Archive for August, 2007

blub.

Saturday, August 25th, 2007

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte Musik machen, meine Gedanken und Gefühle so einfach und schnell durch den Raum schweben lassen, meine Wut rausbrüllen und die Farben und Bilder in meinem Kopf selbst erschaffen.
Stattdessen bin ich zum Schreiben verdammt, gefesselt an Tinte und Tastatur. Gut, ein Musiker ist an die Grenzen des menschlichen Gehörs und dessen, was wir als “musikalisch” empfinden gefesselt und unterliegt damit wohl strengeren Grenzen als jenen der Grammatik und Orthographie. Wobei der Schreiberling, siehe Dadaismus, beides auch ausser Kraft setzen kann, ohne allzu schrecklich zu wirken.

Ich glaube, ich wollte jetzt irgendetwas großes und wichtiges sagen, aber irgendwie ist es mir entfallen. Passiert.

Busfahrt. Regen. Anschwellen der Wirklichkeit. Gottesprisma.

Thursday, August 23rd, 2007

»Hat ass leiiiiw…«, denkst du und dann kommt ein BLUB. In Großbuchstaben. Um nicht weiter daran zu denken. Draussen regnet es. Ein fieser Nieselregen, der die Welt in ein nebliges Grau taucht. der dir die Sicht raubt. Alles in der Ferne wird unklar, während dein Fokus sich ändert. Das Gefühl durch ein merkwürdiges Prisma zu sehen, als wäre deine Iris aus einem sonderbaren Kristall from outer space. Sphärische Musik ist das, was du nun brauchst, mehr als alles andere. Du entdeckst Dinge, die du vorhin immer übersehen hast, siehst Altbekanntes in neuem Licht. Du steigst aus dem Bus und für einen Moment lang übertönt das Geräusch und die eklige Wärme die Musik, du fühlst die Wärme der Frau, die zwei Meter neben dir geht und weißt nicht, ob es nicht doch noch das Gemisch aus Abgasen und Ventilation des Busses ist.

Dein Auge weitet sich und du siehst jedes Detail. Deine Gedanken sind beschränkt auf das reine Wahrnehmen. Über dir der Himmel, ein grauweißes Tuch, schwer und voller Melancholie. Unter dir der Asphalt, grauschwarz, nassglänzend, ein Flickenteppich aus Pützen und organisch wirkenden Erhebungen. Als habe hier einst ein Fabelwesen seine Gedärme verloren, die dann zu Asphalt getrocknet sind. Du siehst Gesichter, jeder scheint dich anzusehen, du spürst, dass hinter jedem Blick eine Geschichte liegt, nur den Regen nimmst du nicht mehr wahr, ist der doch wie fallender Nebel.

Bahnhofshalle, Treppen, Anzeigetafeln. Ein Gewirr von Kabel hängt von der Decke. Ein schönes Motiv für ein Foto, denkst du und gehst weiter. Nach oben, wieder zum Himmel, von dem der Nebel hinabfällt. Zu einem bestimmten Augenblick bist du auf Augenhöhe mit dem Bahnhof. Nassglänzender Boden. Oben: Kabel, an denen Wassertropfen wie Tau hängen. Die Musik schwillt an. Wie ein Luftballon, möchtest du sagen, aber der Vergleich wirkt unpassend. Hinkt, sozusagen. Schwellkörper?

Die Welt wirkt unwirklich, so real scheint sie. Du bist eingehüllt in eine Traumwelt aus Nebel. Kleine Wassertropfen tanzen in einer Wolke. Tropenwetter ohne Wärme.
2208071900

Lazy on a wednesday afternoon

Thursday, August 23rd, 2007

Woher kommt eigentlich das Bedürfnis, englische Titel benutzen zu müssen? Eigentlich bist du gar nicht faul. Du musst diese Tasse Kaffee trinken. Und für den Rest bist du einfach nur verrückt, glaube ich.
Das Wetter ist alles andere als Sommerwetter. Es ist grau, regnerisch und relativ kalt. Eine Welt ohne Jahreszeiten. Nie wieder den Geruch von Sommergewittern, weil es einfach keinen Sommer mehr gibt. Das wird der große Verlust unserer Generation. Einfach, weil es keine Jahreszeiten mehr gibt. Zeit ist relativ, über Geschmack lässt sich streiten, aber ich will nicht in einer immerfeuchten, immergrauen, deprimierenden Welt leben.
Sie verändern das Wetter! Sie bauen riesige Antennen, um Wolken zu erschaffen, dicker als Wolldecken!
Was für ein Blödsinn. Als ob Autos nicht genügen würden…
2208071538

Hihihi

Thursday, August 23rd, 2007

“Eternal Tango” reißt mit eigener Backline an.
(Aus einem Myspace-Bulletin von ET, den ich irgendwie nicht verstanden habe: Man hat bereits Daten für alle Show, aber keine Veranstalter?)
Meine CD von denen liegt leider irgendwo bei A. im Auto, jetzt, wo ich Zeit hätte, zu reviewen.

(Gerade ich mache mich lustig über die Rechtschreibung von anderen Leuten. Furchtbar.)
Weiter im Programm.

Zum Besten der Beherrschten

Thursday, August 23rd, 2007

Es gibt keine festen “anarchistischen Prinzipien” oder einen verbindlichen libertären Katechismus. Der Anarchismus, wie ich ihn verstehe, ist menschliches Denken und Handeln, das Autoritäts- und Herrschaftsstrukturen zu erkennen sucht, ihnen Rechenschaft abverlangt, und falls sie diese nicht ablegen können, sie zu durchbrechen versucht.
Der Anarchismus, das libertäre Denken, ist übrigens gar nicht am Ende, es geht ihm im Gegenteil sehr gut. Er bringt viele echte Fortschritte hervor. Viele Formen von Unterdrückung und Ungerechtigkeit, die kaum erkannt und noch weniger bekämpft wurden, nimmt man heute nicht mehr hin. Das ist ein Erfolg und ein Fortschritt für die ganze Menschheit - und kein Scheitern.

Noam Chomsky

Sehr lesenswertes Interview des Monde Diplomatique mit Noam Chomsky über Medien, Macht, Manipulation, Demokratie, Sozialismus und Anarchie.

Arghs!

Wednesday, August 22nd, 2007

Wer kommt eigentlich auf die furchtbar dumme und blöde Idee, seine Jumbokarte auf den Schreibtisch, wo er ganz sicher NIE im Leben hinsehen wird, wenn er das Haus verlässt, weil auch nur sein iPod und Schlüssel daneben liegen, hinzulegen?
Arghs. Das wäre alles nur halb so schlimm, wenn es nicht so eklig nieseln würde.

Bloggertreffen

Tuesday, August 21st, 2007

Das erste nichtkomerzielle Bloggertreffen (Happy Birthday, dearest of my friends in blog- and buzzmarketing, Emmanuel Vivier! Now you're 30 and quite old for such a young, hip scene as the buzz-marketing, so I hope you will take care of your nerves and not try to organise blog-meetings in Luxembourg again, as you see we can do it all alone.)in Luxemburg war vor allem der Versuch, nicht letzter beim Pubquiz zu werden, und ist somit geglückt. Ich fand es sehr nett. Leute, mit denen ich über Feeds reden konnte, die mein Blog lesen, und dazu auch noch ganz symphatisch sind. Gut, bei Thierry wusste ich das ja sowieso schon, immerhin hat er A. und mich im betrunkenen Zustand ertragen und ist nicht weggelaufen. Joël hatten wir im Interview und saßen danach noch eine ganze Weile im Art Scene. Womit ich jetzt mit meiner Vermutung, dass sich die luxemburgischen Blogger immer dort treffen und nur darauf warten, mich zu lynchen, nicht so unrecht habe. Wobei das mit dem lynchen wahrscheinlich nicht mehr ganz so stimmt. Irgendwann stieß Gilles zu uns.
Danach verliess und Joël und es ging zuerst zu Onesto, wo es anständige Pasta gibt und dann weiter ins Pyg, wo das Pubquiz diese Woche stattfand und Georges schon wartete. Wir wurden 9. von 12. Das war gar nicht mal so schlecht, vor allem Punktemässig.
Bei Thierry gibt einen Ausschnitt der Sendung, ein hässliches Foto auf dem ich zu sehen bin und die Ankündigung, ein »größeres« Bloggertreffen zu organisieren. Bald. Vielleicht ja auf der »Fouer«? blo:Geescht und Joël scheinen ebenfalls zufrieden zu sein.
Fazit: Auf ein weiteres! Und ich schätze die Leute immer von der Schreibe her jünger ein, als sie sind. Sehr merkwürdig.

Podcast: Angscht a Schrecken déi zweeten Keier op der Hochzait vun menger beschter Frendin, daat den Nolauschter net onbekannt ass, senger Tata

Monday, August 20th, 2007

Letzte Woche ging es bei Angscht a Schrecken um diese berühmt-berüchtige Hochzeit. Und da die Beschreibung all jener Ereignisse viel zu lange gedauert hätte, musste die Folge wohl oder übel in zwei teilen und ich habe somit die erste Fortsetzung in der Geschichte dieses Podcasts geschaffen. Ob es weitere geben wird, ist eine andere Frage. Diesmal also die Schilderung der Ereignisse der eigentlichen Feier…

Angscht a Schrecken déi zweeten Keier op der Hochzait vun menger beschter Frendin, daat den Nolauschter net onbekannt ass, senger Tata (mp3, 8,87 MB)

Zwischen 16 und 17 Uhr auf Radio ARA zu hören. Danach Bloggertreffen im Pyg beim Pubquiz.

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Grün

Sunday, August 19th, 2007

Mein Fenster fängt an, grün zu werden.
Mhmm.
Ich glaube, ich sollte es vielleicht mal putzen.

Bloggers on air

Friday, August 17th, 2007

Ich weiß nicht, ob irgendjemand sich die grandiose Sendung von letzem Montag angehört hat. Thierry, A. und meine Wenigkeit, das ist für mich schon so etwas wie ein Dream-Team, was das Radiomachen angeht. Wir wurden von der wundervollen Neckel im Auftrag von “Mr Flash007″ Comissaire Baltzer (im Bild ganz rechts) gefilmt, und die Resultate lassen erahnen, was für ein Chaos im Studio herschte und wie viel Spaß das ganze macht:

Mehr Videos nach dem Klick.

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