_

Lasagne und Mikroalgen: Linkdump

Bioreactor - Green algae in a fermenter.  by kaibara87 /  Some rights reserved. Licensed under a Creative Commons Attribution license

Die Lasagnen, die im Vereinigten Königreich für Aufregung sorgten, weil sie kontaminiertes Pferdefleisch statt Rindfleisch enthielten, wurden in Luxemburg produziert. Ich wusste nicht einmal, dass in Luxemburg Tiefkühlfertigprodukte für halb Europa produziert werden, aber offensichtlich funktioniert das auch nicht so gut wie opake Konten, billiges Benzin und Satelliten. Das Fleisch stammt offenbar aus Rumänien, wo es an einen niederländischen Händler verkauft wurde, der es an einen zypriotischen Händler verkauft hat, von wo aus das Fleisch an die französische Firma kam, die in Luxemburg produziert. Bisher weiß noch niemand genau, wer und wann das Etikett gefälscht hat. Ich musste über dieses Bild lachen und warte immer noch auf den “Lebensmittelskandal”, bei dem Fleisch durch etwas Pflanzliches ersetzt wurde und niemand es gemerkt hat.

Am Sonntag sind Rechtsradikale der “Wiener Identitären” in die Votivkirche eingedrungen, in denen gerade Flüchtlinge des Refugee Protest Camps unterkommen. Die wunderbare progress hat ein Interview mit Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands zu den Hintergründen der “Identitären”, deren luxemburgischer Ableger im braunen FB-Seiten-Sumpf interessanterweise noch fehlt.

Viele Menschen aus Luxemburg denken gerade über Jean-Claude Juncker und seine 30 Jahre in der Regierung nach, so gewöhnlich ist das ja nicht. Die Frage, ob es eine “Generation Juncker” gibt, hat einige Blogger (leider keine Frau*!) zum nachdenken gebracht. Max präsentiert eine Zwischenbilanz. Die Geschichte um den luxemburgischen Geheimdienst SREL und die parlamentarische Untersuchungskommission ist mittlerweile so weit, dass sich Menschen fragen, ob Jean-Claude Juncker eben jene Kommission belogen hat.

pianocktail ist wieder da, was mich sehr freut.

In Chicago soll die Luft von zwei Wolkenkratzern mit Hilfe von Mikroalgen gereinigt werden. Das Konzept klingt interessant, aber ich frage mich, wie gut die Mikroalgen auf Feinstaub und andere Luftverunreinigungen, die eine vielbefahrene Straße (bzw. die Kraftfahrzeuge, die darauf fahren) verursacht, reagieren. Algenbioreaktoren klingen für mich auf jeden Fall nach einer interessanten Art und Weise der Energieproduktion, die aber sicherlich auch ihre Nachteile hat. Ich wüsste z.B. gerne, ob die Algen in der Fassade im Winter eine besondere Beheizung brauchen, ob es Krankheitserreger gibt, usw. Ein weiteres spannendes Konzept, über das vielleicht nicht so oft berichtet wird sind Osmosekraftwerke.

photo: some rights reserved by kaibara87

Linkdump (II)

Ich will in Zukunft viel mehr über Bücher, Filme, Serien, Musik und sonstigen Kram schreiben, der mich bewegt. Weil es wichtig für mich ist, das aufzuschreiben, weil ich ich es fast elf Jahre lang viel zu unstrukturiert getan habe. Ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde, viel strukturierter zu werden, aber wir brauchen ja alle etwas, wonach wir streben können. Manche Menschen wollen reich und berühmt werden, andere alle 150 151 649 Pokémon fangen, ich will mehr Struktur in der Art und Weise, wie ich hier über die Dinge, die mich beschäftigen, berichte. Ich gelobe, stets besser zu scheitern! Hier also jetzt einige Links, die ich interessant finde:

Über die Verfassungsreform in Luxemburg habe ich schon ein paar Worte verloren. Seit dieser Woche ist das Informationsportal der Zeitschrift forum unter constitution.lu online. Sehr gelungen, wie ich finde. Es ist zu hoffen, dass die Debatte dadurch Fahrt aufnimmt.

In Berlin beginnt jetzt bald eine Konferenz über JavaScript, die es geschafft hat, den Anteil der Frauen*, die dort Vorträge halten, auf 25% zu heben:

The ingredients are as simple as they are obvious:

  1. Open an inviting call for presentations (CFP).
  2. Select talks anonymously, and state in the CFP that you do so.
  3. Encourage people from under-represented groups to submit to the CFP.

Beating the Odds — How We got 25% Women Speakers for JSConf EU 2012

In dem deutschen Ort Insel gibt es seit Monaten Proteste gegen zwei Sexualstraftäter, die zugezogen sind. Und so reihen sich “normale Bürger_innen” in Demos von Rechtsextremen ein:

Immer wieder reihen sich Menschen in die Demonstration ein, die nur von wenigen Polizisten begleitet wird: Eine Mutter mit drei Kindern, eine junge Frau, die anscheinend gerade mit dem Hund Gassi gegangen ist. Hier geschieht, was die Rechtsextremen sich so gern herbeifantasieren.

publikative.org – Bürger und Neonazis gemeinsam – NPD-Demonstration in Stendal

Es scheint mir umso wichtiger, auf die Menschen aufmerksam zu machen, die während des Nationalsozialismus ihr Leben riskiert haben, um unschuldige Menschen zu schützen und zu retten. Adolfo Kaminsky hat als Fälscher Tausenden das Leben gerettet, wie der Standard berichtet:

Bald überzog das Mansardenlabor ganz Frankreich, die Nordzone über Belgien bis nach Holland mit falschen Papieren. Wie viele es waren, weiß Kaminsky nicht. “10.000 Dokumente für Kinder, bedeutend mehr für Erwachsene”, schätzt er heute.

derStandard.at – Ein Meisterfälscher im Wettlauf gegen den Tod

FILMography ist ein schönes Projekt, das Fotos aus Filmen an den Originalschauplätzen zeigt. Bisher nur in New York, wenn ich das richtig gesehen habe, aber mehr kann ja noch kommen.

die Herzen, die ich nicht brechen wollte, dann aber doch gebrochen habe ist der lange Titel eines Blogs, das Christina ausgerufen hat und das Geschichten über Herzen, die eins nicht brechen, dann aber doch gebrochen hat, sammelt. Und die Geschichten gibt es jetzt auch als Zine. Ich habe noch nie so schnell etwas bekommen, das ich im Internet bestellt habe wie dieses Zine (glaube ich), aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich nur selten Dinge aus Graz im Internet bestelle. Ich habe es noch nicht durch, aber bin durchaus begeistert. Vor allem, dass es wieder Menschen gibt, die Zines machen. Eigentlich merkwürdig: Ich wäre begeistert bei einem “online only”-Medium dabei, habe bisher aber bei mindestens drei verschiedenen Printprojekten in irgendeiner Form mitgemacht.

Es hat mich gefreut, wieder mehr Kommentare hier zu lesen. Es ist schön zu wissen, dass doch einige mitlesen. So macht das mehr Spaß.

Eine Warnung zum Schluss: Glitch macht sehr viel Spaß und noch viel süchtiger. Wenn ihr nicht tage- und nächtelang Zeit habt, lasst es lieber sein. Ansonsten würde ich behaupten, dass es eine sehr gelungene und massentaugliche Mischung aus Farmville und Minecraft ist.

Linkdump

Ich dachte, ich würde mal wieder einige interessante Links posten, die mir heute so begegnet sind. Der Standard hat dieses Wochenende eine Schwerpunktausgabe über Mobilität. Ich habe meine Bachelorarbeit über Mobilität und insbesondere “intelligente Mobilität” geschrieben und seit ich Anfang dieses Jahres ein Seminar über Urbanismus und Verkehr belegt habe, komme ich von dem Thema nicht mehr weg. Spannend finde ich diesen Artikel über die “Super-Radwege” in Kopenhagen, wobei da das Blog Copenhagenize auf jeden Fall erwähnt werden sollte. Sehr interessant ist mit “der politische Wille ist entscheidend” im Hinterkopf auch dieses Doppelinterview. Mit der Frage, ob das Internet Mobilität substituiert, wird Christoph Reinprecht konfrontiert.
Ist es eigentlich Usus, seine Bachelorarbeit online zu veröffentlichen?

Wie Google versucht, mehr Frauen einzustellen (und eingestellt zu behalten), hat sich die New York Times angeschaut. Poscoleri erfuhr leider einen homophoben Schlag in sein Gesicht und schrieb über seinen Umgang mit dieser Situation.

Zuletzt aber noch eine erfreuliche Nachricht: Mit the science of stupidity ist ein neuer Podcast über Zeichentrickserien gestartet, der sich in seiner ersten Folge mit Daria befasst, was ich grandios finde.

Update 24.08.2012 – 23:57 Den einen auch-verdammt-spannenden Link habe ich natürlich vergessen: Evernote – wohl irgendeine Notizapp für iOS – hat mit Moleskine ein smartes Notizbuch entwickelt. Mit der Kamera das Notizbuch abfotografieren, um die Notizen digital weiterverwenden zu können klingt wie ein “Hack”, eine Brückentechnologie bis es das digitale Notizheft gibt, das so gut und einfach zu verwenden ist wie ein analoges. Smartphones und Tablets sind, soweit ich das sehe und höre, ja eher nicht so für längere Textinputs zu gebrauchen, werden aber immer mehr zum universellen Gerät für alles und alle. Insofern spannend, dass es dieses Notizbuch überhaupt gibt. Vielleicht ist es dieser komischen Retrowelle zu verdanken, die gleichzeitig zurück zu der glorifizierten Analogzeit und vollständig digital (und social media) sein will. Ich fände beschreibbares e-paper ja sehr spannend, aber das ist wohl Zukunftsmusik.

Radio ARA vue par … Yours truly.

(Da fällt mir gerade ein, Jur Struly wäre eigentlich gar kein so schlechter halblustiger Pseudonym)

Dieses Jahr feiert “mein” freies Radio, Radio ARA, 20 Jahre. (Meine Uni feiert 140 Jahre und ich verwechsele beides manchmal, was zu lustigen Sätzen und verwirrten Gesichtern führt.) Deshalb hat Sandra, die die Jugendsendungen Graffiti betreut, eine Portraitreihe gemacht, in denen Radiomoderator_innen von ARA ihre persönliche Sichtweise des Radios und oft auch ihre ganz spezielle Geschichte dazu erzählen. Am Radiocamp am Bodensee Mitte Mai hat sie mich am Ufer des Sees interviewt. Ich erzähle ungefähr zwölf Minuten lang auf Luxemburgisch wie ich zum Radio kam, dass ich als Kind bei RTL Hörspiele über Vogelbabys, die auf die Straße gefallen sind, aufgenommen habe und von den Extremsituationen wie der 24-Stunden-Jingle-Marathon und die lange Nacht der luxemburgischen Musik.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Die Anne (aka meine beste Freundin) hat ein neues, ziemlich ambitioniertes Blog- und Podcastprojekt namens Daran geht die Welt zugrunde gestartet. Im ersten Podcast wird mir persönlich ein bisschen zu viel durcheinander geredet und gelacht, aber heute soll schon eine zweite Episode zum Thema Religion kommen. Schaut und hört euch das auf jeden Fall mal an, die Leute aus der Kleinstgroßstadt Trier haben was drauf und viel vor.

Das Foto in diesem Beitrag und das Foto vom letzten stammen übrigens aus einer analogen Kamera, die ich mit einem wahrscheinlich fast zehn Jahre altem Farbfilm bestückt habe. Mehr Resultate dieses Experimentes findet ihr in meinem flickr-Stream.

1001 x Silent Running

Radio ARA, der freie Radiosender in Luxemburg, bei dem ich jeden Montag meine Sendung Crumble sende, wird im Dezember 2012 zwanzig Jahre alt. Einige Sendungen, die von Anfang an bestanden, gibt es noch immer, so z.B. die Electronica-Sendung Silent Running von Gast. Über 1000 Sendungen von Silent Running wurden schon ausgestrahlt. Die 1001. wurde von Gasts Sohn gefilmt:

So sieht das übrigens nicht während den seltenen Gelegenheiten, zu denen ich Livesendungen fahre, aus. Ich brauche wohl noch mindestens dreizehn Jahre, bis ich so cool und gelassen hinter dem Mischpult sitze.

Daria

Ich schreibe gerade an einem längeren Post über Umwelt- und Naturschutz, der sozusagen der Auftakt einer Serie über Umweltthemen darstellen soll. Da ich aber gerade nicht so wirklich vorankomme – überwältigendes Lebensgefühl gerade – will ich euch auf eine Perle des Zeichentricks hinweisen: Daria.

Daria ist Siebzehn, lebt in Lawndale und geht dort zur Schule. Wer Beavis and Butt-head gesehen hat, wird sich eventuell an Daria erinnern. Und Kinder 1990er kennen die Serie wahrscheinlich eh besser. Ich habe sie erst vor kurzem entdeckt. Auf soup.io sind öfters Screenshots von Daria zu sehen gewesen, ich konnte das aber nur so weit einordnen, als dass das Mädchen mit den zynischen Sprüchen wohl irgendetwas mit Beavis and Butt-head zu tun hätte. Irgendwie bin ich dann drauf gekommen, dass MTV auf ihrer Streaming-Webseite Liquid Television, der alternative to reality, alle Daria-Folgen im Stream anbietet. Allerdings sind es die Versionen, die auch auf DVD veröffentlicht wurden – im Fernsehen ist die Serie mit zeitgenössischer Musik gelaufen, deren Lizenzierung für die DVD-Veröffentlichung (und Stream) zu teuer gewesen wäre. Das ist auch etwas, was eins sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss: MTV hat nicht genug Geld für Musiklizenzierung.

Ich mag Daria. Sie ist sarkastisch, sie liest gerne Bücher und kümmert sich nicht um Aussehen. Sie schreibt gerne, ihre beste (und einzige) Freundin Jane malt gerne. Was wären das für Rollenbilder für mich gewesen! Ich wünsche mir wirklich, ich hätte Daria als Teenager gekannt. Vielleicht hätte ich keine so große Faszination für Neon Genesis Evangelion entwickelt, aber ich wäre vielleicht früher auf den Geschmack von Grunge gekommen – und das kann ja nun mal nichts schlechtes sein. Vielleicht mag ich die Serie aber auch so sehr, weil mich Daria schon ziemlich an mich erinnert (Die Kontaktlinsendiskussion!) und ich von dieser 1990er-Subkultur ziemlich angetan bin. Warum auch immer. Vor ein paar Jahren hätte ich auf die Frage noch geantwortet: Weil es zu meiner Jugend keine “Bewegung”, keine “Subkultur” gab oder gibt und Grunge das letzte war, bevor es nichts mehr gab. Aber ich weiß nicht mal, ob das stimmt. Wahrscheinlich nicht.

Schaut euch Daria an! Oder: Schaut euch Daria nochmal an. In Zeiten, in denen Jugendliche halbseidenen NGOs hinterherhecheln, können wir ein paar Darias gebrauchen, die uns erden.

(Und als ich auf twitter nach Jahren mich wieder einmal selbst fragte, ob eins sich in Zeichentrickfiguren verlieben könnte, passierten merkwürdige Dinge.)

photo cc by-sa Daniel Schwenn. Und ja, das ist Seattle, weil mir nichts kreativeres eingefallen ist. Aber hey, nichts sagt so sehr Neunziger wie die Stadt!

in aller Demut

Ich weiß nicht genau, seit wann ich ben_s Blog Anmut und Demut lese. Vielleicht drei, allerhöchstens vier Jahre. Das ist nicht so lange, denn Anmut und Demut wird heute zehn Jahre alt. Damit haben ben_ und ich was gemeinsam: wir haben 2001 mit bloggen angefangen. Denn auch die ältesten Posts in diesem meinem (nicht immer so ganz bescheidenen) Blog werden dieses Jahr zehn Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, ben_! Ich habe bei Anmut und Demut viel gelernt. Über das Internet, über Literatur, über mich selbst. Darüber, wie ich bloggen will. Ich weiß auch ncht, wie ich auf anmut und demut gestoßen bin. Vielleicht über wirres, vielleicht auch ganz anders. ben_ schafft es, die Dinge, die ihn interessieren, die er in den Weiten des schäumenden Ozeans den wir Internet nennen, findet, so zu präsentieren, dass ich mich sofort heimisch fühle in dem kleinen anmutigen Garten, den er angelegt hat.
Danke dafür!

Und alle, die anmut und demut noch nicht lesen: Schaut euch das Blog an, klickt euch durch! Kein anderes Blog ist so darauf angelegt, durchgestöbert zu werden. Wie ein schönes Antiquariat: du ziehst ein Buch heraus und entdeckst wieder drei neue, die du auch noch lesen willst.

photo cc by Yves Cosentino

Zwischenrufe

Ich darf mal kurz auf einige Dinge aufmerksam machen:

Es gibt ein interessantes neues literarisches Blog einer jungen Luxemburgerin: weit weg, das mir sehr gut gefällt. Die luxemburgische Blogosphäre ist zwar in den letzten Jahren und Monaten durchaus stark gewachsen, blogbuerg zählt fast 400 existierende und 160 aktive Blogs, aber die Vernetztheit hat nicht unbedingt zugenommen und es scheint mir, als stünden vor allem neue Blogs oft ziemlich alleine da. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der sich darum kümmert.
Und wenn wir schon beim Thema “aktiv” sind: Gedibbers ist nach fast einem Jahr wieder da. In zehn Minuten werden wir eine neue Episode aufnehmen, so dass es was zu hören gibt. Zumindest für Menschen, die Luxemburgisch können.

Des weiteren:
Die taz hat eine Lobrede auf das Radio geschrieben, was mich sehr freut.

Write Out Loud wurde von Thorben auf pianocktail kritisiert bzw. gelobt. Ich weiß nicht, ob das unmittelbar miteinander zu tun hat, aber die erste Auflage nähert sich dem Ende zu. Also zugreifen, wenn ihr euch für wirklich exzellente (und meine) junge luxemburgische Literatur interessiert! Wie bereits erwähnt, können Menschen, die in Wien leben, sich gerne bei mir melden, dann spart ihr euch das Porto!

Die Zeit hat einen interessanten Artikel über erneuerbare Energien und das dafür benötigte Stromnetz. Schade allerdings, dass der wichtigste Faktor, nämlich das Stromsparen und Senken des Energieverbrauchs, gar nicht angesprochen wird. Auch die “Batterie Europas” (ich nehme an, Österreich wäre tendenziell auch eine solche?) sollte nicht als Wunderlösung gesehen werden, denn Pumpspeicherkraftwerke sind große Eingriffe in die Natur. Vielleicht sollte ich mal einen Artikel über erneuerbare Energien, Klimawandel und den ganzen Rest schreiben und dieses diffuse Gefühl, dass wir uns sehenden Auges in eine Katastrophe stürzen, nicht nur literarisch verwursten.

photo: A papier-mache cow on Mrs Mellor’s car, 1944Australian War Memorial’s collection

Langsam.

Dolle Mina's dressed as sperm cells

Ich bin mal wieder zu langsam. Ich will nicht das vierte oder fünfte Review zu dem wirklich wunderbaren und sehenswerten luxemburgischen Film “Ons Identitéit – Mir hunn se fonnt” schreiben, denn Thorben, Thierry und Pa haben das schon getan. Bleibt mir nur zu sagen: Seht euch den Film an!

Ich war auch zu langsam, um einen persönlichen Aufruf zum Spenden à la Jimmy Wales online zu setzen. Nachdem Spreeblick, Titanic und Thierry das gemacht haben, wäre es wohl unlustig. Flattrn dürft ihr meine Artikel trotzdem gerne, wer größere Geldbeträge überweisen will, kann sich gerne bei mir melden, ich übermittle dann die Kontodaten.

Ansonsten ist das Internet voller lustiger Dinge, so zum Beispiel einem tumblr über Pokémon, einem guten Artikel über Geschlechterrollen und Beziehungen von Malte Welding, einem Video über das Malen von Schlangen im Mathematikunterricht, eine Würfelsammlung, Tintin und Lovecraft und die Information, dass Sperma 1,5 GB an Information enthält. Und auch sonst gibt es unglaublich viele tolle Dinge in den Weiten des Netzes!