Tuesday, September 28th, 2004
Beim Zahnarzt gewesen, bzw. bei der Zahnärztin. Sie hat mehr über meine Haare gesprochen als über meine Zähne, was ich durchaus positiv fand. Nein, ich war richtig glücklich, weil mir eine eigentlich fremde Person gesagt hat, sie fände meine Dreads toll, so wie sie seien. Was mich dazu verleitete, mit all meiner Energie zwei Kilo Mehl und Glückstee im Bioladen zu besorgen.
Na ja, Bioladen ist gut gesagt, das Ding ist ja schon ein kleiner Supermarkt, und überall, auf jedem Produkt steht Bio drauf, und ich wundere mich, was es alles für Sachen gibt, und dass man Nudeln in so kleinen Portionen verkauft. Und überhaupt, wer ist potentieller Kunde in so einem Laden? Leider war kaum jemand da, den ich hätte charakterisieren können.
Dann habe ich, in meinem frischen Elan, mich auf mein Bett gesetzt und alle die Dinge aufgeschrieben, die sich vor einem Monat abgespielt haben. Und diese Dinge fast alle nocheinmal erlebt. Ich bin erstaunt, wie klarer eine Errinerung wird, wenn man sie aufschreibt. Und jetzt habe ich Gewissheit, dass ich sie quasi nicht mehr verlieren kann. Ach, und ich werde sie euch nicht abtippen, weil, sie a) zu intim fürs Blog is und b) ich nicht weiß, wie andere Leute damit einverstanden sind. Mit einer abgespeckten Version hätte *ich* keine Probleme, aber ich weiß nicht, wie andere Leute das sehen.
Niemand blogt. Dh. ausser Ntess, aber auf Schminksachen-Dinger kann ich wenig erwiedern, und überhaupt, Männer sind in solchen Sachen benachteiligt, obwohl, wir “dürfen” ja anderseits Falten, graue Haare usw. haben. überhaupt, wo wir schon bei Emanzipation sind: Ich glaube, wirklich gleichberechtigt in den Köpfen sind wir erst, wenn *nicht* mehr darauf geachtet wird, ob ein Mädel und ein Junge Klassensprecher sind, und ob auch alle Arbeiten schön aufgeteilt sind zwichen den weiblichen und männlichen Anwesenden. Nein, erst wenn niemand mehr auf sowas achtet, dann können wir uns wirklich gleichberechtigt nennen.
Und über Fußball und Fahrlehrer kann ich mich (noch) nicht auslassen, aber ich habe das Gefühl oder die Hoffnung, damit besser zurrecht zu kommen. Ist das jetzt Selbstüberschätzung oder männliche Arroganz? Und wieso klingt “männlich” mal positiv, mal negativ, dann wieder neutral?
Ach ja, ich habe endlich Dinkelmehl gefunden.
