Archive for September, 2005

Neueste Textverarbeitung

Sunday, September 18th, 2005

Die neueste Textverarbeitung der Welt
Hach, Faber-Castell zeigt hier doch mal richtig Humor.
Was nicht heißt, dass ich jetzt einen Bleistift von ihnen kaufen will. Schicken dürfen sie jedoch gerne.
(via noledgebase)

We are Borg

Saturday, September 17th, 2005


Functional Intelligent Replicant Engineered for Battle, Assassination and Logical Learning
Cyborgname.com

(via Das Postfach)

Vom System besiegt.

Thursday, September 15th, 2005

Nachprüfung nicht geschafft.
Ich hasse Mathe. Abgrundtief.
Das wars dann mit dem Gymnasium.
Wer hätte das gedacht? Ich weiß trotzdem von mir selbst, dass dieses Schulsystem (Gym) für mich das bessere wäre.
Scheisse.

Umbringen?
Ich hab versprochen, es nicht zu tun. Aber lassen wir den Pathos.

Ein Zeichen?

Wednesday, September 14th, 2005

Es wird einmal wieder Zeit für eine Fire/Comme (bzw. Comme/Fire)-Andeutung.
postenkarten-technorati
Ist das ein Zeichen?

Postkarten

Tuesday, September 13th, 2005

Ich habe meine Postkarten alle in nem Album, und zwar äusserst diletantisch in Klarsichthüllen wo sie umherfallen, aber zum ansehen und rausholen und lesen reichts. Ich kann mich gar nicht dazu entschliessen, all das Zeugs, was einen so errinerungswürdiges per Post erreicht, in eine Schuhkiste zu packen und zu verstauen.
Erst mal besitze ich keine einzige leere Schuhkiste. Schuhkisten werden hier im Haus immer direkt beschlagnahmt. Oder mit dem Stempel “Die wird sicher irgendwann zum Basteln gebraucht” versehen und ist somit unberührbar. So ein Ordner mit Klarsichthülsen ist ja eigentlich auch sehr viel ordentlicher, wenn ich diese lustigen Postkartenhülsen hätte. Anderseits lagen vorher alle Postkarten und Briefe auf einem Haufen, jetzt liegen nur noch die Ordner “Briefe” und “Postkarten” auf einem Haufen.

Es gibt ja auch Leute, die hängen Postkarten auf, ehe sie sie in einer Schuhkiste verschwinden lassen, um sie an grauen Sonntagnachmittagen voller Melancholie anzusehen, während sie sich ein Tori Amos-Album anhören. Und dann beschliessen sie, verschiedensten Leuten wieder zu schreiben, bloss um am Montag zu bemerken, dass sie die Adresse gar nicht mehr haben, was sie aber an dem nächsten grauen Sonntagnachmittag voller Melancholie und Musik von Tori Amos wieder vergessen haben.Die betreffenden Leute haben die eigene Adresse aber noch immer und schicken zu Weihnachten eine Karte, weshalb man sie um Neujahr mit einem gewaltigen Kater anruft und verspricht, aus dem nächsten Urlaub eine Karte zu schicken, man habe ja jetzt die Adresse.
Im Urlaub angekommen hat man schon 50 Postkarten mit immer dem gleichen nichtssagenden Text beschriftet und will den Leuten, die einem eh schon immer ein wenig unsymphatisch waren, eigentlich gar keine Postkarte mehr schicken. Sie würde ja eh nur in einer Schuhkiste landen, denkt man.

Für viel wichtiger als die Frage, was man nach einer gewissen Aufhängezeit mit den Karten macht, ist meiner Meinung nach die Frage, welche Seite der Karte man sichtbar aufhängt. Ich könnte mich einfach nicht entscheiden. Oft ist das Motiv nicht umbedingt das allerschönste, aber man will doch aber einen gewissen Eindruck der Landschaft, die Freunde und Bekannte so besuchen, haben. Und die Rückseite ist - zumindest bei meinem Bekanntenkreis, und da muss ich besonders die Leute hier ausm Netz, die regelmässig Geld für Postkarten und Briefmarken für mich ausgeben, mal besonders loben - oft mit sehr netten und schönen Texten beschriftet, die oft auch zum Schmunzeln anregen, und die kann man auch für solche herrlichen Aussichten wie drei Ausburger Kirchen, die allesamt das Wort “Lindenstraße” in mir hervorrufen, einfach so verwerfen?

Per Email wär das alles einfacherer. Ich mag es trotzdem, Postkarten zu bekomen. Und ich glaub die werden auch einfach weiter so im dreidimensionalen Raum herumliegen und betrachtet werden, ehe sie in den Ordner verschwinden um an melancholischen, grauen Sonntagnachmittagen voller Tori Amos-Musik rausgeholt zu werden.

Schlaflos in Augsburg Oder: Eine Karte aus Ettelbrück Oder: Andersrum! Oder: Tintenkleckse auf einem Butterbrot

Tuesday, September 13th, 2005

Ich habe sie direkt bemerkt, als ich in den Zug gestiegen bin, mit Lisa. Wir haben Kaugummi gekaut, Lisa und ich, und der Kaugummi hat wirklich ganz entsetzlich und schrecklich geschmeckt.
Ihr Piercing in der Lippe oder an der Seite der Lippe oder wie man diese Stelle auch immer genau nennt, ist mir zuerst aufgefallen. Oder sie ist mir zuerst durch ihr Piercing aufgefallen.
Ich habe mit Lisa geredet, ich weiß nicht mehr genau über was, und ich habe sie die ganze Zeit lang angesehen, dieses Mädchen, das mit diesem jüngeren Typen geredet hat, auf Deutsch, und nicht wie ich in meiner benebelten luxemburgischen Agoranz gegenüber Leuten Trackingrucksacken geglaubt habe, Niederländisch.
Sie hatte braunes Haar, lang und wild. Und ich glaube, dass eine Dread drin war. Jedenfalls eine schöne Perle, und dafür braucht man meistens eine Dread.
Und sie hatte zwei Pullis übereinander an, oben einen braunen mit Kaputze und einem gelben Aufdruck.

Und dann stiegen wir aus, und mein Plan, im Vorübergehen “Nice Piercing” zu sagen, wurde über den Haufen geworfen, weil wir uns zum Aussteig begaben und sie war direkt vor mir. Wir warten vor dem Ausstieg, dass der Zug stehenbleibt, und ich lächele, sie lächelt, und ich sage ihr auf Englisch, dass sie ein schönes Piercing ist, sie versteht nicht ganz, fragt nach, ich sage es nochmal, und sie lächelt, bedankt sich.
Dann rausteigen, einmal kurz nach hinten sehen, durch die Unterführung, mit Lisa zu ihrem Fahrrad und von dort aus nochmal zur Unterführung blicken. Und sie kommt auf uns zu und fragt nach Zigaretten.
Ich rauche nicht.
Aber ich habe mir nie so sehr gewünscht zu rauchen wie in diesem Moment.

Lisa meinte, ich hätte ihr meine Handynummer geben sollen. Aber nein, es genügte, einmal angelächelt zu werden. Es genügte vollends, sich selbst zu beweisen, dass es Leute gibt, die einen von sich aus anlächelen, und dass ich andere Leute einfach so ansprechen kann, wenn ich wirklich will. (Von vorher konsumierten Substanzen will ich mal absehen, ich denke, dass es auch ohne die gegangen wäre, vielleicht sogar besser.)
Um die nichtvorhandene Poesie dieses Eintrages vollends zu zerstören: Danke an Comme für die Karte.
Charlie Johnny und die Schokoladenfabrik ist toll, wa?

Zoom-Zoom

Sunday, September 11th, 2005

Wie cool. Wie unglaublich cool.
The Zoomquilt (via eroaptor)

Ein kosmischer Orgasmus inmitten hermetischem, in einer gelben mit Alkohol gefüllten Flasche schwimmenden Sternenstaub Oder: Eine Million Jahre auf der Erde

Saturday, September 10th, 2005

Mal wieder so richtig arbeiten, an einem literarischen Projekt. Und nicht immer nur bloggen. Ist mir gerade eingefallen, weil um halb 5 in der Nacht - oder kann man das schon Morgen nennen? - genau die richtige Zeit wäre, um an einem verrückten Roman zu schreiben, während man sich die siebenundzwansisgte Zigarette in den gefüllten Aschenbecher drückt und sogleich die achtundzwansisgte Zigarette anzündet, ein paar dekorative Rauchschwaden in das dunkele Zimmer bläst und wie wild tippt. Wie ein Verrückter, ein Besessener, die ganze Nacht und den Ganzen morgen durch, nur Pausen, wenn die Blase so weh tut dass man aufs Klo kriechen muss. Zigaretten machen ein Leben lang psychisch abhänig, das ist grausam, denn ich rauche nicht.

Ist man metrosexuell, wenn man sie die Hände rasiert? Ich meine, muss ich dann auch anfangen, mir meine Fingernägel zu färben und String-Tangas zu tragen sowie mit einer Herrenhandtasche und einem Herrenrock umherlaufen? Und wieso denke ich bei “metrosexuell” immer gleich an diesen Berufsrasierer Backham?

Bei diesem “die Nacht durch durcharbeiten”, was ich noch nie wirklich getan habe, weil mir dazu immer die Kraft oder der Wille, Koffein in rauen Mengen zu verzehren, fehlt, muss ich immer an Jacopo Belbo auf Umberto Ecos “Das foucaultsche Pendel” denken. Tolles Buch, interessanter Charakter. Ob es allerdings lohnenswert ist, ihn nachzuahmen, ist fragenswert. Oh, diese Pein, diese unglaubliche Pein der Gewissheit, dass alles wahr ist! Und oh, Lorenza! Oh, Schmerz, Pein, Höllenqual!
(Hach, ich mach das wirklich wunderbar. Ich übertreibe zwar gnadenlos, aber vielleicht kann ich Jacobo Belbo ja mal in einem übermässig dramatisierten Theaterstück im “Grand Thêâtrê” (Ich wusste nicht mehr, wo das Accent Circonflex hinkommt, also habe ich auf jeden in Frage kommenden Buchstaben einen gemacht. So ist es auch sicher falsch.) in Luxemburg Stadt spielen, sollte ich je mittelloser Schausspieler sein.)

Es gibt nicht intimeres als die Onanie. Oder die Gedanken der Menschen bei der Onanie. Ich glaube, es ist eine Sache, Sex mit einem Menschen zu haben. Über die sexuellen Fantasien eines anderen detailreich informiert zu sein, ist etwas anderes. Etwas wundervolles, aber eben etwas sehr intimes. Sehr schön, wenn man sich davon erzählen kann, ohne dass man sich dumm dabei vorkommt, im gegenseitigen Respekt.(Verfilmt mein Blog, auf der Stelle… *gähn*)

Tanzen ist Sex haben. Sex haben ist Tanzen. Poggen ist eine Art von Tanz. Poggen ist also eine Art von Sex.

Es ist verrückt, es ist vollkommen verrückt. Nein, eigentlich ist es komplett wahnsinnig. Und trotzdem ist es ganz normal. Wir leben in einer Welt, die nicht nach unserer Zufriedenheit regiert werden kann. Das ist komplett unmöglich. Ich meine, was wäre denn, wenn jeder glücklich wäre? Was gäbe es noch zu berichten? Der Sprecher der Tagesschau würde früh im Morgen, nachdem der Frieden geschlossen, der Hunger besiegt und die Krankheiten ausgerottet und die Zoopandas sich alle in einer wilden Orgie gepaart und der Riesenalk wieder gesichtet wurde, jedem einzeln anrufen und all dies mit freundlicher und feierlicher Stimme mitteilen. Und die Menschen würden alle “Freude schöner Götterfunken” summen.
Aber es wäre langweilig, nicht? Ich habe mal jemanden, der mir einen Bibelkurs und das ewige Leben andrehen wollte, gesagt, das wäre sicher auf die Dauer langweilig.
Sicher, so lange man noch drei- bis vierstellige Geburstage hat, ist es ganz interessant. Aber stellt euch mal vor, eine Million Jahre auf diesem stinkenden Planeten. Sorry, aber nach einer Million Jahre hat man alles gesehen. Oder alles, was man nicht gesehen hat, sind die gesammelten Folgen von “Verliebt in Berlin” und eine Ausstellung über Seifen aus dem 23. Jahrhundert.
Ausserdem ist es sicher nicht so lustig, seine Freunde versteinert wiederzufinden.

Die Anne, die tanzt richtig monstmaessig geil

Friday, September 9th, 2005

Na ja, es gibt keinen richtigen Grund, zu bloggen. Der einzige Grund dazu ist, Anne daran zu hindern, wuetend auf mich zu sein, weil ich nie was ueber sie schreibe, waehrend sie jetzt merkwuerdigen Leuten erzaehlt, wir haetten wilden Sex gehabt. Was nicht stimmt, um alle meine treuen weiblichen Fans zu beruhigen. (Auch dich, Comme!)

Also, eigentlich haben wir nur Nudeln gekocht und diese gegessen. Was nicht als sexuelle Handlung zu bewerten ist. Ehrlich nicht.

Über den Mikrokosmos einer Brotbackmaschine

Thursday, September 8th, 2005

Wenn man ein Brot backt, so wie Fire es nach Beendigung dieses Postings vorhat, dann hat das immer einen alchemistischen, fast magischen Anklang. Sofern man den Teig selbst zusammenmischt und das ganze dann in den Ofen schiebt.
Eine Brotbackmaschine hingegen ist witzlos. Es ist der Sieg der Technik über alles Schöne, Gute und vor allem über die jahrtausendalte Kunst des Brotbackens.
Wie sieht so ein Ding überhaupt aus, war die Frage, die ich und andere Leute mir gestellt haben. Die Antwort:
So, so oder so. Und auch so.
Völlig witzlos also. In der Küche stehen sowieso schon viele zu viele Geräte herum, die aussehen, als hätte man sie bei einem Setbesuch von “Star Trek: Voyager” mitgehen gelassen. Ich meine, wäre ich ein Sci-Fi Autor von vor 10 Jahren, ich würde mein ganzes Raumschiff mit merkwürdigen Küchengeräten von heute vollstellen und ihnen merkwürdige Namen wie “Antimaterie-Materie-Schleuder” oder “Kohlenstoffvaporisator” oder auch “Schallmixer” geben. Und das würde sehr echt aussehen, oh ja!

Genauso verhällt es sich mit dem Teetrinken. Stellt euch vor, es gäbe plötzlich “Teemaschinen”, in die man Wasser, Zucker und “Tee-KonzentratX500″ schütten würde und heraus käme ein Getränk, das immer genauso schmeckt, wie man es selbst gerade gerne hätte. Und dann sagt man zu den Verwandten, die einen besuchen, “Sieh mal, ich habe selbst Tee gekocht! Ganz ohne Beutel und so!
Und die Verwandten werden zu staunenden Verwandten und schreien entzückt aus: “Oh wow! Wie hast du das denn gemacht! Der Tee ist ja wirklich wundervoll!
Ich möchte dann am liebsten Kurt Cobain zitieren und 16 mal “Hallo?” sagen.
Tee ohne Teebeutel zu kochen mag Stil haben, aber in einer “Teemaschine”? Da geht ja alles verloren, wirklich alles. Dass man den Tee aussuchen muss, dass man ihn auspacken muss, dass man Wasser kochen muss, dass man warten muss, bis er fertig ist, dass man sich Zucker reinmachen muss.
Verdammt, gäbe es Teemaschinen, wäre der ganze alchemistische, fast magische Aspekt des Teekochens für immer verloren. Das wäre der Sieg der Technik über alles schöne, gute und vor allem über die japanische Teezeremonie. Das wäre ein Atombombenangriff auf die Teekultur. Ach, auf die Kultur überhaupt.
Wie gut, dass es noch keine Teemaschinen gibt.

Ürbigens sind Brotbackmaschinen und meine hypertheoretischen Teemaschinen das, was man bei TV-Shoppingsendern wie “RTL Shop” angeboten kriegt und wahrscheinlich auch nur dort kauft. Und die potentiellen Käufer solcher Sender haben auch genau das Persönlichkeitsprofil, um Brotbackmaschinen toll zu finden, genauso wie sie sich von “DIESE DIGITALKAMERA DIE ES NUR EXKLUSIV FÜR DIESEN SENDER GIBT HAT UNGLAUBLICHE 8 MILLIONEN PIXEL!!!” blenden lassen und unbedingt solch eine Kamera haben wollen. Oder eben eine Brotbackmaschine.