Archive for May, 2006

i can't get no sleep.

Tuesday, May 23rd, 2006

Du sitzt noch immer vor dem Pc, noch immer brennt Licht bei dir, und noch immer schmunzelst du über die finnischen Eurovisionmonster. Aber das, was dich wach hällt, sind nicht irgendwelche satanischen Riten oder die Angst vor Monstern. Es ist etwas anderes, und du bist dir nicht mal sicher, ob das nicht auch bloss ein Vorwand ist, um nicht ins Bett zu steigen und den Schlaf der Gerechten zu schlafen.

Manchmal hast du diese selbstzerstörerische Art und Weise. Vielleicht braucht es wirklich diesen Gedanken, der da lautet “Mir doch egal!“. Stürz ich mich halt kopfüber ins Verderben. Pogg ich halt mit, auch wenn ich mir eine ganze Reihe blaue Flecken hole. Tanz ich halt, auch wenn ich es nicht kann. Mach ich mir noch einen Drink, auch wenn ich schon viel zu viele hatte. Bleib ich halt auf, auch wenn ich schon längst schlafen sollte.

Man ist nur noch einmal jung. Geniesse jeden Moment, er wird nicht wiederkommen. Wenn jetzt nicht der richtige Moment ist, um etwas bestimmtes zu tun, dann wird der Richtige nie kommen. Kopfüber in die Hölle. Na und? Live fast, die young and leave a handsome and perfect body.
Alles andere wäre ja langweilig, oder?
Endweder mit 30 sterben oder über 90 werden und die eigenen Kinder überleben.

Irgendwann wird bloss der Punkt kommen, an dem ich die langsam aufkommende Müdigkeit für einige Stunden überstanden habe, und dann wird es wirklich schlimm (und hier wohl kryptisch werden) – vorrausgesetzt, es kommt soweit. Ein Kaffee wäre tödlich für den kommenden Tag, aber immerhin werde ich an dem Zeit haben, im Zug zu schlafen. Oder sonstwo.

Was ich jetzt brauchen würde, wäre eine Uhr, die bloss die Minuten zählt. Was zählen schon Stunden während der Nacht, die immer gleich, immer still und dunkel ist?
Hier liegt noch eine DVD von den Verschwörungstheoretikern, die ich mir ansehen soll. Die Umstände, wie sie ihren Weg zu mir gefunden hat, waren ebenso mysteriös wie das Aussehen dieser DVD selbst. Ja Mädels, lasset uns einen VIdeoabend machen. Dann mache ich mir wenigstens nicht vor Angst in die Hose, und sei es bloss aus Angst, mir in die Hose zu machen.
I can't get no sleep.

Pochierte Eier

Monday, May 22nd, 2006

Eigentlich schon merkwürdig, dass man sich erst ansieht, dann grinst und dann lacht, ehe man ernst miteinander redet.
Aber Sorgen bereitet mir das nicht.

(Ich muss mir morgen oder so CocoRosie lauter auflegen und ein Räucherstäbchen anzünden und das Licht ausmachen und einen meiner Monstertexte schreiben. Symbolträchtige Schreie der stummen Maschine.)

Hard Rock Hallelujah

Monday, May 22nd, 2006

Ich finds ja sehr lustig, dass die Finnen gewonnen haben. Und besonders ulkig finde ich das Hüttchen des finnischen Sängers. Wer die “Monster Band” noch nicht gesehen habe, kann das bei Sven Scholz tun. Und besonders lustig finde ich, dass die Blöd-Zeitung einen neuen Lieblingsfeind hat, gegen die sie aber jetzt nichts mehr tun kann. So nach dem Motto “Die haben uns den Grand-Prix zerstört und Europa geschockt!”. Merkwürdigerweise wurden sie aber demokratisch (mehr oder weniger?) zum Sieger gewählt. Hach, und die finnischen und türkischen Fahnen im Takt zu “Rock 'n roll angels bring thyn hard rock hallelujah“! Und die ausklappbaren Flügel und die Doppelaxt! Und Feuerwerk und Fontainen und hach, es ist einfach nur wunderbar trashig! Ich könnte mir das stundenlang ansehen.

Was muss man eigentlich tun, um beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson dabei zu sein? Ich meine, Luxemburg war schon seid Ewigkeiten nicht mehr dabei, aber sowas wie die Finnen können wir auch! Muss halt bloss noch jemand die Kostüme schneidern…

Secrets

Monday, May 22nd, 2006

Geheimnisse sind unbekannte Fakten, die wir in unseren Herzen tragen.
Für mich hat die Wahrung eines Geheimnisses etwas heiliges. Wenn mir etwas im Geheimen anvertraut wurde, braucht es keine Todesdrohungen mehr, um mich schweigen zu lassen.
Eigentlich wunderbar.

Where the bad folks go when they don't blog?

Sunday, May 21st, 2006

Kochwochenende. Chilli für 50 Personen, Pizza, ein wirklich geniales Risotto, eine Currypfanne in der sogar Schokolade ihren Platz fand – alles ohne Fleisch. Freitag abend Party im Infoladen, Samstag dann in unserem Hexenhäuschen, mit Cocktails. Ich glaube, ich habe leider nicht alle probiert, aber was macht das schon, die nächste Gelgenheit dazu kommt bestimmt. (Vor allem sind noch genügend Säfte und Spirituosen übrig…)

Kochen entspannt. Irgendwie scheint dieses Wochenende Streit oder Aufregung oder sonst was in der Blogosphäre gewesen zu sein. Ich empfehle einfach mal, dass jeder, der Wut oder was weiß ich im Bauch hat, sich an den Herd stellt und was kocht. Ist das keine geniale Friedensbotschaft? “Kocht und seid freundlich zueinander!” Entspannt euch. Macht euch einen Drink und kocht etwas, was lange, aber nicht zu lange dauert. Probiert etwas neues aus, schmeisst Früchte, Schokolade oder irgendwelche unbekannten Gewürze, die ihr aus Versehen gekauft hat, in die Pfanne und lasst euch überraschen. Geniesst den Duft, die Wärme, die Geräusche, die therapeutische Wirkung des Kochens. Und dann deckt den Tisch, nehmt euch ein Glas guten Wein und geniesst das Essen, am besten mit guter Musik im Hintergrund und ein, zwei Freunden am Tisch.

Ich habe mir eine übriggebliebene Flasche Rum mitgenommen. Hat wer Lust, die am Freitag mit mir zu öffnen?

Rock'n'roll in der FZ

Friday, May 19th, 2006

Die haben eben “I can't get no (satisfaction)” von den Stones in der Fußgängerzone gespielt. Und gestern, ich schwöre, eine Metal-Interpreation eines Volksliedes, das auf der CD von dem größten luxemburgischen Radio, wo eben luxemburgische Bands alte Volkslieder neu gespielt haben.
So weit kann es gar nicht mehr sein, bis meine Prophezeihung eintrift.

Augenschmerzen

Thursday, May 18th, 2006

Meine Augen tun mir weh. Jetzt saß ich 10 Minuten vor einem Kathodenstrahlröhrenmonitor, schon tun mir die Augen weh.
Es ist nicht auszuhalten. Und irgendwie zieht es auch schon in die Stirn.
Ich muss Jens zustimmen: wenn Opel Autos an Blogger verleiht, damit die darüber berichten, sollten Firmen wie Martini oder Havanna Club das auch tun. Also, ihre Ware an Blogger verteilen. Besonders an Havanna Club wäre ich sehr interessiert. Hey, das wäre ja mal tolles Marketing, nicht?
Good Night, and good luck.

Frühlingsgewitter (in der Hotelbar)

Tuesday, May 16th, 2006

Das Ambiente sieht aus wie in den 20er Jahren. Du sitzt in diesen schicken Sesseln und trinkst, vergnügt plauerend und Pläne schmiedend, eine heiße Schokolade, die du dir nach dem kurzem Ausflug in den strömenden Regen redlich verdient hast. Hier sieht es aus, als wären die goldenen Zeiten nie vorrüber gegangen und der Glanz und der Luxus scheint zeitlos.
Hotel Alfa

Draussen hingegen wütet das Unwetter. Es scheint, als bräche die Sinnflut erneut aus, und sei vor allem darauf aus, Luxemburg als erstes in einem Meer untergehen zu lassen. Ein paar Blitze zucken über dem Bahnhofsgebäude, das gespentisch beleuchtet wird. Die warme Atmosphäre drinnen verstärkt diesen Effekt noch. Hier das zeitweilige Paradies, oder wenigstens das Refugium, draussen die Hölle, das Unwetter, der Sturm, der Angriff des gewaltigen Monsters, das über der Stadt schwebt und sein Gift auf sie herabregnen lässt.

Ihr seid zu drei und redet über Lesungen. DIe idee wird für gut empfunden. Du freust dich, ein Traum wird in Erfüllung gehen. Du musst dir noch überlegen, wo und wie, noch ist nicht alles fest, aber die Grundidee steht, der zündende Funke ist übergesprungen.

Dann musst du die Runde verlassen, du verabschiedest dich und du wirst verabschiedet. Auch der Barkepper wünscht dir noch einen schönen Abend, genau wie die beiden Portiers am Eingang des Hotels. Hier gibt es noch Manieren, hier bist du Gast, und es scheint wirklich egal zu sein, wie du aussiehst. Natürlich ist es ihr Job, dich zu grüßen, aber sie tun es mit einer Freundlichkeit, die zumindest ehrlich wirkt.

Du nimmst ein wenig der Wärme des alterwürdigen Gebäudes mit auf die Straße, in das Unwetter, das den Dreck zwar aufweicht, aber nicht wegspülen kann.

(Image © by Mercure Grand Hotel Alfa Luxembourg)

Podcast – Frühlingsnacht (mit Bierflasche)

Monday, May 15th, 2006

Nach langer Zeit habe ich dann, wie gestern angekündigt, mal wieder etwas vorgelesen. Da sich auf meinen Wunsch, eure Wünsche vorzutragen, bloss Nadine gemeldet hat, habe ich ihren Wunsch auch vorgelesen. Generell werde ich aber jeden weiteren Lesewunsch, solange er irgendwie vertretbar ist, erfüllen. So bin ich nun mal. Eine Vorlesesau, quasi.
Also, Fire liest Frühlingsnacht (mit Bierflasche) – den Freitagsabendpost, der unter Einfluss einer Bierflasche und dem Wunsch, sich zu betrinken – dem nicht nachgekommen worden ist, geschrieben wurde:

Hier. (mp3, 2,21 MB)

Don't let me be missunderstood: Kommentare und konstruktive Kritik sind wie immer, sehr willkommen.

Wochenendswetter

Sunday, May 14th, 2006

Herrlich, was? Freitag Abend zieht der Himmel zu und er bleibt bedeckt bis Sonntags Nachmittags. Das einzig tolle waren die Gewitter, die schon wie richtige Sommergewitter wirkten. Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, dass morgen wieder die Sonne scheinen wird, strahlend und hell und keine einzige Wolke am Himmel zu sehen sein wird.

Ich suche übrigens einen Text, den ich vorlesen könnte, so podcastmässig. Ich habe Lust darauf. Eventuelle Wünsche werden gerne entgegengenommen.

Und dann sei noch auf Mr. Bushs Redenrecycling hingewiesen, mit dem er seinen neuen Geheimdienstgeneral eingeweiht hat. Das Führen von Geheimdiensten und von Armeen kann doch nicht so unterschiedlich sein. (via wirres)