für N.
Der Herbst ist da
tote Blätter fallen als stumme Zeugen eines Sommers
dessen Wind uns Botschaften voneinander gebracht hat
Wir rücken näher zusammen
eng aneinander
Berührungen, wie Blinde tastend
der leichte Hauch des Atems
errinert an die warme Sommerluft
Wenn du den Blick in den klaren Winterhimmel richtest
siehst du die Sterne
die den Sommer bezeugen können
und die Errinerung an ihn
für ewig konservieren

October 7th, 2005 at 23:55
schönes gedicht der schreibfehler und das verb konservieren stören mich allerdings ein wenig.
anmerken möchte ich auch noch dass ich es schade finde dass so viel gedöhns um allerwenigst gemacht wird (siehe blogeintrag gleich hier drüber) und dieser eintrag hier zum beispiel scheinbar unbeachtet liegenbleibt.
ps. man siehe dies als mein beitrag zur oben angeführten diskussion an
October 9th, 2005 at 11:34
Moechte mich anschliessen…
"konservieren" stach mir auch ins Auge, irgendwie stoert dieses 'moderne' Verb in einem ansonsten doch recht an die Romantik erinnerndes Gedicht
October 9th, 2005 at 17:53
Was kommt besser? Die Lüge, dass das mit dem konservieren ein gewollter Stilbruch ist, der den Leser daran errinern soll, dass man nicht in der Vergangenheit lebt, sondern in modernen Zeiten, in denen Errinerungen nicht in langsam verbilbten Fotoalben aufbewahrt, gehütet und gepflegt werden, sondern auf Mikrofilm gebannt und so "konserviert" werden, oder aber die Wahrheit, die beinhaltet, dass ich so schreibe, wie es mir in den Sinn kommt, der Inspiration, den wilden Bildern in meinem Kopf folgend?