Archive for November, 2005

Podcast - feeling so unholy

Sunday, November 20th, 2005

Da ich mittlerweile allem Anschein nach über einen kleinen, aber vorhandenen weiblichen Fankreis, der besonders meine Stimme mag (Groupies! Ein Traum wird wahr! Verfilmtmeinblog,sofort!UndfragtdieNeubautenfürdenSoundtrack!), habe ich beschlossen, das vieldiskutierte und skandalträchtige (Da steht “Kondom!” Und du hast das auf die Pinwand der Klasse gepinnt!) feeling so unholy zu vertonen.
Gewidmet kappkrank, Frau poll, Ntess und natürlich dem unvergleichbaren Sternenmädchen.

Hier. (mp3, 7,7 MB)

Kommentare wie immer sehr erwünscht.

Saturday, November 19th, 2005

Wo ist er denn jetzt, der versprochene Podcast, Fire? Und hast du etwas an dem Text geschrieben, wie du so angeberisch behandelt hast?
Nein, hab ich nicht. Die Faulheit und die Müdigkeit haben mich dann doch erwischt, und ausserdem waren meine Gespräche gestern sehr ergiebig, nicht langweilig, füllend, sozusagen.

Ich frag mich ob ich mit C. auch solche Gespräche führen könnte.
Nicht immer nur zwichen Bank und Meeresrand. Es wär wahrscheinlich nicht sehr mühsam, das herauszufinden, aber ob es viel nützen würde, ob da was rauskommen würde, was beiden gefallen würde? Vielleicht sollte ich einfach alle Beide mal zum “Was Trinken gehen” einladen, und mich betrinken, um mir alles zu trauen, alles sagen zu können, und nachher kann ich dann behaupten, es wäre nur gewesen, weil ich betrunken gewesen wäre und es täte mir Leid.
Auch hier die Frage wer in so einer Dreierrunde das Gespräch dominieren würde. Die zwei Wortgewandesten? DIe zwei, die sich am besten kennen? Die zwei, die am längstern nüchtern bleiben?
Eigentlich ein Szenario, das eine literarische Umsetzung verdient hätte. Später vielleicht.

Entscheidungen

Friday, November 18th, 2005

Erwartet das Leben jetzt allen Ernstes von mir, dass ich mich entscheide zwischen Bloggen, Podcasten und an-Geschichten-schreiben? Übrigens, wenn ich mich zischen einer Live-Version von “Ende Neu” und der Studioversion entscheiden müsste, würde ich mich für die Liveversion entscheiden. Vielleicht aber auch nur weil ich die eher gehört habe.

Ich werde alle drei Dinge machen. Ich bin dabei zu bloggen, und wenn ich fertig bin, mach ich mir noch einen schwarzen Tee und beginne zu schreiben. Und dann podcaste ich, und wenn es die ganze Nacht dauert. Ich habe sowieso Lust, durchzumachen und mich erst um 12 Uhr ins Bett zu legen, um drei Stunden zu schlafen. Oder überhaupt nicht.
Wieso überhaupt Schlaf? Ist eigentlich nur verlorene Zeit, Tagträume sind eh meistens schöner.

Nett übrigens, dass frau poll und kappkrank sich über Phonetik in meinen Kommentaren unterhalten können. Ich würde für solche und alle anderen Diskusionen ja gerne auf das Sofaforum verweisen, wenn sich dort irgendetwas tun würde, aber es tut sich überhaupt nichts dort. Dabei hätte ich damit endlich mal eine Plattform zum Rezepteaustauschen gehabt, die absolut cool gewesen wäre.
Wobei, vielleicht ist das hier der Funke, der das ganze entzündet. Aber ich mach mir keine Hoffnungen. Komplett sinnlos.

Ich hasse diese ewigen Gespräche über Sex, die man in manchen Klassen hört. Schlimm besonders, da meine Klasse fast eine Reihe Jungenklasse ist und daher so viel Rücksicht genommen wird wie in Umkleidekabinen.
Jeder Mann weiß: Umkleidekabinen sind während der Pubertät der Ort des Austausches über alles Sexuelle. Manchmal beginnt es schon vor dem Schwimmbad oder der Sporthalle, aber zumindest wenn man sich umzieht, muss über irgendetwas geredet werden, das mit Sex zu tun hat. Das sind im Jungen Alter Angebereien über die Länge der Onanie, im späteren Leben Angebereien über die Anzahl der flachgelegten “Weiber” oder die Dauer des Gesschlechtsvekehers mit der Freundin.
Als wäre die Freundin nur dazu da, um vor den Klassenkameraden (Hat man in sozialistischen und kommunistischen Ländern eigentlich Klassengenossen oder auch nur Klassenkameraden?) damit anzugeben, wie lange man sie gefickt hat.
Vielleicht habe ich das Konzept “Liebe” aber auch nur substanziell missverstanden.

Insel zu verkaufen

Thursday, November 17th, 2005

Nun, da ich hier sitze und den fast komplett weißen Bildschirm vor mir habe, weiß ich nicht mehr, was ich schreiben wollte. Doch, ich weiß es. Ich hatte überhaupt keine Ahnung.

Fire ist heute zum Hautarzt gereist um zu erfahren, was ihm die zweifelhafte Freude der Cortisonspritze verursacht hat. Ich erwartete aus Film und Fernsehen bekannte Tests, bei dem verschiedene Stoffe auf die Arme geträufelt werden und danach untersucht wird, auf welche Stoffe eine Allergie besteht. Das hat er nicht gemacht.
Ich wurde auch nicht an merkwürdige Maschinen angestöpselt oder musste Blut oder sonstige Körperflüssigkeiten zur Untersuchung abgeben.
Nein, mir wurde einfach nur mitgeteilt, dass es sich wohl um eine Reaktion der Haut auf ein Virus gehandelt hat.

Es ist immer irgendein Virus.
Viren kriegen immer die Schuld, wenn ich irgendetwas *merkwürdiges* an meinem Körper habe, wenn ich eine Gesichtshälfte habe, die plötzlich (ohne Zeckenbiss davor) gelähmt ist, wenn mir Knorpel aus der Zehe wächst oder wenn ich Ausschlag hab. Schuld ist immer ein Virus.
Dabei leben die Dinger noch nicht einmal.

Der Golgi-Apparat meiner Seele hat eine Dysfunktion und keucht mitochrondrial.

Podcast - Pilade's (II)

Wednesday, November 16th, 2005

Ich habs dann trotz einer Festplatte, der ich nicht mehr so ganz vertraue, gemacht. Also, gepodcastet bzw. aufgenommen.
Den Text vom Montag, also diesen. Und das ganze findet ihr…
Hier. (mp3, 2,80 MB)
Kritik und andere Kommentare sind wie immer sehr erwünscht.

Die Nacht bricht über uns alle herein

Tuesday, November 15th, 2005

16:03. Er stieg aus dem Bus und zog die Kaputze seines Pullovers tief ins Gesicht.
Es regnete in Strömen und mehr Schutz vor ihm hatte er nicht. Seinen Schal schlang er bis übers Kinn, um möglichst wenig Haut dem nassem Wind preiszugeben. Immerhin war sein Poncho, wenn man das blaue Ding denn so nennen wollte, war genung um ihn gegen die erste richtige Novemberkälte dieses Jahres zu schützen.
Es war schon fast dunkel, und das an einem Tag, an dem es nie wirklich hell geworden war. Die Sonne war hinter dem eintönigen Grau, das sich wie ein Schuhkartondeckel über E. legte, versteckt geblieben.

(Nee, heute nichts über Abenteuer beim Dentisten, obwohl ich ebenfalls dort war. Und über Kleider kaufen will ich mich nicht mehr aufregen. Müde.)

Pilade's II

Monday, November 14th, 2005

Ich saß also in dieser Bar mit ihr und schaute in ihre Augen.
Augen voller Traurigkeit.
“Trink was.”, sagte ich in meiner grenzenlosen Hilflosigkeit und dem Wunsch, irgendetwas zu sagen, was die Macht hatte, all ihre Sorgen wegzublasen. Aber ich war kein Zauberer, und auch wenn man mich oft um Rat fragte oder mich bat, zuzuhören, konnte ich mit meinen Worten keine Wunder bewirken. Auch wenn es manchmal so schien. Vielleicht konnte ich kleine Wunder vollbringen.
“Ich mag nichts trinken”, meinte sie.
Ich bat den Kellner um eine Schachtel Gauloise, ein Feuerzeug, und zwei Gläser weißen Amaretto. Wir saßen in der hintersten Ecke dieser verrauchten Bar, zwischen den Sitzbänken an den Stellen, wo bis vor kurzem noch zwei nostalgisch anmutende Flipper gestanden hatten. Die standen jetzt weiter vorne, denn die Retrowelle war auch bis zu Pilade vorgedrungen und seine Kundschaft hatte ihn quasi genötigt, die Flipper ins rechte Licht zu rücken, obwohl er sie schon fast weggeworfen hatte. Wie er es geschafft hatte, innerhalb einer Woche die Bar so umzugestalten, dass die Anordnung neu war, die Bar aber trotzdem so aussah, als hätte sie schon ewig so ausgesehen, wagte ich ihn nie zu fragen.
“Du magst aber Marzipan, und das was du jetzt gleich trinken wirst, ist wie flüssiger Marzipan.”
“Ich wollte eigentlich mit dir reden, nicht mich mit dir besaufen, du.”, antwortete sie trotzig und lehnte sich etwas zurück.
“Damit man reden kann, muss die Zunge locker sein. Und so ein kleiner Drink vernebelt den Kopf nicht so viel, dass du nicht mehr weißt, was du redest. Und betrinken können wir uns auch immer noch später.”
Ich lächelte, und sie konnte, obwohl sie sich wohl eigentlich vorgenommen hatte, trotzig zu bleiben, nicht wiederstehen, mein Lächeln zu erwiedern.
“Und wofür sind die Zigaretten?”, fragte sie, gleich viel lebhafter als davor, ohne dass ihre Stimme den melancholischen Unterton verloren hätte.
“Um nicht aufzufallen. Und weil ich Lust danach hatte. Genügt das als Grund?”
Sie nickte und konnte wieder ein Lächeln nicht zurückhalten.

Schon wieder ein Wochenende vorbei.

Sunday, November 13th, 2005

Na immerhin hab ich eine Tafel Schokolade, um mich zu trösten.

Ich hab den tag dann auch nur vorm Pc gesessen, wo ich an einer Homepage für eine Person gebastelt habe. Ich mag es, mit HTML und besonders mit CSS herumzuspielen, zu experimentieren und rauszukitzeln, was technisch alles so machbar ist, obwohl ich sicher noch nicht an die Grenzen des “Machbaren” gestossen bin.
Nervig ist der IE, der mich zur Benutzung von gifs zwingt, weil er meine PNGs nicht transparent darstellen wollte, gewisse CSS-Eigenschaften nicht so beachtet, wie ich will und dafür aber farbige Scrollleisten beherscht. (Immerhin ist mir jetzt eben eingefallen, wie ich dafür sorgen kann, dass diese nur dann auftauchen, wenn man sie benötigt.)
Aber es ist auch mal nett, etwas zu “coden”, das nicht unter die Kategorie “Das ist eine Webseite, keine Kunstgallerie!” fällt. Obwohl es schon eine Webseite und auch keine Kunstgallerie ist. Noch wer? Ich lass mich auch mit billigen Geschenken bezahlen.

Meine Kopfschmerzen sind heute wiedergekehrt und mein Daumen schmerzt bei gewissen Bewegungen. Ich hoff nur, dass es nicht das ist, für was ich es halte, denn das würd ich nicht aushalten. Hoffen wir, dass es von der Heckenpflanzaktion gestern und morgen schon wieder vergessen ist.

Ach, wenn jemand mir etwas teures technologisch wertvolles schenkt, verspreche ich, niemals AdSense-Werbung zu schalten. Hoch und heilig. Nein, ich werde es sogar schwören.

Saturday, November 12th, 2005

Ich fühl mich taub. Vorhin bin ich aufs Klo und wusste danach nicht mal mehr, ob ich davor gemusst habe oder einfach nur so gegangen bin. Logisch wär ja, dass ich dahin gegangen bin, weil ich musste, aber ich weiß es wirklich nicht mehr.
Trost bringt nur Ende Neu und die Vorstellung einer chibi-Comme mit übergroßen Kopfhörern im Mediamarkt. Und die Stimme von Herrn Bargeld, wie ein übermächtiger Vater der Maschine, die Töne erzeugt.

Heute Kopfschmerzen. Vielleicht sollte ich mich betrinken, so dass ich nichts mehr spüre, dass alles verschwimmt vor den Augen wie wenn die Brille voller Regen ist.

ICH BIN VIERUNDZWANZIG METER GROSS UND SPRENGE DAS UNIVERSUM!

Stellt mein Ego auf Diät.
Ego. Ich. Die Summe aller Teile. DNS + Erfahrung? kyrptische Zeichen an der Klowand des Gedächnisses. Jemand wichst gegen meine Schädeldecke. Dunkelheit ist nicht gut. Ich will einschlafen und mitten in der Nacht mit der sprengenden Kreativität einer Wasserstoffbombe aufwachen.
OdermerkendasjemandinmeinemBettliegtandenichmichkuschelnkann.Los,verfilmtmeinBlog,sofort!

Vielleicht bilde ich mir die Kopfschmerzen auch nur ein. Kann ja gut sein.
Eine Motorsäge bohrt sich in die Seele, durchdringt die graue Masse des Eintopfes und versprüht den Pudding durch das ganze gelbe Zimmer.

Heißt meine Schwester am Ende doch Iphinoe? Inselhüpfen würde ihr sicher gefallen.
Wer sind die Würmer in dem Sand dieser Wüste? Wer? WER? WER? WER?

Erkenntnis

Friday, November 11th, 2005

Nein, das ist keine tote Katze. Das ist eine nasse Plastiktüte.
(Auf dem Nachauseweg.)