Archive for June, 2003

Wednesday, June 11th, 2003

Eine schöne Trennung, eigentlich. Weil man sich nicht im Streit getrennt hat, sich verstanden hat, im Grundsatz. Vieleicht ein kleiner Vorwurf von mir, aber dennoch kein Streit. Und ich, ich bin jetzt frei, frei zu fühlen was ich will. Danach höre ich Manfreds Man “one way glass” und jetzt eben “the heady Feeling of Freedom” Das Lied war ihr zu langsam, sie mochte es nicht. Ich habe sie eine Banausin genannt, alles im Witz, damals noch.
ein letzter Brief an Sarah, in der Hoffnung das sie ihn liest:
Sarah, alles Gute für dich. Ich weiss nicht, ob du je wieder von mir hören wirst, zuerstmal brauche ich (oder wir beide?) etwas Zeit, etwas Abstand, alles zu Verdauen. Ich wünsche dir, dass alle deine Wünsche in Erfüllung geben, ausser einem, damit du immer etwas hast, nachdem du streben kannst. Ich wünsche dir, dass du das Glück findest, ich wünsche dir, das du noch oft in Urlaub fährst und die Freude die ich daran empfunden habe, nur ein Bruchteil dessen ist, was die Realität zu bieten hat. Ich hoffe, das du mich nicht vergisst, ich hoffe, das ich dich nicht vergessen werde.
Ich kann nur von mir sprechen, aber ich empfand die gemeinsame Zeit als eine schöne. Ich möchte mich nicht im Streit von dir trennen, sondern so, dass ich dir das Wissen gebe, das ich für dich da sein kann, wenn du mich brauchen willst. Ich freue mich nicht über das Ende unserer Beziehung, aber über die Art, wie es geschehen ist. Nicht im Streit, sondern im gegenseiten Verstehen. Und ich freue mich, das es dir Leid tut, dass du ihn nicht vergessen konntest.
Ich wünsche dir eine schöne Zukunft, und mögest du nie die wichtigen Dinge im Leben vergessen…
Ich weiss nicht, ob ich nochmal mit dir sprechen kann, weil ich es nicht gewohnt bin, den Auslösern wirklich schlechter Gefühle zu verzeihen. Ich werde es jedenfalls versuchen, auch wenn ich nicht weiss, ob ich es kann.
Trotz allem möchte ich dir danken, dass du zum Schluss ehrlich gewesen bist, und natürlich für die schöne Zeit, dir wir zusammen hatten. Wir sind jetzt nicht mehr zusammen, und ich fühle mich noch nicht schlecht und will micht auch nicht umbringen. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Beziehung vieleicht nicht so war sie sie hätte sein sollten, aber trotzdem nicht die allerschlechteste war. Jedenfalls für mich.
Danke Sarah
in der Hoffnung, das ich dich nicht hassen muss,

Tuesday, June 10th, 2003

Sarah(ja, wie soll ich sie denn sonst nennen? “meine Maus”? S? [wie viele "S"s gabs eigentlich schon?]) meint, ich solle man wieder etwas schreiben. Recht hat sie.
Also schreibe ich, ohne Recht zu wissen, was ich denn schreiben soll. Der Plan hat begonnen, die Optimierung der Menschheit steht kurz bevor. Das Ende ist nah, bastelt euch Hüte aus Silberpapier und verkriecht euch unter den Tischen! (das wird Gilles freuen)
Zu dem neuen NGE-Realfilm sind einige Concept-Arts erschienen, wenn sich irgendwer das ansehen will.

Friday, June 6th, 2003

Albus hat sein Abi geschafft, herzlichen Glückwunsch erstmal dazu und hat mich wieder einmal auf eins der schönsten Lieder der Rockgeschichte aufmerksam gemacht: Paradise City von Guns N' Roses…
Es ist einfach wunderbar, es errinert mich an eine Trennung, die ich jetzt endgültig überwunden habe und ja…take me down to the paradise city, where the gras is green and the girls are pretty
Man bekommt Tränen in die Augen, wenn man es nach so langer Zeit mal wieder hört. Ach, was brauche ich viele Lieder, wenn ich dieses eine habe und es immer und immer wieder hören kann (gut, irgendwann wird es zwar langweilig)?
Aber wenden wir uns wichtigern ingen zu:
Sandalen: Style. Das einzige Wort was wirllich beschreibt, was Sandalen ausdrücken. Ich verstehe nicht, wie viele Menschen sich noch dagegen wehren können, wo die Vorteile (ausser bei Nässe und Kälte) doch auf der Hand liegen. (insbesondere keine Schweissfüsse!) Na ja, und manche Leute können es sich wieder nicht verkneifen, mich als “Jesus” anzureden. Na, wenn es ihnen Spa0 macht…

Tuesday, June 3rd, 2003

“Ich hab dich ganz doll lieb, tschüß.”
Duut-duut-duut
Ich stelle den Ventilator an und lasse mich nach hinten fallen. Das einzige was mein Körper danach noch kann. Sich vom Ventilator kühlen lassen. Ich fühle mich wie tot. Bin ich so sehr…abhänig von ihr? Oder ist es einfach nur die normale Liebe, die dich sie so vermissen lässt?
Ich liebe sie, mehr als ich einen andern Menschen je geliebt habe. Und das aus meinem Mund. Das von mir, der behauptet hat, die Liebe würde ihn umbringen, der Mana mehr als genervt hat damit, sowas von mir.
Es kommt halt immer unverhofft, versuche ich micht selbst rauszureden. Oder:
“Es macht mich glücklich. Ich weiss, ich werde nicht immer glücklich sein, aber ich kann glücklich sein und so bin ich es, denn ich kann sie lieben und sie liebt mich.”
Es klingt irgendwie lächerlich, ich weiss.
Aber so ist es nunmal. Wieder eine Ausrede, eine Rechtfertigung die man eigentlich nicht brauch.
Ich stehe auf, bewege meinen toten Körper, den eben noch der Ventilator gekühlt hat, runter, zum Kühlschrank, trinke, trinke aus der Flasche, fast den Rest, dabei muss ich jetzt an sie denken, wie sie Fanta drinkt.
Ich werde nur noch Fanta aus halbleeren Flaschen trinken und dann sagen, es würde mir nicht schmecken. Ich gehe aufs Klo, sehe dabei in den Spiegel, sehe meine toten Augen, verliebte Augen?
Schöne Augen, eigentlich. Aber eigentlich sind alle Augen schön, wenn man es so sehen will.
Augen, die sich wünschen, sie - ihr Name ist übrigens Sarah, in ihre eigenen Augen schauen zu können.
Es wird bald soweit sein, tröste ich mich selber und wende den Blick ab, schlucke eine Pille, überlege wie viele tödlich sein sollen.
Wieso?
Ich will nicht sterben. Ich darf es nicht mal, es würde sie todunglücklich machen. Hoffe ich. Etwas, was mich davon abhält, mir etwas anzutun.
Wieso will ich mir etwas antun? Weil es schmerzt, mir zu wünschen, bei ihr zu sein und es nicht zu können. Ich werde morgen fahren. Ich frage morgen meine Mutter und fahre dann.
Oder fahre eher nicht, weil ich nicht darf, wegen irgendeiner Kleinigkeit.
Ich weiss es schon. Oder habe ich nicht den Mut, zu fahren? Ich muss ihr anrufen, sie fragen, davor. Hoffentlich klappt es. Ich fiebere schon, so scheint mir.
Man erstickt fast an der eigenen Luft, die man ausatmet. Ich liebe sie, ich liebe sie, ich liebe sie.
Das einzige woran ich denken kann.
Vieleicht ist es gut so, vieleicht soll ich an sie denken und etwas…
Schmerzen, etwas…”Miss you” empfinden, ich glaube, darauf baut die Liebe auf,
dass man sich vermisst, wenn man nicht beeinander ist, sogar wenn man sich hört,
vermisst man sich. Ich denke, das ist genügend für heute.
übrigens: der Plan läuft weiter. Wir werden den Schlüssel schon noch finden.