Archive for April, 2006

Drei Dinge noch

Tuesday, April 18th, 2006

… die mir eingefallen sind:
1. Auf der Osterinsel gab es zu Ostern Bierdosensuchen. Fand ich ne lustige Idee, aber ich nahm dann doch lieber ein Pogorausch.
2. Ich war 5 Tage lang nur mit Menschen zusammen, die die Neubauten kennen. Dh. ich konnte relativ oft zitieren und habe das auch getan.
3. Mein endlich eingebrachtes Shinji-Zitat brachte eine Diskusion über blutähnliche Spritzer an der Zimmerdecke. Was für ein Erfolg.

Personal DNA

Tuesday, April 18th, 2006


(via Jens)

back in town

Tuesday, April 18th, 2006

Fire is back. (Und das schon seit gestern Abend, nur so nebenbei.)
Bis gerade eben wollte mein Internetzugang nicht, aber jetzt scheint wieder alles in Butter bzw. geschmiert zu sein, die Daten flutschen geradezu durch die Leitung. Ein nach gut einer Woche doch schon irgendwie ungewohntes Gefühl.

Was hast du nun in Köln gemacht, Fire? Erzähl uns von deinen wunderbaren Abenteuern!
Ich habe mich vor allem auf Wagenplätzen herumgetrieben, was eine neue Erfahrung war, immerhin habe ich vor letztem Mittwoch noch nie einen Wagenplatz gesehen.
Das mit dem sehen war dann auch wieder so eine Sache, denn bei meiner Ankunft auf dem ersten Wagenplatz mit dem hübschen Namen “Wem gehört die Welt” wa res leider schon dunkel. Und die meisten Besucher waren in der Bar und schauten das Fußballspiel Pauli vs. Bayern. (Die Tatsache fand ich alleine schon lustig - Fußball interessiert mich nicht wirklich.)
Es gab wieder reichlich “WillstenocheinBier?” und “DumusstdochmaleinKölschprobieren!” und “Einsgehtnochoder?”, so dass Fire angesichts der Tatsache, dass seine einzige Mahlzeit an dem Tag ein Frühstück gewesen war, nachher froh war, nicht durch Köln laufen zu müssen, sondern noch ein wenig cruisen zu können. (Woran ich mich allerdings nicht mehr wirklich errinern kann. Nur hatte die kölner Wohnung, in der ich danach übernachte, sehr starken Seegang.)

Am Donnerstag dann ging es zum ersten Mal zur Osterinsel. Dort wurde dann das Kochen am Samstag besprochen. Dann ging es zu einem Großhändler, um einzukaufen. Für ca. 130 Portionen.
Ein Großhändler, das ist wie ein Supermarkt. Bloss, dass alles ungefähr 10 mal größer ist.
Ihr kennt die Pfanni-Kartons aus dem Supermarkt? Wo man 250 Gramm Pulver für Kartoffelpüree erwerben kann?
Bei einem Großhändler gibt es die gleichen Kartons. Nur mit 2,5 Kilo Inhalt.
Aber der Einkauf war sehr lustig.
“Ihr habt schon gesehen, dass da gerade eine Sack mit 30 Kilo Bohnen lag, oder?”
“Braucht ihr noch Peperonis? Da sind 17 Kilo!”
“Gibt es den Blätterteig nicht kleiner als im halben Quadratmeter?”
Es gab sogar übergroße Zwiebeln. Ihr kennt diese Mini-Fußbälle für Kinder? So groß. Zwiebeln.

Freitag dann in das besetzte Viertel, das sogenannte Barmer Viertel in Köln-Deutz. (DIe Wohnung, in der ich schlief, lag übrigens auch in Deutz. Die falsche Rheinseite, anscheinend. Wobei ich es toll finde, über den Fluss zu fahren, zu gehen, gefahren zu werden. War nicht so toll, da die Dinge da aus dem Ruder gelaufen sind, relativ, jedenfalls. Traurig, aber wahr. Verstrahlte bunte Linke.

Am Samstag haben wir gekocht. Wir, das waren hauptsächlich L. und ich. Aber uns haben ne Menge anderer Leute geholfen. Front-cooking, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir hatten ein paar Tische, einen großen Gaskocher sowieso Wok, 4 weitere Platten und ein paar Töpfe. Dann etwas Licht und eine Plane über dem Ganzem. Mehr nicht.
Und wir verköstigten weit über 100 Leute zum Preis von 2 Euro mit Essen, das meinen Informationen zufolge nach sehr gelobt wurde. Wir waren 13 Stunden lang am Kochen und 3 weitere Stunden standen wir beim Vorbereiten, Schneiden, Waschen, usw. bin der “Küche”. Was für ein Spaß!
Und um 5 Uhr, als wir aufhörten zu Kochen, war die Party noch lange nicht zu Ende und so tanzten wir zusammen mit den restlichen Überlebenden in den Sonnenaufgang. (Bei Musik, die zwischen “-core” und verspieltem Jazz lag.)

Sonntag war dann schlafen angesagt. Jedenfalls bis uns irgendjemand erwachte und wir den Rest des Tages damit verbrachten, Musik zu hören und dann nochmal zum Restevertilgen auf die Osterinsel zurückzugehen.
Montag verlief ähnlich ruhig.

Weitere Feststellungen aus Köln:
Es weiß wirklich niemand, was für Sprachen man in Luxemburg spricht.
Der Dom sieht auch noch aus 10 Metern Entfernung aus wie aus Pappe. Verdammt irreal.
Leckeres Essen und überhaupt eine tolle Kneipe: Qhof. (Ich glaube, irgendwo in der Nähe des belgischen Viertels, war das.)
Im Allgemeinen eine sehr sehenswerte Stadt.
Bier ist dann doch nicht so schlimm wie ich immer dachte. (Pogorausch!)
Meine Liste leckerer koffeinhaltiger Getränke wurde um “Club-Mate” erweitert.

Back.

On the other side

Tuesday, April 11th, 2006

Ich werde mich die nächste Woche wahrscheinlich nicht sehr oft in der Nähe eines Computers aufhalten, deshalb werden die Blog-Einträge sehr rar sein. Ich habe auch leider nicht mehr die Möglichkeit, einen neuen Teil meines “EVA”-Textes für die Konserve aufzubereiten.
Ich werde in Köln sein, und wer mich besuchen will, darf mir eine Mail auf mein Handy schicken: (mobile ät joeladami dot net), oder ganz einfach vorbeikommen, zum Geburstagsfest der Osterinsel (In Köln weiß man, wo das ist, denke ich.) Ansonsten hören wir wahrscheinlich ein wenig später voneinander…

Fire muss

Monday, April 10th, 2006

Fire muss die Schnelligkeit
Fire muss am Wochenende in Berlin antreten
Fire muss laufen
Fire muss allerdings dazu laufen
Fire muss / darf beginnen
Fire muss zu Beginn des zweiten Quarters erneut punten
Fire muss reklamiert werden
Fire muss sich als Schüler, dessen praktische Ausbildung dieses Schuljahr beginnt, auch passende Kleidung kaufen
Fire muss da durch
Fire muss nen Drogentest machen
Fire muss aus der eigenen Endzone punten
Fire muss aktiviert sein
Fire muss auf 1 sein
Fire muss Düsseldorf wegen des Abrisses des Rheinstadions für zwei Jahre verlassen
Fire muss nun nicht nur seinen Nachfolger finden, sondern auch den noch ausstehenden PR-Assistent
Fire muss im Verhältnis 1:1 mit “Creme Activator” angemischt werden!
Fire muss gut werden
Fire muss man einfach verfallen
Fire muss auf jedenfall dazugezählt werden
Fire muss auf Schützenhilfe hoffen
Fire muss es aber auch geben
Fire muss man gehört haben
Fire muss Monster-Farm und BattleSquare erstmal fertigstellen
Fire muss reduziert werden
Fire muss gefixt werden
Fire muss erst noch ne Krankenversicherung finden
Fire muss nicht gleich Meinungslosigkeit bedeuten
Fire muss löhnen
Fire muss aber sehr heftig gewesen sein
Fire muss dich mögen
Fire muss ja jetzt ziemliche schmerzen haben
Fire muss Joel rappen (hö? Ist jetzt tatsächlich was aus meiner Rappkarriere geworden und ich weiß es noch nicht?)
Fire muss sich rehabilitieren
Fire muss operiert werden
Fire muss zum Programm werden
Fire muss auf dvd

Projekttitel: EVA (voreilige Veröffentlichung im Sinne der computergesteuerten Unterhaltung des lechzenden Publikums) III

Sunday, April 9th, 2006

Im Nebenzimmer geht jemand auf und ab. L. Die einzige Person, die ausser mir noch zu leben scheint. Es stellt sich die Frage, wieso wir beide noch in diesem Haus wohnen, wo doch ausser uns niemand lebt. Ausserdem rätselhaft: Wieso ist sie noch immer bei mir? Wieso schläft sie noch immer mit mir?
Liebe war mir schon immer etwas unheimliches, aber die Abwesenheit von dem, was gemeinhin als Liebe bezeichnet wird. Ich nannte das mal “romantische Liebe”. Natürlich liebe ich L. Auf eine gewisse Art und Weise. Aber nicht so, wie es von einem erwartet wird – oder wurde, wenn man miteinander schläft.
Immerhin beruht das Ganze auf Gegenseitigkeit, und zumindenstens das ist tröstlich.
Nicht jedoch hilfreich.

Obwohl es hilft, mit ihr zu schlafen, oder sie in den Arm zu nehmen, ihre Wärme zu spüren. Manchmal genügt es auch schon, einfach nur mit ihr zu reden oder sie zu sehen. Nicht, um Befriedigung zu erhalten, sondern um das Wissens willen, dass man nicht vollständig durchgedreht ist.

Sie ist im Badezimmer. Schon über eine halbe Stunde. Aber ich höre, was sie macht. Beruhigend. Läge sie eines Tages tot in der Badewanne, ich würde wahrscheinlich aus dem Fenster springen. Was wäre eigentlich gewesen, wäre Kurt Cobain aus dem Fenster gesprungen? So wie es zu einem vollständig Irren eigentlich besser passt? Hätte da noch jemand behaupten können, er habe sich nicht selbst umgebracht? Vielleicht wusste er darum und wollte sich selbst mystifizieren.
Freitod zwecks Religionsbildung.

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Projekttitel: EVA (voreilige Veröffentlichung im Sinne der computergesteuerten Unterhaltung des lechzenden Publikums) II

Sunday, April 9th, 2006

Was hier nun geschrieben wurde, soll und wird größer werden, ist meiner “Nuit Blanche” entsprungen und dient zur Unterhaltung. Dies ist der zweite Zeitbombenpost.

Je mehr ich schreibe, desto mehr Zeit verrinnert, aber heute Nacht soll mir das egal sein. Ich schreibe wie ein Irrer, wie ein Verrückter, wie Jacobo Belbo, der seine gesamten Errinerungen auf in seinen Computer, diese tellurische, prähistorische Datenverarbeitungsmaschine eingibt und dann für immer verschwindet, irgendwo in Paris.
Aber seine Daten wurden nicht verarbeitet, bloss gespeichert. Dann kann ich auch auf Papier schreiben.

Paris. Es gibt kein Paris mehr, jedenfalls nicht in der Form, in der es uns in den Französischbüchern präsentiert wurde. Eifelturm, Arc de Triomphe, Louvre, das alles ist nicht mehr. Vielleicht hat man die Abtei auf Saint-Martin-des-Champs verschont, vielleicht wurde sie nicht von den Bomben getroffen, und das Pendel schwingt noch immer?
Was soll es? Es gibt sowieso keinen Sinn mehr dahinter, jetzt. Jetzt, wo alles zerstört ist und das einzige, was noch zu exsistieren scheint, diese gottverdammte Uhr ist, die tickt und tick und tickt.

Wenn ich manche Zeilen lese, sofort nachdem ich sie geschrieben habe, glaube ich für einen Moment, dass ich ausraste, verrückt werde. Dann sehe ich aus dem Fenster, sehe mir den gegenüberliegenden Hügel von E. an. (Oder das, was davon übrig geblieben ist.) und weiß, dass ich allen Grund habe, so zu schreiben.
Vielleicht aber auch doch nicht.

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Projekttitel: EVA (voreilige Veröffentlichung im Sinne der computergesteuerten Unterhaltung des lechzenden Publikums)

Saturday, April 8th, 2006

Was hier nun geschrieben wurde, soll und wird größer werden, ist meiner “Nuit Blanche” entsprungen und dient zur Unterhaltung. Dies ist der erste Zeitbombenpost.

Diese Uhr macht mich wahnsinnig.
Nicht die Uhr an sich, es ist ein schönes Modell, vielleicht ein weig zu sehr “hip”, aber immerhin dezent, schlicht und nicht zu schreihend. Froschaugen auf weißem Hintergrund, keine Ziffern, sondern Punkte, schwarze Zeiger. Gekauft, da damals sofort Gefallen am grünen Motiv sowie die Schlichtheit gefunden. Ausserdem nicht sonderlich teuer.

Das, was mich wahnsinnig macht, ist nicht die Uhr selbst, ihr Aussehen, auch nicht ihr Funktionieren – sie ist für den Preis äusserst präzise und macht bei der Umstellung auf Sommer bzw. Winterzeit nicht viele Umstände, obwohl ich die Umstellung generell verabscheue. Nicht die Sommer- oder die Winterzeit, von manchen auch “Normalzeit” genannt, stört mich, sondern der Fakt des Umstellens, das Aus-dem-Takt-Geraten, dieses Herumgedrehe an sämtlichen Uhren. Versprach man uns nicht vor Jahren schon den computergesteuerten Haushalt? Mein Kühlschrank bestellt noch immer keine Milch für mich. (Was wohl auch besser ist, immerhin wird mir jene, die in ihm steht, schon ständig sauer.)

Dieses Ticken treibt mich in den Wahnsinn. Der Tatbestand der Uhr an sich, ihre grundsätzliche Funktion, das ist es, was mir den Kopf zereisst, mir Qual bereitet und mir zahnschmerzähnliche Kopfschmerzen macht. Es ist wie Migräne, nur, dass der gesamte Kopf betroffen ist. Und dann ist das doch wieder eine Übertreibung, denn eigentlich bilde ich mir das nur ein, leide ich in Wahrheit doch nur seelisch. Was heißt hier “nur”? Genügt das etwa nicht? Muss einem Menschen denn immer gleich eine Hand fehlen, damit er sich beklagen kann?
“Aber du hast doch noch eine Zweite!”
Ich glaube Leute zu kennen, die so antworten würden.

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Flucht

Saturday, April 8th, 2006

Ich flüchte mal so ein wenig zu orten, an denen es sich momentan einfach mehr nach “zu Hause” anfühlt. WG auf Zeit?
Sind alles so Dinge, die einfach so passieren, sich ergeben. Ausserdem sind wir dann nur zu Neubauten-Fans, und das alleine ist schon ein klasse Fakt. Das wird für die meisten von euch recht wenig Sinn ergeben. Und weil ich jetzt einige Stunden/Tage lang nicht posten kann, gibt es etwas aus der “Konserve”. Und zwar vom Roboter. Have fun!

Transparency International

Wednesday, April 5th, 2006

Da behaupte noch jemand, Blogger würden keine Recherchen durchführen:
Don Dahlmann hat ein ganz hervorragendes und aufschlussreiches Posting über Transparency International bzw. deren deutsches “Chapter” geschrieben. Sehr lesenwert.
(Link via Don Alphonso)