Höllenwald

Es regnet, während du voller Verzweiflung nach oben siehst und denkst: “Aus diesem Höllenwald werde ich nieder wieder herauskommen.”

Du fühlst dich schrecklich, ausgelaugt, verschwitzt und müde. Ein dicker Regentropfen fällt auf deine Nase. Es fühlt sich an als würden heute viele Menschen sterben, als wäre heute einer jener Tage, an denen Atomreaktoren explodieren, Pandemien und Hungersnöte ausbrechen.

Dies ist kein Tag der Wut, sondern einer jener Tage, an denen das Schicksal einem mit der Faust ins Gesicht schlägt und dabei hässlich grinst. Und dann flüstert dir jemand ins Ohr “Es ist doch gar nichts passiert.”
Es sind mehr die emotionalen Vorgänge als die wirklichen Fakten, die nüchtern betrachtet wirklich nicht schlimm sind.

Das Wochenende fällt in sich zusammen. Vielleicht solltest du dich einfach nur ins Bett legen und den Schlaf der Gerechten schlafen.
Der Schlaf der Gerechten. Als würden die Ungerechten ständig von Schlaflosigkeit geplagt!

One Response to “Höllenwald”

  1. Fireball’s Weblog - Literature is the new rock! » Blog Archive » JahresrĂĽckblick Says:

    [...] Gedicht 2007) März Die Poesie des Alltäglichen oder: Pamphlet auf die Fototapete (Essay) 82: Pb U92 Höllenwald Sternennacht April 0 Nobody loves me Wieso ich blogge (IV) oder: Die gottverdammte Revolution [...]

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