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FläshZeroZeroSept

Flash007
Über das Event im Tunnel habe ich ja schon berichtet. Einmal im Blog und einmal per Podcast in “Angscht a Schrecken an engem komeschen Tunnel zweschen zwou Kulturbauten um Kierchbierg“.
Wie wohl so manchem Gast aufgefallen ist, habe ich dort mit einem viel zu großen und teuren Handy, das übrigens nicht mir gehört, gefilmt. Und das ganze im Rahmen des Projektes “Flash007“. Für junge (30-) Kulturinteressierte kann ich das ganze nur empfehlen: Man meldet sich an und kann “Missionen” zu einzeln Kulturereignissen annehmen, was im konkreten heißt, dass man freien Eintritt hat und kann je nach Veranstaltung mit den Artisten und sonstigen Backstageleuten quatschen bzw. diese interviewen. Im Rahmen vom Kulturjahr 2007, dh. Konzerte wie das anstehende der Smashing Pumpkins fallen (leider) flach.

Das Resultat meines Herumgefilme kann man sich hier ansehen. Das ganze ist absichtlich Low-Fi, was ich aber gar nicht mal so schlimm find. Immerhin sind es ja keine Profis die die Dokumentation erstellen (sollen), sondern Jugendliche.

Sex. mit. Küchengeräten.

Ich halte Sex mit dem Mixer oder der Kaffemaschine ja für ziemlich schmerzvolle Angelegenheiten. Und irgendwie scheine ich eine Authorität auf dem Gebiet zu sein:
Sex.mit.Küchengeräten – Nummer 1 & 2!
Sex mit Küchengeräten – Nummer 3!
Mixer
(Ich bin übrigens der Meinung, dass man Sex.mit.Küchengeräten. so ausprechen muss wie der olle Leonidas im Film “300“, in der Szene, wo der den Botschaftler der Perser in den Brunnenschacht stößt. Gebrüllt also. Ungefähr so. Oder so.)

Wieso Menschen Punkte zwischen Suchwörter eingeben, verstehe ich nicht ganz. Wieso jemand ein Nudelholz, eine Suppenschüssel, einen Mixer, eine Kaffeemaschine, einen Teekocher, eine Brotbackmaschine, die Herdplatte, den Kühlschrank oder sonstige Küchengeräten begatten will oder von ihnen begattet werden möchte, noch viel weniger.
Da ich jedoch eine Koryphäe auf dem Gebiet zu sein scheine, werde ich in den nächsten Wochen und Monaten vorsichtige Nachforschungen bei sexuell sehr erfahrenen Menschen betreiben.

Ansonsten muss sich niemand ertappt fühlen, der dies jetzt per Suchmaschine gefunden hat. Immerhin besteht ja die Möglichkeit, die sexuelle Faszination von Küchengeräten in den Kommentaren zu beschreiben. Anonym sogar.

(Symbolbild von sylvar. Some rights reserved. )

Vier Jahre

Ich habe dieses Stöckchen von vanity bekommen. Es ist irre persönlich, aber ich finde es genau deshalb interessant. Und Blogs sollten unter die Haut gehen. Das Stöckchen datiert auf den 13.4.2007, deshalb werde ich die Frage auch auf dieses Datum beziehen.

1. wo waren sie vor vier jahren?
Die einzige Aufzeichnung, die ich direkt aus jener Zeit zurückfinde, sind die Einträge in meinem Blog für April 2003. Ich war damals 15 Jahre alt. Ich war in Luxemburg, denn soweit ich das verfolgen kann, war der 13. April 2003 ein Tag der Osterferien damals.

2. was haben sie gemacht?
Ein Post drei Tage später, 16. April 2003 beschreibt es folgendermaßen:
In den letzten Tagen habe ich wieder die Erfahrung gemacht, dass es mir eigentlich viel besser geht, solange ich niemanden lieben will und ich mich nicht verliebe. Nun, ich leide zwar unter dem Nichtvorhandensein von Zärtlichkeiten, aber irgendwie bin ich freiher(sic!), wenn ich niemanden liebe.
Klingt grandios, was? ich war relativ depressiv in diesen Tagen. In der Woche davor hatte ich ein Date mit einer Chatbekanntschaft, das gründlich in die Hose ging. Deshalb fing ich an, Text über Todesengel zu schreiben. Ich bastelte mir eine merkwürdige Philosophie aus Neon Genesis Evangelion, “Das foucaultsche Pendel” und den Songtexten von Pink Floyd und Anthrax zusammen und fühlte mich ziemlich hilflos. Vielleicht waren es auch die Schrecken des Irakkrieges, der damals eben erst begonnen hatte. Ich trug damals ein Stirnband mit dem Peacezeichen, weil ich das Bedürfniss hatte, irgendein Zeichen zu setzen. Gleichzeitig blickte ich jeden, der mich ein wenig anstarrte, finster an.

3. was war besser?
Ich weiß nicht, ob damals was besser war. Vielleicht sah die Zukunft damals noch besser aus und ich hatte, trotz meiner düsteren Weltsicht, mehr naive Hoffnung in mir. Ich realisierte erstmals wirklich und konkret, dass es zwischen “Gut/Weiß” und “Böse/Schwarz” noch etwas anderes geben musste, vor allem im politischen Sinn, was eine direkte Folge des Irakskrieges war.
Ich war jung und machte schwierige Schritte auf dem Pfad des Erwachsenswerdens.

4. was war schlechter?
Ich war sehr viel unerfahrener, hatte eine Menge Pickel im Gesicht (sowas schärft allerdings den Charakter, sagt der Zyniker in mir!) und wenig Dinge, die ich der Welt entgegenbrachte, ausser einem vaguen Pazifismus.
Ich war jung und machte schwierige Schritte auf dem Pfad des Erwachsenswerdens.

5. was bringt sie zum weinen?
Meistens nur die totale Selbsterkentniss. Ich weine sehr wenig, was ich bedauere.

Ich gebe das Stöckchen weiter an Thierry, an frau pollymere, an Chris und an henk.

Wieso ich blogge (IV) oder: Die gottverdammte Revolution revisited

Blogs sind die besten Medien der Welt. Das könnte man behaupten und dabei vielleicht vergessen, dass die “old media” in Punkto Einflussnahme alles übertreffen, was sich Blogs je vorstellen könnten. Millionen Leser, Hörer oder Zuschauer, die nie von Weblogs gehört haben und das Internet genauso passiv benutzen wie ihren Fernseher, sind ein schlagkräftiges Argument.

Aber wie lange noch? Meine Generation, und die, die nach mir kommt, wächst mit Blogs, Wikipedia und der Möglichkeit, selbst “Medium” zu sein, auf. Wir waren die ersten, die unsere Pubertät in Blogs ausgelebt haben, unser Heranreifen mit Worten und Bildern an die Öffentlichkeit gebracht haben. Ich will nicht behaupten, dass dies ein bewusster Prozess gewesen wäre, jedenfalls bei mir war es das nicht. Ich wollte es “allen zeigen”, was ich heute jeden gottverdammten Tag tue, und das brachte jene Dinge mit sich. Ich habe geschrien, geschwärmt, chiffriert und verschlüsselt. Und tue dies heute auch noch.

Wir bereits erwähnt gehöre ich der ersten Generation an, die dies tut. Und ich wage zu behaupten, dass das Fernsehen in seinen beschränkten Möglichkeiten zur Interaktivität nicht mehr “das” Medium sein wird oder kann für eine Generation, die die Interaktivität und Verknüpfungsmöglichkeiten des Internets von klein auf kennengelernt haben.

Und damit werden auch neue Blogger und Blogleser entstehen, die damit die Wichtigkeit von Blogs steigern. Es war nie leichter, seine Meinung kundzutun und sie einer gigantischen potentiellen Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Es gibt kein Medium, das so schnellen, individuellen und oft auch persönlichen Dialog über sich selbst und seine Inhalte erlaubt.

Keine andere Medienlanschaft ist vor “Gleichschaltung”, rein kommerziellen Interessen und ähnlichem so sehr geschützt wie die Blogosphäre. Blogs mit kommerziellen Interessen werden wohl in der Minderheit bleiben, auch wenn es mehr werden; das ist auch noch nicht unbedingt “schlecht” oder “böse”. Und selbst wenn: Es gibt so viele Blogs, die Blogosphäre )oder die Blogklumpensammlung) ist so komplex, dass diese Dinge gar nicht ins Gewicht fallen, und der Leser hat die Macht, mit dem Blogger zu diskutieren oder das betreffende Blog nicht mehr zu lesen.
Und vor allem: Es entsteht, anders als in anderen Medien, ein Dialog darüber. Blogger und Blogs schauen sehr oft “in den Spiegel” und denken über sich nach.

Blogs sind subjektiv, sie gaukeln keine objektive Berichterstattung vor. Man weiß quasi, “woran man ist”.

Blogs werden die klassischen Nachrichtenmedien nicht ersetzen können (und wollen es wohl auch nicht), aber deren Funktionsweise und Autorität mehr und mehr in Frage stellen und sie ergänzen.
Blogs sind in Betracht auf die klassischen Medien subversiv. Nicht nur, weil sie die Inhalte hinterfragen können, sondern weil die Nutzer und die Blogger selbst eine andere Form der Kommunikation verlangen werden.

Ist das realistisch? Kommentarfunktionen auf Internetangeboten der Presse sind selten und bieten fast nie einen Dialog. Spätestens mit der Einführung des elektronischen Papiers, das sicher kommen wird, wird es auch für die “gedruckte” Zeitung technisch möglich sein, diese Funktion einzubinden.

Mit der Zeit wird die Generation derjenigen, die in eine Welt mit Blogs geboren wurden, die Mediennutzung wie sie heute existiert, komplett umkrempeln und die “old media” dazu zwingen, einen Dialog mit ihnen, den Nutzern, einzugehen. Oder auch nicht. Vielleicht wird sich die Medienlandschaft durch Blogs, Podcasts, Vlogs und ähnliches auch “bloß” enorm diversifizieren. Oder, aber das halte ich für unrealistischer, Blogs werden “bloß” ihren kleinen Einfluss behalten, aber wird werden dennoch unseren Spaß haben. Und bei aller Revolutionsphilosophie ist das doch noch immer das wichtigste.

Podcast: Angscht a Schrecken an der Rotonde 2

Es ist mal wieder Zeit für “Angscht a Schrecken”.

Angscht a Schrecken an der Rotonde 2 (mp3, 4,16 MB)

Die vollständige Version könnt ihr wie immer heute Montag zwischen 16 und 17 Uhr in der Sendung Crumble auf Radio ARA hören.
Für diejenigen, die das Podcast-RSS aboniert haben, bitte ich um Entschuldigung. Switchpod will im Moment nicht. Ich hoffe dass das Problem temporär bleibt und ich die Folge nachliefern kann. Die mp3 ist jedoch als normaler Download verfügbar. Gefixt.

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Tödlich

Amaretto mit Apfelsaft ist VIEL zu süß. Oh mein Gott. Als würde man Zuckerstücke in Zuckerwasser auflösen und das ganze mit der süßesten Limo der Welt vermischen, Puderzucker drauf streuen und DAS dann trinken.
Plus Alkohol halt.
Vielleicht sollte ich eine Rubrik “Fire bloggt betrunken” einrichten. Vielleicht sollte ich das Blog auch unter wordpress laufen lassen. Vielleicht sollte ich auch einfach nicht mehr betrunken bloggen.
Just for the record: Dieser Abend hat gerockt. Aber gewaltig!

Blutegal

Nachdem Naru über das Gießen von Blutegeln geschrieben hat, hab ich mich ein wenig im Netz umgeschaut, was diese putzigen Tierchen angeht, vor allem die Mercedessternnarben hätten mich interessiert, da habe ich aber kein Bild von gefunden, leider.
Dafür aber diesen netten Satz:
Blutegel sind ausgesprochen liebenswerte und pflegeleichte Aquarienbewohner.
Bluuuuut
Das ist nicht vom “Interesseverein deutscher Blutegelzüchter” sondern von dieser Seite, die die “Zucht und Biologie des Medizinischen Blutegels” beschreibt.
(Zum Titel: Pun!) Symbolbild: Baransky VyacheslavSome Rights Reserved.

Nobody loves me

Ich muss bei Portishead immer an A. denken. Und A. ist toll. Sie ist meine beste Freundin, und wenn ich das sage, dann ist sie nicht der “Kumpel-Typ”, mit dem mein klischeebehaftetes Geschlecht Freitags abends saufen und furzen kann.
Wenn ich “beste Freundin” sag, dann mein ich damit nicht nur, aber vor allem einen Menschen, dem ich alles erzählen kann, und umgedreht.
Mit alles sind auch Dinge gemeint, die eher “peinlich” sind. Wie ein kratzender BH, das dringende Bedürfnis aufs Klo zu gehen oder auch Ärsche von Männern oder Frauen. (Ja, ich habe kein Problem damit, über Männerärsche zu urteilen. Und A. mit Frauenärschen schon gar nicht, aber das ist eine andere Geschichte.)
Bras
Und das ist an sich wunderschön. Ich lache mit keiner Person mehr als mit A. Sie ist quasi die einzige, die es schafft, mich so zum Lachen zu bringen, dass ich keine Luft mehr kriege oder mir fast in die Hose mache.

A. wollte eigentlich bloß mal ins Blog, obwohl sie es schon mal war.

Heute war einer der Tage, die in der Erinnerung nur ein Glied in einer wunderbaren Kette von Ferientagen sein wird, und an der sich danach anfühlt, als habe man ihn zu 100% gelebt. Als würde man ihn nicht besser nützen können. Und eigentlich bin ich glücklich. Wäre da nicht eine ungeheure Sehnsucht.
Ich brauche eine Muse, ich brauche einen Strand und eine Flasche Rum, ich brauche interessante, tief philosophische Gespräche, ich brauche Nächte im hohen Gras unter dem Sternenhimmel, ich brauche Lagerfeuer, ich brauche verschwitzte Tanzabende, ich brauche dehydrierte Morgen ohne Kater, ich brauche mit schwarzer Tinte vollgeschriebene Hefte voller Geschichten.

Ich bin voll der Sehnsucht, und dennoch stört es mich nicht im Alltag. Im Alltag bin ich die Radiosau, der Technikfreak, das wandelnde Lexikon, der Tröster der Betrübten, der Messias der Zeroisten, von denen schon länger niemand was gehört hat.
Im Alltag kann ich mich eine ganze Zugfahrt lang kaputt lachen über profane Dinge wie ein BH der kratzt oder sonstige Dinge, die eigentlich “total peinlich” sind. Und irgendwie auch nicht.

Ich weiß, dass ich solche Dinge brauche, genau wie ich das Radio brauche und ich mit anderen Menschen über deren Beziehungen reden will und/oder kann, weil es mir und auch Anderen etwas bringt. Und sei es nur Ablenkung von Sehnsüchten, die sich nicht so schnell oder leicht erfüllen lassen können, wie man will.
Und irgendwann werde ich ein Buch schreiben mit dem Titel “La vie des moutons. Die sexuellen Abenteuer der A. S.
(Symbolfoto von How can I recycle this Some Rights reserved.)

Null

Heute, wobei eher heute Abend gemeint ist, ist wieder so ein absoluter Schrotttag. Nicht einmal ein Kalashnikov-Tag, wo ich meine Wut auf irgendetwas konzentrieren kann. Dh. ich kann mich dann überhaupt konzentrieren. Ich will gerade einen Roman über Weltraumkopfgeldjäger schreiben, ein dazu passendes Raumschiff zeichnen, CDs brennen, Musik anhören, eine Sexgeschichte schreiben, Starcraft spielen, mir ein Date beschaffen, Sex haben, telefonieren, einen Trinken gehen, mich wie ein Irrer betrinken, mit Photoshop herumspielen, einen Film sehen, mir eine Animeserie reinziehen, ein irre tiefsinniges philosophisches Gespräch führen und einen Actionfilm drehen. Am besten alles miteinander.
Void Void Void Void
Gleichzeitig habe ich zu nichts von alledem richtig Lust und höre kann auch momentan überhaupt keine Musik finden, die mir gefällt. Es gibt bloß noch Leere. Ich höre Atari Teenage Riot, was so ziemlich der größte “Krach” ist, den ich auf der Festplatte habe, und das auch nur, weil ich mich bei Stille auf das Geräusch meines Lüfters konzentrieren würde und ich nicht im geringsten Lust habe, zu befinden, dass das Ding viel zu laut ist und ich den PC aufschrauben und entstauben sollte. Was ich dann wahrscheinlich auch tun würde.

Es ist eine gottverdammte Leere in mir, die ich ständig mit irgendwelchen Dingen zuschütte. So lange, bis ich mal wieder an einem Tag wie heute hier sitze und die Leere überläuft, überkocht wie warme Milch.
Ich weiß nicht, wie lange ich die Sexgeschichten anderer Leute noch anhören kann, ohne irgendwann zu explodieren. Wie lange kann ich noch Beziehungsdramen therapieren, ohne zu verzweifeln und nachher wirklich zur Kalashnikov zu greifen?
Und ich tue noch so, als würde dieser Text hier irgendetwas daran ändern? Es ist ein Mechanismus geworden, alles aufzuschreiben und wie Irrer dadurch zu verarbeiten. Aber die Dinge sind nicht wirklich weg, oder? (Anarchistische Parolen zwischen all dem Krach. Ich sollte die Revolution ausrufen! Was für ein Blödsinn.)
Diese gefühlte Einsamkeit macht verrückt. L. fehlt.
Überhaupt fehlt eine Muse. Es wird nie wieder so sein wie vorher, was es dann doch nicht mehr soll. Vielleicht sollte ich anfangen, Klartext zu reden. Aber was nützt das? Sinn? Blödsinn? Unsinn?
Parolen brüllen, Abdrücken, Splatterfilme kucken.

Was am Ende bleibt: 0. Null, Nichts, Leere.
(Symbolfoto von Nico Hogg Some Rights reserved. Das Bild hier wäre mein Alternativbild zur Bebilderung dieses Artikels. Wirkt aber zu positiv auf mich im Moment.)