Archive for December, 2006

Podcast: Angscht a Schrecken um Owend vun der Anweiung vum Kulturjoer 2007, den komescherweis schon am Joer 2006 waar

Monday, December 11th, 2006

Diesmal geht es um die Eröffnungsparty des Kulturjahrs 2007.

Angscht a Schrecken um Owend vun der Anweiung vum Kulturjoer 2007, den komescherweis schon am Joer 2006 waar (mp3, 6,22MB)

(more…)

Stellungnahme des Zentralcomitees des autonomen Keksparadieses zur Pressemitteilung der CSJ bzg. dem Gesetzesprojekt 5611

Sunday, December 10th, 2006

Original hier

Antwort des Zentralkomitees der Regierung des autonom-anarchistischen Keksparadieses

5611: D' CSJ ass net jonk!

“Die Protestbewegung gegen das Gesetzesvorhaben 5611 ist in den vergangenen Wochen mit zum Teil lächerlichen Protestbekundungen gestoßen. Eine einzige Jugendpartei, angestiftet von ihrer vornehmlich konservativ und sozialfeindlichen Mutterpartei, schickten Pressemitteilungen, um gegen die Proteste und den Schülerstreik Stimmung zu machen. Mit Schlagworten anstatt konstrutiver Kritik versuchte die Parteijugend der CSV den Streik zu verhinden. In erster Linie wurde Stimmung gemacht, in dem das Wort “linksgerichtet” und “kommunistisch” gebraucht wurde und die Bewegung als Mitläufer einer Antiregierungskampagne angeprangert wurden.

Opportunistische Kampagne.

Das Zentralkomitee will diese Vorwürfe nicht im Raum stehen lassen. Unserer Ansicht nach handelt es sich um bewusst diffamatorische Darstellungen, um opportunistisches Geplänkel von Seiten der CSJ, die es sich unter dem Deckmantel eines “konstruktiven Dialogs”, zum Ziel gesetzt haben, eine feindliche Stimmung gegen die Protestbewegung heraufzubeschwören.

Eine innovative Bewegung

Der Schülerstreik und die Proteste sind für das Zentralkomitee richtige und mutige Schritte in Richtung dauerhafte Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Verschlechterung der sozialen Lage von Jugendlicher. Die Aktionen waren mehr als erfolgreich und brachten sogar den Minister BILGTEN dazu, sich mit den Vertretern des nationalen StreikkomitĂ©es an einen Tisch zu setzen.

Die Bewegung hat entgegen allen Behauptungen den Beweis erbracht, dass es noch Jugendliche gibt, die fundierte Kritik üben können, nicht im Hotel Mamma wohnen wollen und alles andere als apolitsch sind. So hat das Streikkomitee zB. einen Schülerstreik mit einer Teilnahme von ca. 10 000 Schülern organisiert, Trakte verteilt und weitere Aktionen durchgefüht, ohne aber die Dialogbereitschaft zu verlieren.. Das Streikomitee hat sich darüber hinaus nicht gescheut, das Gespräch mit dem Minister Bilgten anzunehmen und einen regelrechten Marathon durch die luxemburgischen Schulen hingelegt, um den verunsicherten Jugendlichen die Einzelheiten des 5611 fundiert darzulegen.

Fakten statt Parolen

Es kann demnach keineswegs von pubertierenden Revolutionären, bzw. einer regierungsfeindlichen Verschwörung extremlinkser Terroristen, gesprochen werden. Der Bewegung und insbesondere dem Streikomitee liegen die Zukunftsperspektiven der Jugend am Herzen. Im Gegensatz zur CSJ sind sie bereit, die Wahrheit zu ertragen und die Welt nicht durch eine “schwarze” Brille zu betrachten. Sie sind der festen Überzeugung, dass das Gesetzesprojekt 5611 gestoppt werden muss und gestoppt werden wird, um die Zukunft der luxemburgischen Jugendlichen zu sicheren und jugendfeindlicher Politik den erhobenen Mittelfinger zu zeigen.

Fireball, Generelsekretär des Zentralkomitees der Regierung des autonom-anarchistischen Keksparadieses

(Dies ist KEINE offizielle Stellungnahme des StreikomitĂ©es ODER der Iniziative “Stop de 5611″!)

Nicht ohne.

Thursday, December 7th, 2006

Ich kann nicht mehr ohne. Es geht einfach nicht. Ich kann mir ein Leben ohne Schreiben nicht mehr vorstellen. Wenn ich beide Hände verlieren würde, das wäre so schrecklich, da könnte ich auch gleich meine Lungen verlieren.
Ich habe heute erfahren, dass ich als Embryo einmal Kiemen hatte. Wie übrigens ein jeder von uns. Das ist eine wundervolle Information. In meinem früheren Leben war ich ein Fisch, heute bin ich ein Wal. Wir sind Wale im Ozean des Belanglosen.
Und wenn ich heute aufschreibe, wie es mir geht, dann tue ich dies, weil ich irgendwann wieder diesen Eintrag lesen werde und mich errinneren kann, dass der 7. Dezember 2006 ein völlig verregneter Tag in dem viel zu warmen Dezember 2006 war.

Nehme ich meine Umwelt so war, wie ich könnte? Lebe ich mit all meinen Sinnen? Was ist der letzte Geschmack in meinem Mund, an den ich mich erinnere? Der letzte Duft in meiner Nase? Das letzte Bild, das ich wirklich betrachtet habe? Das letzte Lied, das ich nicht nur zur Berieselung gehört habe?
Wenn ich den Regen so betrachte, könnte ich alles andere einfach vergessen.

On the sea again

Wednesday, December 6th, 2006

Ich lese nur einen kleinen Satz, und schon bin ich wieder auf dem Meer und Pirat.
Als wäre dies meine Bestimmung, falls es sowas wie Bestimmung überhaupt geben sollte. Ich glaube ja weder an das Schicksal noch an den Zufall. Ich habe mir letztens eine 15-minütige Sendung über “Kausalität” angesehen. Also, das war eine Folge von “Alpha Centauri”, eine Serie, die mich sehr an “Schulfernsehen” errinnert hat und hauptsächlich über das All geht. Über das All bzw. dunkle Materie und “schwarze Energie” ging es auch in einem “BBC Spezial”, der irgendwann letzte Woche auf Vox lief und den ich mir auch noch angesehen habe. Ich glaube, das war am Freitag, der Tag, an dem ich krank war und mir so etwas ohne mit der Wimper zu zucken angesehen habe.
Der Weltraum hat mich ja schon immer gefesselt. Ich bin auch schon mal eine Stunde länger in die Schule gegangen, um mir den Astronomiekurs eines Physiklehrers anzusehen. Der hat freiwillig, ohne Bezahlung sehr ansehliche Powerpointpräsentationen gebastelt und die mit noch mehr ansehlichen Erklärungen erklärt. Dagegen war “alpha centauri” nichts.

Pirat. Piratensender. War auch Radio ARA in seinem Ursprung, aber seit 14 Jahren gibt es den einzigen freien Sender in Luxemburg auch offiziell. Und so lange gibt es auch schon die Jugendsendungen Graffiti. Und seit 2 Jahren, auf den Tag genau, gibt es “meine” Sendung mit dem Namen Crumble. Nur, um mal zu betonen, dass heute nicht nur Nikolaustag ist. Aber immerhin werde ich jetzt nicht mehr morgens auf Schokolade treten, die ein alter Mann da hingelegt hat.

Küsst mich die Muse

Tuesday, December 5th, 2006

Alles ist grau um dich herum. Du findest es kalt in deinem Zimmer, in dem du sonst immer im T-Shirt sitzt. Auch, weil das eine Art Ritual geworden ist. Die äussere Hülle abstreifen, sich vor das wenige Zentimer dicke Fenster zur Welt setzen und Botschaften nach draussen schicken. Internet ist wie Religion mit einem Gott, der antwortet. Instant Karma. On-the-Fly-Spirtualität. Du fühlst dich nicht gut und versuchst es zu verbergen. Alles, was irgendwie dazu nützt probierst du aus. Du bräuchtest wieder eine Inspiration, einen “schönen” Text zu schreiben, etwas, das dich weiterbringt.
Einzig fehlt dir eine Muse.
oder die Andeutung einer Muse. Alleine der Schatten von ihr würde genügen, um überzuströmen, nicht nur von Hormonen, sondern auch von Ideen. Der Drang, schneller in die Tasten zu hauen als das Gehirn diktieren kann, wäre wieder da. Das Gefühl, die Gedanken 1:1 in die Datenverarbeitungsmaschine einzugeben.
Aber da ist nichts.

Oder doch?
S. meint, wir würden nicht in der Postapokalpyse leben. Der Untergang wäre im vollen Gange. Während die Astronomen behaupten, alles, was passiere, sei noch der Urknall, so behaupte ich, alles was seit dem Untergang der Welt passiert ist, gehört noch dazu. Also ist die Postapokalypse sozusagen noch Teil der Apokalypse, auch wenn das paradox scheint.

Podcast: Angscht a Schrecken an der Hollerescher Stross

Monday, December 4th, 2006

Heute so spät wie noch nie, aber immer noch früher als die Radio-Veröffentlichung.
Gebt's zu, ihr habt das ganze Wochenende nichts anderes getan als hierauf gewartet, stimmts? Wie gesagt, wäre ich nicht so krank gewesen, hätte es dies hier schon früher gegeben. Aber so ist das Leben.

Angscht a Schrecken an der Hollerescher Stross (mp3, 7,02 MB)

Hit the road jack! Text gibt es wie immer nach dem Klick.

(more…)

Saturday, December 2nd, 2006

Mir fehlt irgendwas. Und ich meine nicht nur, dass ich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe bin - mein Hals kratzt mal wieder ganz fürchterlich, es fehlt auch noch irgendetwas anderes. Eine Art innere Ruhe, die nicht da ist.
Ich kann mir teilweise vorstellen, woran es liegt. Ich vermisse ein klares, gutes Gespräch, ich brauche frische Luft, den Boden unter meinen Füßen und Bewegung. Und wenn es nur eine Zugfahrt ist.
(Meine letzte war am Mittwoch.)

Ich hasse dieses Kranksein. Ich war produktiv, klar, aber es hat sich nicht “gut” angefühlt. Schlussendlich hat sich alles sehr sehr langsam abgespielt. Und jetzt bin ich schon wieder müde und möchte mich am liebsten ins Bett legen und schlafen, um alles zu vergessen.

Angst und Schrecken gibt es wohl erst morgen wieder.