Archive for the ‘Links und so…’ Category

in aller Demut

Saturday, September 10th, 2011

Ich weiß nicht genau, seit wann ich ben_s Blog Anmut und Demut lese. Vielleicht drei, allerhöchstens vier Jahre. Das ist nicht so lange, denn Anmut und Demut wird heute zehn Jahre alt. Damit haben ben_ und ich was gemeinsam: wir haben 2001 mit bloggen angefangen. Denn auch die ältesten Posts in diesem meinem (nicht immer so ganz bescheidenen) Blog werden dieses Jahr zehn Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, ben_! Ich habe bei Anmut und Demut viel gelernt. Über das Internet, über Literatur, über mich selbst. Darüber, wie ich bloggen will. Ich weiß auch ncht, wie ich auf anmut und demut gestoßen bin. Vielleicht über wirres, vielleicht auch ganz anders. ben_ schafft es, die Dinge, die ihn interessieren, die er in den Weiten des schäumenden Ozeans den wir Internet nennen, findet, so zu präsentieren, dass ich mich sofort heimisch fühle in dem kleinen anmutigen Garten, den er angelegt hat.
Danke dafür!

Und alle, die anmut und demut noch nicht lesen: Schaut euch das Blog an, klickt euch durch! Kein anderes Blog ist so darauf angelegt, durchgestöbert zu werden. Wie ein schönes Antiquariat: du ziehst ein Buch heraus und entdeckst wieder drei neue, die du auch noch lesen willst.

photo cc by Yves Cosentino

Zwischenrufe

Sunday, April 17th, 2011

Ich darf mal kurz auf einige Dinge aufmerksam machen:

Es gibt ein interessantes neues literarisches Blog einer jungen Luxemburgerin: weit weg, das mir sehr gut gefällt. Die luxemburgische Blogosphäre ist zwar in den letzten Jahren und Monaten durchaus stark gewachsen, blogbuerg zählt fast 400 existierende und 160 aktive Blogs, aber die Vernetztheit hat nicht unbedingt zugenommen und es scheint mir, als stünden vor allem neue Blogs oft ziemlich alleine da. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der sich darum kümmert.
Und wenn wir schon beim Thema “aktiv” sind: Gedibbers ist nach fast einem Jahr wieder da. In zehn Minuten werden wir eine neue Episode aufnehmen, so dass es was zu hören gibt. Zumindest für Menschen, die Luxemburgisch können.

Des weiteren:
Die taz hat eine Lobrede auf das Radio geschrieben, was mich sehr freut.

Write Out Loud wurde von Thorben auf pianocktail kritisiert bzw. gelobt. Ich weiß nicht, ob das unmittelbar miteinander zu tun hat, aber die erste Auflage nähert sich dem Ende zu. Also zugreifen, wenn ihr euch für wirklich exzellente (und meine) junge luxemburgische Literatur interessiert! Wie bereits erwähnt, können Menschen, die in Wien leben, sich gerne bei mir melden, dann spart ihr euch das Porto!

Die Zeit hat einen interessanten Artikel über erneuerbare Energien und das dafür benötigte Stromnetz. Schade allerdings, dass der wichtigste Faktor, nämlich das Stromsparen und Senken des Energieverbrauchs, gar nicht angesprochen wird. Auch die “Batterie Europas” (ich nehme an, Österreich wäre tendenziell auch eine solche?) sollte nicht als Wunderlösung gesehen werden, denn Pumpspeicherkraftwerke sind große Eingriffe in die Natur. Vielleicht sollte ich mal einen Artikel über erneuerbare Energien, Klimawandel und den ganzen Rest schreiben und dieses diffuse Gefühl, dass wir uns sehenden Auges in eine Katastrophe stürzen, nicht nur literarisch verwursten.

photo: A papier-mache cow on Mrs Mellor’s car, 1944Australian War Memorial’s collection

Langsam.

Saturday, December 4th, 2010

Dolle Mina's dressed as sperm cells

Ich bin mal wieder zu langsam. Ich will nicht das vierte oder fünfte Review zu dem wirklich wunderbaren und sehenswerten luxemburgischen Film “Ons Identitéit – Mir hunn se fonnt” schreiben, denn Thorben, Thierry und Pa haben das schon getan. Bleibt mir nur zu sagen: Seht euch den Film an!

Ich war auch zu langsam, um einen persönlichen Aufruf zum Spenden à la Jimmy Wales online zu setzen. Nachdem Spreeblick, Titanic und Thierry das gemacht haben, wäre es wohl unlustig. Flattrn dürft ihr meine Artikel trotzdem gerne, wer größere Geldbeträge überweisen will, kann sich gerne bei mir melden, ich übermittle dann die Kontodaten.

Ansonsten ist das Internet voller lustiger Dinge, so zum Beispiel einem tumblr über Pokémon, einem guten Artikel über Geschlechterrollen und Beziehungen von Malte Welding, einem Video über das Malen von Schlangen im Mathematikunterricht, eine Würfelsammlung, Tintin und Lovecraft und die Information, dass Sperma 1,5 GB an Information enthält. Und auch sonst gibt es unglaublich viele tolle Dinge in den Weiten des Netzes!

Zukunftspläne

Saturday, October 30th, 2010

Wenn ich groß bin, möchte ich genauso werden wie Kazuyoshi Funaki.

Piraaaaaaaaaaaaaat_innen!

Friday, January 15th, 2010

photo cc by Norman B. Leventhal Map Center

Wer hier öfters mitliest, weiß es sicherlich schon: Ich bin ziemlich aktiv bei dem luxemburgischen alternativen selbst-verwalteten Magazin Queesch. Ich schreibe Artikel, tue so, als würde ich layouten und verkaufe Magazine vor Bäckereien und lerne dabei Freunde kennen.

Die aktuelle Ausgabe geht um Wohnen und Wohnraum (nicht nur) in Luxemburg. Das Dossier ist eine gute Zusammenstellung und ich kann es nur jeder interessierten Person ans Herz legen!

Für die nächste Ausgabe haben wir uns das Thema “Piraterie” ausgesucht. Es geht nicht nur um säbelrassende Freibeuter_innen, sondern auch um Piraterie im Internet, im Äther und bei Produkten. Und wir suchen noch Artikel und andere Beiträge. Falls sich also jemand bereit erklären würde, etwas zu schreiben, bitte meldet euch hier oder bei der Queesch!

Natürlich nehmen wir auch Artikel, die nicht mit unserem Dossier-Thema zu tun haben, sondern auch so ziemlich alles andere. Das gilt auch für Reviews, Poesie oder Lyrik usw. Es ist übrigens nicht schlimm, wenn ein Beitrag schon in einem Blog erschienen ist.

Also: macht was! Anstatt immer nur über die schlechte und heruntergekommene Medienlandschaft (in Luxemburg) zu meckern; einfach selbst Medien sein! (Oder auf englisch, weniger konkret, dafür aber schöner: Don’t hate the media – be the media!)

Net méi laang …

Saturday, November 21st, 2009

gedibbers
dann leeën mir lass!

Fric Machine

Thursday, September 24th, 2009

Queesch20_Cover

Die neuste Ausgabe des Queesch-Magazins ist da. Diesmal geht es, kaum verwunderlich angesichts der Krise, um das Thema “Fric Machine”, was übersetzt ungefähr so viel bedeutet wie “Geld-Machine”. Im Dossier geht es also vor allem um Geld, Kapitalismus, Krise und verwandte Themen. Im normalen Magazinteil gibt es Film- und Musikreviews, Neuigkeiten aus aller Welt, vegane Rezepte und Poesie. Diesmal gibt es auch wieder eine CD mit Musik luxemburger Bands.

Das Heft kostet 5 €, was für ein Magazin, das vier Mal im Jahr erscheint, meines Erachtens nicht zu viel ist. Bestellen oder abonieren kann man die Queesch online. Ach, und es sind Artikel von mir darin zu finden, falls das jemand besonders motiviert, ein Heft zu kaufen.

Les jeunes mélancoliques bei radio 100,7

Friday, September 18th, 2009

radiomelancholie

Heute waren Thierry und ich in der Sendung Rendezvous mam Buch des soziokulturellen Radios (100,7) in Luxemburg zu Gast und haben dort über Blogs, Literatur, Les jeunes mélancoliques geplaudert und je einen Text vorgelesen. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier als mp3 herunterladen.

photo cc by The County Clerk

Lesung in Vianden

Wednesday, September 9th, 2009

lesungvianden09

Auf dem eigenen Blog ist man anscheinend immer zu spät dran, deshalb hier nach dem Klick die Pressemitteilung für unsere Lesung am kommenden Samstag, den 12. September 2009 um 16:15 Uhr im “Ancien Cinema” in Vianden anlässlich der Büchertage. Kommt zahlreich und bringt Freunde mit, es lohnt sich definitiv!

Lesung junger Autoren „Les jeunes melancoliques“ und „Prosa I“
Samstag, den 12. September 2009 – 16:15
Ancien Cinema, Vianden
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Luxemburgisches Präteritum

Thursday, August 20th, 2009

Präteritum

Da ich mich heute schon genügend über die Uni Luxemburg aufgeregt habe, kann ich ja auch mal loben: Das Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises hat das Luxogramm online gesetzt, eine Art “Bescherelle” für luxemburgische Verben. Finde ich eine sehr gute Idee, denn so kann man sich über die richtige Konjugation und Schreibweise der Verben informieren. Im Luxemburgischen ist das mit der Rechtschreibung nämlich, wie wahrscheinlich viele meiner Leserinnen wissen, nicht so einfach. Es gibt eine anerkannte Rechtschreibung, aber die wenigsten kennen diese und schreiben meistens so, wie es ihnen richtig erscheint. Das liegt unter anderem daran, dass Luxemburgisch im eh schon überfüllten Stundenplan an luxemburgischen Schulen eher untergeht. Schön, dass es vor allem online so Initiativen wie spellchecker.lu, eine großartige Sammlung luxemburgischer Wörterbücher und eben auch das Luxogramm gibt!

Die meisten luxemburgischen Verben besitzen kein Präteritum (und damit auch kein einfaches Konjunktiv) mehr. Das ist ziemlich schade, macht die Sprache aber auch einfacherer. Im Luxogramm gibt es eine spezielle Übersicht über die knapp 30 Verben, welche noch ein Präteritum besitzen. Wunderschöne Sachen sind da drunter, wie zB. doung, das Präteritum des eh schon viel zu wenig verwendeten Verbes dinn, gesouch (gesinn), krouch (krauchen). So gefällt mir Grammatik.

Vielleicht sollte man auch anfangen, einige neue Zeiten zu erschaffen, dem luxemburgischen Fehlen doch noch einige! Oder neue Präteritumformen erfinden?