Archive for December, 2005

Teetisch

Wednesday, December 7th, 2005

(Dies ist meine Teilnahme an diesem Wettbewerb.)

Mit einem Lächeln auf den Lippen betrachtete er ihre bunten Ringelsocken, die einen starken Kontrast zu seinen schwarzen bildeten. Die nassen Schuhe hatten sie ausziehen müssen, immerhin war ihr Heim nicht irgendein Heim und ihre Eltern nicht irgendwelche Eltern. Es war also - auch wenn ihre “Erzeuger”, wie sie sie nannte, nicht zugegen waren, denn sie bevorzugten die klimatischen Bedingungen der Karibik während der zwei ersten Adventswochen - von Vorteil, einen möglichst günstigen Eindruck zu hinterlassen.

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Eine weitere Kostprobe…

Tuesday, December 6th, 2005

Ich habe nicht vor, euch noch sehr viel länger auf die Folter zu spannen, was meine Geschichte für die Teilnahme an Dons Wettbewerb angeht. Aber noch einmal sei mir das Gefühl gegönnt, ja?
Noch ein Satz, noch eine Kostprobe:
Erst im Nachinein bemerkte er, dass er ihre Zungenbewegung kopierte, ungewollt, unkontrolliert…

Nikolausblues

Monday, December 5th, 2005

In dieser Nacht ist er also unterwegs, der heilige Nikolaus und sein treuer Begleiter, Knecht Ruprecht (lux. Houseker) und beschenkt die Kinder. In Luxemburg verzeichtet der Nikolaus auf merkwürdige hausfriedenbruchfragliche Methoden wie den Eintritt über den Kamin und kommt einfach zu Fuß bzw. mit einem Esel.

Für den Esel wird eine Möhre bereitgestellt und für Knecht Ruprecht bzw. auch manchmal für den Nikolaus einen Schnaps. Immerhin ist es draussen kalt und die ganzen Geschenke schwer. Am Morgen des 6. Dezember, wenn sich der Nikolaus und Knecht Ruprecht dann wieder Richtung Himmel/Nordpol/wherever machen, muss der Esel ganz schön vollgefressen und der Kopf der beiden Männer sehr schwer sein.

Überhaupt kann ich mir für einen Mann im Alter von ein paar hundert Jahren interessantere Beschäftigungen vorstellen als die Zeit ab Mitte November in diversen Einkaufszentren, Städten, auf Weihnachtsmärkten und in jedglichen Vereinen, in denen Kinder Mitglied sind, aufzutauchen und Tüten gefüllt mir Süßigkeiten und Nüßen zu verteilen. Dazu kommt ja auch noch der ganze verwaltungstechnische Aufwand, den sich der ehemalige Bischof ja glücklicherweise mit dem Weihnachtsmann und diversen Gehilfen teilen kann. All die “guten” und “bösen” Taten der Kinder müssen ja registiert und archiviert werden! Wie gut, dass es heute Computer und Datenbanken gibt!

Ich würde ja verrückt werden: Jedes Jahr die gleichen unendlichen Nachmittage in Kaufhäusern, jedes Jahr den gleichen Papierkram (von den vielen Briefen hab ich noch gar nicht gesprochen!) und vor allem die wohl stressigste Nacht aller Zeiten am 5. Dezember. Dazu die ewig gleichen Fragen, die man stellen muss und die ewig treudoofen Antworten der umstehenden Erwachsenen, die für einen antworten, als habe man als Heiliger nicht die Kompetenz, für sich selbst zu sprechen!

Na dann, immerhin haben die beiden Kinderfreunde heute Nacht die Gelgenheit, den Stress der letzten Wochen zu vergessen und sich gehörig einen hinter die Birne zu kippen. Ich wünsche viel Spaß. (Und hoffe, keine Nikolauslieder mehr hören zu müssen, bis in einem Jahr. Und vor allem keine neuen Versionen mit Technobeat!)

Was ich mich allerdings frage, wie die Realtion zwischen Nikolaus und Knecht Ruprecht ist. SInd die beiden Freunde? Berufskollegen? Ein Liebespaar? Oder bekommt man als Heiliger automatisch einen treudoofen Diener, der nicht nur aussieht, als hätte er mehere Jahrzehnte als Einsiedler im Wald gelebt, sich zusätzlich auch noch komplett schwarz schminkt und sein Leben damit verbringt, Ruten zu schneiden und auszuteilen?

Entscheidung.

Sunday, December 4th, 2005

Ja, ich werde bei dem Wettbewerb von Don mitmachen.
Und um euch alle auf die Folter zu spannen, gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack.
Genau einen Satz:
Sie zog ihren Fuß nicht zurück.
(Mehr in Kürze.)

Neustes Konstrukt

Saturday, December 3rd, 2005

Mal wieder den Auftrag, eien Webseite zu gestalten. Und auch wenn diese nur übergangsweise online sein wird, bis sich die “Profis” damit beschäftigen und ein CMS mit allem drum und dran online setzen, ist das Projekt, um das es geht, so eine tolle Idee, dass man sich ruhig jetzt schon damit befassen kann.
Projekt A-Teams

HERE WE ARE NOW, ENTERAIN US!

Friday, December 2nd, 2005

Kurt Cobain, nach Vergewaltigung schreiend.
Und dann, die Frage, was dies alles soll. Worin der Sinn der Sache liegt, in all diesen aufgeplatzen Coladosen, die ihr Blut stöhend unter den Gelenken des Kapitalismus verströmen.
Blut/Stöhnen. Und Sonderzeichen werden Teil der Semiontik.
Die Stimme in mir hat ein Echo, und dieses Echo ist die Stimme von Bilxa Bargeld, während im Hintergrund immer noch dieser Selbstmörder singt, schreit, seine Gitarre misshandelt, ohne Unterlass.
Und man selbst sitzt vor dem leuchtenden Bildschirm und fragt sich nach dem Sinn, dem SInn, den es nicht geben kann und doch geben müss, was setzte sinnlos so eine Energie frei?

Dies alles macht uns krank. Uns alle. Es vertilgt uns, und es gibt keinen wirklichen Weg heraus.
Freiheit?
Zwischen Schlaftabletten und Rasierklinge?
Zwischen Coca Cola und Pepsi?
Zwischen RTL und SAT1?

True freedom can only be found in the mind of somebody special.

Der Tee wärmt mich, tröstet mich, aber kann er auch mein Gehirn davon abhalten, zu arbeiten, mir quälende Gedanken einzuimpfen, mich überhaupt denken zu lassen?

Jetzt eine Zigarette. Starker Tobak. Man fragt sich, wieso man Gelüste danach entwickelt, ohne je Raucher gewesen zu sein. Und dennoch ist es erklärbar. Alles ist erklärbar und gleichzeitig ist alles so verworren und… was wollte ich eigentlich noch schreiben?
Rape me, i'm the only one. Und es ist arg traurig, dass Kurt Cobain schon eine literarische Referenz ist. Verdammt, ficken wir uns das Gehirn aus dem Kopf!

Wächst Atlas Leber nach?

Thursday, December 1st, 2005

Habe gestern meine erste Überweisung getätigt, die erstaunlicherweise auch sehr schnell angekommen ist. (Heute.)
Ich fühle mich jetzt als vollwertiges Mitglied der kapitalistischen Gesellschaft und des Bankenlandes Luxemburg. (BLL)

Und ich habe ein ziemlich geniales Feature bei Firefox entdeckt: Drag&Drop von Tabs. Gut, werden jetzt die Operngänger sagen, das funzt auch mit Opera. HA! Aber nicht von einem Fenster in das andere. So kann man lästige zusätzliche Browserfenster ganz leicht dezimieren. Wenn man das bei Opera versucht kriegt man nur noch ein neues Fenster. (So lief es jedenfalls bei mir), und das Fenster, aus dem ich den Tab gezogen hab, war fortan leer. Wo da jetzt die Logik war, hab ich nicht so ganz verstanden.

Naru hat nach Monaten entdeckt, dass ich auf ihren Aufruf, ihr Tshirts zu senden, ihr eins gedesignt und zum Verkauf angeboten hab. Besser spät als nie, immerhin.

Rätselhafter Gesang in der Mesosphäre meiner Seele stellt alles in Frage.
Ein einzelner Leukoplast tanzt im Sonnenwind, während mitochrondrial die Revolution beginnt.
Ist der Ort gottverlassen oder spielte mir das Wasser einen Streich?
Der Dosenöffner des Prometheus ward nicht mehr zu gebrauchen, also war es besser, sich an Atlas zu wenden.