Archive for the ‘Links und so…’ Category

Lesung in Vianden

Wednesday, September 9th, 2009

lesungvianden09

Auf dem eigenen Blog ist man anscheinend immer zu spät dran, deshalb hier nach dem Klick die Pressemitteilung für unsere Lesung am kommenden Samstag, den 12. September 2009 um 16:15 Uhr im “Ancien Cinema” in Vianden anlässlich der Büchertage. Kommt zahlreich und bringt Freunde mit, es lohnt sich definitiv!

Lesung junger Autoren „Les jeunes melancoliques“ und „Prosa I“
Samstag, den 12. September 2009 – 16:15
Ancien Cinema, Vianden
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Luxemburgisches Präteritum

Thursday, August 20th, 2009

Präteritum

Da ich mich heute schon genügend über die Uni Luxemburg aufgeregt habe, kann ich ja auch mal loben: Das Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises hat das Luxogramm online gesetzt, eine Art “Bescherelle” für luxemburgische Verben. Finde ich eine sehr gute Idee, denn so kann man sich über die richtige Konjugation und Schreibweise der Verben informieren. Im Luxemburgischen ist das mit der Rechtschreibung nämlich, wie wahrscheinlich viele meiner Leserinnen wissen, nicht so einfach. Es gibt eine anerkannte Rechtschreibung, aber die wenigsten kennen diese und schreiben meistens so, wie es ihnen richtig erscheint. Das liegt unter anderem daran, dass Luxemburgisch im eh schon überfüllten Stundenplan an luxemburgischen Schulen eher untergeht. Schön, dass es vor allem online so Initiativen wie spellchecker.lu, eine großartige Sammlung luxemburgischer Wörterbücher und eben auch das Luxogramm gibt!

Die meisten luxemburgischen Verben besitzen kein Präteritum (und damit auch kein einfaches Konjunktiv) mehr. Das ist ziemlich schade, macht die Sprache aber auch einfacherer. Im Luxogramm gibt es eine spezielle Übersicht über die knapp 30 Verben, welche noch ein Präteritum besitzen. Wunderschöne Sachen sind da drunter, wie zB. doung, das Präteritum des eh schon viel zu wenig verwendeten Verbes dinn, gesouch (gesinn), krouch (krauchen). So gefällt mir Grammatik.

Vielleicht sollte man auch anfangen, einige neue Zeiten zu erschaffen, dem luxemburgischen Fehlen doch noch einige! Oder neue Präteritumformen erfinden?

Zombies and Homeopathy

Friday, August 14th, 2009

It’s fucking water!

(via wortvogel)

Watchtower (IV)

Thursday, July 30th, 2009

watchtower4

Lange ist es her, dass ich einen Beitrag in der Watchtowerserie veröffentlicht habe. Schön, dass sich jetzt dank sterbender Harddisk alle Blogbeiträge, hinter die ich ein Sternchen gesetzt habe, verschwunden sind. Aber jeder Neuanfang birgt auch Chancen. Ich mag es, frische Betriebssysteme mit meinen Erkenntnissen aus früheren Desastern neu zu bestücken und nur Software zu installieren, die ich wirklich brauche. Was Blödsinn ist, denn schon bald wird meine Festplatte wieder zugemüllt sein mit Entwicklerversionen von Firefox oder modifizierten Chromeversionen, die keine Daten an Google übermitteln.

Obwohl es eigentlich schon fast unmöglich war, es zu übersehen, möchte ich das wunderbare Blog Fancy Fast Food dennoch verlinken. Weil ich es subversiv finde. Nicht immer unmöglich: Science Fiction. Über die Physik des Unmöglichen schreibt Michio Kaku, Luxemburgern bestens bekannt aus ihrem ersten oder zweiten Englischbuch.

Über das Blog I heart digital life habe ich heute zwei interessante Links gefunden, einmal Wie vermeide ich es, rassistische Artikel (für die Wikipedia) zu schreiben, über den man sicherlich diskutieren und nachdenken kann und sollte, und Hacking the spaces über Hackerspaces und ihre Rolle im Kapitalismus beziehungsweise der Gegenkultur.
Wer könnte sinnbildlicher für den Kapitalismus stehen als Mickey Mouse? Wie Disneyland in einer dystopischen Steampunkrealität aussehen würde, kann man hier bei boing boing offworld sehen.

Ich habe gestern neue Schuhe bekommen und habe mir blöderweise die Achillesferse (oder so) aufgeschrubbt, weil ich der Meinung war, es wäre eine super Idee, ohne Socken den Initiallauf zu absolvieren. Dumme Idee. Da gefällt mir dieses Paar, mit dem man einen MIDI-Controller kontrollieren kann, doch schon viel besser. Passend dazu: Kokosnuss-Kopfhörer!

Als letztes dann noch ein Link für Liebhaber der Typografie: Ein Schriftartenerkenner.

Photo cc by Rutger Blom

heiter scheitern

Wednesday, July 8th, 2009

heiterscheitern

Ich bin vor einiger Zeit durch einen Link von Nele über den Podcast heiter scheitern gestolpert. Ein queeres Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit beschreiben die drei Podcasterinnen aus Hamburg ihr Projekt. Es erinnert ein wenig an den wohl bekannteren Spreeblick-Podcast. Leute sitzen irgendwo und reden über Zeugs und das wird aufgenommen. Während Johnny und Tania Spreeblick meistens über ihr Privatleben und lustige Begebenheiten daraus erzählen und dabei von Thema zu Thema springen, so haben Marlen, Steff und Joke immer schon ihr Grundthema Queer. Und jeder Podcast behandelt einzelne Facetten bzw. mehr oder weniger spezifische Themen aus queerer Sicht.

Horizonterweiterung ist garantiert, so leben die Drei z.B. in einer funktionierenden, Dreierbeziehung. Und man verzeihe mir meine Unwissenheit, aber auch wenn ich das Konzept Polyamory kannte, so wusste ich einfach bis vor kurzem nicht, dass es sowas gibt und wie das funktioniert. Auch wenn ich empfehlen würde, bei der ersten Folge anzufangen, wenn man keine/wenige Vorkentnisse hat, so fand ich die Folge über Beziehungen und die über I kissed a girl am interessantesten.

Absolute Hörempfehlung.
Übrigens merkwürdig, wie sehr meine Anforderungen an Radiosendungen und an Podcasts varieren. Ich finde solche Gesprächspodcasts toll und überlege schon, in einer eventuellen WG einen einzuführen, während ich sowas im Radio niemals hören würde bzw. Musikpausen einbauen würde. Aber funktionieren beide Medien tatsächlich so unterschiedlich? Oder könnte man auch eine anderthalbstündige Diskusionssendung im (freien) Radio ohne Unterbrechungen senden?

Photo cc by celesteh

Schreiben

Friday, July 3rd, 2009

Schreiben

Ich bin ja wirklich nicht gut darin, einfach so los zuschreiben. Möchte ich glauben. Eigentlich weiß ich, dass ich nur dann schreiben kann, wenn ich “einfach so” drauf los schreibe. Und das stimmt auch wiederrum nicht, denn für alles, was mit Angscht a Schrecken zu tun hat, plane ich Plots, Witze und Pointen oft lange, ehe ich mit Schreiben anfange. Oft vergesse ich die Hälfte davon wieder während dem Schreiben und verwende wesentlich schlechtere Witze und Wortspiele, über die nur ich lachen würde, würde mir ein anderer sie erzählen.

Das mit den Absätzen ist auch so ein Phänomen. Hat man einen abgeschlossen, weiß man oft nicht mehr, wie es weiter gehen soll. So geht es mir zumindest. Vielleicht ist das auch nur eine kleine psychologische Blockade, weil man ja schon zumindest einen Teil der Arbeit, nämlich einen Absatz, abgeschlossen hat und jetzt eine kleine Pause nehmen will. Was dazu führt, dass man sich an Mails erinnert, die man dringend schreiben sollte und tippt dann erst mal daran, sucht Dinge für diese Mail im Internet und endet damit, eine halbe Stunde lang Tetris zu spielen und kein ein Wort geschrieben zu haben.

Dann entdecke ich zusehend die Angst, nicht gut zu schreiben, nicht alle Facetten von einem Thema zu beleuchten oder meine Streitgesuche nicht gut genug zu formulieren. Ein völlig neues Gefühl für jemanden, der immer nur “so drauf los” geschrieben hat.

Aber ich wollte gar keinen Text schreiben, um den es so halbwegs humoristisch übers Schreiben geht, denn ich bin kein Komiker und kann auch nicht gut komische Texte schreiben. Auch bei Angscht a Schreckenlachen die Menschen immer da, wo ich denke “oh, das ist ein doofer Witz” und bei den Dingen, die ich furchtbar witzig finde, grinsen sie höchstens. Ich wollte eigentlich einen Text übers Schreiben unter Drogeneinfluss schreiben, weil ich diesen Artikel von Telepolis ganz interessant fand. Aber das passiert halt, wenn man einfach so drauf los schreibt.

(Photo cc by dbdbrobot)

Beijing – Luxemburg

Friday, May 1st, 2009

Ein Luxemburger geht zu Fuß von Beijing nach Luxemburg und bloggt darüber. Find ich klasse.

Watchtower (III)

Monday, April 27th, 2009

watchtower3

Es wird mal wieder Zeit, um alle möglichen Fundstücke, die ich von meinem imaginären Wachturm im Internet erspäht habe, hier auszubreiten.

Bruce Sterling, ein anscheinend berühmter Autor des Cyberpunks, blogt jetzt für wired, auf deren Konto eine ganz schreckliche Übersetzungspassage bei den Simpsons geht. (Das “Wunderlich”-Magazin). Das kommt via anmut und demut, wo Ben auch ein Thompson-Zitat mit einem wohl seltenen Bild des jungen Hunter illustiert hat und diese geniale Gameboywerbung ausgegraben hat. Ich hatte Ben übrigens jünger eingeschätzt, aber ich vergesse immer wieder, dass die Verhältnisse des luxemburgischen Blogklumpen, in dem die potente thirtysomething-Schicht quasi ganz fehlt, nicht auf andere Länder umsetzbar sind. Vielleicht haben twitter und facebook mich aber auch schon so unmoralisch gemacht, dass ich kein Alter mehr einschätzen kann, sondern nur noch potentielle Opfer sehe.

In meinem Geburtsjahr gab es auch schon Musikpiraten. So ganz legal ist Jaydiohead bestimmt auch nicht. Last.fm ist ja auch so ein Tool, das man als Musikliebhaber gerne benutzt. Analog dazu soll jetzt BookArmy das last.fm der Bücher sein. Sollte ich mal ausprobieren, am besten in Kombination mit einem 300$ 30 €-Buchscanner (bzw. 10^100 Zimbabwe-Dollar) Wem das nicht gefällt, kann ja ein Weihnachtslicht verschlucken. Es gibt ja schon glow-in-the-dark-Fische, gibt’s das auch schon in Froschform?

Nach Trainspotting und Flugzeugstarren kommt jetzt, die Krise lässt grüßen, Polewatching. Wer hingegen lieber seine Kentnisse in Typographie verbessert, dem sei typefacts an’s Herz gelegt.
Die Spinnen, die letztes Jahr irgendwann auf der anderen Seite des Ärmelkanals aufgetaucht sind, sind jetzt in Tokio. Dass sie in Deutschland alle durchdrehen und das Internet wegsperren wollen, ist nichts neues, aber dieser Vorschlag hier ist noch ein wenig weltfremder. Verdammt krank und so menschenverachtend, dass ich am liebsten das Wort mit “N” davorschreiben möchte, ist diese CDU-Meinung, dass Homosexualität” eine Krankheit und “heilbar” sei. Dann hör ich doch lieber Alan Moore zu, wie er Rorschach liest.

Photomanipulation geht auch ganz leicht ohne Photoshop und Gesichter erkennt man mit Star Trek. Und wenn wir schon im Weltraum sind: Das Zentrum unserer Galaxie nach Himbeeren riecht und die NASA Deep Space Internet testet. Beide Dinge finde ich sehr over the top awesome.

Ein Blog von jenen, die ganz unten sind nennt sich Soziale Manieren und eine Seite über Magazine aus Papier GuteSeiten. Außerdem ist Luxemburg mal wieder Weltmeister, bei etwas, was wir richtig gut können: Rotwein saufen. (Jaja, Tankstellenverkäufe, ich weiß.)

Aus Mexiko, wo gerade die Welt untergeht, Schweinepest und Erdbeben und morgen wird es wahrscheinlich auch schwarzes Sperma regnen, erreichte mich heute eine Postkarte mit dem Bildniss von Subcomandante Marcos, mit diesem weisen Spruch hinten drauf: Wofür auch immer du kämpft, mit welchen Mitteln auch immer … Denk an den Postkartenfotographen! In diesem Sinne: Denkt an die Blogs!

(Photo cc by James Emery)

Zersägt

Thursday, April 23rd, 2009

canon-in-half

Ein zersägter Canon-Kopierer. Over the top awesome. Bald können wir das Internet echt schließen, dann habe ich alles gesehen. Mehr zersägtes Zeugs gibt es bei PopPhoto.
(via @n0brain, vielen Dank!)

Ein <3 für Blogs

Tuesday, April 21st, 2009

Jaja, ich mach auch jeden Scheiß mit. Immerhin bin ich ja auch irgendwie deutschsprachige Blogosphäre, auch wenn ich weder das Wort Blogosphäre mag und den luxemburgischen Blogklumpen kuscheliger, da überschaubarer, finde.
Hier meine unbekannten Perlen:

If the future isn’t bright, at least it’s colourful Das Blog von Comme ist eins der Blogs, die ich am längsten lese, auch wenn man der Autorin mittlerweile auch einige Dinge vorwerfen kann, zum Beispiel das Kaufen von Sportschuhen und das Nichtmögen von Sigur Rós. Trotzdem definitiv eine Perle, da Comme zu den wenigen Menschen gehört, die es schaffen, mich mit geschriebenen Worten dazu zu bringen, laut zu lachen. Das schafft sonst eigentlich nur Max Goldt.

dieJulia macht nicht nur tolle Fotos von Wien und den Bergen, sondern schreibt auch lustige Schüttelreime und Rezepte, die ich nie kochen, geschweige denn essen könnte, trotzdem aber immer lecker klingen. Und wenn der Textoutput mal höher ist, dann ist das umso wunderbarer. Außerdem ein Teil der ersten Blogger-Liebesgeschichte, die ich mitbekommen habe.

Den Herrn Stardustlyriker mag ich nicht nur, weil er Zeitzeuge aus einer Zeit ist, die ich nur aus Erzählungen und von 8-bit-Nostaliktshirts kenne, sondern auch, weil er es schafft, eine interessante Mischung zwischen Privatleben, Meinungen und “Gemischtem” zu bloggen.


classless Kulla
schreibt nicht nur über Verschwörungstheorien, sondern auch wundervoll übers Trampen. Außerdem ist er diskordianischer Kommunist, was ich großartig finde.

Ben von anmut und demut bastelt nicht nur seit Anfang des Jahres sein eigenes Blogsystem und schreibt so interessant darüber, dass es auch für einen relativen Laien wie mich spannend ist, sondern verbindet seine Postings über Popkultur und ähnliches auch stets mit tollen Bildern. Eingepackt ist das ganze in einem ansprechenden Layout.

Ist die Gefühlskonserve zu bekannt, um hier bei “unbekannten Blogs” erwähnt zu werden? Ich weiß es nicht, aber ein Multitalent wie Deef, der es nicht nur schaffte, mich an einem der schlimmsten Tage meines Lebens (ich übertreibe, aber es fühlte sich so an!) per twitter aufzumuntern, sondern auch die tollsten Hörbücher der Welt und die beste Zitatserie von allen führt, darf nicht unerwähnt bleiben.

So. Wäre der luxemburgische Blogklumpen nicht so klein und überschaubar, dass in einer Aktion “Een Härz fir Blogs” sowieso alle Blogs genannt würden, würde ich sie glatt ausrufen. Ich mag euch nämlich, Blogosphäreklumpen!