und denke an dich, wie du lächelst
Ich stelle mir Dinge vor, die ich mir nie trauen würde
und die Sterne sind meine einzigen Zeugen
Wohin führt mein Weg?
Konzentrische Kreise umgeben mich mit hellem Glockengeläut
ich ziehe mich zurück in den kleinsten Kreis
das erste Rund
ist meine Fliehburg zum Nachdenken
Denn sein ist der Brunnen
der dunkele Schacht
der ins Innerste führt
zum Ursprung, Mutterleib der Seele
in dem die dunklen Schmetterlinge lichtlos umherschwirren
unter dem Grundwasser werden bizarre Kreaturen geboren
Blasen werfend dem Tod geweiht
Die Kreise weiten sich und ziehen sich zusammen
Atem der Seele, seismische Aktivitäten des Geistes
kaum messbar, aber vorhanden
vom Brunnenschacht führt eine Röhre bis zum Himmel
von dem das schwache Licht der Sterne Trost in der Dunkelheit spendet
Ein Schmetterling setzt sich auf meine Finger und leckt meinen Schweiß
ich sehe den Wiederschein der Sterne in seinen Augen
und mein Atem weitet sich aus
ich erahne die Lösung eines unlösbarem Problems
wie ein leiser Luftstoss einer Sommernacht


June 14th, 2005 at 22:41
jo, ass vun mir.
June 14th, 2005 at 22:25
Wow. daat Gedicht ass deck gudd, hues du daat geschriwwen?
June 15th, 2005 at 11:01
Interpretationsversuch
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Hmm. Mutterleib der Seele? Tell me more about it! Wohin dein Weg dich führt, weiß ich nicht. Vielleicht laufen wir ja alle auf konzentrischen Kreisen? Drehen uns alle um denselben Mittelpunkt, den wir doch nie erreichen können, schielen auf die inneren Kreisbahnen und hoffen, nicht von der Fliehkraft ins Abseits gedrängt zu werden? Das wäre eine sehr einsame Welt. Aber immer noch besser, als sie mit blasenwerfenden Grundwasserkreaturen zu teilen. Hmm. Erzähl mir mehr vom ausweitenden Atem, der wie ein leiser Sommernachtsluftstoß die Lösung unlösbarer Probleme erahnt. Irgendwie habe ich Schwierigkeiten, das Bild zu verstehen. Ansonsten ist dein Gedicht ist auf jeden Fall sehr inspirierend.
Ad astra (und wenn's sein muss direkt durch die Röhre aus dem Brunnenschacht)
June 16th, 2005 at 22:04
okay, ech maan daat heiten jo wirklech guer net gären awa : schreiw mol rem eppes, ech langweilen mech hei!! Ech gin schon su lues nervös well ech haut weinstens scho fennef mol laangscht kucken komm sin!
mix
November 13th, 2010 at 20:06
[...] diese herrlichen Bilder in meinem Kopf nicht verloren gehen. Will irgendwer die Enstehunggeschichte [...]
October 18th, 2011 at 21:47
[...] mit A. geführt habe, zum Beispiel dieses hier. Gedichtet habe ich immer noch, allerdings für ein Mädchen. “When I come arround” war ziemlich beliebt bei den Leser_innen, so dass es sogar eine [...]