Ich bin richtig traurig darüber, dass ich die vielen Gelegenheiten, die ich vor Halloween hatte, zu erwähnen, dass Halloween und Allerheiligen eigentlich das gleiche Fest sind, nicht genutzt habe. Womit ich selbiges aber nochmal gesagt haben wollte. Man kann es eigentlich gar nicht oft genung sagen.
Dann gibts Krawalle in Frankreich, und ich frag mich, wieso *ich* daran denk, dass man eigentlich nicht als Erstes verkünden sollte, man würde “l'ordre public” mit allen nötigen Mitteln wiederherstellen und die Straftäter bestrafen, sondern vielleicht irgendetwas tun, was das ganze mehr beruhigt als Gummigeschosse und Wasserwerfer. Am Wochenende haben die 312 Leute festgenommen. Wie viele wollen sie eigentlich festnehmen? So lange, bis sie nur nen Draht um die “Ghettos” drumrumbauen brauchen und “Prison” auf nen Tor schreiben müssen?
Jetzt haben sie ja angedeutet, dass man soziale Maßnahmen vor allem für mehr Chancengerechtigkeit in den sozial schwachen Vierteln (sic!) - was auch immer das heißen mag - ergreifen will. Nee, man will sie vorstellen. Oh, und das sollen vor allem Vorsichtsmaßnahmen beim Urbanismus sein. Toll! Dann haben wir in 20 Jahren in neugebauten Städten keine Ghettos! Hilft jetzt aber nich viel.
Was wirklich fehlt, sind konkrete Aktionen, und vor allem die Geste, das man sich endlich dem Problem der “Ghettos” animmt (und das nicht mit Gummigeschossen!).
Vor allem wirkt die Polizeigewalt dem eigentlichen Auslöser der Krawalle sicherlich nicht entgegen. Auch wenn es momentan nicht mehr um die zwei Toten geht.
Und je öfter das Wort “Bürgerkrieg” fällt, desto dramatischer wirds wahrscheinlich werden. Wenn der erste “Einwanderer” erschossen wird, kann man das Wort vermutlich wirklich benutzen.
Ich finds angesichts solcher Bilder irgendwie schon dramatisch, dass dann Bemühungen in Luxemburg um ein autonomes soziales und kulturelles Zentrum von dem Besitzer des Landes, denen übrigens nicht das Gebäude, sondern nur das Land auf dem das Gebäude steht gehört und, der CFL, also die luxemburgische Eisenbahngesellschaft, einfach abgeschmettert wurden.
Es war klar, dass es “deSchapp” nicht mehr für sehr lange geben würde, aber so lange bis die endgültigen Abrissarbeiten beginnen würden hätte man das Zentrum ja bestehen lassen können.
Ja, auch ein autonomes Zentrum schützt nicht vor Ausschreitungen wie sie seit elf Tagen in Paris an der Tagesordnung sind. Aber gewissen Tendenzen setzt man damit sicher einen Dämpfer auf.