Archive for October, 2005

Das Licht…

Sunday, October 16th, 2005

habe ich gerade wieder angemacht - eigentlich nur, weil ich wissen wollte, wo mein Handy liegt, auf dem mich Sonntagabends sowieso nie jemand anruft, weil Sonntagabends ist eine schlechte Zeit für Gespräche, immerhin ist das Wochenende und der jedenfalls in Luxemburg schon fast heilige Sonntag noch nicht vorrüber, aber man ekelt sich schon vor dem Montag und will damit niemanden auf die Nerven fallen, der sowieso nicht anderer Meinung sein wird - und ich habe mir eine Playlist zusammengesucht, was ich viel zu lange nicht gemacht habe und nur einzelene Interpreten oder Alben gehört habe, was auf die Dauer, nunja, eintönig wird.

Es fühlt sich an wie aufwachen um Zehn, abends. Und wo jetzt noch Santana an seiner Gitarre zupft, da werden die White Stripes bald mit Seven Nation Army mich an die Diskonacht von Freitag errinern, die der krönende Abschluss meines Geburstages war - mir ist nichts besseres eingefallen, mit was ich die Musik der Geschwister White charakterisieren hätte können. Und an dem Lied hängen mindestens so viele Erinnerungen wie an meinem Lieblingstshirt.

Mein Lieblingstshirt, das ist endweder das grüne mit dem kopfstehenden roten Stern oder das braune mit der total verrückten Zeichnung eines Huhnes, das aus einem Schädel springt, von dem ich immer noch hoffe, dass jemand sagt, als Vegetarier dürfte ich sowas doch eigentlich nicht tragen. Wobei an beiden eigentlich weniger Erinnerungen an als Seven Nation Army hängen.
Was Seven Nation Army angeht, so habe ich wegen dem Lied mal nach Wichita gesucht, nur um herauszufinden, dass das eine Stadt in Kansas, USA ist, (in dem es ein Schulmassaker gab?).

Meine Erkältung ist übrigens weg. Was sehr positiv ist. Dabei habe ich mich am Freitag bzw. am Samstagmorgen mit nassem Tshirt schlafengelegt, was mir gefährlich vorkam, aber meine Faulheit siegte einfach. Ausserdem hatte ich ja Geburstag, wenn auch nur in anderen Zeitzonen als der, in der ich lebe.
Ich frage mich, wie man das bei einer Marskonolisierung machen würde. Ich meine, das würde doch erhebliche Probleme zur Kommunikation mit Houston ergeben. Ein Tag auf dem Mars dauert nicht 24 Stunden, sondern 24 Stunden, 37 Minuten und 22 Sekunden. Das bedeutet, wenn man mit einer Erdenuhr dort lebt, hat man nach einer Woche schon mehr als 4 Stunden verpasst. Nach einem Monat sind es schon 17 Stunden. Und das geht immer so weiter. Man bräuchte also eine Marsuhr, einen Marskalender und Marszeitzonen.
Was zu den oben beschriebenen Kommunikationsproblemen mit der Erde führen würde, weil, die Marskolonie würde sicher nicht auf einer Stelle sein, die ganz rein zufällig und entgegen jeder Logik genau die gleiche Zeit wie Houston hätte. Obwohl man sich fragen kann, ob es denn ein Problem für künftige Marskolonienbewohner wäre, wenn sie verschlafen klingende Kommunkationszentralenmitarbeiter an der Strippe hätten, wenn sie sich mal eben Zeitungen oder sonstwas hochschicken lassen wollen. Wobei man auf dem Mars ja sicher auch einen Internetzugang einrichten könnte. DIe Ping-Zeiten wären sicher extrem hoch, aber dafür könnte man das erste Marsblog starten…

Welch göttlicher Engel nahm da auf meinen Lenden Platz, welch erotische Muse verströmte diesen Duft? Oder: Auf der Flucht vor der IPP

Sunday, October 16th, 2005

Ich lese meine Geburstagspost, die kreativer als “Herzlichen Glückwunsch zum 18.” ist, immer und immer wieder. Es ist so einfach, jemanden mit ein paar netten Worten glücklich zu machen, aber für mich sind diese Worte Seelenfutter.
Bei dem Wort “Seelenfutter” muss ich an Studentenfutter denken. Und wenn ich mir eine ähnliche Tüte wie die, in der man Studentenfutter verkauft - silbrig-knisternd, aber dicker als Chipstüten - mit den Worten “Seelenfutter” vorstelle, muss ich an Instant Karma - in Dosen - denken.

Was mich wiederum daran errinnert, dass ich am Freitag beschlossen habe, eine Partei zu gründen, deren Hauptzahl eine Straßenbahn ist, die Pi entlangfährt. Also, der Zahl Pi. Weil eine Straßenbahn, die ins Unendliche fährt, um Nachzusehen, ob die Zahl Pi wirklich unendlich ist, nicht nur teuer, sondern auch gegen so ziemlich jedes physikalische Gesetz verstossen würde und damit von der internationalen Physikerpolizei (IPP) verfolgt werden würde, was zu unschönen unendlichen Verfolgungsjagdten führen würde, beschloss ich ebenfalls, dass die Straßenbahn die ganze Zeit im Kreis fährt und anstatt Fenstern Bildschirme besitzt, an denen große weiße Zahlen auf schwarzem Hintergrund entlanglaufen, so dass bei den Insassen das Gefühl entsteht, sie führen Pi entlang.

Nachdem ich das verkündet haben, wurde die Theorie entwickelt, dass Pi eine Verschwörung der Mathematiker wäre. Also gäbe es irgendwo (wahrscheinlich in Amerika) einen Saal, in dem einmal im Jahr mehere Männer in schwarzen Kutten und merkwürdigen Hüten mit noch merkwürdigern Bärten zusammenkämmen und sich ein paar neue Zahlen für Pi ausdenken würden. Und damit alles hübsch zufällig bleibt, würden sie würfeln.
Und der Älteste der Mathematikerverschwörungsrunde beginnt jedes Jahr die Würfelrunde mit den Worten:
Jetzt würfeln wir uns mal einen!
(Wir haben gelacht.)

Er berührte den Stuhl, auf dem sie gesessen hatte und spürte ihre Wärme…

Saturday, October 15th, 2005

Nun ist Fire also achtzehn volle Jahre alt und hat das neunzehnte Lebensjahr begonnen. Wurde gefeiert?
Ja, es wurde gefeiert, und wie gefeiert wurde.
Und: Oh babies, you're such a nice bunch! Das musste ich mal loswerden.
Jedenfalls wurde die Geburstagsverschwörung, die eher … na ja, man merkt, dass es der erste 18. Geburstag in der Familie ist, dann auch aufgelöst, und so sah sich Fire inmitten seiner guten Freunde in einem italienschen Restaurant und danach in der Disko, von der ich schon mal erzählt habe.
Und dazwichen: Slapstick. Da waren die richtigen Leute beieinander, da ging es richtig ab. Fotos folgen, sobald ich ein USB-Kabel gefunden hab, das auf diesen Fotoappart von Voldy passt. Dürfte nicht allzuschwer sein, aber es muss halt getan werden.
Ahja, und Torte gabs auch. Und Geschenke. Viele tolle Geschenke. Ich kanns nur wiederholen: Oh babies, you're such a nice bunch!

Etwas hat mich sehr geehrt, nämlich dieJulia, die meinte, man würde meiner Schreibe nach mein jugendliches Alter nicht ansehen. Was mich auf die Frage bringt, wie alt ihr mich so eingeschätzt habt oder einschätzen würdet, nur anhand der Schreibe, ohne zu wissen, wie alt ich bin. Ich bin gespannt auf euere Antworten…

18

Friday, October 14th, 2005

Lines form on my face and hands.
Lines form from the ups and downs.
I'm in the middle without any plans.
I'm a boy and I'm a man.
I'm eighteen and I don't know what I want.
Eighteen. I just don't know what I want.
Eighteen. I gotta get away. I gotta get out of this place.
I'll go runnin in outer space. Oh yeah.
I got a baby's brain and an old man's heart.
Took eighteen years to get this far.
Don't always know what I'm talkin' about.
Feels like I'm livin in the middle of doubt.
Cause I'm. Eighteen. I get confused every day.
Eighteen. I just don't know what to say. Eighteen. I gotta get away
Lines form on my face and my hands. Lines form on the left and right
I'm in the middle the middle of life.
I'm a boy and I'm a man. I'm eighteen and I LIKE IT.
Yes I like it. Oh I like it. Love it. Like it.
Love it.
Eighteen! Eighteen! Eighteen! Eighteen and I LIKE IT.

(Alice Cooper, I'm Eighteen)

“Fick dich”, schrie sie und verpasste ihm eine Backpfeife, die ihn auf den Boden warf III

Thursday, October 13th, 2005

Fire war heute ganz offiziell krank und blieb zu Hause. Ob das nun eine gute Entscheidung war, mag ich nicht wirklich beurteilen, aber ich bin der Meinung, dass ich dann morgen noch viel kränker wäre als heute, und am 18. Geburstag ist das nicht wirklich toll.
Ja, ich habe morgen Geburstag und werde volljährig. Und ich weiß nicht genau wieso, aber irgendwie ist das bis jetzt der Geburstag, auf den ich mich am wenigsten gefreut habe, im Vorfeld. Vielleicht liegt das auch daran, dass mich niemand gefragt hat, was ich haben will, oder fast niemand.
Einen ersten Brief habe ich auch schon erhalten, von der Bank. Mein Konto mit ndem Namen soundso würd in ein Konto mit dem Namen soundso umgeändert werden und ich könnte ganz günstig ein Darlehen erhalten, usw. Die Arschgeigen haben nicht einmal “Herzlichen Glückwunsch!” in den Brief geschrieben.
Ich bin ja dankbar, wenn man mich informiert, ich wär auch dankbar, wenn die Regierung mich über mein Wahlrecht meine Wahlpflicht usw. aufklären würde, aber wenn man schon anlässlich meines Geburstages schreibt, kann man auch wenigstens so tun, als würde man mir gratulieren wollen.

Dann habe ich das Buch, das ich für Deutsch lesen muss, nämlich “Das Haus der Treppen” fast ganz gelesen. Ein merkwürdiges Buch mit einem recht gekünstelt wirkenden Stil. Ich frag mich, ob das ist Übersetzung ist, oder ob der Autor wirklich so schreibt. Es wirkt manchmal ein wenig holprig. Ausserdem ist die Geschichte bis jetzt noch sehr merkwürdig, und ich hoffe, das da eine bessere Auflösung als “Alles war nur ein Traum” kommt. Nett ist allerdings der Ansatz, eine Skinnerbox mit Menschen zu “füllen”. Auch der Ansatz einer Beschreibung eines totalitären, technisierten Systems kommt durch, aber hier befinden sich die Personnen zu sehr ausserhalb, um wirklich eine gute Geschichte darüber machen zu können. Aber ich bin dann mal gespannt, wie es weitergeht.

49°36'36″ N 6°7'40″ E

Wednesday, October 12th, 2005

Das Gibraltar des Nordens, so wurde die Stadt, in der ihr arbeitet, früher genannt. Heute ist es nur noch ein wichtiges Bank- und Regierungszentrum in Europa. Ihr fahrt nach einem harten Arbeitstag in den gläsernen Prunkbauten, Stunden in vollklimatisierten Büro im Bus. Ihr seid die kleinen Rädchen, die das System im Gang halten, ihr alle.
Da werden noch wichtige Telefonate geführt oder sich über Arbeitskollegen unterhalten. Alles schon gehört, immer der gleiche Einheitsbrei. Ihr wart noch einen Kaffee trinken, oder auf den Feierabend anstossen, immerhin ist heute Mittwoch, das muss doch gefeiert werden. Ausserdem wolltet ihr nicht zur Rush-Hour nach Hause fahren, was ja absolut verständlich ist. Voll ist der Bus trotzdem. Aber es gibt Hoffnung. Eine Straßenbahn wird gebaut werden.

Früher gab es mal eine Straßenbahn. Als die Autos dann kamen, hat man die Gleise entfernt, weil die Leute mit den Fahrrädern steckengeblieben sind.

Aber heute fährt ja niemand mehr Rad.
Und ich steh mittendrin und denk mir, ich bin ein Sandkorn im Getriebe. Wie ihr mich alle anstarrt, und ich frag mich, wieso nur. Meine Haare? Es gibt schlimmeres, aufälligeres. Ich habe heute ein Mädchen gesehen, mit pink-schwarzen Haaren. Ich fands toll, aber euch würden doch die Augen rausfallen, was?

Oder schaut ihr nur so griesgrämig, weil ihr gerne bei der Eröffnung des Merkur-Geschäftes dabeiwärt, die einen Platz gemietet haben und kurzerhand ein Zelt drumrumgebaut haben. Und Kronlüster hängen vom Zeltdach. Da darf sich dann die Creme de la Creme de la Creme treffen und sich gegenseitig beteueren, wie wundervoll doch alles ist, besonders das Essen und diese herrlich kreative Idee. Dabei ist es völlig überdimensioniert, der Laden hat nicht mal die Hälfte der Fläche, die beansprucht wird, um die Eröffenung zu feiern. Und wahrscheinlich ist das Essen nicht mal gut.

Das ist euch aber egal, ihr wärt gerne dabei, ihr wärt gerne wichtig. Ihr wärt gerne die Creme de la Creme de la Trüffelcreme in Langousten. Aber ihr seid es nicht. Arbeitet ihr überhaupt in einer der vielen Banken? Oder einfach nur in einem Bekleidungsgeschäft für Normalsterbliche, wo die Eröffnungsfeier im Laden war und nicht auf einem gemieteten Gemeindeplatz rund um einen Brunnen?

Das Licht der Abendsonne fällt in den Bus und taucht die Szenerie in ein warmes Licht. Ich lächele.

Meine Erkältung…

Tuesday, October 11th, 2005

nervt mich noch immer. Besonders in der Schule ist es grausam, wenn man nur da sitzt und leidet, weil draussen die Sonne scheint und man sich fühlt, als habe man das ganze Atmungsystem verstopft. Und der Hals tut nicht weh, sondern er krazt nur, was wesentlich unangenehmer ist, aber immerhin bleibt das unwilkürliche Schlucken aus.
Ein Hausmittel, das ich heute probiert habe und das auch ein wenig Linderung verschafft:
Saft einer ausgepressten Zitrone mit heißem Wasser oder Tee aufschütten und nach Belieben süßen. Nur mit Wasser isses extrem sauer, hilft aber.
Aber wenn das so weitergeht, bleib ich morgen früh erstmal zu Hause.

My soul fuckin burns..

Monday, October 10th, 2005

Der Rauch des Räucherstäbchens, Weihrauch des Mystizismus, zieht am Bildschirm vorbei und gibt der zweidimensionalen Fläche eine ungewöhnte, dritte Dimesion im leuchtenden Dunkeln meines Zimmer, das ich abgedunkelt habe, weil ich das gleissend helle Licht nicht mehr ertrage. Ich bin noch viel kränker als vorhin, aber meine Krankheit ist im Kopf. Was ist es?
Da läuft eine Verschwörung gegen mich, die Geburstagsverschwörung, die sehr lustig ist, weil ich ja weiß, dass nichts böses gegen mich dabei herauskommt, aber es ist trotzdem ein merkwürdiges Gefühl. All die Anspielungen.

Dann sind da neue Faktoren in dem Spiel. Das Pendel schwingt hin und her und hin und her und dreht seine ewigen Kreise, ohne dass ich weiß, was es bedeutet, auch wenn ich noch so viel von dem mystischen Dampf einatme oder nur daran schnuppere, meinen Geisr in absolute Stille, Ruhe, versetzte. Wie ein See. Aber? Seen bedeuten Depression, das habe ich herausgefunden, damals, als dieser alte Mann mit Bart sein Feuer auf uns herabgeschleudert hat.
Neue Karten werden aufgedeckt.
Schwarz. Der Tod? Der Todesengel? Engel sind androgyne Wesen. Was heißt das, in der Symbolsprache des Spieles? Weiblich mit männlichen Zügen? Oder ist es nur eine Möglichkeit, herauszuwählen, was es sein kann, lässt das Spiel hier einen Interpretationsspielraum?
Und vor allem bleibt die Frage, was dieser Todesengel, wenn wir ihn - oder sie? - dann mal so nennen sollen, zu bedeuten hat? Versprach man mir nicht einst einen Kuss, den ich nie bekam? Was heißt dies alles, was erwartet mich.
Ich sitze im dunkelen Loch, tief unten im Brunnen, versunken im Teich der Metaphern, ohne je an ihre wahre Bedeutung zu kommen, es ist grausam, meine Seele brennt, mein Kopf ist entzündet, und ich frage mich, ob ich nicht bereits in der Hölle sitze, denn infernalisch ist der Schmerz, der meinen Kopf beweiwohnt, der mir den Schädel entzweit, meine Agonie verschlimmert von Sekunde zur Sekunde. Ich möchte schreien, aber jeder Ton, den ich ausstossen würde, vergößerte meinen Schmerz um ein vielfaches, bis zu einem Punkt, wo das keinen Unterschied mehr macht, da der Schmerz das ganze Gehirn beschäftigt, wie ein lauter Schrei der alles erstickt.

Ich versuche, die Zeichen zu ordnen. Es ist schwierig, ich müsste dazu in den Brunnen tauchen, tief in den nasskalten Grund. Ist es nicht viel zu warm an der Oberfläche, um noch tauchen zu wollen? Man hasst alles, für einen kleinen Moment, in dem dieser Gedanke überwiegt, um dann wieder der Vernunft zu weichen, die in ihrer eisern Rüstung und mit ihrer kanonengestützten Armen gegen die Unvernunft ankämpft, zwei napoleanische Armeen, die sich dauerned bekämpfen, ohne zu wissen, wieso. Was sind diese Hintegrundgeräusche? Meine DNS dreht. Verdammt, das ist kein Krebs, blue eyed girl, das ist irgendetwas anderes, ich kann dir nicht sagen, was, ich weiß es nämlich wirklich nicht, aber irgendetwas ist es, jedenfalls kein Krebs. Vielleicht eine Krabbe, eine Languste, aber kein Krebs. Meine DNS dreht sich und ich spüre es, während sich das Pendel in entgegengesetzter Richtung über mir dreht, meinen vom Fieber vernebelten Verstand noch weiter verwirrt, wo ich doch Klarheit suche, wie wir alles, aber ich besonders, wie ein Mönch, der seine Haare wachsen lässt, um die Knäuel danach zu verkaufen, als Heiligtümer. Denn so wie ich nach der Klarheit suche, so sucht auch dieser einfache Mann mit seiner unendlichen Weisheit nach Klarheit.

Ich will dass ein handschriftlicher Text von mir auf Kaptzenpullover gedruckt wird. Muss ich mir dazu in den Kopf schiessen oder reicht es wenn ich einfach nur ein Freak bin? Denn ich bin ein Freak, das sagen alle. Oder sie denken es. Oder sie würden es denken, wenn ich ihnen sagen würde, sie sollen es denken.
Wird sie mir die Augen schwarz färben? Sie wird mir die Augen schwarz färben.

Der Todesengel, von unsterblicher schrecklicher Schönnheit, die einem den Atem stocken lässt. Man fragt sich, wie so ein Zufall sein kann. Halt, da war doch was. Sie ist nicht die, die für die man sie nach der letzten Zeile - oder war es der letzte Satz, ich kann es nicht mehr unterscheiden, ich schreibe, schreibe einfach nur was mir in den Kopf kommt, es ist grausam, aber es muss raus, ich presse, so wie man Äpfel auspresst oder Kinder rauspresst, sondern eine andere. Der Zufall, den man ergeifen muss, aber es ist viel wichtiger, das es so war, dabei ist es zwangsläufig nicht so wichtig, ob es nun ein Zufall war oder einfach nur etwas anderes, für das wir keinen Namen haben, weil wir es nicht als etwas besonderes annehmen. Interessant, was heißt das? Sexuell interessant, ja. Aber darum gings nicht, und sicher nicht bei ihr. Wie oft habe ich ihr geheime Blicke geschenkt, von denen ich nicht weiß, wie viele sie erwieder hat. Was für Gedanken schweben einem dabei im Kopf herum? Was erzählen uns die heiseren Stimmen in unserem Kopf.

Denkst du schon oder lebst du noch? Ohne Musik ist es nicht zu ertragen, die Stille des Geistes im Geheimen herumliegend. Ich bin krank, ich habe nichts genommen, und trotzdem ist es, als schriebe ich auf Drogen. Dabei nehme ich keine Drogen, und wenn ich mal was trinke, schreibe ich nicht, weil ich es nicht kann, weil es dann viel krass wird, zu dumm, ohne Kopf und Schwanz. Hat das hier denn Kopf und Schwanz?

Das Pendel, das Pendel, es macht mich verrückt. Sie ist nicht mehr da, das Pendel in Menschengesalt. Wann hab ich sie zum letzten Mal gesehen?
Ich errinere mich, es war mein Exiljahr, das zugleich mein letztes Jahr wurde, was ich noch immer nicht wirklich glaube, und sie fragte mich mit ironischem Unterton, was ich denn da machte, wo ich war, denn dort sollte ich der Regel nach eigentlich nicht sein. Ein letztes Mal sah ich ihren Namen auf einem Stück Zeitung, hörte ihn, und dann war sie weg aus meinem Leben, ohne dass ich ihr je gesagt hatte, dass sie zwei Jahre lang für mich das Pendel gewesen war, immer auf der anderen Seite, lächelend, Hallo sagend, mir auf diese Form eine gewisse, merkwürdige Form von Mut machend.

Heute gibt es kein Pendel in Menschengestalt mehr. Heute bin ich dort, wo sie war, und die, die ihr Platz einnehmen könnte, ist nicht so, dass sie ihn einnehmen könnte. Zu wenig Charisma, auch wenn sie eine gewisse Austrahlung hat. Geheimnissvoll? Vielleicht. Nein, ohne Musik geht es wirklich nicht. Das Pendel macht mich trunken, mit all diesen neuen Karten, die ich entziffern habe. Die Welt wird nicht kleiner.
Eine Karte habe ich fast entziffert, aber ihre Deutung ist so weit wie es Sterne am Himmel gibt. Was soll man damit anfangen? Man muss es einfach mögen, ich mochte es von Anfang an.

Mein Hals schmerzt.
Entschuldigung, falls ihr das hier durchgelesen habt und es total öde fandet. Manchmal muss man seine Gedanken kodieren, verschlüsseln, und dieses ganze Seelengewimmer ausspucken, auf Papier oder eben ins Blog.

Fistfull of Steel

Sunday, October 9th, 2005

Wenn man sieht, was andere Leute so schreiben, nachdem sie mit einem gesprochen haben oder gelesen haben, was man selbst geschrieben hat, fühlt man sich oft geehrt. Ich meine, es ist toll, in einem Weblog, in dem man”nur” manchmal kommentiert, plötzlich Lob oder auch einfach nur einen Link auf einen Artikel von sich selbst zu finden. Und das ganze Gerde über A-List-Blogger und deren Blogrolle, das don alphonso so gerne kommentiert, scheint diese viel wichtigere Form des Linkens völlig zu vergessen. Blogrolle sind schön und gut, ich klicke mich auch durch einige, siehe mir Blogs an, lese einige Einträge, besuche sie ein zweites Mal, usw. Ich freue mich über jeden, der mich in seinem Blogroll aufnimmt, und ich kümmere mich auch relativ oft um meins, aber sie sind nicht der Nabel der Welt.

Na ja, auf die ganze Geschichte bin ich auch durch ein Blog bekommen, auf das ich aber noch nicht linke, weil ich es noch nicht gut genung finde. Das is auch sone Sache. Also, ganz neue Blogger machen immer “Anfängerfehler”. Und um einfach sicherzugehen, dass zumindest ein paar Leser hängenbleiben, werd ich erst später linken. Versprochen ;-)

Übrigens, danke auch für die netten Genesungswünsche, auch wenn ich noch immer nicht weißt wer l.b. ist. Vielleicht jemand der luxemburgischen Polizei bzw. vom Geheimdienst, der mich überwacht?
Ich weiß nicht, wo es war, aber irgendwo habe ich gerade “Lesebefehle” gelesen, und da waren Titel wie “We, The Media” und “The Revolution will not be televised” dabei. Ich habe jetzt gerade keine Lust, den Link zu suchen, und ich denk, die Bücher waren eh auf englisch. Und ich brauch gerade neuen Lesestoff, weil, so viele Startrekschundromane (Ich seh gewisse Leute schon die Hand überm Kopf zusammenschlagen) hab ich nicht mehr, also wäre es mal an der Zeit, was neues zum Lesen zu haben. Und so ein Revolutionstheoriebuch wär doch momentan genau das richtige. Andere Tipps nehm ich dennoch gerne an. Also, immer her damit! (Der erste der “Lord of the Rings” sagt, wird erschossen. Das les ich in den Weihnachtsferien.)

Noch 5 mal schlafen gehen…

erwischt

Saturday, October 8th, 2005

Mich hats auch erwischt. Gliederschmerzen, von denen ich nicht weiß, ob es Gliederschmerzen oder einfach nur Muskelkatzen sind, Schnupfen bzw. Nase zu, und ein kränkliches Gefühl im ganzem Körper. Ich hasse dieses Gefühl, weil ich weder krank genung bin, um am Montag zu Hause zu bleiben, noch gesund genung, um heute Abend irgendwas spannderes tun zu können als rumzusitzen. Dabei hätte ich wirklich Lust, mit spannenden Persönlichkeiten in irgendwelchen Bars zu sitzen und philosophische Gedankengänge auszudiskutieren. Oder einfach nur rumalbern. Aber in dieser Verfassung, wo ich bereits beim Tippen Angst haben muss, dass mein Arm noch mehr schmerzt? Nee, so wird das nix.