenexplosion umdeuten. Das Foto ist somit das erste Abbild der postapokalyptischen Welt, durch die wir unseren ganz persönlichen Roadtrip veranstalten. </p>
<p>Insofern ist dieses Blog auch ein Reiseblog.<br />
Und sei es nur für Reisen mit dem Finger über die innere Landkarte.</p>
<p><small>first   <a href="http://www.flickr.com/photos/manitobamaps/2340939496/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a> by<a href="http://www.flickr.com/people/manitobamaps/"> Manitoba Historical Maps</a> and second <a href="http://www.flickr.com/photos/zushi323/4152145171/">photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/zushi323/">Toshiaki Zushi</a>. Ich hätte diesen Artikel übrigens gerne wie <a href="http://anmutunddemut.de/">Ben</a> es <a href="http://anmutunddemut.de/2009/11/28/miyako-die-insel-des-langen-lebens">letzens so wunderschön</a> macht, einzeln gelayoutet. Leider fehlt mir nicht nur die Zeit, sondern auch ein klein wenig die Motivation und die Sattelfestigkeit in HTML und CSS, um sowas in angemessener Zeit umsetzen zu können.</small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Zentrum des Universums</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2009/09/29/das-zentrum-des-universums/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 18:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
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		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[wirr]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der Zug, in dem ich sitze, atmet leise ein und aus. Kaum hörbar sein elektrisches Stöhnen, das unnatürlicher nicht sein könnte und dennoch so vertraut ist.
Es ist kaum zu glauben, wie gut Menschen einem tun können. Noch immer euphorisiert von diesem strahlenden Sommerende, das irgendwo im krächzenden Gebälk zwischen nicht identifizierbaren Bildern in staubigen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/09/zentrumdesuniversums.jpg" alt="zentrumdesuniversums" title="zentrumdesuniversums" width="755" height="207" class="aligncenter size-full wp-image-2455" /></p>
<p>Der Zug, in dem ich sitze, atmet leise ein und aus. Kaum hörbar sein elektrisches Stöhnen, das unnatürlicher nicht sein könnte und dennoch so vertraut ist.<br />
Es ist kaum zu glauben, wie gut Menschen einem tun können. Noch immer euphorisiert von diesem strahlenden Sommerende, das irgendwo im krächzenden Gebälk zwischen nicht identifizierbaren Bildern in staubigen Rahmen stattfand. </p>
<p>Und da stehst du. In Paris, auf der <em>Défense</em>. Du erwartest gerade zu, dass Alarmsirenen ertönen und die Hochhäuser langsam im Boden versinken. Hier wird dir das Ausmaß deines Sieges erst bewusst. Unwiderruflich ist er, endgültig. Die Kräfte des Guten und Richtigen gegen Alt und Böse. Bisher die höchste Hochwassermarke. Niemand kann dir das nehmen. Hochgefühl. Die Freiheit, das Volk zum Sieg führend. Apotheose, zeitweilige. Jemand sollte deine Heldentaten als Fresko an die Decke einer großen Halle malen!<br />
Alle <a href="http://www.joeladami.net/2008/10/23/rote-zeichen/">roten Zeichen</a> sind weggewischt.</p>
<p>Und da stehst du. In dem Tesserakt, diesem Hyperkubus der vierten Dimension. Und du weißt: Dies ist das Zentrum des Universums. Da hoch oben, an der Decke der <em>Grande Arche</em> ist der wahrhaftige Aufhängepunkt für das Pendel.<br />
Die Erkenntnis ist so großartig, dass sie dir erst vier Wochen später bewusst wird. Für einen kurzen Moment atmest du Strings, die drohend glühen und dunkle, graue Äste überall hinsauen. </p>
<p><em>Es muss doch einen Weg hier raus geben. Zu viel Verwirrung hier.</em>  Der kahlköpfige, vietnamesische Weltraumnazi hinter der Theke dieser Waikikibar inmitten von Amsterdam sah uns grinsend an. Er wusste ganz genau, was los war.<br />
Auf der Straßenkarte nur ein einziger Name. Selbst für dieses grinsende Scheusal habe ich im Nachhinein noch Verständnis, gar Mitgefühl. Diese Wanderung war nötig. Sie war die Reise zum Zentrum des Universums, an dem ich eine Woche zuvor gewesen war. Zeit ist nicht stringent, nicht linear. Schon gar nicht in Schwinungsnähe vierdimensionaler Hyperkuben. </p>
<p>Eine weitere Reise. Im Auge des Sturms. Ciao Bella.<br />
Diese Stadt liebt mich. Mir wird bewusst: Es war nicht ich, der Sehnsucht hatte, wie einst nach dem Meer, nach der Sonne, nach Kalkfelsen und Rosmarin, sondern sie, die Stadt, die mich vermisste und mich zu ihr gerufen hatte. Ich sehe: das schönste Mädchen der Welt, Bier aus schenkend.<br />
Dann. Eine Umarmung. Sie. A². Ich fühle nur Verlegenheit, Freude. Ich möchte ihr erzählen von meinen Reisen, aber dazu bleibt keine Zeit. </p>
<p>Wie immer vervollständigt sich die Geschichte erst später.<br />
Wo bleibt der Herbst? </p>
<p><small><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Grande_arche_de_la_defense.jpg">Foto aus Wikicommons</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">cc</a>)</small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.joeladami.net/?flattrss_redirect&amp;id=2454&amp;md5=c9a6c7da5ab7a8357e77d20d20dbdbb9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Today is a kalashnikov day (II)</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2009/05/13/today-is-a-kalashnikov-day-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 11:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>

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		<description><![CDATA[

Heute ist ein kalashnikov Tag. Ich habe meine Projektarbeit zurückbekommen und es stand eine unrealistisch grandiose Nummer drauf. Und trotzdem fühl ich micht nicht gut. Es ist der letzte Mittwoch in einer viel zu langen Aneinanderreihung von Mittwochen. Und wieder versinkt dieses Tal des Verderbens in grauweißem Nebel.

Ich habe keine Lust mehr. Auf überhaupt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/05/kalashnikov.jpg" alt="kalashnikov" title="kalashnikov" width="749" height="117" class="aligncenter size-full wp-image-2322" /></p>
<p>Heute ist ein <a href='http://www.joeladami.net/2007/03/06/today-is-a-kalashnikov-day/'>kalashnikov Tag</a>. Ich habe meine Projektarbeit zurückbekommen und es stand eine unrealistisch grandiose Nummer drauf. Und trotzdem fühl ich micht nicht gut. Es ist der letzte Mittwoch in einer viel zu langen Aneinanderreihung von Mittwochen. Und wieder versinkt dieses Tal des Verderbens in grauweißem Nebel.</p>
<p>Ich habe keine Lust mehr. Auf überhaupt nichts. Am liebsten würde ich das ganze Internet löschen. Grundlos scheißgelaunt. Vielleicht hilft es, ein wenig zu fluchen? Scheißdreck, Ficken, verdammt, Arschloch, Idiotenmaschine, <em>géi kaaf der eng Kärz</em> usw.</p>
<p>Ich muss weg aus diesem Höllenschlund. Da gibt es auch nichts mehr zu beschönigen. Ein Schnellfeuergewehr und zwei, drei Kilogramm Plastiksprengstoff.	</p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/tanvach/2373013340/">Photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/tanvach/">Pithawat Vachiramon</a>)		</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Befindlichkeit (Drang)</title>
		<link>http://www.joeladami.net/2009/04/25/befindlichkeit-drang/</link>
		<comments>http://www.joeladami.net/2009/04/25/befindlichkeit-drang/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 16:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[literarische Spielwiese]]></category>
		<category><![CDATA[Project:SEELE]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der Drang zu Schreiben überfällt dich bei dem Anblick des trostlosen Bahnhofs. 
Eine Welt in Grautönen. 
Pützen, Asphalt und Stahlbäume an denen die Früchte der Angst wachsen.
Wachsende Überwachung für wachsende Angst.
Darüber Kabelgewirr, dass diese Welt zusammenhält, dicke Nervenbündel, damit es stets hell für "Gottes" Auge ist.
Beruhigend nur, dass es keine Verschwörung gibt.
Aber: Schreiben wollen? ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.joeladami.net/wp-content/uploads/2009/04/befindlichkeit-kabel.jpg" alt="befindlichkeit-kabel" title="befindlichkeit-kabel" width="750" height="167" class="aligncenter size-full wp-image-2276" /></p>
<p>Der Drang zu Schreiben überfällt dich bei dem Anblick des trostlosen Bahnhofs.<br />
Eine Welt in Grautönen.<br />
Pützen, Asphalt und Stahlbäume an denen die Früchte der Angst wachsen.<br />
Wachsende Überwachung für wachsende Angst.<br />
Darüber Kabelgewirr, dass diese Welt zusammenhält, dicke Nervenbündel, damit es stets hell für &#8220;Gottes&#8221; Auge ist.<br />
Beruhigend nur, dass es keine Verschwörung gibt.<br />
Aber: Schreiben wollen? Gerade jetzt? Es könnte so schön sein, alles könnte mit Ruhe und Ungemütlichkeit über die Bühne, die die Welt bedeutet, gehen. Vielleicht ist es auch mehr: Schreiben müssen.<br />
Mit dem Hochdruckreiniger ins Ohr, den ganzen Schmutz und Dreck und Schleim und Schmalz, gelb, orange und blutig aus dem Gehirn pusten, auf dass er durch die Luft fliegt und auf der Straße landet, die sogleich in Flammen aufgeht und zu einem blutigen Teersee schmilzt, in dem kleine süße Exkremente mit Kulleraugen schwimmen. </p>
<p>Die Vegetationszeit ist eigentlich nur sehr kurz. Ich habe trotzdem immer noch Hoffnung, denn Totgesagte sterben zu letzt.<br />
Die Chlorophyllmenschen des bizarren Planeten Endoplasmaretikulum haben ihre Invasion begonnen, und nur eine Gruppe kann die Erde retten: zwei Nerds, eine Whiskyflasche und ein gut gesinntes Weichtier aus <em>outer space</em>, das in einem alten Satelliten wohnt. </p>
<p>Schwärze zieht auf, ein Augenfleck verdeckt die Sonne.<br />
Was ist die Befindlichkeit des Landes? </p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/megat/2657903820/">Photo</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a> by <a href="http://www.flickr.com/people/megat/">megat</a>)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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