Archive for the ‘Gedichte und ähnliches’ Category

Der Schmerz

Saturday, October 1st, 2005

Der Schmerz sitzt tief
doch er ist
nicht körperlich
tut er doch weh
dann ist das das Resultat
von geistigen Wunden

Dunkelheit umgibt mich
hüllt mich ein
mit schwarzen Schleiern
ich träume von den Sonnenstrahlen
doch gleichzeitig will ich
sie nie wieder sehen

Wo ist das Licht
das ich mir wünsch
das ich verwünsche
das ich liebe
das ich hasse
meine Sehnsucht
und mein Erzfeind

Ranken von Dornengestrüpp
versperren meinen Weg
und mein Schwert ist zu stumpf
sie zu zerschneiden
Glühende Stäbe in meinen Rücken
bereiten mit Höllenqualen
doch ich kann mich nicht befreihen
Doch in meine Augen
scheint die Sonne
und enfacht neu
die Hoffnung

Gefangen

Saturday, October 1st, 2005
für Reba, der ich noch immer eine Widmung schuldete…

Wir sind gefangen in diesem
sterilen Raum
beleuchted durch dieses kalte Licht

Und sterbend stürzt sich ein Feuervogel
in das eisblaue Meer
frostig und schwarz in der Tiefe

Brennend ersticken wir
an den Zungen
mit denen wir diese Sätze sprechen
unser aller ist das Ende

Gedanken

Saturday, October 1st, 2005
für Susi

Gedanken
schwirren in meinem Kopf
so fest, dass es weh tut
so dass ich nur noch hoff
dass es irgendwann wird gut

Gedanken
breiten sich wie Feuer
in meinem Hirn aus
ich werd zum Ungeheuer
sag zu niemandem mehr “Maus”

Gedanken

wie ein Stromschlag so fest
rasen sie durch meine Nerven
ich vergesse den Rest
ich kann nicht mehr denken

Gedanken
sie tun mir weh
ich will Stille
so sehr dass ich mich dreh
das ist nicht mein Wille!

Herbstgedicht

Tuesday, September 20th, 2005
für das Sternenmädchen
Spürst du den Wind
der in der kalten Nacht
Botschaft von mir bringt
flüsterende Gebete der Sterne
lautes Glockenläuten vom Mond
und das leise Wispern der Gedanken
die dir gewidmet sind
Kennst du das Gefühl dieser schlaflosen Nächte
voller Sehnsucht und doch voll Glück
Riechst du die kalte Herbstluft
die vom Abschied des Sommers zeugt
und Gänsehaut verursacht beim Gedanken an den kalten Bruder

Sterne

Tuesday, June 14th, 2005
für Nadine
In einsamen Nächten blicke ich zu den Sternen
und denke an dich, wie du lächelst
Ich stelle mir Dinge vor, die ich mir nie trauen würde
und die Sterne sind meine einzigen Zeugen

Wohin führt mein Weg?

Konzentrische Kreise umgeben mich mit hellem Glockengeläut
ich ziehe mich zurück in den kleinsten Kreis
das erste Rund
ist meine Fliehburg zum Nachdenken
Denn sein ist der Brunnen
der dunkele Schacht
der ins Innerste führt
zum Ursprung, Mutterleib der Seele
in dem die dunklen Schmetterlinge lichtlos umherschwirren
unter dem Grundwasser werden bizarre Kreaturen geboren
Blasen werfend dem Tod geweiht

Die Kreise weiten sich und ziehen sich zusammen
Atem der Seele, seismische Aktivitäten des Geistes
kaum messbar, aber vorhanden
vom Brunnenschacht führt eine Röhre bis zum Himmel
von dem das schwache Licht der Sterne Trost in der Dunkelheit spendet

Ein Schmetterling setzt sich auf meine Finger und leckt meinen Schweiß
ich sehe den Wiederschein der Sterne in seinen Augen
und mein Atem weitet sich aus
ich erahne die Lösung eines unlösbarem Problems
wie ein leiser Luftstoss einer Sommernacht

Grundstück

Saturday, April 9th, 2005
Es ist 15:43.
Wir befinden uns in E., der zehntgrößten Stadt Luxemburgs, in einer stillen Straße des sogenannten “historischen Kern” des Ortes.
Ein Haus mit Garten.
Dachzimmer, jugendliches.
Zwei braunhaarige Menschen beider Geschlechter liegen nackt auf dem Bett.
Im Hintergrund singt Blixa Bargeld über Aufräumen in Träumen.
Die Sonne scheint.

Während der Geschichtstunde wartete ich sehnsüchtig darauf, dass der Lehrer “Genosse Adami” anstatt “Kollege Adami” sagte…

Thursday, March 17th, 2005
In der Hölle sind wir alle beide schon gewesen
doch wir haben überlebt
wir haben die neun infernalen Kreise durchwandert
und sind gestärkt wieder herausgekommen
verletzt aber lebendig
Narben sind stumme Zeugen die laute Bilder hervorufen
Bilder der Qual Errinerungen an das Dunkel das uns umgab

Trauer und Melancholie sind die Mahnmale der Unsterblichen
der Kopf der einzige Ort wahrer Freiheit
blühend wie ein Kirschbaum im Frühling auf saftiggrüner Wiese
Der Kampf wird blutig geführt hinterlässt aber keine Toten
gegen Dummheit ist kein Schwert scharf genung
und sie der größte Feind der Unsterblichen
ihr Geist fliegt frei so hoch er will

Und wenn du zurück willst, wenn es dich dahin zieht
an diesen unwirtlichen Ort den wir Hölle nennen
sei dir sicher,
ich werde an deiner Seite stehen dich zu beschützen oder stützen
lass mich die Phiole des Lichtes tragen strahlend hell in Dunkelheit
damit das im Dunkeln liegende sichtbar wird
so geht die Reise leichter durch die höllischen Kreise
gewappnet mit Schwert, Schild und Freundschaft

Tuesday, March 15th, 2005
Ich sehe dich
und doch sehe ich dich nicht
du bist weit weg
und doch irgendwo nah

Ich weiß
du bist in deiner Höhle
bereit zu sterben
doch
das werde ich nicht zulassen

Das ist ein Kampf,
den du nur alleine führen kannst
und doch
vielleicht kann ich
dein Schwert sein
vielleicht kann ich
dein Schild sein
vielleicht kann ich
deine Rüstung sein
vielleicht kann ich
dein Wegefährte sein
vielleicht kein ich
dein Licht sein
vielleicht kann
dir helfen?

Currently listening: Three Fingers in a glas of alcohol - My Hands were between her legs and everything was fine

Tuesday, February 1st, 2005
Wieder eine Fahrt in einem fremden Land
Wintersonne scheint durch das Zugfenster
femde Stimmen reden unbekannte Sprachen
wie verzaubert betrachte ich die Landschaft
Wo bin ich, was seh ich da?
Poesie scheint sich zu materialisieren
durch die Sonnenstrahlen
die wie goldene Trompeten
den Frühling ankündigen
ohne seinen Glanz zu haben
Ich sehne mich nach dem Frühling
dem Sommer
warme Strahlen auf meiner Haut
Lachen, tiefe Blicke in klare Augen
ein sanfter Wind der die Haut sreichelt
Ich träume in Betrachten des Winters
sehne mich nach Wärme
Blicke in die schwache Reflektion meiner Selbst
im Fensterglas vor dem Winter
ein zögerliches Lächeln
in Gedanken an den Sommer
so fern
zu fern ….

Tuesday, February 1st, 2005

Der Schmerz sitzt tief
doch er ist
nicht körperlich
tut er doch weh
dann ist das das Resultat
von geistigen Wunden

Dunkelheit umgibt mich
hüllt mich ein
mit schwarzen Schleiern
ich träume von den Sonnenstrahlen
doch gleichzeitig will ich
sie nie wieder sehen

Wo ist das Licht
das ich mir wünsch
das ich verwünsche
das ich liebe
das ich hasse
meine Sehnsucht
und mein Erzfeind

Ranken von Dornengestrüpp
versperren meinen Weg
und mein Schwert ist zu stumpf
sie zu zerschneiden
Glühende Stäbe in meinen Rücken
bereiten mit Höllenqualen
doch ich kann mich nicht befreihen
Doch in meine Augen
scheint die Sonne
und enfacht neu
die Hoffnung