Archive for August, 2005

Rebell: Ein Beruf mit Zukunft!

Saturday, August 20th, 2005

Folgendes ist mir auf dem Klo eingefallen. Ihr entscheidet, ob es eine Fortsetzung gibt…

Wir schreiben das Jahr 2011. Es ist Mitte August. Fire ist mittlerweile 23 Jahre alt und wird in einigen Monaten 24 Jahre alt werden. Benedikt der 16. ist dank der modernen Medizin immer noch Papst und der europäisch-amerikanisch-und-anektierte-Gebiete(Unter anderem Iran und Irak )-kapitalistische Block befindet sich unter der Leitung des Dikatorentriumvirates Bush-Juncker-Berlusconi befindet sich Krieg gegen die Achse-des-Bösenmächte (Kuba, Nordkorea, China, Russland, usw.).
Durch geschickte Diplomatie konnte vermieden werden, dass man Atombomben auf große Städte warf. Stattdessen warf man sie im gegenseitigen Einverständniss auf diplomatische Vertretungen in Afrika und bezahlte die Bomben mit dem “Kampf gegen AIDS”-Budget.

Die Amerikaner sind stolz darauf, stolze Amerikaner zu sein, die Europäer hanen eine multinationale Identität gewonnen, nicht zuletzt durch die Massenmedien, die übrigens einem einzigen Großkonzern (ein springender!) gehören und das Volk quasi komplett kontrollieren. Oh, sie waren frei. Frei zu wählen zwichen Cola und Pepsi, zwichen RTL und Sat1, zwichen roten und blauen (und königsblauen, und cyanblauen und orangen und zitronenfarbenen und beigen und weißen und schwarzen und…) Autos.
Und sie fühlen sich großartig, denn mit jeder Cola, die sie kauften, unterstüztzen sie den Kampf des Kapitalismus der freien Marktwirtschaft gegen den Kommunismus den Terrorismus.

Und vor dem Terrorismus, da muss man sich fürchten. Denn den gibt es auch im eigenen Land, sogar in der Provinz Luxemburg, die Heimatprovinz des ehrwürdigen und weisen und herrlichen Juncker, der so toll die Finanzen und den Geheimdienst des europäisch-amerikanisch-und-anektierte-Gebiete(Unter anderem Iran und Irak )-kapitalistische Blockes gestiert.
Nun, die Regierung nennt diese Leute jedenfalls Terroristen.
Sie selbst nennen sich “Freiheitskämpfer”, oder “Die einzigen die hier noch klar denken”.
Fireball ist Mitglied einer “Terrorzelle”. Seine Dreads, die er mittlerweile in Tarnfarben gefärbt hat, hat er immer noch, und auch den doofen Blick auf Fotos. Wobei die Regierung ein Foto mit einem besonders doofen Blick auf der Fandungswebseite und auf den Fandungsplakaten verwendet. Über seinem Feldbett hängt eines seiner Fandungsplakate.
Eigentlich hat die ganze Terrorzelle ein eigenes Poster von sich, sind sie doch nicht alle vom Geheimdienst gesucht. Fire hat ausserdem noch einen Ausdruck eines vatikanischen Fahndungsposters über seinem Bett kleben. Er wird von der Schweizergarde gesucht, weil er Papst Ratzinger vor Jahren ein Kondom geschenkt hatte und gesagt hatte: “Für die Kinder in Afrika!”.
Daraufhin hatten ihn 15 Männer mit Hellebarden verfolgt.
Fire war entkommen. Er war auch aus dem Hochsichterheitstrakt des damaligen luxemburgischen Geheimdienstes entkommen, als der Geheimdienst ihn auf einer Demo, auf dem er eine Reportage fürs Radio gemacht hatte.
Nachdem er öffentlich über die unmenschlichen Verhältnisse seiner U-Haft berichtet hatte, wurde er entgültig auf die schwarze Liste des Geheimdienstes gesetzt.

Aber jetzt ist keine Zeit, viel nachzudenken. Fire sitzt auf dem Klo einer kleinen Hütte in einem Hügel oberhalb der Stadt E, die wahrhaft post-apokalytisch aussieht. Die Zerstörungen waren während eines Luftkampfes der Russen und des europäisch-amerikanisch-und-anektierte-Gebiete(Unter anderem Iran und Irak )-kapitalistischen Blockes entstanden. Jetzt wird die Stadt nur noch als Truppenstützpunkt und – und das ist für die Terroristen Rebellen Freiheitskämpfer besonders interessant – als geheimer Treffpunkt für Regierungsitzungen benutzt…

Revolution in a nutshell

Thursday, August 18th, 2005

Morgenstund hat Gold im Mund, sagt er Volksmund. Ich jedoch habe nur Zähne, ne Spange und etwas Tee im Mund. Anderseits bin ich vielleicht nicht so früh aufgestanden, wie ich hätte müssen, um Gold im Mund zu haben. Aber mal angenommen, gegen 5 Uhr morgens haben alle Menschen auf der großen weiten Welt Gold im Mund – wo verschwindet all das Gold hin?
Mhmm, packen wir unsere Lieblingsfeindbilder aus.
Der luxemburgische Geheimdienst? Negativ, die haben zu wenig Leute.
Die Schweizergarde? Negativ, siehe oben.
Die Teletubbies? (Siehe oben.)
Die neoliberale EU? Nee, dann gäbe es mittlerweile 3 multinationale Konzerne, die sich nur auf Mundgold spezialisiert hätten.
Die amerikanische Regierung? Möglich, aber so präzise sind die eigentlich nicht. “Werft mal ne Bombe aufn Irak!” “Wohin?” “Aufn Irak, habsch gesagt! Irgendwo wo Saddam sein könnte!”
Nein, so klappt das nicht. Ich glaube, das Gold klaut jemand viel kleineres, unbedeutsameres und dennoch reicheres. Wahrscheinlich gibt es kleine Zwerge, Wichtel, wie man das nennt. Früher haben die den Menschen geholfen, dem Schuster die Schuhe in der Nacht fertig geschustert, und dem Bäcker eine Kiste Brötchen gebacken. Dafür haben sie den Langschläfern dann das Gold aus dem Mund gezogen.
Heute haben wir die globale Marktwirtschaft, und die Wichtel sind mit der Zeit gegangen. “Pixies, Inc.” heißt das jetzt. Müssen nur aufpassen, dass sie keine Monopolklage an den Hals bekommen, die Kleinen.

Ich wollte eigentlich etwas über Katzen schreiben, habe jedoch vergessen, was.

Pumpin' on your stereo…

Monday, August 15th, 2005

Fires Reise zum Radio, dokumentiert auf ein paar Fotos. Die Digitalkamera meiner kleinen Schwester(9) gefällt mir. Nette Funktionen, sehr viel einstellbar, sogar mit den Farben kann man spielen, wie man beim Sepia-Bild sieht. Mehr?

(more…)

Katzen und Japaner

Monday, August 15th, 2005

Nein, es geht in diesem Post nicht um Bonsaikitten, die es letztens sogar in die realle Welt geschafft haben, nämlich hat meine Mutter mir ganz entsetzt davon erzählt. Oh, ich hab fast lachen müssen, immerhin ist das ganze neben der Regenwald-Unterschriftenaktion der Inbegriff des Hoaxes.

Ich war ja ne halbe Woche weg, und zwar bei meinem Onkel, so ganz ohne Internet und PC, dafür aber mit Mails. Ist immer wieder nett da, sehr ruhig, und im Gegensatz zu den relativ stressigen Mittagessen hier zu Hause ist es geradezu friedlich dort. Und ich kann toll dort schreiben. Ein Ortwechsel verhilft zur Kreativität, ich habs ja schon öfters gesagt.

Und die Japaner? Die waren, aus was für einem Grund auch immer, zu vielen in Luxemburg. Also, der eigentliche Grund ist klar, der Weltjugendtag, JMJ, usw. Aber wieso die die Japaner zuerst nach Luxemburg verfrachten und dann erst nach Köln, ist mir ein wenig ein Rätsel. Jedenfalls konnte man niedliche kleine Japaner adoptieren Gastfamilie spielen. Was wir auch prompt getan haben.
Also, ich hab ja, wegen der halben Woche wo ich weg war, nicht sehr viel davon mitbekommen. Aber gestern abend habe ich mit den zwei jungen Damen geredet. Über Animes, über Kinderlieder und über andere lustige Kultur-dinge. Und ich hab nen Origami-Kranich bekommen. Fehlen zum Wunsch noch 999.
Ach, und wusstet ihr, dass man in Japan zuerst das Land, dann die Stadt, die Straße und Hausnummer und dann den Namen auf einen Brief schreibt? Oh, und sie lernen 3 verschiedene Schriftsysteme. Ich hab (auf Postkarten) dann auch das erste Mal handgeschriebenes Japanisch gesehen, was lustig ist.

Und japanische Süßigkeiten haben wir auch geschenkt bekommen, und anscheinend sind die aus roten Bohnen gemacht. Rein farb- und formlich ähneln sie den Bananenkamellen, die ich mal aus Thailand bekam. Vun Snuff, oder von Snuff und Sirius?

Hach, und baka heißt wirklich Idiot. Anime kucken bildet.

Der Drache ist ausgeflogen

Wednesday, August 10th, 2005

Ich bin weg bis Samstag, und obwohl ich es wohl per Handy kann, ist es unwahrscheinlich, dass ich blogge. Es gibt Tage, an denen muss man einfach ohne Posts von mir auskommen.
Oh, und dies wird um genau 20 Uhr gepostet werden, also hat es, wenn ihr das lest, keinen Zweck mehr, einen anderen Kommikationsversuch als Handy oder Mail zu unternehmen, denn dann bin ich schon lange weg. Gott schütze das zeitversetzte Bloggen!
Wer nicht genung von mir bzw. dem Blog kriegen kann, darf mir eine Mail schicken (die lese ich, per Handy – I'm addicted!) oder das Archiv auswendiglernen und/oder mit Lippenstift auf einen Spiegel abschreiben.

Here we are now, entertain us Oder: You know you're right Oder: Rape me! Oder: Kurt Cobain is dead, the Pixies are alive!

Tuesday, August 9th, 2005

Ich hör zuviel Nirvana, und das verführt Jugendliche dazu, Karohemden zu tragen und in Selbstmitleid zu versinken. Und da ich keine Karohemden besitzen, könnte diese Verführung teuer werden und ausserdem zu einem grausigen Stilbruch meines post-everything Stils führen.

Als Post-everything Blogger in der pre-apokalytischen Welt des frühen 21. Jahrhunderts
Ist das nicht so? Wir hören keinen Rock mehr, sondern post-rock, wir essen kein Müsli mehr, sondern post-Müsli, wir schützen uns in der post-AIDS-Zeit nicht mehr mit Kondomen, sondern mit post-Kondomen und wir verschicken keine Post mehr, sondern post-Post Mails.
Trotzdem hört sich die Musik immer gleich an (nur etwas anders halt), das Müsli schmeckt nicht bedeutend besser, es sterben immer mehr Leute an AIDS und Spam ist es neues Problem, das nicht nur Vegetarier beschäftigt.

Als Nachwuchsradiojournalist und Moderator beim jüngsten Tag
Gedanken über Jingels, neue Tische, Stühle, Rasenmäher, Geräusche, alles gemischt. Ich muss was ausmachen, mir Dinge aufschreiben, aus der Ferne arbeiten, wie der Geheimdienst in einer fernen Zentrale alles steuert, während draussen das Meer verdampft, es Blut regnet und die apokalytischen Reiter vorbeireiten.

Nach der Apokalypse essen post-post-everything Blogger Folienkartoffeln mit den Mutanten

Oh, und es gibt auch eine Zeit nach Nirvana. post-grunge. Zum Beispiel Dizzar, die zwar so gar nicht nach Nirvana klingen, mir aber gefallen. Und es ist ja schliesslich auch post-grunge. Ich kannte Dizzar bis vor 5 Minuten auch noch nicht, aber man muss eigentlich nur nach post-grunge suchen, um sie zu finden. Nett. Ja, die klingen wirklich nett. Absolut nicht das, was ich gesucht habe, aber sehr nett. Leute, ihr kommt bald aufm Radio.

Und sonst so? Bald ist wieder Herbst, ich spüre es. Wie gut dass wir viele Tassen im Haus haben, in denen ich mir Tee kochen kann.

Heute in der Serie “Romantische Kurzgeschichten” : Wie mastrubiere ich richtig? Oder: Onanie der Seele Oder: Verfilmt mein Blog, sofort!

Monday, August 8th, 2005

Wieso nicht aufschreiben, was man denkt? Und wenn es erst aufgeschrieben ist, wieso es nicht auch veröffentlichen? Die Leute lesen deine Aufzeichnungen eh, wenn du dir erst mal wie Kurt in den Kopf geschossen hast oder wie J. umgebracht worden bist. Und die Psychologen werden an dieser Stelle bemerken: “Er verglich sich selbst mit Kurt Cobain und Jesus, sah seinen märtyrerartigen Selbstmord also schon lange vorraus – oder spielte zumindest mit dem Gedanken.”
Wie toll. “MTV Masters” über den toten Joël “Fireball” Adami, mit dem Diplompsychologen Dr. Sommer.
Dies alles beantwortet trotzdem nicht die Frage, wieso man seine Seele der Öffentlichkeit nicht öffnen sollte. Ihr ist es egal, diesem gesellschaftlichen Levithan, der sich täglich selbst frisst und doch weiter wächst, wann sie dein Innenleben erfährt und sie fressen, zerfleischen, fritieren, braten, verdauen kann.

In ihrem Kama-Sutra steht, die Frau sollte bei irgendeiner Stellung – ich habe vergessen, welche, – den muskulösen Oberkörper des Mannes, seinen Bizeps vetrachten und die Penetration geniessen. You get me closer to god.
Als ob jeder einen so ausgeprägten Bizeps hätte.
Porno-Mentalität. Nein, Soap-Mentalität, in Pornos sind alle hässlich, die Männer besonders und sogar die Frauen. Geht es darin nicht nur um Fleisch, ums “Rammeln”?
Abgründe der menschlichen Seele – obwohl, in dem Abgrund sind wir schon lange, mit zynisch-ironisch bis manisch-depressiven Unterton an die Nachwelt. “Fuck you!” ins Testament schreiben. Aufforderung zur Selbstbefriedigung eines Toten. Der Tod ist ein Dandy und meine Seele brennt, verbrennt, explodiert, verfällt zu Staub, brennt weiter, fliegt empor und weint Phoenixtränen. Wer kann diese Symbole noch lesen, in 100, 200, 500 Jahren? Endstation, der Zug ist angekommen und ich bedauere, noch immer nicht geschrieben zu habe, was ich wollte.
Oder doch?

Nach der Sendung ist vor der Sendung, Neuer Zug, Neuer Anfang, es riecht nach Schampoo, und ich frage mich, ob es meine Haare, sind, obwohl das ja eigentlich unmöglich ist. Ist das Gehirn ein Compiler, den man programmieren kann, wenn man die richtige Sprache beherscht? If, than, else. Boolesche Suchparameter sind abgeschafft, man findet eh immer alles den gleichen Mist unsortiere Un- und Wahrheiten.
Ich füttere mein krankes Ego im Zug mit diesem Text, während Landschaft an mir vorbeibraust. Ist es depressiv, ist es manisch, ist es Zynik, ist es Ironie oder ist es nichts von alledem?
Ehrlicher Seelenstriptease vor lautlosem Publikum eregt die onaierenden Tiere hinter der Glasscheibe. Mein Z.N.S tanzt. Ich muss nur an das Wort “Kribbeln” denken und meine rechte Hand beginnt zu kribbeln. Ach, wie ich es bedauere, kein Linkshänder zu sein. Halt, da war sie, die falsche Entscheidung, schon wieder, unbewusst, obwohl gefragt, falsche Antwort, falsche Seite. Nicht gegen der Wand liegen, du wirfst sie runter – aber sonst legt sie sich dagegen und nicht gegen dich, obwohl du ja eh allein lagst selbst dann als du noch neben ihr lagst. Du hast geträumt von V. als du sie angefasst hast.
V. Wieder dieser Buchstabe.
Vanessa. Wieder dieser Name.
Und dennoch, das alles ist nur stellvertretend. Sie ist ein Platzhalter, du könntest genausogut Rei dahinschreiben und deine Suche nach ihr fortsetzten. Ginge nicht auch C. oder N.? Wieso nicht gleich alle drei? CVN. Zehfauen. Zehnfrauen. Zehn Zehfetischisten. Geistiges Gestotter, Seelenblubber. Blub, Blab, Blob, Bleb, Blib, Blüb, Bläb, Blöb.

Und dennoch, ihr Kama-Sutra für Frauen, dder mit keinem einzigen Wort an Lesben denkt, empfielt doch auch die kleine geistige Untreue bei dieser Stellung, wo frau den Mann nicht sieht: denkt an Tom Cruise oder brad Pitt. Habe ich erzählt, dass man gesagt hat, ich gleiche Johnny Depp? Aber ist das was anderes, ihren Beckenknochen für den von jemand anderem zu halten und zu finden, das ihre Stimmen sich gleichen? Halte die Stimme von Vs Schwester nie mit der von dieser Anderen auseinander, bzw. ich muss mich immer geistig korrigieren. Dabei mag ich diese Stimme.
Die Kinder haben krieg gespielt, den ersten Hüttenweltkrieg.
Es regnet wie Sau.

Initationsriten

Friday, August 5th, 2005

was habe ich?
was habe ich nicht?
was habe ich gesagt?
ich weiss es nicht mehr
ich habe getan was ich konnte
die welt zu entzweifeln
bis kein tropfen gewissheit
mehr uebrig war
nicht das in meiner erinnerung
etwas fehlt
bis mir auffaellt
das da eine luecke klafft
zwischen den naechtlichen exerzitien
und dieser meiner jetzigen agonie
(Currently listening: Einstürzende Neubauten – Selbstportrait Mit Kater)

Die Geschichte des letzten Tages beginnt früh. Um 8 bin ich aufgestanden, habe gefrühstückt und mich mental auf den Tag vorbereitet. Es sollte Pizza geben, und damit es Pizza geben konnte, musste ich einkaufen gehen. Und weil auf der Abenteuerspielplatz nicht nur dreissig, sondern bis zu hundertneunzig (190) Kinder anwesend sind, gleicht das Einkaufen mehr einem Plündern. Man plündert das Käseregal, man plündert den Fertigteig, man plündert das Fleischregal (ieh.)

Kurz vor Eins ging ich dann, mit all meinen Einköufen im Einkaufswagen los. Und ich denke: So also beginnt der Weg zu deinem Initationsritus, der letzte Arbeitstag vor dem Moment X. Du gehst mit einem voll gefüllten Einkaufswagen los. “Mit dem Einkaufswagen zum Initationsritus” klingt wie ein Buchtitel, für was für ein Buch auch immer. Max Goldt vielleicht?

Jedenfalls, ich wurde abgeholt, der Arbeitstag began, und ging schnell vorrüber. Und zwichen dem großem Moment, der allabendlichen Versammelung saßen einige der Neuen im Schatten der Abendsonne und witzeln über das, was da kommen mag. Und dann, nachdem wir einen merkwürdigen Tanz für den letzten Abend (heute Abend!) geübt haben, geht es los.
Als erstes dürfen wir uns ausziehen. Das heißt, man hatte uns vorgewarnt, und wir hatten alle Badebekleidung an. Das war gut, denn wir mussten ins Schwimmbecken. Also, auf dem Abenteuerspielplatz gibt es ein Schwimmbecken, das hauptsächlich aus Strohballen und viel Folie und wasserdichtem Tape besteht, und in das mussten wir. Gegenüberstehend an den Händen gefesselt. Und wir mussten Murmeln suchen. Tauchend, sagten sie. Wir tauchten allerdings nicht, denn es war saukalt. Na ja, wurden wir halt mit dem Wasserschlauch nassgespritzt. Ich und meine Partnerin (Ausser mit wurden nur Mädchen eingeweiht, von daher hätte ich Schlammcatchen als “Aufgabe” begrüßt, darauf wurde jedoch vezichtet.) fanden die Murmeln recht schnell, und als Belohung bekamen wir etwas zu trinken, was wohl eklig schmecken sollte. Wie gut, das niemand vorher gekostet hat. Es schmeckte wie Ananassaft mit Salz, was wohl auch die größten Bestandteile waren. One down, two to go.

Ab in den Kriechkanal, dessen Boden mit Stroh und leckeren Sachen wie Nutella, Schokopudding, usw. bedeckt ist. Beim Herauskommen wurden wir mit Cola und Mehl überschüttet.
Nett, ich wollte schon immer mal wissen, wie man sich als Muffinteig fühlt. Two down, one to go.

Das letzte war harmlos, ohne Hände so schnell wie möglich drei “Negerküsse” essen, wovon der letzte angeblich mit Nutella und tatsächlich mit Senf gefüllt war. Allerdings war es recht diletantisch von den Aufgabenstellern, die senfgefüllte Süßspeise als letzte dahinzustellen. Ich hatte den Mund so voller “Negerküsse”, dass ich den Senf gar nicht mehr schmeckte. Three down, none to go.
Oh doch, eine haben sie noch. Eine Puppe ist vollgeschmiert mit Schokolade, und sie muss geküsst werden. Und danach, als jede die Puppe auf eine unmögliche Stellung geküsst hat, muss er seinen Nachbarn auf die gleiche Stelle küssen. Wie gut, dass ich die Puppe auf den Arm geküsst habe.

Oh, und dann wurde der Initationsritus mit Pizza und reichlich Alkohol begossen, was zur Folge hatte, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben Sangria aus einem Eimer getrunken habe, mich aber die meiste Zeit an den bekannten Martini gehalten habe, obwohl man ja nicht mischen soll. Habe ich Kopfschmerzen, habe ich Bauchweh, habe ich mich übergeben?
Na also.

*geht seine Haare nochmal ausspülen*

Es sind Ferien und niemand hat es gemerkt. Vielleicht sind ja alle tot?

Wednesday, August 3rd, 2005

Wie die Zeit vergeht, nun sind die zwei Wochen schon fast um. Zwei Tage noch, den Samstagmorgen vom Abbau nicht mitgerechnet. Es geht wirklich verdammt schnell.
Morgen abend ist dann der Initationsritus für die Neuen, und ich bin schon gespannt darauf, was die mit uns vorhaben. Solange die “Aufgaben” nicht zu eklig werden, isses sicher lustig.

Ansonsten habe ich vielleicht einige Stimmen fürs Radio gewonnen, was positiv ist.

Fire fragt sich, ob irgendjemand ihn besuchen kommen mag, von den Uni-Leuten (e.g. Comme) oder sonstwer, der Zeit hat. Immerhin habe ich wieder die tolle Aufgabe des Haushütens, was zeitgleich “sturmfreie Bude” heißt. (Ach, ich will zusammen vegetarisch kochen, das wär toll. *feuchtträum* [Ups, war das jetzt "ich habe über mein sexuelles Leben gesprochen"? Verfilmt mein Blog, sofort!{Das wird jetzt nen Insider-Witz, so wie die asozialen Rhesusäffchen und die Orangenmarmelade!}])

Ach, und ich möchte mal ein wenig Werbung für mein offizielles Nachfolgeforum der Expertenrunde machen:
Das Sofaforum. Virtuelles Zusammensitzen, Getränke gibts vom Gastgeber.

Google-referrer

Tuesday, August 2nd, 2005

Und die sind nur von gestern und heute morgen:
dragon konkret
lemon tree story fanfiction
erotische kurzgeschichten
captain jack sparrow
ausschnitt busen
ohne willen lag sie vor mir nackt
romantische kurzgeschichten
abenteuerspielplatz luxemburg

Yeah, ich mache eine Informationsseite über Abenteuerspielplätze in Luxemburg auf, ich bin der erste bei Google bei dem Suchausdruck. Vielleicht mache ich aber auch eine Seite über Erotische Kurzgeschichten, das scheint noch sehr viel mehr zu ziehen als die Abenteuerspielplätze. Oder es spielen einfach ein paar der romantischen/erotischen Kurzgeschichten auf einem Abenteuerspielplatz.