Traum
Monday, April 30th, 2007Ich habe vor einigen Tagen geträumt, ich hätte meinen Schal wieder. Meinen Schal, den ich zu meinem 18. Geburstag geschenkt bekommen hatte, treuer Begleiter während einiger Monate durch die Kälte. Im Traum hatte ich dieses Stück, das ich heute vermisse und an dem einige Erinnerung haftete, einfach nur verlegt und ich fand ihn in irgendeiner Schublade, mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte ich ihn nie vermisst.
Es war Herbst in meinem Traum. Dunkel, stürmisch und voller Regen. Ein Gewitter zog auf, aber ich war sicher, denn ich hatte diesen Schal. Ich sehe mich in meiner sicherlich nicht mehr korrekten Erinnerung hoch oben beim Steuer eines Segelschiffes stehen, das vom Sturm auf uns ab geschauckelt wird. O Captain! My Captain! Our fearful trip is done!
Wir sind im Frühling angekommen. Und was hat er uns gebracht, ausser der globalen Erwärmung, die irgendwie seit diesem Jahr “offiziell” und nicht mehr die Erfindung von “Ökofuzzis” ist?
Frühlingserwachen heißt doch bloss, dass du öfters notgeil bist als sonst. Frühjahrsmüdigkeit als Entschuldigung für die letzte Nacht.
Du starrst viel zu oft auf den Tisch. Und du fängst im Taxi an zu heulen. Gespräche tief in der Nacht, während die Liebe keinen Laut von sich gibt. Einmal nicht mehr wissen, was man sagen soll.
Manchmal ist Schweigen das einzige, was hilft. Es gibt nicht genügend Wörter für die großen und kleinen Gefühle.
She's the one for me
She's all I really need
Cause she's the one for me
Is she?


