Archive for January, 2006

Klowand revisited

Monday, January 23rd, 2006

Jean Remy von Matt, dessen Agentur “Jung von Matt” für so unglaublich weise Sprüche wie “Bild Dir Deine Meinung”, “Geiz ist Geil” und last but not least “Du bist Deutschland” verantwortlich ist, hat der Blogosphäre, die er vor einiger Zeit noch als “die Klowände des Internets” bezeichnet hat, geantwortet. Und zwar, ganz höflich, mit der Anrede “Liebe Blogger”. Die Mail ging an die üblichen Verdächtigen wie Don Alphonso, aber auch an Jens. Und bei dem lässt sich die ganze Mail nachlesen.

“Unser” Jean-Remy schreibt unter anderem:

Viele von Euch schreiben, ich hätte mit meiner Mail ein Eigentor geschossen. Okay, eins vielleicht. Aber wie viele Eigentore schießt ihr gerade, indem Ihr mein Schlagwort “Klowände des Internets” teils empört, teils genüsslich aufgreift im Sinne eines Agenda Setting verbreitet? Bei Technorati.com war der Suchbegriff zeitweise auf Platz 3!

Überhaupt kein Eigentor schiessen wir. Wir können nämlich mit dieser “Kritik” umgehen und machen uns einen Spaß daraus. Wieso gibt es wohl überall Buttons mit “Klowand” drauf? Sicher nicht, weil wir wegen dieser Mail von ihnen, Herr von Matt, so schlecht schlafen.

Man, der Mann muss selbst sehr schlecht schlafen. Das gibt Magengeschwüre.
Aber ich würde wahrscheinlich auch schlecht schlafen, wenn ich so eine Wut in mir aufgestaut hätte und mit 2,3 Begriffen bei Technorati die Aufmerksamkeit der Welt negativ auf mich ziehen würde.

Aber ich habe ein Blog, in das ich einen Insomnia-Eintrag posten könnte.

Ein großes LOL…

Sunday, January 22nd, 2006

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Also diese Spammer aber auch immer…

(Wie gut, dass ich noch drüber lachen kann!)

Sexual Healing (II)

Friday, January 20th, 2006

Ihr sei kalt, sagt sie.
Ihr liegt beide auf dem Sofa und hört euch - mal wieder - Ben Harper an, der ebenso wie “whole lotta love” deinen Besuch bei ihr zu verfolgen scheint. Vielleicht ist es auch gut so. Immerhin bringt diese Musik diese gewisse, nicht zu schwere Melancholie in den Raum, die du sehr schätzt.

Du fühlst dich schwer und müde, wirst tief ins Sofa gedrückt. Die Sonne scheint nicht, der Himmel ist das so typische und verhasste ewige Grau, unter dem die Zeit still zu stehen scheint. Die Luft wird zu eben so einem festen Material wie die Wände. Es ist gleichermassen deprimierend wie wunderschön.

Du bist froh, dass sie da ist. Sie liegt ganz nahe an dir, und du hast deine Hände um ihren Bauch geschlungen, bewegst den Zeigefinger manchmal, nur leicht. Eine permanente Mikromassage, so würde sie es nennen, wenn sie die Gesamtsituation nicht einfach nur geniessen würde.

Du flüsterst ihr ins Ohr, du müsstest aus Klo, küsst ihren Nacken, stehst auf und vermeidest es, dich noch einmal umzudrehen. Du würdest ihren flehenden Blick nicht ertragen. Aber deine Blase drückt und du musst wirklich gehen.

Sofort bemerkst du die Kälte. Du spuckst ins Klo und spülst deinen Rotz mit deiner Pisse in den Abfluss. Wäschst dir die Hände. Schön langsam, sehr gründlich, mit der Seife aus Frankreich, die schon über ein Jahr da liegt und einfach nicht kleiner werden will.
Es zieht auf dem Klo.

Sie ist eingeschlafen, als du zurückkommst.
Vielleicht solltest du auch schlafen.

Plädoyer für die Postapokalypse

Thursday, January 19th, 2006

Es wird keine Apoklaypse mehr geben.
Sie hat ganz einfach schon stattgefunden, und niemand hat es mitbekommen. Ich weiß auch nicht, wann sie war, und das ist auch völlig unerheblich.
Es bedeutet auch keineswegs, dass von jetzt an alles besser wird. Vielleicht wird es besser, vielleicht schlechter, wahrscheinlich wird es einfach so weitergehen wie bisher - was auch immer das bedeutet.

Ich sitze in nem Zug, werde nachher durch nasse und mehr oder weniger dreckige Staßen wieder nach Hause gehen.
Genügt das, um sagen zu können: die Apokalypse war schon?
Ja, genügt es. Wir haben den Untergang der Welt verpasst. Ganz einfach übersehen, so wie wir die globale Verdüsterung jahrelange übersehen haben. Wir haben auch übersehen, dass Pflanzen Methangas produzieren. Und morgen werde ich wahrscheinlich einen noch schrecklicheren Artikel über ein noch schrecklicheres Ding, das wir einfach so “übersehen” haben, lesen.

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“Du bist eine Klowand!”

Thursday, January 19th, 2006

Blogs sind die Klowände des Internets behauptet zumindest Jean-Remy von Matt, seines Zeichens “diplomierter Werbekaufman” und soweit ich das erkennen kann, mit für die Kampagne “Du bist Deutschland” verantwortlich.
Bei Herr Scholz ist das ganze Ausmaß seiner “Kritik” an der Kritik der “Kampagne” (nennt man sowas nicht eigentlich Propaganda?) und eine sehr “interessante” Diskussion in den Kommentaren zu lesen.

Mein Blog ist keine Klowand. Und was mich dazu berechtigt, meine Meinung “abszusondern”? Es gibt (wenn auch nur ne Handvoll) Leser, die es offensichtlich interessiert, was ich hier schreibe. Ausserdem habe ich die Möglichkeit, es zu tun. Ich habe diesen meinen Webspace bezahlt und mir Nucleus darauf installiert. Muss ich erst eine Journalistenausbildung machen, um bloggen zu “dürfen”? Was stellt sich der Herr eigentlich vor?

Wer die Werber übrigens dazu berechtigt, uns mit ihren absolut doofen Werbekampagnen vollzutrichtern, möchte ich gerne mal wissen. Von Matts Werbeagentur ist übrigens verantwortlich für Werbung von Firmen wie “BMW”, “AOL Deutschland”, “BILD-Zeitung“, “Deutsche Bahn”, “Deutsche Post”, “Sparkasse”, “Spiegel Online”, “Badenia” und “Sixt”. (sagt SPON)

Technorati verzeichnet übrigens momentan schon 40 Einträge zum Thema “Klowand” und “Du bist Deutschland” ist in den heutigen Top-Begriffen.

Scharfe Restepfanne

Wednesday, January 18th, 2006

Dieses Rezept ist für mich ein Resterezept am Abend gewesen. Deshalb wird es länger dauern, das ganze nachzukochen, wenn man gewisse Dinge nicht schon gekocht im Kühlschrank hat. Aber ich finde es eh eine sehr gute Idee, das Essen zum finalisieren in eine Pfanne/einen Wok zu hauen, anstatt die Dinge einzeln auf den Teller zu legen und dann womöglich auch noch eins nach dem Anderem aufzuessen.

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Ach…

Tuesday, January 17th, 2006

Ich bin übrigens nicht verliebt.
Nicht dass noch jemand aufgrund des momentanen Themenschwerpunktes auf diesen Gedanken kommt.
(Ja, ich bin noch zu haben!)

Sexual Healing

Tuesday, January 17th, 2006

Es roch noch nach dem Kuchen, den sie gebacken und eben aus dem Ofen geholt hatte.

Jetzt war sie duschen. Das Prasseln war gut zu hören, und ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie das warme Wasser in Berührung mit ihrer weichen Haut kam und sich rund um sie herum ein dunstiger Schleier aus warmen Nebel bildete.
Sie hatte gefragt, ob ich mit ihr duschen wollte, aber ich hatte abgelehnt. Ich schaffte es einfach nicht, mehr als 20 Minuten unter der Dusche zu stehen, während sie begeisterte Langduscherin war.

Ich lag reglos auf dem Bett, hörte Musik, erfreute mich einem leichten Anflug meiner Synästhesie und dachte über die vergangenen Stunden nach. Ich lächelte - oder war es ein Grinsen? - glückseelig vor mich hin und seuftze zufrieden.

Endlich war sie fertig mit Duschen. Sie kam, nur mit einem Tuch bekleidet, in ihr Schlafzimmer.
Provokation.
Ich mochte sie so, mit einem Tuch um ihren schönen Körper und nassen Haaren.
Sie drehte mir den Rücken zu, liess das Tuch fallen und griff in eine Schublade, um Unterwäsche herauszufischen und anzuziehen.
Provokation deluxe.
Ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen und war froh um die Decke, unter der ich lag. Ich versuchte, so naiv wie möglich zu fragen, wieso sie ihre Kleidung nicht auf den Heizkörper lege und sich im Badezimmer anziehe, immerhin sei es herrlich, in vorgewärmte Kleidung zu schlüpfen.

Sie drehte sich um, grinste und meinte:
“Wieso soll ich mich anziehen, wenn ich sowieso wieder zu dir ins Bett komme?”

Es roch noch immer nach dem Kuchen.

Whole lotta love (II)

Monday, January 16th, 2006

Sie massiert deinen Rücken, und wieder einmal hört ihr Whole lotta love. Das Lied scheint dich bei ihr geradezu zu verfolgen. Diesmal ist es das Original, Led Zeppelin II. Du errinerst dich wage an einen Stapel von CDs, den du mal durchgesehen hast.
Nein. Andere Person, anderes Leben, anderes Bett, andere Hände.
Sie schafft es, auf dir zu sitzen und dir nicht die Blase zu zerdrücken, wie es bei anderen Personnen der Fall war, die versucht haben, dich zu massieren.

Der Gentleman schweigt und geniesst. Aber du bist eher ein Flegel und sprichst mir ihr. Es ist merkwürdig, über welch scheinbar profanen Dinge ihr beide in dieser doch relativ intimen Situation noch reden könnt.

Draussen fällt langsam der Schnee in dicken Flocken. Du geniesst die Wärme in ihrem Zimmer, und fragst dich, ob du nicht noch eine Nacht bei ihr verbringen sollst, obwohl du es nicht wirklich wagst, nocheinmal aufzuwachen und dich verzweifelt zu fragen, neben wem du eigentlich liegst.

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Ocean Defenders

Sunday, January 15th, 2006

Die Leute von Greenpeace, die den Walfängern hinterherfahren, haben ein eigenes Blog. Und der Job scheint nicht immer ganz ungefährlich zu sein. ich glaub, das werde ich mir in nächster Zeit mal öfters ansehen.
Ocean Defenders