Archive for October, 2007

Podcast: Angscht a Schrecken beim zweeten Deel vun “Angscht a Schrecken zu Köln”

Sunday, October 7th, 2007

Ich habe Angst, dass sich die »Köln-Saga« zu mehr als einer Triologie entwickelt. Es ist einfach so unglaublich viel passiert, dass es nicht möglich ist, sich kurz zu fassen. In dieser Stadt vergeht die Zeit in sehr merkwüdigen Bahnen. Wahrscheinlich Sägezahn. Es kommen wieder vor: Sexshops, Faust, Fußgänger, tollwütige Radfahrer und irgendeine Kneipe in Ehrenfeld.


Direktmp3download Angscht a Schrecken beim zweeten Deel vun »Angscht a Schrecken zu Köln«

Zu hören ist das ganze auch mit netter Moderation und guter Musik davor und danach von 16 bis 17 Uhr in der Sendung Crumble auf Radio ARA auf den Frequenzen 103,3 und 105,2 oder im Internet unter ara.lu

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Alle Sterne waren entlegen…

Sunday, October 7th, 2007

Oh Mann. ich glaube, ich habe noch zu viel Alkohol im Blut. Gut, dass es beim Bloggen keine Promillegrenze gibt.
Ich glaube, das gescheiterte Topmodel Mandy war auf der Party zu meinem 20. Geburstag. Oh. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Vor allem da ich mir relativ sicher bin, mir das nicht eingebildet zu haben.

Wieso ich blogge: scribo, ergo sum

Friday, October 5th, 2007

Ich schreibe,
also bin ich
Gott.

Geträumt

Thursday, October 4th, 2007

Ich habe diese Nacht wieder merkwürdige Dinge geträumt. Dabei ist überhaupt nicht Vollmond, oder? Wir befinden uns momentan im »letzten Viertel«, das nicht gerade bekannt ist für seine Wirkung auf den Menschen. Überhaupt mag ich den Gedanken nicht, dass ein Klumpen aus stinkendem Gestein meine Träume beeinflussen soll.

Ich weiß eigentlich nicht mehr, was ich geträumt habe. Es war eine sehr logische Geschichte, und es kam immer wieder eine Kantine, ein großer Speisesaal vor. Und ich fragte irgendwann mal jemanden an einer verwilderten, mit Moos überwachsenen Mauer in einem kleinen Garten, ob er einen Spatz gesehen hätte. Einen sehr frechen Spatz.
Das hatte im Traum eine besondere Bedeutung. Welche, das kann ich nicht mehr sagen.

(Blixa Bargeld hätte einen Song daraus gemacht. Mir bleibt nur, es aufzuschreiben.)

Medienkritik und Ideen für ein neues Sturmgeschütz der Demokratie

Wednesday, October 3rd, 2007

Ehe ich ein »Wortblog« oder generell pressekritisches Blog für Luxemburg, vorausichtlicher Titel wäre »Papier, das man viel besser zum Arschabwischen benutzt haben könnte« im Stile von bildblog eröffene, möchte ich mich dann einem ein wenig höherwertigem Medium, nämlich der Woxx widmen.

Früher hieß die Woxx mal “GréngeSpoun” und war ein wenig sowas wie ne Hippiezeitung. Wahrscheinlich ähnlich wie Radio ARA, nur mit einer mehr oder minder festangestellten Redaktion. Die Woxx ist die luxemburgische Taz, zumindest von der politischen Richtung her. Allerdings ist die Woxx ein Wochenmagazin, was ja auch irgendwie in dem Namen drin ist. Die Woxx hatte wahrscheinlich auch damals kein Geld, gegen Vox, den Mobilfunkanbieter, zu klagen, wegen Namesgleichheit. Aber darüber wollte ich jetzt eigentlich auch gar nicht lästern.

Die Woxx hat sich relauncht und erscheint jetzt im Magazinformat. Ein neues Format auf den Markt bringen ist momentan ja modern. Ein Grund, wieso ich die ZEIT cool finde: In Zeiten der Tabloidisierung der Zeitungslandschaft das Monsterformat einfach beibehalten. Das neue Logo sieht modern genung aus und ist nicht Web 2.0. Man hat wohl von etwas unschöneren Farben Abstand genommen. Aber eigentlich habe ich bisher nur die Webseite gesehen, und will auch nur die bewerten. Die sieht nämlich eigentlich sehr gut aus. Besser als das neue rtl.lu, das ebenso hässlich wie zuvor ist und übersichtlicher als wort.lu. Das Design ist gelungen, manche Dinge sehen noch nicht so ganz rund aus, so zB. die Doppelung von deutsch und französisch auf jedem Artikel. Genial finde ich, dass man ein pdf-Archiv aufbauen will. Ich hoffe doch sehr, dass es gratis sein wird!

Und Artikel gibt es. Das ist an und für sich ja mal gut. Aber, und das ist der Grund, wieso ich dies schreibe: Die Artikel öffnen in einem Pop-Up. Ich finde das schrecklich. Es ist weder modern noch alternativ, sondern einfach nur störend. Und liebe Woxx, wenn ihr das ändert, dann fügt bitte auch eine Kommentarfunktion für eure Artikel hinzu. Ihr wärt die erste luxemburgische Zeitung, die das tun würde. Wahrscheinlich aber auch die einzige, die es sich trauen würde. Wenn ihr das tut, und das verspreche ich jetzt hier vor all meinen Lesern, aboniere ich die Woxx und lese sie auch immer ganz. Sogar das Agenda. Womit wir wieder beim Thema sind: Das könnte auch irgendwie übersichtlicher aussehen.

Ich frage mich, ob ich das jetzt als Leserbrief einschicken oder einfach darauf hoffen soll, dass die mitlesenden Woxx-Redakteure das weiterreichen?

Phalli in der Nacht

Wednesday, October 3rd, 2007

(0210072112) Alles scheint als wie zuvor. Zitieren um des Zitierens Willen? Der Regen wäscht alle Erinnerungen weg, scheint es dir. Dabei ist einfach nur alles verschwommen. Wie eine Rauschnacht ohne Sterne, mit Kater am Morgen. Du hattest noch nie einen Kater.

Friedhofsnacht. Nebel ohne Luftfeuchtigkeit. Ein erigierter Penis leuchtet in der Ferne wie eine obszöne Freiheitsstatue des Kondomkapitalismus. Die Berührungen sind rein funktionell. Und dennoch, sie genügen. Deine Haut (Oder ist es die der Gegenseite?) wirkt wie ein Stethoskop, du fühlst jede Regung, ohne zu beachten, dass man auch die deinigen spüren wird. Im Himmel explodieren Dinge, aber du bist in eine Sphäre gehüllt, wie in Watte. Berührung. Sich-nahe-Sein. Schweigen, Musik hören, zu laute Gedanken haben.

Und jetzt? Wieder sitze ich im Zug, fahre nicht nach Paris und werde auch nicht das Pendel sehen. Was steht auf der Rückseite dieser Spielkarte? Vielleicht ist es diesmal ein Joker? Wenn das Spiel ein Puzzle wäre, dann wäre alles sehr viel einfacher. Hast du überhaupt schon die Regeln verstanden? Es ist alles viel zu mystisch, viel zu abgehoben. Ich werde diese Sphären eh nie erreichen, denn mein ist das Höllenreich. Ich bin ein Verräter und ich werde im Neunten Höllenkreis landen, eingefroren in diesem See. Früher sagte man, ich werde nicht in die Hölle kommen, ich sei hier schon genug gequält worden.

In mir rumort, brodelt, blubbert es. Dicke, giftgrüne und dunkelblau gefärbte Blasen steigen in die Höhe, bis an die Oberfläche. Sie sind gefüllt mit schwarzem Rauch. Familienidylle. Metapher für was nochmal? Endlose Lichterketten verwandeln sich durch Säure in Tiere und tanzen, dazu spielt ein Orchester in meinem Kopf. Nein, ich nehme keine Drogen.
Alles nur Ablenkung von wahren Problemen und gleichzeitig (wie?) stählerne Mahnmäler kommunistischer Machart.

Ich stehe auf einem grünen Schlachtfeld, auf dem vertrockneter Klee über das Blut gewachsen ist, ziehe meine Feder und denke an die kommenden Kämpfe.
Wieso so verzweifelt/siegessicher?