Archive for February, 2004

Friday, February 6th, 2004

Habe ich wirklich sonst nichts zu tun, als Computerspiele mit Matrixartigen Effekten zu spielen und dann die IP-Adressen im Header von Mails die ich von Freunden bekam nachzusuchen?
Anscheinend nicht.
Tja, was machen wir, wenn es zu spät zum Telefonieren und zu früh zum Schlafengehen ist? Rumphilosophieren. Musik hören. Leute unsere Lebensgeschichte erzählen. Intressiert das hier eigentlich irgendwen?
Ach, ich höre lieber auf. Ist doch eh nur ein Alibi-Blog. Ich schreib an irgendwas, was ihr irgendwann einmal zu lesen bekommt. So ist die Zeit halt nicht verloren.

Thursday, February 5th, 2004

Religionsstunde. Diskusion über Homosexualität. Ist nichts schlimmes daran. Aber ich hab irgendwie immer das Gefühl, dass ich nur mit dem Lehrer und den Mädels die gegenüber von mir sitzen, diskutiere.
Gilles sagt nichts. Und der Rest der Klasse auch nicht. Was machen die? Sie sitzen da und hören uns zu? Ich verstehe das nicht richtig. Eigentlich hätte jeder von diesen Leuten etwas zu sagen. Und sie können etwas sagen, sie brauchen nur den Finger auszustrecken. Aber dazu scheinen sie zu schwach zu sein. Ich hasse diese Einstellung. Man hört ihnen da ja zu, aber sie sagen nichts. Wenn man schon nach seiner Meinung gefragt wird, sollte man auch was sagen.
Ansonsten, reden wir über Kleidung. Ich bin in dem Gebiet ein wenig… hilflos. ich meine, auch wenn die die Sachen nicht mit meiner Mutter kaufen würde, ich würde wahrscheinlich dieselben Sachen wie mit ihr kaufen. Ich glaub, Jungs haben es da schwerer als Mädels. Könnte ich Jeans anziehen? Und wenn ja, welche? Ich meine, ich hab nicht gerade Lust auf sowas, was einem in den Kniekehlen hängt. Eigentlich wären lange, schwarze Kutten am Besten - aber na ja, sooo weltfremd wollen wir dann auch wiederum nicht wirken. Vieleicht hat Lisa irgendwelche Tipps. Muss ich mal nachfragen.

Wednesday, February 4th, 2004

Irgendwas kreatives in mir wurde geweckt. Ist es schon der Frühling, oder nur der Ruf des Pendels.
Es schwebt über uns allen, und doch, habe ich manchmal das Gefühl, dass es mitten durch uns durch geht. Als eine Person, der wir bisher immer nur anders betrachtet haben. Und nicht als die Person, von der man vermuten könnte, dass sie der einzige Fixpunkt des Universums sei. Aber jeder im Universum hat seinen Platz, und nichts passiert zufällig.
Ich kann mir sonst nicht erklären, was ihre Aufgabe sein könnte. Sie ist dazu auserwählt. Merkwürdig, aber kann schon sein. Es gibt vieles, was merkwürdiger ist. zB. dass sich Viertklässler in Mädchen verlieben, mit denen sie im Teenangeralter stundenlang herumphilosophieren und sich schwören, sie niemals in jenes Mädchen zu verlieben. Die Welt ist merkwürdig, aber alles hat seinen Sinn und Zweck. Und wenn nicht, bekommt es seinen. So einfach ist das.
Es gibt keine Liebe. Liebe ist nur ein Mittel zum Zweck. ich habe viel darüber geredet, letztes Wochenende. Oder wie ich gestern geschrieben habe: Wichenende. Was eine Wiche ist, weiß ich nicht, aber ich werde versuchen, es herauszufinden. Oder ich sage nur, ich werde dies tun, habe es in Wriklichkeit aber überhaupt nicht vor. Beautiful World. Aber ich war dabei, über die Liebe zu sprechen. Meine Einstellung mag deprimirend wirken, aber sie ist keinesfalls depressiv. Sie ist nur ein Erkennen der Wahrheit und eine den höheren Geisten angeborene Abneigung gegen den eigenen Körper. Er ist schmutzig, stinkt, und hällt einem vom Arbeiten ab. Und doch benötigen wir ihn. Oh, oh, monde cruel!

Tuesday, February 3rd, 2004

In den letzten Tagen habe ich relativ viel am “Look and Feel” des Weblogs gearbeitet. Aber das seht ihr ja selbst. Alles wurde schöner, besser, größer, und überhaupt: stöbert herum, räuchert das staubige Archiv aus und endeckt die grausigsten Details aus meinem Leben. Das ist ein Blog. Selbstdarstellung deluxe. Ich liebe es!
Dann war da noch das Wochenende, dessen Tage zwei mal vor Adelines Haustür endeten (einmal nach einer wilden Verfolgungsjagdt durch einen Psychopaten, den wir uns zu dritt mutig stellten - bzw. mutig davonliefen. Hey, aber was will man machen - hat man die Wahl zwichen den Dealern unter der Brücke und dem Psychopaten auf der Straße - wer wird wohl freundlicher sein?
Wir haben es überlebt - auch wenn eine Panikattacke seitens des einzien Mädel in unserem Trio mir fast einen dreifachen Herzinfakt gebracht hätte, wir haben überlebt. Tja, ein merkwürdiges Wochende. Und das Bedürfniss, zu reden. Doch wozu gibt es sonst ein Weblog?