Archive for the ‘Gedichte und ähnliches’ Category

Call me zero

Wednesday, January 23rd, 2008

[Im Laufe einer »Waldwachstumskunde«-Stunde geschrieben, was eventuel eine Erklärung für den depressiven Unterton ist. Ich weiß, dass ich des Englischen kaum mächtig bin und meine Ausdrucksmittel in dieser Sprache begrenzt sind. Kommentare bzgl. Rechtschreibung, Grammatik und ähnlichem sind deshalb erwünscht. Was nicht heißt, dass inhaltliche Diskusion verboten ist. Im Gegenteil. Gedicht? Liedtext? Geständnisse eines Automaten? Was weiß ich.]

Call me zero
cause I am none
I am the void
I am anonymous
I am a dark spot
I feel nothing

Do I search pain?
I always say
everything is okay
but nothing is okay
empty body
empty soul
plastic skin
plastic flesh
feels so real
faked robot style
human typewriter
writing only meaningless letters,
empty words, void phrases
emulating feelings
simulating chest pain

Call me zero
cause I am none

Not The End (Reprise)

Saturday, January 12th, 2008

Death is not the end, they say
But I, standing in a deep dark hole
I dare ask
if maybe the end comes before death
dark and intriguing questions
asked all winter long during cold nights
No answers in these ruins built upon
ancient myths and legends
no more songs to be sung by old men
This ivory tower has collapsed to nothing more
than a well

Death is not the end, they say
I dare to think: maybe destruction is
and at the same moment
I am collecting pieces to build
a new – my own tower
where I shall think
where I shall write my stories
where I shall find protection
in deep winter nights

[Das nennt man dann wohl user corrected poetry. Dankeschön Charel, Thierry, green_wasabi und sara!]

Not The End

Wednesday, January 9th, 2008

Death is not the end, they say
But I, standing in a deep dark hole
I dare to ask
if maybe the end comes before death
dark and intriguing questions
asked winterlong during cold nights
No answers in these ruins build upon
ancient myths and legends
no more songs to be sung by old men
this ivory tower has collapsed to nothing more
than a well
Death is not the end, they say
I dare to think: maybe destruction is
and in the same moment
I am collecting pieces to build
a new – my own tower
where all my toughts shall be thought
where I shall write my stories
where I shall find protection
in deep winter nights

[Ich weiß, dass ich des Englischen kaum mächtig bin und meine Ausdrucksmittel in dieser Sprache begrenzt sind. Kommentare bzgl. Rechtschreibung, Grammatik und ähnlichem sind deshalb erwünscht. Was nicht heißt, dass inhaltliche Diskusion verboten ist. Im Gegenteil. Und: Na endlich, ein Gedicht.]

Badezimmergedicht

Wednesday, September 12th, 2007

Wir sind wie die Sterne
unsere Seelen strahlen hell
in der der Dunkelheit der Erkentniss
loderndes Feuer, Kernfusion unablässig
doch wir sind ewig weit voneinander entfernt
sehen wir nur trübe Abbilder unserer selbst
desiderium
ich kenne kein treffenderes Wort

Voller Poesie (Herbstgedicht)

Thursday, September 6th, 2007

Eine kurze, aber warme Begegnung
Ein Lächeln, ein langer Mantel
wie in einer winterkalten Nacht
Ich bin voller Poesie
und erschrecke über diesen Gedanken
auf meiner Zunge formt sich
eine Erinnerung so bitterlich
Fußabdrücke im Schnee
Zimt im Tee
Dunkelheit umhüllt mich
kalt wie ein schuppiger Fisch
Doch leuchten stets die Sterne
über meinen Pfad, unbekannt in der Ferne
Ich trage meine Einsamkeit wie einen Mantel
denn auch auf diesem Pfad gibt es Gefährten
An einer Gabelung mache ich halt
Vermisse ich etwa
Väterchen Frost?

(Sieh an, es reimt sogar während einer kurzen Zeit.)

Mercy

Wednesday, August 29th, 2007

Lord, have mercy on my soul
tönt es aus den Lautsprechern
grabeskalte Luft steigt aus den Ritzen empor
ich habe das reimen nie gelernt
und auch keinen Gott mehr, der Gnade haben kann
Sehnsucht, Vermissen, desiderium
Und ich schaue zu den Sternen, von der Sonne verdeckt
mein Blick geht gen Süden
Fast rieche ich wieder das Meer
und dann ist es doch bloss Kochsalz
Gedankenkotzen
und einen Zahnstocher für die großen Stücke
Lord, have mercy on my soul

(anregt durch das und das.)

Mischwelt

Friday, July 20th, 2007
Während dem Gewitter
standen wir unter einem Baum
Es war eine Platane
wie sie in der Stadt der Liebe stehen
Wir umarmten uns
unter diesem grünen, feuchten Zelt
Es spielte keine Musik
einzig das stete Tropfen
Doch ich hörte nichts
Blind und taub vom Regen
die Gedanken
Zunge an Zunge
nur in der Mischwelt

(Ist mir eben auf dem Nachhauseweg eingefallen, bei der Platane in meiner Straße. Hat neben der Mischwelt sonst keine reale Inspiration. Das hier ist auch jetzt eher Notiz an mich selbst.)

Tränen

Tuesday, February 20th, 2007
Die Luft war erfüllt mit Tränen
eines explodierten Wales
der sein Ende hoch über der Stadt gefunden hatte
während ich drinnen gesessen und Tee getrunken hatte
Es war kalt und ich spürte
es war kein Engel mehr da, der mich beschützte
Allles war totenstill und ohrenbetäubend
Ich lief wie kalt durch die Stadt
die der Nebel verschluckte
Es war kein Engel mehr da, der mich beschützte

Herbstgedicht II

Thursday, October 6th, 2005
für N.

Der Herbst ist da
tote Blätter fallen als stumme Zeugen eines Sommers
dessen Wind uns Botschaften voneinander gebracht hat
Wir rücken näher zusammen
eng aneinander
Berührungen, wie Blinde tastend
der leichte Hauch des Atems
errinert an die warme Sommerluft
Wenn du den Blick in den klaren Winterhimmel richtest
siehst du die Sterne
die den Sommer bezeugen können
und die Errinerung an ihn
für ewig konservieren

Sehnsucht

Saturday, October 1st, 2005
Ich sehne mich nach dir
deiner Nähe
deiner Wärme
deinem Atem
deinen Händen
deinen Augen
deinem Körper
eng an mir
vermisse dich hier
du mich bei dir
Es hilft nichts
wir sind gebunden
und doch fern