Tuesday, July 29th, 2003
Nun steh ich hier, ich armer Tor…
Wieso eigentlich? Es zieht mich hinaus, ich will raus, durch das nasse Gras laufen, laufen, bis ich nicht mehr kann. Früher gingen die Leute pilgern, das sollte man wieder einführen. Nehmen wir unsere Rucksäcke heraus und laufen wir an den geheimen Treffpunkt der Templer, wo das foucaultsche Pendel pendelt, bis in alle Ewigkeit den einzigen Fixpunkt des Universums bildet.
Doch das Fleisch ist schwach, und so brodeln wir unsern einigen, unsterblichen Körper, am liebsten mit Pfeffer und Honig. Und dann breiten wir unsere Flügel aus, unter dem Schatten deiner Flügel brüllen sie ihm Chor, ziehen das Schwert und wir ziehen wieder in die letzte Schlacht, gegen einen gesichtslosen Feind, und jemand wird danach den Stein wegziehen, der meinen Unterleib, den ich dann nicht mehr habe, vergraben hat. Er wurde weggerissen bei meinem letzten Angriff, aber wir haben gewonnen, ich sterbe als Held, als Retter der Welt.
Der Schmalz quillt aus dem Buch, als ich es schliesse. Es formen sich aus dem Butter des Buches, das eigentlich nur Magarine war, die Effi-Drachen, die erstarren und die Halle der gerechten verzieren, wo das Licht in einer Säule scheint und jeder einen Kaputzenmantel trägt. Und so bekreuzigen wir uns von unten nach oben, heiligen den Antichristen mit unserem Handy, der letzte Plan ist aufgegangen, den es war der einzige, der jemals perfekt war. Wir wussten es schon immer, alles, wir haben nur gewartet, bis heute, um es euch zu sagen. Und doch muss noch geschrieben werden, und immer wieder müssen wir das Papier aufkochen, es zu neuem trocknen lassen, und es wieder und wieder beschreiben, bis wir den letzten Satz, den Gral, den Stein der Weisen aus papier-mache haben, unsterblich sind, und ihn dan fressen, mit Pfeffer und Honig.
Amen, das sage ich euch, so ist es und so wird es sein in Eeeeewigkeeeeeeiiiiiit
