Archive for November, 2007

Podcast: Angscht a Schrecken op engem ganz normalen Samsdesnometten

Monday, November 19th, 2007

Samstagnachmittage haben ihre ganz eigene Physik. Im Fernsehen werden ewig lang Serien wiederholt, die auch die Woche über niemand sehen wollte, in Supermärkten und Einkaufszentren wird regelmässig der Notstand ausgerufen. Und ich tue jene Dinge, die ich während der Woche nicht tuen konnte, weil ich damit gonzojournalistischen Tätigkeiten beschäftigt war…


MP3-Direktdownload Angscht a Schrecken op engem ganz normalen Samsdesnometten

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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you are just like everybody else

Monday, November 19th, 2007

Ich mag keine Verallgemeinerungen. Ich bin mir sicher, dass es in der Emo-Szene, als sie noch jung und keine Trendwelle war, viele tolle Künstler gegeben hat. Und wahrscheinlich noch irgendwo im Untergrund gibt, wenn die Leute nicht gerade die Rummelplatzlichter sehen und nach dem Deal mit nem Indielabel oder weil sie auf nem hippen Hitsender gespielt werden, glauben, sie seien bereits auf dem Weg zu ewigen Starruhm. Ich finde Fugazi eigentlich ganz hörbar (und sollte mir wahrscheinlich mal mehr von ihnen anhören) und hab auch eigentlich nichts gegen enge Hosen und Sternchenmotive, solange sie nicht zum Lebensinhalt werden. Ich symphatisiere eigentlich mit den meisten Subkulturen, solange sie Kultur sind bzw. zu bieten haben. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, finde ich dies hier lustig:
copyright yourscensucks.comcopyright yourscensucks.comcopyright yourscensucks.com
your scene sucks

Ja, wieder einmal via nerdcore. Und sogar aus dem gleichen Posting. Aber hey, ich mags.

Ka-BOOM!

Monday, November 19th, 2007

(via nerdcore)

Markus Kavka über Überwachung

Sunday, November 18th, 2007

MTV Moderator Markus Kavka bei polylux über Überwachung:

Polylog Kolumne markus Kavka @ www.polylog.tv/videothek
(via metronaut)

My chemical Romance

Thursday, November 15th, 2007

(Nein, es geht in diesem Artikel nicht um eine Popband. Tut mir sehr Leid, falls ihr danach gesucht habt. Damit ihr trotzdem in die Kommentare flammen könnt: MCR stinkt!)

Mein Traum ging so:
Ich musste in einem Schulfach (da sich das ganze im Chemiesaal abspielte und meine Chemielehrerin anwesend war, ist es nur logisch, dass es Chemie war, aber das wurde nicht explizit »gesagt«) ein Referat halten. Das lief für mein Verständniss gut, aber ich wollte die Lehrerin natürlich noch nach Feedback fragen, am Ende der Stunde. Ich packte also meine Schachtel. (Ich habe mal gesagt bekommen, auf Deutsch solle man dazu »Federmäppchen« sagen, aber ich ignoriere dieses scheussliche Wort.) Im Traum hatte ich meine alte Schachtel, das war so ein ausklappbares Modell mit Gummibändern, um die einzelnen Stifte festzuhalten. Aus Leder, mit einer Karte der EU drauf. Da waren auch nur die EU-Länder drauf, dh. der abgebildete Kontinent hatte da, wo die Schweiz ist, ein Binnenmeer. Wäre auch vielleicht in Wahrheit gar nicht so verkehrt, nur ist die Schweiz ein wenig hoch, um ein Binnenmeer daraus zu machen. Auf jeden Fall brauchte ich ewig, um diese Schachtel zu packen, so dass ich noch im Klassensaal stand, als schon wieder Leute reinkamen - unter ihnen auch I. Bei den meisten hatte ich das Gefühl, dass es »eine andere Klasse« war, nur bei I. nicht - weiß der Teufel warum, aber so wichtig erschien mir das auch nicht. Ich habe I. einige Mal gegrüßt, bis sie dann heftig, genervt (oder gespielt genervt?) antwortete.
Ich kam nicht dazu, die Leherin zu fragen, wie mein Referat war, denn zu dem Zeitpunkt war es 735 und ich musste aus dem Bett - um rechtzeitig zur Chemiestunde zu kommen.

(Ja, solche Träume machen mir genausoviel Angst wie euch.)

Buran

Thursday, November 15th, 2007


Das Bild sieht auf den ersten Blick so aus, als würde da ein Spaceshuttle landen. Haben wir alle schon gesehen. Das langsam in die Jahre kommende, überteuere Weltraumtaxi der NASA. Ganz okay, denn momentan gibt es keine andere Möglichkeit, die armen Seelen auf der ISS, die eigentlich schon längst fertig sein sollte, zu versorgen.
Das Gefährt auf dem Bild ist aber kein Spaceshuttle, sondern ein Buran. Das russische Spaceshuttle, das von Mitte der achtziger Jahre bis 1993 entwickelt wurde, auf einer Anotov 225 reiten konnte und sich bei einem Testflug 1988 selbst landete.
Mehr darüber gibt es hier. Schaut euch die Fotos des Cockpits an! Hach!

Kiss my hairy ass, amazon!

Thursday, November 15th, 2007

Ratet mal, welche DVD mit Buch ich mir heute nachmittag im CD-Buttek beim Palais gekauft habe.
Und welche Bestellung, die angeblich irgendwann im Januar ankommen soll, ich storniert habe.

Chemie

Thursday, November 15th, 2007

Vom Chemieunterricht geträumt. Und von I. In dem gleichen Traum.
Solche Dinge machen mir Angst, liebes Unterbewusstsein.

genuflecting

Wednesday, November 14th, 2007

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich das »neue« Sigur Ròs Album Heim/Hvarf einfach nur wunderbar finde und seit Tagen damit in den Ohren durch das herbstliche E. wandere, Texte dazu schreibe, damit schlafengehe und wieder damit aufwache?
Ich kann einfach nicht genung von dieser Musik kriegen. Und immer wenn ich glaube, ich könnte es nicht mehr hören, schalte ich es trotzdem ein und werde immer wieder aufs Neue überrascht.

Entmut.

Monday, November 12th, 2007

Meine Buddyliste ist so voll wie sonst was nie, und trotzdem kommuniziere ich mit niemanden. Und zu jeder Person, die da als Kontakt drauf steht, fällt mir ein Grund ein, wieso sie nicht mit mir reden sollte - oder wieso ich nicht mit ihr reden will. Vielleicht will ich auch einfach alleine sein, für einen kleinen Moment der Stille? Ich stelle mir eine Playlist mit melancholischen Liedern zusammen, schreibe eine Away-Message, die nur ich lustig finde und stelle Pidgin auf »Do not disturb«. Das gibt einem das Gefühl, nicht selbst Schuld an der Kommunikationslosigkeit zu sein.

Als die Musik im Radio plötzlich umschlug, drückte er die Kassette, die noch im Laufwerk stecke, wieder hinein. Sie leierte ein wenig, aber das war ihm egal. Das, was er da hörte, war ihr Mixtape, das sie ihm - oder ihnen, aufgenommen hatte. Es erzählte eine Geschichte, aber er konnte sich nicht mehr an sie erinnern. Zu sehr hatten sich die Erinnerungen an die Dinge, die während dem Hören dieses Mixtapes passiert waren, in sein Gedächniss eingebrannt. Zuweilen kam es vor, dass er ein Lied, das auf der Kassette war, einzeln hörte und danach die ersten Takte des nächsten erwartete.
Er musste sich auf die Straße konzentrieren, um nicht mit Weinen anzufangen. An jedem Baum, an jeder Viehweide, an jedem Wegkreuz, an jedem Haus, das er passierte, hafteten Erinnerungen an gemeinsame Zeiten, an diesen wunderbaren Sommer, der endlos geschienen hatte. Dies war ihr Land. Dieser Satz hallte in seinem Kopf als wäre er eine Kathedrale, in die jemand eben diesen Satz schreien würde. Er hatte etwas mythologisches. Es war nicht so, als ob ihr das Land gehören würde, - er konnte keinen anderen Gedanken als diesen mystischen verwenden, aber es stand unter ihrem Bann.
Rain on car cc by rachel a. rogers

Der Regen liess nach. Die Nacht began bereits heller zu werden. Er wagte nicht, auf die Uhr zu sehen, festzustellen, wie lange er wie ein Verrückter durch diese Einsamkeit gefahren war, wieviele Kilometer an erinnerungsträchtiger Strecke er zurückgelegt hatte. Seine Hände schmerzten, nicht von dem langen Fahren, sondern… psychosomatisch. Als Jugendlicher mit christlicher Erziehung hatte er sich in den Situationen, wo seine Händen wegen seelischen Qualen mit schmerzen anfingen, oft mit dem stigmatisierten Jesus verglichen. Heute tat es einfach nur noch weh, an gewisse Dinge erinnert zu werden.

Die Sterne wichen einem verwaschenen Dunkelblau, das von dem neuen Tag kund tat, der wohl genauso grau sein würde wie die Woche vor ihm. Ohne sie schien sowieso alles grau zu sein, selbst dieses Land, das sonst immer wie voller Wunder gewirkt hatte. Mit dem neuen Tag verliess ihm auf einmal der Mut. Der Plan, zu ihr zu fahren, bei Sonnenaufgang im goldenen Licht vor ihrer Tür zu stehen, ihr alles zu sagen, was er zu sagen hatte, erschien jetzt nur noch verrückt. Sie würde ihn abweisen, anschreien, und er würde sich halberforen wieder zurück ins Auto setzen und ohne Musik zurück fahren.

Eine einzelne Schneeflocke fiel auf seine Windschutzscheibe.

(Image cc by rachel a. rogers)